FPUS54 KOHX FORECAST SUMNER – INCLUDING THE CITY OF GALLATIN

Expires:202009230915;;209016
FPUS54 KOHX 221930
ZFPOHX

Zone Forecast Product for Tennessee
National Weather Service Nashville TN
230 PM CDT Tue Sep 22 2020


TNZ008-230915-
Sumner-
Including the cities of Hendersonville, Gallatin, 
and Goodlettsville
230 PM CDT Tue Sep 22 2020

.TONIGHT...Mostly cloudy. Lows in the mid 50s. Northeast winds up
to 5 mph in the evening becoming light. 
.WEDNESDAY...Mostly cloudy. A 20 percent chance of showers in the
afternoon. Highs around 70. East winds up to 5 mph. 
.WEDNESDAY NIGHT...Mostly cloudy with a 40 percent chance of
showers. Lows in the upper 50s. East winds up to 5 mph. 
.THURSDAY...Mostly cloudy with a 40 percent chance of showers.
Highs around 70. East winds up to 10 mph. 
.THURSDAY NIGHT...Mostly cloudy with a 40 percent chance of
showers. Lows in the upper 50s. East winds up to 5 mph. 
.FRIDAY...Mostly cloudy with a 40 percent chance of showers.
Highs in the upper 70s. 
.FRIDAY NIGHT...Partly cloudy with a 20 percent chance of
showers. Lows in the lower 60s. 
.SATURDAY...Partly cloudy with a 40 percent chance of showers and
thunderstorms. Highs in the lower 80s. 
.SATURDAY NIGHT...Partly cloudy with a 30 percent chance of
showers and thunderstorms. Lows in the mid 60s. 
.SUNDAY...Partly cloudy with a 50 percent chance of showers and
thunderstorms. Highs in the lower 80s. 
.SUNDAY NIGHT...Mostly clear with a 30 percent chance of showers
and thunderstorms. Lows in the lower 60s. 
.MONDAY...Mostly sunny in the morning then becoming partly
cloudy. A 30 percent chance of showers. Highs around 80. 
.MONDAY NIGHT AND TUESDAY...Partly cloudy with a 20 percent
chance of showers. Lows in the upper 50s. Highs in the lower 70s.

$$




IDW10100 Western Australia Forecast

IDW10100
Australian Government Bureau of Meteorology
Western Australia

Western Australia Forecast
Issued at 4:45 am WST on Wednesday 23 September 2020
for the period until midnight WST Saturday 26 September 2020.

Warning Information
For latest warnings go to www.bom.gov.au, subscribe to RSS feeds, call 1300 659
210* or listen for warnings on relevant TV and radio broadcasts.

Weather Situation – Northern Western Australia
A trough lies along the Pilbara and Kimberley coasts, it will move into the
inland parts of the Pilbara, Kimberley and North Interior late Thursday and
Friday.

Weather Situation – Southern and Central Western Australia
A ridge will lie near the south coast and a trough will develop over the
Gascoyne during Wednesday. The trough will move to central parts of the South
West Land Division during Thursday and Friday.

Forecast for the rest of Wednesday 23 September
Chance of a shower or thunderstorm over the north and east Kimberley. Chance of
showers near the coast east of Eyre this morning. Areas of raised dust possible
through western parts of the Gascoyne and the Central West.

Forecast for Thursday 24 September
Chance of an afternoon shower or thunderstorm over the northeast Kimberley.
High-based and mostly dry thunderstorms possible through the Gascoyne, western
Pilbara and northern parts of the South West Land Division. Areas of raised
dust possible through the southern Gascoyne.

Forecast for Friday 25 September
Showers over southern and western parts of the South West Land Division. Chance
of a thunderstorm over southern parts of the South West Land Division and
Goldfields. Chance of an afternoon or evening shower or thunderstorm in the
north Kimberley.

Forecast for Saturday 26 September
Chance of an afternoon shower or thunderstorm over the northeast Kimberley.
Showers possible throughout the South West Land Division and southwestern
Goldfields. Possible thunderstorms about southern parts of the South West Land
Division, southern Goldfields, south Interior and Eucla.

The next routine forecast will be issued at 4:30 pm WST Wednesday.

  • Calls to 1300 numbers cost around 27.5c incl. GST, higher from mobiles or
    public phones.

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SXEU31 DWAV SYNOPTISCHE UEBERSICHT KURZFRIST

SXEU31 DWAV 221800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Dienstag, den 22.09.2020 um 18 UTC

Markante Wettererscheinungen:
Bröckelnder Spätsommer, Umstellung auf kühles Herbstwetter naht. Im Osten und
Süden erst lokale Gewitter, dann Übergang in Dauerregen.

Synoptische Entwicklung bis Freitag 12 UTC

Aktuell … geht ein weiterer sonnenscheinreicher und sehr warmer Spätsommertag
zu Ende. In weiten Teilen des Landes wurde nochmals die 25 Grad-Marke
überschritten. Die Tage des verantwortlichen Hochs MANFRED (Zentrum in der Nähe
der Krim) sind allerdings gezählt, was allein schon ein Blick auf das Barometer
verdeutlicht. 1008 hPa, gemessen am Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel um 18 Uhr
Ortszeit bei strahlend blauem Himmel, ein trügerisches Zeichen und beileibe
keines für stabiles Hochdruckwetter – zumal bei weiterhin leicht fallender
Tendenz. Allerdings ist die Luftmasse zunächst noch sehr trocken, was
einstellige Taupunkte über der Mitte Deutschlands belegen.

Etwas anders verhält es sich in Süddeutschland, wo es mithilfe der Orographie
schon tagsüber einzelne Schauer und Gewitter (punktuell sogar Unwetter) gegeben
hat, die sich immerhin bis zur Pfalz, nach Thüringen und jüngst sogar bis in den
Leipziger Bereich vorgearbeitet haben. Doch irgendwann wurde der trockene
Einschub letztlich zu groß, so dass diese nach kurzer Zeit wieder in sich
zusammenfielen. Doch zurück in den Süden, wo die Taupunkte bei rund 15 Grad
liegen und der Radiosondenaufstieg von Kümmersbruck (12z) ein feuchtlabiles
Profil bis rauf auf 11 km („skinny“ CAPE) zeigte. Die bodennahe Auslöse wurde
aber um 2-3 Kelvin verfehlt, weshalb die Orographie in den meisten Fällen
unterstützend eingreifen musste.
Nun schwenkt jedoch in den kommenden Stunden ein flacher Randtrog vom Löwengolf
nach Norditalien und erzeugt damit einen zusätzlichen dynamischen Hebungsimpuls
im Alpenraum und in den Frühstunden sogar bis nach Niederbayern. Der nächtliche
CIN-Deckel von 50 J/kg und weniger sollte damit hier und da durchstoßen werden.
MU Cape liegt immerhin bei rund 300 J/kg – im Übrigen mit Erstreckung bis zum
Thüringer Wald und zum Erzgebirge, dort aber mit mehr als 100 J/kg deutlicher
gedeckelt. Von daher steht vor allem südlich der Donau eine vergleichsweise
unruhige Nacht bevor. Die Scherung ist zwar zu vernachlässigen, aber bei
nächtlicher Verclusterung von Einzel- und Multizellen ist neben den lokalen
„Hotspots“ gebietsweise auch 6-stündiger Starkregen um 20 l/qm nicht
ausgeschlossen (COSMO-D2-EPS 30-50% im Allgäu und im Landkreis Rottal-Inn).

Im Grenzbereich zur feuchten Luft bildet sich bei längerem Aufklaren lokal Nebel
(Mischungsnebel). Eine Kaltfront, die sich von der Nordsee und Nordfrankreich
her langsam nähert, spielt für die kommende Nacht noch keine Rolle. Die
Tiefstwerte liegen unter teils bewölktem Himmel zwischen 15 und 10 Grad, im
Nordwesten, wo es noch verbreitet klar ist, bei frischen 9 bis 6 Grad.

Mittwoch … liegt Deutschland auf der Vorderseite eines umfangreichen
Langwellentroges in einer südwestlichen Strömung, die gerade aufgrund des noch
vorhanden Randtrogresiduums über Süddeutschland noch sehr aufgefächert
daherkommt. Besagter Randtrog schwenkt unter Abschwächung im Tagesverlauf
ostwärts nach Österreich ab. Dennoch liefert er bis zum frühen Nachmittag, wenn
die bodennahe Auslöse erreicht sein sollte (Auslösetemperaturen im Südosten nur
wenig über 20 Grad), noch schwachen Hebungsantrieb. Der damit einhergehende
Druckfall macht sich auch als kleine zyklonale Ausbuchtung der 1005 hPa-Isobare
im Bodendruckfeld über Sachsen bemerkbar. Durch die bodennahe Strömung aus Süd
bis Südwest, kommt die feuchte (subtropische) Luftmasse mit PPW’s um die 30 mm
auch bis ins Altenburger Land und in die Oberlausitz nordwärts voran. Somit ist
es wahrscheinlich, dass neben den süddeutschen Mittelgebirgen (Schwarzwald wohl
außen vor) gerade auch im Erzgebirgsumfeld gewittertechnisch was gehen sollte.
Die Begleiterscheinungen sind mit denen des Vortags vergleichbar und beinhalten
vor allem den Starkregen, der lokal gefährlich nahe an die Unwetterschwelle von
25 l/qm binnen einer Stunde vorstoßen kann. Obwohl die Gewitter wohl vornehmlich
orographisch ausgelöst werden, sind auch in tiefen Lagen (Storm Motion zwar nur
bei 10 km/h aber kein so trockenes Entrainment mehr) einzelne Schauer und
Gewitter zu erwarten.

Die o.e. Kaltfront liegt strömungsparallel unter erneuter Wellenbildung über der
Nordsee und Nordfrankreich fest und kommt nicht groß weiter ostwärts voran. Erst
zum Abend erreichen erste dichtere Wolkenfelder die Nordseeinseln, das Emsland
und den Niederrhein. Sonst sollten Sonnenanbeter nochmals das sonnige und sehr
warme Spätsommerwetter genießen. Denn, …

In der Nacht zum Donnerstag läuft ein markanter Randtrog im Langwellentrog ab.
Er schwenkt vom Großraum London über die Nordsee hinweg und erreicht in den
Frühstunden Südnorwegen. Dadurch wird entlang der Front eine Zyklogenese in Gang
gesetzt, die sich in 12 Stunden von etwas über 1000 hPa auf unter 990 hPa
vertieft und zum Morgen ebenfalls die Südspitze Norwegens erreicht. An dessen
Südflanke verschärft sich der Gradient und der Wind dreht auf Südwest bis West –
beides Faktoren, die eine Beschleunigung der Kaltfront ostwärts begünstigen. Da
die Front vor allem in der zweiten Nachthälfte von Kaltluftadvektion überlaufen
wird, hält sich die Niederschlagsaktivität im Frontbereich in Grenzen. Bis zum
Morgen erreichen die leichten Regenfälle mit maximal 1 bis 5 l/qm binnen 6
Stunden etwa eine Linie Ostholstein-Harz-Schwäbische Alb. Der Wind frischt über
der freien Nordsee sowie auf exponierten Gipfeln mächtig auf und erreicht im
Mittel Windstärke 7 mit Sturmböen von 8 bis 9 Bft.
Präfrontal bleibt es nach rascher Auflösung letzter Schauer und Gewitter
abgesehen vom Aufzug höherer Wolkenfelder noch trocken. Die Tiefstwerte liegen
zwischen 15 und 10 Grad. Vor allem entlang der Donau kann sich vor dem
Bewölkungsaufzug Nebel bilden.

Donnerstag … hält das ursprüngliche Kaltluftadvektionsmaximum, das die Front
überläuft, deren Aktivität weiterhin auf einem Minimum. Bis auf ein
zerfleddertes Wolkenband, aus dem einzelne Tropfen fallen, wird davon auf dem
Weg nach Osten nicht mehr viel übrig bleiben. Aufgrund der Abschwächung des
Tiefs über Norwegen lässt auch die frontensenkreche Schubkomponente immer mehr
nach und der äußerste Osten und Südosten des Landes verbleibt noch im Bereich
der 10 Grad-Isotherme in 850 hPa mit Höchstwerten im Bereich eines Sommertages
(>25 Grad). Eingelagerte PVA-Maxima sind in der recht glatten südwestlichen
Höhenströmung zunächst nicht auszumachen. Erst zum Abend nähert sich ein kleiner
Kurzwellentrog von der Schweiz, womit schauerartige Regenfälle vom
Südschwarzwald bis zum Allgäu übergreifen (leichte Dimmerföhnlage mit Sturmböen
auf den Alpengipfeln). Ansonsten bleibt es bei einem Wechsel aus Sonne und
Wolken weitgehend trocken bei einem etwas kühleren Temperaturniveau um die 20
Grad.

In der Nacht zum Freitag passiert etwas, das für die weitere Entwicklung von
entscheidender Bedeutung ist. Ein zweites, kräftigeres Kaltluftadvektionsmaximum
entwickelt sich auf der Trogrückseite des Langwellentroges. Dadurch gewinnt
dieser merklich an Raum nach Süden und stößt bis Mitternacht über die Biskaya zu
den Pyrenäen vor. Die Kaltluft, die mit dem Mistral in den Löwengolf schießt,
begünstigt die Entwicklung einer Genuazyklonale. Gleichzeitig verlagert sich das
dipolartige Drehzentrum des Langwellentroges zur Doggerbank. Die Strömung steilt
damit über Deutschland weiter auf und kommt nun stramm aus Süd. Fertig ist das
allgemeine Setup einer Vb-Konfiguration. Prompt wird nicht nur die noch längs
über Deutschland liegende Luftmassengrenze wieder aktiviert, sondern auch
Aufgleitniederschläge (Warmluft aus Süd-Südost, bodennahe „Kaltluft“ aus West)
setzen ein. Die beteiligten Kurzwellentröge in der Höhe und die Gegenstromlage
an sich könnten sicherlich noch deutlich prägnanter ausgeprägt sein, aber
immerhin reicht die Konstellation bereits aus, um voraussichtlich in einem
Streifen vom Allgäu über Oberfranken bis zur Lausitz schauerartige verstärkte
und teils länger anhaltende Regenfälle auszulösen, die für Mengen zwischen 10
und 20, lokal auch um 30 l/qm gut sind. Nach wochenlanger Trockenheit eine
Wohltat muss man sagen, zumal die stündlichen Niederschlagsraten wohl gut zum
Versickern taugen und nicht zu hoch sind.
Abseits dieses Regenbandes ziehen vor allem im Westen im Trogbereich einzelne
Schauer durch. Aufgrund der kompakten Bewölkung liegen die Tiefstwerte noch bei
vergleichsweise milden 13 bis 7 Grad. Auf den Nordseeinseln und auf exponierten
Gipfeln treten anfangs noch starke bis stürmische Böen auf.

Freitag … stößt die Spitze des westeuropäischen Langwellentroges weiter nach
Süden über den westlichen Mittelmeerraum bis nach Algerien und Tunesien vor und
zeigt später erste Abtropftendenzen. Rückseitig sinkt die Temperatur in 850 hPa
immerhin auf unter 5 Grad ab (Meeresluft polaren Ursprungs), weshalb die
Niederschläge in den Pyrenäen und Alpen bis auf etwa 1000 Meter zunehmend in
Schnee übergehen – immerhin. Vorderseitig verbleibt die warme Subtropikluft mit
der 10 Grad-Isotherme in 850 hPa stets in der Nähe von Oder und Neiße.
Eventuelle Warmlufteinschubgewitter sollten daher vorrangig auf polnischer Seite
verbleiben. Die Trogachse ist dabei leicht negativ geneigt, was das Aufgleiten
von Osten verstärkt. Dabei laufen immer wieder kurzwellige Anteile – teils
orographisch induziert von Süd nach Nord ab. Ein markanterer seiner Zunft
induziert dabei ein Randtief, das nach dem neuesten ICON 12z Lauf am
Freitagabend 18 UTC über Bornholm mit einem Kerndruck unter 995 hPa liegen soll.
Dementsprechend muss man insbesondere für Teile Sachsens, Brandenburgs, Berlin
und Mecklenburg-Vorpommern länger anhaltende und teils kräftige Regenfälle auf
der Agenda haben. 6-stündige Starkregenfälle mit teils mehr als 35 l/qm sind
dabei durchaus wahrscheinlich, die Frage ist nur wo genau, denn gerade bei der
räumlichen Einordnung gibt es durchaus noch einige Modellunterschiede. Es steht
zu befürchten, dass diese aufgrund der komplexen Wetterlage auch selbst mit
Annäherung an das Ereignis nicht komplett verschwinden werden.

Ein zweiter Niederschlagsschwerpunkt kristallisiert sich südlich der Donau
heraus. Dieser steht im Gegensatz zu Erstgenanntem aber mehr in Verbindung zum
stationären Genuatief und dessen fortwährender Aufgleitprozesse über die Alpen
hinweg. Warnwürdige Schwellen werden dort in der Fläche mit mehrheitlich 10 bis
20 l/qm binnen 12 Stunden nicht erreicht, wohl aber unter Einbeziehung des 24h
Kriteriums für Dauerregen im Allgäu. Zumindest sind die Signale dort neben der
Deterministik auch in der Probabilistik mit 50-60% bei COMSO-Leps für mehr als
30 l/qm beachtlich.

Am freundlichsten wird es in der Nordwesthälfte, wo auch zeitweise die Sonne zum
Zuge kommt und nur vereinzelt mal kurze Schauer durchziehen. Mit nur noch 14 bis
18 Grad, im Dauerregen im Süden um 10 Grad hält der Herbst Einzug.

Modellvergleich und -einschätzung

Insbesondere hinsichtlich der Dauerniederschläge am Freitag an den Alpen, mehr
aber noch in Ostdeutschland bestehen noch große Unterschiede. Aufgrund der
komplexen, Vb-artigen Konfiguration ist das aber auch kein Wunder. Grundsätzlich
muss man bei dieser markante Dauer-/Starkregenereignisse immer ins Kalkül ziehen
und die Unsicherheiten verschwinden häufig selbst bis in Nowcasting hinein noch
nicht vollständig. Am gesichertsten ist die Dauerregenlage mit Beginn ab
Donnerstagabend in den Allgäuer Alpen, wobei im Laufe des Freitags die
Niederschläge oberhalb von etwa 1000 Metern immer mehr in Schnee übergehen. Auch
eine Ausweitung auf den kompletten Alpenrand ist nicht unwahrscheinlich, wobei
die Kriterien dabei voraussichtlich nur punktuell und nicht flächendeckend
erreicht werden. GFS scheint hier mit teils unwetterartigen Mengen über 50 l/qm
übers Ziel hinauszuschießen.

Im Osten sind die Hinweise auf markanten Dauer-/Starkregen für kommenden Freitag
aktuell noch recht dünn (EPS allesamt unter 10%, aber auch bedingt durch diffuse
Niederschlagsverteilung der Member). Eventuell verläuft der Schwerpunkt sogar
komplett auf polnischer Seite oder aber die Warnschwellen werden knapp verfehlt.
Bedenken sollte man, dass aufgrund der anhaltenden Trockenheit Regen von Natur
und Mensch vielfach herbeigesehnt wird und im Zweifel eher von einer Warnung
absehen.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Robert Hausen

DWD -> WARNLAGEBERICHT für Baden-Württemberg –

VHDL30 DWSG 221800
WARNLAGEBERICHT
für Baden-Württemberg

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Dienstag, 22.09.2020, 20:30 Uhr

Am Abend im Süden und über dem Bergland einzelne Gewitter. Nachts im 
Süden und Südosten weiterhin Risiko für einzelne Gewitter. 

Entwicklung der Wetter- und Warnlage: 

Während der Norden Baden-Württembergs von Hochdruckeinfluss 
profitiert, lenkt ein Tief über Frankreich feuchtere Luft in den 
Süden.

GEWITTER(UNWETTER):
Heute Abend in der Südhälfte, vornehmlich über dem Bergland, einzelne
Gewitter mit Starkregen bis 25 Liter pro qm in einer Stunde, 
kleinkörnigem Hagel und stürmischen Böen bis 70 km/h. Punktuell sind 
auch Regenmengen bis 40 l/qm in einer Stunde und Hagel um 2cm 
wahrscheinlich(UNWETTER). 
Nachts im äußersten Süden und Südosten weiter einzelne Gewitter mit 
Starkregen um 15 l/qm in einer Stunde.
Am Mittwoch erneut vor allem über dem Bergland und dem Süden örtliche
Gewitter mit Starkregen bis 25 l/qm in einer Stunde, kleinkörnigem 
Hagel und stürmischen Böen um 70 km/h. Vor allem im Südosten 
vereinzelt auch gewittriger Starkregen bis 40 l/qm innerhalb einer 
Stunde nicht ausgeschlossen. 


Nächste Aktualisierung: spätestens Mittwoch, 23.09.2020, 04:30 Uhr

Deutscher Wetterdienst, Regionale Wetterberatung Stuttgart, Clemens 
Steiner 

SYNOPTISCHE UEBERSICHT MITTELFRIST

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Dienstag, den 22.09.2020 um 10.30 UTC

Wechselhaftes und kühles Herbstwetter; am Freitag/Samstag im Süden und Osten
Dauerregen nicht ausgeschlossen, an den Alpen oberhalb von 1000 m Schnee.

Synoptische Entwicklung bis zum Dienstag, den 29.09.2020

Der Mittelfristzeitraum ist wettertechnisch geprägt durch einen umfangreichen
Langwellentrog, der sich von West- allmählich Richtung Mitteleuropa verlagert
und von dort aus schließlich Richtung Südosteuropa austropft. Damit steht eine
Umstellung der Großwetterlage hin zu wechselhaftem und kühlem Herbstwetter mit
gebietsweise recht ergiebigen Niederschlägen ins Haus.

Diese Umstellung vollzieht sich bereits zu Beginn des Zeitraumes, am Freitag.
Das Geopotenzialmuster über dem nordatlantisch-europäischen Raum ist meridional
geprägt („Blocking“) mit einem weit nach Süden vorstoßenden Langwellentrog, der
sich vom Nordmeer über die Britischen Inseln und Frankreich bis in den
westlichen Mittelmeerraum erstreckt und flankiert wird von umfangreichen
Höhenrücken über dem mittleren Nordatlantik und über Ost- bzw. Nordosteuropa.
Dieses Muster erweist sich als relativ stabil und bis Samstag, 00 UTC kommt die
Achse des Langwellentroges somit nur allmählich bis zum westlichen Mitteleuropa
(Nordsee, Benelux, Ostfrankreich) voran.
Deutschland befindet sich somit auf dessen Vorderseite unterhalb einer südlichen
Höhenströmung. Dabei laufen kurzwellige, teilweise durch die Orographie (Alpen)
induzierte Troganteile über das Vorhersagegebiet hinweg nordwärts und liefern
entsprechend Hebungsimpulse. Eine sich im Bodenfeld von Nord nach Süd etwa im
Grenzbereich zu Polen und Tschechien bzw. über den Ostalpenraum erstreckende
Kaltfront mündet in einem sich verstärkenden und vom Golf von Genua allmählich
Richtung Adria ziehenden Bodentief und kommt aufgrund höhenströmungsparalleler
Exposition kaum nach Osten voran.
Entlang der Front verlagert sich ein Wellentief im Tagesverlauf auf Vb-artiger
Zugbahn von Tschechien unter weiterer Vertiefung entlang des deutsch-polnischen
Grenzgebietes bis zum Abend nach Südschweden. Ein weiteres Wellentief entwickelt
sich nachmittags über Ostösterreich und zieht bis Samstag, 00 UTC nach Südpolen.

An deren Westflanke führen Aufgleiten von aus dem Raum der Ägäis über die
Karparten bis zur Oder herumgeholter Warmluft und Gegenstromlage zu teils länger
anhaltenden Niederschlägen (flächig 15 bis 50 mm in 24 Stunden) über dem Osten
und Süden Deutschlands. Somit wird zumindest in einigen Teilen Ostdeutschlands
die Trockenheit etwas gelindert.
Rückseitig dringt von Nordwesten her maritime Polarluft nach Mitteleuropa, bis
Samstag, 00 UTC sinkt die Temperatur in 850 hPa auf 0 Grad gebietsweise in den
Staulagen von Alpen und Schwarzwald und 5 Grad an der Oder, dabei kann es an den
Alpen bis nahe 1000 m herab schneien und auch im Hochschwarzwald mischen sich
eventuell Schneeflocken unter die Regentropfen.
Vor allem nahe der Trogachse, im Westen, gibt es einzelne Schauer (die in Summe
aber leider keinen großartigen Niederschlagszuwachs bringen), in den mittleren
Landesteile bleibt es dagegen aufgrund kompensatorischen Absinkens gebietsweise
sogar trocken.

Am Wochenende tropft der Trog über dem westlichen Mitteleuropa aus, das daraus
resultierende Cut-Off-Tief verlagert sich bis Montag, 00 UTC zur nördlichen
Adria, wobei ein schwächerer Dipol über Ostbayern verbleibt.
Entlang der weiter verwellenden und mit ihrem Südteil schneller nach Osten als
weiter nördlich vorankommenden Kaltfront entwickelt sich eine langgezogene
Tiefdruckrinne, die sich am Samstag etwa von Ungarn über den Westen Polens bis
nach Südschweden erstreckt, am Sonntag dann von der Ukraine bzw. Weißrussland
über Nordpolen bis zur Deutschen Bucht. Dabei klingen die Aufgleitniederschläge
im Osten und Südosten am Samstag allmählich ab, vor allem in der Lausitz und an
den Alpen können bis Sonntag, 00 UTC aber nochmals 15 bis 25 mm/24 Stunden
fallen. Im übrigen Land entwickeln sich dagegen vermehrt Schauer und auch kurze
Gewitter. Nach wie vor sind die Mengen – außer in den Nordweststaulagen einiger
Mittelgebirge (Schwarzwald) nicht allzu hoch, dennoch dürfte es für einige
Regionen im Westen bzw. in der Mitte der erste nennenswerte
Septemberniederschlag überhaupt sein. Die Advektion maritimer Polarluft dauert
weiter an (auch, wenn sie von Norden her allmählich gekappt wird, was aber
zunächst noch durch Niederschlagsabkühlung kompensiert wird), die
Schneefallgrenze sinkt vor allem in der Nacht zum Sonntag an den Alpen und im
Schwarzwald auf nahe 1000 m, gebietsweise auch darunter.
Am Sonntag regnet es vor allem im Bereich der Tiefdruckrinne über
Norddeutschland durch Aufgleiten der inzwischen weit herumgeholten Warmluft (am
Montag, 00 UTC um 9 Grad in 850 hPa über der Deutschen Bucht und -1 Grad an den
Alpen) gebietsweise länger anhaltend, in der Nacht zum Montag verlagert sich die
Tiefdruckrinne allmählich nach Nordwest- und Westdeutschland, so dass es auch
dort häufiger regnet, wobei die größten Mengen nach Lesart des aktuellen
IFS-Laufes erst über Benelux zu erwarten sind. Im übrigen Land ist der Sonntag
im Einflussbereich des Cut-Off-Tiefs eher geprägt durch unbeständiges
Schauerwetter, wobei die Mengen in Summe nicht allzu hoch ausfallen und es
gebietsweise vielleicht sogar trocken bleibt. Nebenbei sei noch bemerkt, dass
die Höchsttemperaturen an allen drei Tagen nur noch Werte zwischen 8 und 16 Grad
erreichen, in Regionen mit Dauerregen bleibt es eher etwas kühler, in einigen
Alpentälern werden kaum 5 Grad erreicht.

Zu Beginn kommender Woche verlagert sich das Höhentief allmählich über Ungarn
und der Slowakei nach Südostpolen. Dabei wölbt sich vorderseitig eines aus dem
isländischen Raum allmählich Richtung Nordmeer vordringenden Höhentroges am
Dienstag ein flacher Höhenrücken über der Nordsee auf und kommt zögernd Richtung
Nordwestdeutschland voran.
Im Bodenfeld bleibt die Tiefdruckrinne über Westdeutschland nahezu
quasistationär und füllt sich zum Dienstag hin mit Annäherung des Höhenrückens
und dadurch zunehmenden Druckanstieg mehr und mehr auf. In ihrem Einflussbereich
gibt es im Westen und Südwesten weitere Niederschläge, die aber nicht mehr allzu
üppig ausfallen. Währenddessen kommt es an der Nordwestflanke des Höhentiefs im
Laufe des Montags über Ungarn erneut zu einer Zyklogenese, das daraus
resultierende Tiefdruckgebiet zieht bis zum Dienstag nach Zentralpolen, wo es
sich wieder aufzufüllen beginnt. Aufgleitniederschläge an der Westflanke des
Tiefs könnten dabei nach Lesart des aktuellen IFS-Laufes noch den äußersten
Osten Deutschlands erfassen.
Ansonsten sind im Vorhersagegebiet rückseitig des Höhentiefs höchstens nur
vereinzelte Schauer zu erwarten, vielerorts bleibt es auch trocken. Bei 850
hPa-Temperaturen zwischen 2 und 6 Grad liegen die Höchstwerte, je nach etwas
Sonne, meist zwischen 11 und 17 Grad.

Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs

Im Groben erweist sich der aktuelle IFS-Lauf zumindest bis Montag als
einigermaßen konsistent zu seinen beiden Vorgängern.
Im Detail ergeben sich aber vor allem ab dem Wochenende größere Diskrepanzen.
Die anhaltenden Regenfälle in weiten Teilen Ost- und Süddeutschlands an der
Westflanke der verwellenden Kaltfront am Freitag scheinen unstrittig.
Am Samstag befindet sich diese Rinne nach Lesart des aktuellen Laufes so weit
östlich, dass diese Niederschläge doch deutlich nachlassen sollte, während vor
allem der gestrige 00 UTC-Lauf im Zuge einer weiteren Zyklogenese über
Südwestpolen in Bayern teils ergiebige Niederschläge simulierte.
Insgesamt vergrößern sich die Unterschiede am Sonntag noch; der gestrige 00
UTC-Lauf simulierte von Sonntag bis Montag 00 UTC im Südosten weitere ergiebige
Niederschläge, der gestrige 12 UTC-Lauf dagegen vor allem von Schleswig-Holstein
über das östliche Niedersachsen bis ins Vogtland, während der aktuelle Lauf die
höchsten Mengen (allerdings weniger als die beiden Vorläufe) dann im äußersten
Norden und Westen auf der Agenda hat.
Zu Beginn kommender Woche simulierte der gestrige 12 UTC-Lauf immerhin noch ein
bis Mittwoch 00 UTC zum Baltikum ziehendes Höhentief, während der gestrige 00
UTC-Lauf dieses von der nördlichen Adria direkt nach Südsüdost verlagern ließ
und – nach Durchschwenken eines Höhenrückens am Dienstag einen erneuten
Trogvorstoß nach Westeuropa auf der Agenda hat

Vergleich mit anderen globalen Modellen

Teilweise eklatante Unterschiede, die keine sinnvollen Detailprogosen zulassen,
ergeben sich beim Vergleich der deterministischen Läufe der vorliegenden
Globalmodelle vor allem ab Sonntag.
Bis dahin ähneln sich die synoptischen Basisfelder weitgehend, die anhaltenden
Niederschläge am Freitag und in der Nacht zum Samstag mit abnehmender Tendenz am
Samstag tagsüber haben auch ICON, GFS und GEM zumindest annäherungsweise auf der
Agenda.
Auch der am Samstag beginnende Cut-Off-Prozess mit der Advektion maritimer
Polarluft ins Vorhersagegebiet wird noch ähnlich simuliert.
Ab Sonntag laufen die Simulationen dann aber doch mehr oder weniger auseinander.
Nach Lesart des ICON zieht das Cut-Off-Tief über Norditalien und die mittlere
Adria hinweg Richtung Balkan und bis Dienstag sogar zum Schwarzen Meer. Nach
Durchschwenken eines flachen Höhenrückens weitet sich bereits am Montag von
Nordwesten her ein Höhentrog nach Mitteleuropa aus, nach Durchschwenken der
Trogachse („Winkelwest“) stellt sich ab Dienstag eine zyklonale Westlage ein.
Das GFS folgt zunächst der Linie des IFS, hat aber den nördlichen Dipol des
Cut-Off-Tiefs über Tschechien bzw. Südostdeutschland deutlich stärker auf der
Agenda (ab der Nacht zum Montag als zentralsteuerndes Höhentief, während sich
der südliche über der Adria rasch auflöst). An dessen Nord- und Westflanke
verlagert sich ein Sturmtief von Nordpolen über Norddeutschland bis Montag, 00
UTC in den zentralen Mittelgebirgsraum, von wo aus es bis Dienstag nur noch
langsam südostwärts vorankommt und sich beginnt aufzufüllen. Diese Variante
hätte ein ganzes Potpourri an interessanten Wettererscheinungen im Gepäck: Neben
Sturmböen bis in die Niederungen an dessen Südflanke würde herumgeholte und
aufgleitende Warmluft an der West- und Südflanke des Tiefs zunächst in den
westlichen und mittleren, am Montag und in der Nacht zum Dienstag dann vor allem
in den südlichen Landesteilen zu ergiebigen Niederschlägen führen (an den Alpen
eventuell bis 800 m als Schnee).
Das kanadische GEM simuliert Höhen- und Bodentief ähnlich wie GFS, nur etwas
weiter nördlich und das Bodentief am Sonntag und Montag noch etwas kräftiger mit
ergiebigen Regenfällen vor allem im Norden und Osten und zusätzlich Sturmböen
besonders im Norddeutschen Tiefland.
Am Dienstag folgt dann auch nach Lesart von GEM und GFS ein flacher Höhenrücken,
der für vorübergehende Wetterberuhigung sorgt, der aber nach GFS allerdings
bereits rasch wieder von Nordwesten her von WLA und einem Frontensystem
überlaufen wird.

Bewertung der Ensemblevorhersagen

Die Clusteranalyse zeigt für den Beginn des Mittelfristzeitraumes (T+72…96
Stunden) drei Cluster, die sich, Mitteleuropa betreffend, kaum unterscheiden.
Im nächstfolgenden Zeitraum (T+120…168 Stunden) verteilen sich die 49
Einzelmenber, Haupt- und Kontrolllauf dann recht gleichmäßig auf 6 Cluster
(Haupt- und Kontrolllauf in Cluster 5), was schon auf die großen Unsicherheiten,
den Abtropfprozess betreffend, hindeutet. Den Cut-Off-Prozess selbst haben noch
alle Cluster auf der Agenda. Das daraus resultierende Höhentief nimmt in Cluster
1 bis 5 eine leicht unterschiedliche Zugbahn, diese Cluster haben also eine
Fortsetzung der Blockadesituation über dem mittleren Nordatlantik bzw. über
Nordosteuropa auf der Agenda. Nach Lesart des Cluster 6 (immerhin 7 Member) wird
es dagegen von einem Richtung West- und Mitteleuropa vorstoßenden Höhentrog
wieder „eingefangen“, woraus, ähnlich wie im ICON, eine recht weit südlich
verlaufende zyklonale Westlage resultiert („negative NAO“).
Auch, wenn sich der Blick aufgrund der großen Unsicherheiten kaum lohnt: In der
erweiterten Mittelfrist (T+192…240 Stunden) verteilen sich alle Läufe ebenfalls
auf die maximal möglichen 6 Cluster. Cluster 1 und 2 (insgesamt 21 Member) haben
zwar zu Beginn noch eine zyklonale West-, später eher Südwestlage auf der
Agenda, allerdings auch wieder mit einem zunehmenden Blocking über dem mittleren
Nordatlantik.
Die restlichen 4 Cluster belassen es grundsätzlich bei der Blockadesituation
über dem mittleren Nordatlantik und über Nordosteuropa. Dazwischen kommt es
immer wieder zu Trogvorstößen Richtung West- und Mitteleuropa, wobei diese nach
wie vor zum Abtropfen neigen.

In den Rauchfahnen der Gitterpunkte in den westlichen und mittleren Landesteilen
verläuft die Kurvenschar der 850 hPa-Temperatur zumindest bis Samstag in einem
relativ engen Spread (meist zwischen 0 und 5 Grad in 850 hPa), während es vor
allem im äußersten Osten ein paar Ausreißer nach oben gibt.
Interessant gestaltet sich dann der Verlauf ab Sonntag. Die weit um das Tief
bzw. die Tiefdruckrinne, nämlich über Nord- bis nach Westdeutschland
herumgeführte Warmluft haben in dieser Variante wohl fast nur der Haupt- und
Kontrolllauf auf der Agenda, die für einige Gitterpunkte im Westen des Landes
zum Zeitpunkt Montag, 00 UTC die höchsten 850 hPa-Werte simulieren (bis 10 Grad
a der Westgrenze). Insgesamt wird der Spread auch am Sonntag und Montag deutlich
größer, was die Unsicherheiten bzgl. der Zugbahnen eventueller (Sturm)tiefs und
Tiefdruckrinnen andeutet. Ähnliches gilt für die Niederschlagssimulationen. Zwar
haben quasi alle Member teilweise recht üppige Niederschläge auf der Agenda,
aber mit jeweils unterschiedlichen Mengen zu unterschiedlichen Zeiträumen.

FAZIT:
Ähnlich wie gestern: Gesichert ist das herbstlich anmutende Temperaturniveau.
Wann es wo wieviel regnet, darauf kann man sich nach aktueller Modelllage noch
nicht festlegen. Das Potenzial für Dauerregen ist aber bei einer solchen
Wetterlage auf jeden Fall gegeben, wenn auch wohl eher kleinräumig. An den Alpen
kommt es ab der Nacht zum Samstag zu einem ersten kleineren Wintereinbruch, der
sich nach Lesart des GFS in der Nacht zum und am Montag noch fortsetzen könnte.
Ansonsten deutet sich zu Wochenbeginn zumindest eine vorübergehende
Wetterberuhigung an.

Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen

DAUERREGEN:
Die Probabilistik stützt am Freitag und in der Nacht zum Samstag die in den
deterministischen Läufen vorhandenen Signale für Dauerregen vor allem im Allgäu
mit Wahrscheinlichkeiten bis über 80% (ICON-EU-EPS; Wahrscheinlichkeit für
Unwetter sogar nahe 20%) bzw. um 50% (ECMWF-EPS), ansonsten sind die
Wahrscheinlichkeiten dafür auch im Süden und Osten nur gering (maximal 10 bis
15%).
Am Samstag gehen die Wahrscheinlichkeiten für Dauerregen im Süden, insbesondere
an den Alpen, deutlich zurück, steigen dagegen vor allem nach Lesart des
COSMO-LEPS in Sachsen und Brandenburg etwas an (20 bis gebietsweise 30% im
Zeitraum Samstag, 00 bis Sonntag, 00 UTC). ECMWF-EPS und ICON-EU-EPS „ziehen“ da
aber nicht wirklich mit. Auch für den Schwarzwald zeigt COSMO-Leps leicht
erhöhte Wahrscheinlichkeiten.
Die vom GFS simulierten hohen Mengen am Sonntag/Nacht zum Montag vor allem im
Süden werden durch die Probabilistik (lediglich ECMWF-EPS reicht bis Montag, 00
UTC) nicht gestützt.

GEWITTER:
Dürften warntechnisch nicht eine allzu große Rolle spielen. Vor allem am Samstag
können sich im Einflussbereich der hochreichend kalten maritimen Polarluftmasse
kurze Graupelgewitter entwickeln, begleitet von stürmischen Böen (Bft 8).

STURMBÖEN:
Spielen vor allem an der Südflanke des eventuellen kräftigen Bodentiefs am
Sonntag/Montag eine Rolle. ECMWF-IPS deutet das für den Sonntag mit leicht
erhöhten Wahrscheinlichkeiten für Böen BFT 8, Nordsee auch Bft 9 vor allem im
Nordseeumfeld und in einigen Mittelgebirgen an. In den Niederungen bleiben die
Wahrscheinlichkeiten dafür bis zum Ende des Vorhersagezeitraums nur gering. Da
überhaupt noch nicht absehbar ist, ob es zu einer kräftigen Tiefdruckentwicklung
kommt, geschweige denn deren eventuelle Zugbahn prognostizierbar ist, ist eine
detaillierte Abschätzung diesbezüglich quasi unmöglich. Das Potenzial für
Sturmböen ist jedenfalls gegeben.

SCHNEEFALL:
Ein erster „Wintereinbruch“ (böse Zungen mögen angesichts der vergangenen
„Nicht-Winter“ im Flachland behaupten, nun setzt der bis zum April/Mai 2021
anhaltende „Dauerherbst“ ein) deutet sich vor allem für den Alpenrand an. Die
Probabilistik ist diesbezüglich noch ziemlich zurückhaltend; in Lagen oberhalb
von 1500 m sind aber zunächst vor allem ab der Nacht zum Samstag und am
Samstagvormittag durchaus höhere Schneemengen (über 15 cm) möglich (ECMWF-EPS
immerhin mit Wahrscheinlichkeiten von nahe 30% für mehr als 15 mm als Schnee in
den Allgäuer Alpen im Zeitraum Samstag 00 bis 12 UTC).

Basis für Mittelfristvorhersage
EZ-EPS, MOSMIX

VBZ Offenbach / Dipl. Met. Jens Winninghoff