#IDW10100 Western Australia Forecast Issued at 4:45 am WST Tuesday 07 December 2021

IDW10100
Australian Government Bureau of Meteorology
Western Australia

Western Australia Forecast
Issued at 4:45 am WST on Tuesday 7 December 2021
for the period until midnight WST Friday 10 December 2021.

Warning Information
For latest warnings go to www.bom.gov.au, subscribe to RSS feeds, call 1300 659
210* or listen for warnings on relevant TV and radio broadcasts.

Weather Situation – Northern Western Australia
A heat trough over the inland Kimberley and Pilbara remains near stationary
over the next few days.

Weather Situation – Southern and Central Western Australia
A high pressure ridge lies south of the State with a trough deepening near the
west coast. The trough will continue to deepen during Wednesday. then move
inland on Thursday.

Forecast for the rest of Tuesday 7 December
Showers and thunderstorms possible over the Kimberley, North Interior, central
and east Pilbara, east Gascoyne, far northwestern Goldfields and northern parts
of the South West Land Division.

Forecast for Wednesday 8 December
Showers and thunderstorms possible over the Kimberley, central and eastern
Pilbara, North Interior, eastern Gascoyne, northern and western Goldfields and
South West Land Division.

Forecast for Thursday 9 December
Showers and thunderstorms possible over the Kimberley, central and eastern
Pilbara, North Interior and adjacent parts of the Gascoyne and South Interior.

Forecast for Friday 10 December
Showers and thunderstorms possible over the Kimberley, central and eastern
Pilbara, North and South Interior, north and east Goldfields and adjacent parts
of the Gascoyne and Eucla.

The next routine forecast will be issued at 4:30 pm WST Tuesday.

  • Calls to 1300 numbers cost around 27.5c incl. GST, higher from mobiles or
    public phones.

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#DWD -> #SXEU31 #DWAV 061800 #SYNOPTISCHE UEBERSICHT #KURZFRIST ausgegeben am Montag, den 06.12.2021 um 18 UTC

SXEU31 DWAV 061800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Montag, den 06.12.2021 um 18 UTC

Markante Wettererscheinungen:
Nasskalt bis winterlich, dabei in den beiden kommenden Nächten in der Westhälfte
bis zum Teil in die Niederungen Schneefall und Glätte. Am Donnerstag vor allem
im Norden und Nordosten gebietsweise Schnee.

Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 12 UTC

Aktuell … sehen wir uns zumindest in der Westhälfte Deutschlands einer recht
spannenden Nacht in Sachen Schnee gegenüber. So zeigen die Modelle leichte
Schneefälle gebietsweise bis ins Tiefland, im Bergland kann es markant schneien.

Ausgangslage ist dabei ein Trog, der sich heute Abend von Skandinavien und dem
Baltikum über Mitteleuropa und den Balkan bis nach Italien und dem Norden
Tunesiens und Norden Algeriens erstreckt. Von der Iberischen Halbinsel folgt ein
flacher Rücken, der in Deutschland heute Zwischenhocheinfluss gebracht hat,
sodass es überwiegend trocken geblieben ist. Diesem flachen Rücken folgt aber
von den Britischen Inseln rasch ein weiterer Trog, der ausgangs der Nacht
Benelux und den Westen Deutschlands erfasst, den flachen Rücken zuschüttet, sich
mit dem ersten Trog verbindet und diesen somit regeneriert. Der zweite Trog
sorgt für die Randtiefbildung von GERRIT II über der mittleren Nordsee, wobei
das damit verbundene Haupttief GERRIT I mit Kern südlich von Island liegt. Der
Kern von GERRIT II wiederum wird morgens knapp westlich vor der dänischen Küste
in der Nordsee zu finden sein. Okkludierende Ausläufer des Tiefs greifen bei
gleichzeitiger WLA und PVA auf den Westen und Südwesten Deutschlands mit dichten
Wolken und Niederschlägen über. Bis zum Morgen breiten diese sich etwa bis auf
eine Linie Nordfriesland – Hamburg – Harz – Thüringer Wald – Alpenrand aus. In
der zweiten Nachthälfte bleibt es im Westen meist schon wieder trocken. Die
12-stündigen Niederschlagmengen betragen bis zum Morgen 1 bis 10 l/m2, im Stau
des Bergischen Landes stellenweise auch etwas mehr.
Mit Beginn des Niederschlags fällt in tiefen Lagen teils Schnee, teils Regen, in
höheren Lagen oberhalb 200 bis 400 m durchweg Schnee. Aber auch da, wo zunächst
Regen fällt, kann es später mithilfe der Verdunstungsabkühlung schneien.
Wiederum später setzt von Westen eine Milderung ein, sodass erneut die flüssige
Phase folgt.
Im Tiefland kann sich deshalb nur gebietsweise eine dünne Neuschneedecke mit 1
bis 4 cm Höhe bilden, in den Niederungen ganz im Westen wie im Rheinland und
entlang der Mosel und des Oberrheins reicht es wahrscheinlich höchstens nur für
kurzzeitigen Schneematsch (Glätte), wenn überhaupt. In höheren Lagen ab 400 m
dagegen betragen die Neuschneehöhen in einigen Staulagen 5 bis 10 cm (vor allem
Sauerland, Vogelsbergkreis, Taunus, Odenwald, Schwarzwald, Allgäu).
In der Osthälfte bleibt es trotz zunehmender Bewölkung im Randbereich des Hochs
XAVIELLE mit Schwerpunkt über Skandinavien trocken.
Der Südostwind frischt mit Ankunft des Tiefausläufers auf und bringt an der
Nordsee und an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste sowie im westlichen und
südwestlichen Bergland starke bis stürmische Böen Bft 7 bis 8.
Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen 2 und 0 Grad im äußersten Westen und
Nordwesten und zwischen 0 und -6 Grad sonst. Im Westen erfolgt in der zweiten
Nachthälfte häufig bereits ein leichter Temperaturanstieg.

Dienstag … wandert der regenerierte Trog nach Osten weiter, woraufhin ihm ein
neuer Rücken folgt. Am Boden erfährt Tief GERRIT II durch diesen Trog kaum noch
Unterstützung, und die okkludierten Ausläufer lösen sich bei ihrem Weg über den
Osten Deutschlands beim Anrennen gegen Hoch XAVIELLE mehr und mehr auf.
Damit greifen die Niederschläge zwar noch weiter auf den Osten und Südosten
über, schwächen sich dabei aber auch ab. Ganz im Osten bleibt es sogar
weitgehend trocken. Bei den Niederschlagsmengen werden zwischen 1 und 5, im
Allgäu vereinzelt bis zu 9 l/m2 prognostiziert.
Die Schneefallgrenze liegt zwischen 0 und 400 m. Die Tageshöchstwerte bewegen
sich jedoch meist im knappen Plusbereich, außer in Teilen
Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburg. Vor allem dort und im Grenzbereich von
ausreichend kalter Luft und aufkommenden Niederschlägen kann sich in tiefen
Lagen eine dünne Neuschneedecke oder Schneematsch bilden. In höheren Lagen fällt
durchweg Schnee, bei den geringen Niederschlagsmengen kommt aber auch nicht viel
zusammen.
Trocken bleibt es postfrontal unter erneutem Zwischenhocheinfluss, sprich
westlich und südwestlich des durch die Okklusion markierten Niederschlagsbandes,
das abends eine Linie Flensburger Förde – Altmark – Erzgebirge einnimmt.
Insbesondere im Westen reicht es hier und da auch mal für eine Auflockerung.
Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen, an der See und
im Bergland kann es noch starke, exponiert ganz vereinzelt auch stürmische Böen
geben.
Die Höchsttemperaturen liegen zwischen -1 und 3 Grad im Osten und Südosten und
zwischen 2 und 7 Grad sonst.

In der Nacht zum Mittwoch kann man synoptisch gesehen ein Déjà-Vu erleben,
wiederholt sich doch quasi das Wetter der Vornacht. Wenn also täglich das
Murmeltier grüßt, schwenkt von den Britischen Inseln ein dritter, diesmal aber
umfangreicherer Trog in Richtung Frankreich und Benelux. Er hat ein neues Tief
mit Zentrum über Irland im Schlepptau, das den Namen HARRY bekommen hat und
seines Zeichens als Sturmtief mit einem minimalen Kerndruck knapp unter 960 hPa
international auf den Namen BARRA hört.
Nun könnte fast obiger Text hier eingefügt werden: Die okkludierenden Ausläufer
greifen mit WLA und PVA auf die Westhälfte des Landes über; die Niederschläge
breiten sich bis auf eine Linie Nordsee – Harz – Thüringer Wald – Allgäu aus;
die Niederschlagsmengen betragen 1 bis 7 l/m2, respektive cm; Schnee kann zum
Teil bis ganz nach unten fallen; im Bergland fällt durchweg Schnee; im Westen
bleibt es in der zweiten Nachthälfte schon trocken; im Osten auch, die letzten
Flocken lassen dort bald nach; der Wind frischt an der Nordsee und im Bergland
wieder böig bis stark auf; die Tiefstwerte liegen zwischen 3 und -1 Grad im
Westen und zwischen 0 und -7 Grad sonst.
Größter Unterschied zur Vornacht sind die etwas geringeren Niederschlagsmengen
und deshalb auch kleinere Areale, in denen von den Modellen eine Neuschneedecke
vorhergesagt wird. Zudem wird in den Modellen nach Süden hin häufiger
gefrierender Regen angezeigt, weil ein Schwall milderer Luft mit Temperaturen
von knapp über 0 Grad in 900 bis 850 hPa in den Südwesten eindringt und eine
„warme Nase“ mit entsprechendem Schmelzpotenzial hervorbringen könnte.

Mittwoch … weitet sich der westlich von uns gelegene dritte Trog nach Süden
bis zur Iberischen Halbinsel aus, was ihn in seiner ostwärtigen Verlagerung
jedoch ausbremst. Tief HARRY zieht im Zuge dessen von Irland nach Mittelengland
und füllt sich bereits etwas auf, was abends mit einem Kerndruck von nur noch
knapp 985 hPa zu Buche schlägt. Die neue Okklusion macht ebenfalls Versuche,
nach Osten zu gelangen, sie ereilt aber das gleiche Schicksal wie ihre
Vorgängerin mit der allmählichen Auflösung beim Anlaufen gegen das blockierende
Skandinavienhoch.
Im Norden und in der südöstlichen Mitte schwächen sich die Niederschläge dabei
so weit ab, dass mit 1 bis 3 l/m2 (cm) kaum noch was übrigbleibt. Erneut kann es
im Grenzgebiet zur kalten Luft bis ganz hinunter schneien.
Im Süden dagegen nimmt die Niederschlagsaktivität nachmittags sogar wieder zu.
Das liegt an einem um den Trog herumlaufenden Randtrog, der am westlichen
Alpenhauptkamm bei starker PVA eine Zyklogenese auslöst und die resultierende
Hebung bis nach Deutschland bringt. So werden im Süden 12-stündig
Niederschlagsmengen von 1 bis 10, im Stau lokal um 15 l/m2 (cm) vorhergesagt.
Die Schneefallgrenze lässt sich bei etwa 200 bis 400 m ausmachen.
Im Westen und Nordwesten hingegen bleibt es größtenteils trocken, wie auch
präfrontal im Osten (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Ost-Sachsen).
Auflockerungen bleiben jedoch selten, am ehesten gibt es sie noch im Westen.
Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südost mit starken Böen an der See und auf
den Bergen, anfangs kann es exponiert noch stürmische Böen geben.
Die Höchstwerte liegen zwischen -1 und 4 Grad in der Osthälfte und zwischen 1
und 8 Grad sonst.

In der Nacht zum Donnerstag weitet sich Trog noch etwas nach Süden aus, wobei er
im Südteil allmählich wieder Fahrt aufnimmt und ein wenig nach Osten vorankommt.
Der nördliche Teil des Trogs wird durch diesen Vorgang aber etwas ausgebremst.
Das Drehzentrum des Trogs indes verlagert sich von den Britischen Inseln zum
Ärmelkanal.
Am Boden schleift es Tief HARRY ebenfalls dorthin, die achsensenkrechte Lage
zeigt, dass es keine Entwicklungschancen mehr hat.
Vom Trog und dem Tief über dem westlichen Alpenhauptkamm, das über Norditalien
nach Osten zieht, werden weitere Hebungsimpulse bis in den Norden und Nordosten
Deutschlands gesteuert (WLA und PVA), sodass sich die Niederschläge aus dem
Süden dahin ausbreiten. Die Niederschlagsmengen betragen 1 bis 5, lokal bis 8
und am Alpenrand bis um 20 l/m2. Allerdings fällt bis in tiefe Lagen meist
Schnee, sodass fast überall im Osten und Südosten mit Neuschnee mit
entsprechenden Mengen zu rechnen ist.
Im Westen dagegen ist kaum Hebung vorhanden und die Luftmasse trockener, was die
Niederschlagsneigung dort zwischen dem Emsland und Rheinland-Pfalz und dem
Rhein-Main-Gebiet deutlich hemmt.
Der Wind weht schwach bis mäßig aus Ost, im Westen aus Süd bis West. An der
Küste Schleswig-Holstein treten noch einzelne starke Böen Bft 7 auf.
Es kühlt sich auf 2 bis -7 Grad ab, frostfrei bleibt es in einigen Niederungen
im Westen und Südwesten sowie an der Nordsee.

Donnerstag … schwenkt der Trog in seiner Gesamtheit ein wenig nach Osten und
erfasst Deutschland vollständig, derweil löst sich Tief HARRY mehr oder weniger
auf. Mit dem nach Dänemark wandernden Drehzentrum werden die stärksten
Hebungsimpulse über den Norden Deutschland hinweg nach Norden hinaus geführt,
womit die Schneefälle (nur vereinzelt Schneeregen) sich mehr und mehr in den
Nordosten und Norden verlagern und im Süden langsam nachlassen. Ein wenig
feuchtere Luftmassen werden zudem vom ehemaligen Tief HARRY in den Südwesten
Deutschlands eingesteuert, was dort die Niederschlagstätigkeit ein wenig anregt.
Bei einer Schneefallgrenze von 400 bis 600 m fällt dort allerdings meist nur im
Bergland Schnee, weiter unten dominiert die flüssige Phase. Eine nennenswerte
Neuschneeakkumulation wird aber auch fürs Bergland nicht prognostiziert.
Im Nordwesten Deutschlands bleibt es außerhalb der Feuchtefelder von Tief HARRY
größtenteils trocken.
Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen, im Norden und Osten meist
aus östlichen Richtungen.
Die Höchsttemperaturen bewegen sich zwischen -2 und 2 Grad im Norden und
Nordosten und zwischen 0 und 7 Grad sonst.

Modellvergleich und -einschätzung

Die Modelle sind sich größtenteils einig. Schwierigkeit gibt es bei einer
solchen Wetterlage bei der Bestimmung, wo und wann die feste oder flüssige Phase
des Niederschlags auftritt und welche Warnungen deshalb erforderlich sind.
Diesbezüglich gibt es kleine, aber durchaus entscheidende Unterschiede in den
Modellen (beispielsweise der gefrierende Regen in der Nacht zum Mittwoch), die
warnungstechnisch im Nowcasting abgefangen werden müssen.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Simon Trippler

#DWD -> #SYNOPTISCHE UEBERSICHT #MITTELFRIST Montag, den 06.12.2021 um 10.30 UTC

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Montag, den 06.12.2021 um 10.30 UTC

Zunächst nasskalt, vor allem im Bergland und anfangs auch im Nordosten
winterlich. Ab Samstag (nach IFS und GEM) Übergang zu deutlich milderem,
zeitweise auch feuchtem und windigem „Westwetter“.

Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 13.12.2021

Im am Donnerstag beginnenden Mittelfristzeitraum vollzieht sich der Übergang von
einer nasskalten und im Bergland sowie im Nordosten durchaus auch winterlichen
Witterungsperiode hin zu einer mehr oder weniger zyklonal konturierten und
wieder deutlich milderen West- bis Südwestlage ab dem kommenden Wochenende.

Am Donnerstag befindet sich das Vorhersagegebiet aber noch im Einflussbereich
eines mit mehreren Drehzentren bestückten Höhentiefkomplexes, wobei sich der
zugehörige Trog von der Norwegischen See über die Nordsee bzw. das
(westliche)Mitteleuropa bis weit in den westlichen Mittelmeerraum erstreckt.
Maßgeblich für uns wetterbestimmend sind dabei zwei kleinräumige Höhentiefs, die
sich entgegen dem Uhrzeigersinn um einen gemeinsamen Schwerpunkt verlagern und
auch im Bodenfeld als jeweils flache Tiefdruckgebiete auszumachen sind: Eines
zieht von der westlichen Nordsee bis Freitag, 00 UTC nach Westdeutschland, wobei
es ab Donnerstagnachmittag bzw. in der Nacht zum Freitag im Südwesten des Landes
einzelne Schauer, im Bergland als Schnee, gibt.
Ein weiteres verlagert sich – aufgrund von WLA bzw. Aufgleiten milderer Luft
über kalte Festlandsluft in der unteren Troposphäre (-5 bis -8 Grad in 850 hPa)
begleitet von überwiegend leichten Schneefällen bis in tiefe Lagen – etwa von
Tschechien bzw. Südostbayern über die Osthälfte Deutschlands nach Dänemark.
Dabei fällt zunächst im Süden und Osten, mittags und nachmittags dann auch im
Nordosten und Norden 1 bis 5 cm, gebietsweise auch bis 10 cm Schnee (in 6 bis 12
Stunden, also voraussichtlich knapp unterhalb der Mengen, die für eine markante
Schneefallwarnung ausreichen würden), ehe die Niederschläge nachmittags, abends
und in der Nacht zum Freitag nordnordostwärts abziehen.
Während im Nordosten leichter Dauerfrost den winterlichen Eindruck durchaus
unterstreicht, steigen die Temperaturen sonst auf etwa 0 bis 4 Grad, entlang des
Rheins bis 6 Grad.

Am Freitag verliert der gesamte Höhentiefkomplex zunehmend an Kontur und weicht
einem breit angelegten Höhentrog, der sich Freitagmittag vom Nordmeer über die
Nordsee und Mitteleuropa bis in den zentralen Mittelmeerraum erstreckt und in
der Nacht zum Samstag allmählich nordostwärts vorankommt. Über Westeuropa setzt
vorderseitig eines sich zum Orkantief verstärkenden Tiefdruckgebietes
südsüdwestlich von Island massive WLA ein, so dass sich über den Britischen
Inseln ein breit angelegter Höhenrücken aufbauen kann und die Höhenströmung über
dem Vorhersagegebiet auf Nordwest dreht, aber schwachgradientig bleibt.
Das kleinräumige Bodentief über Dänemark zieht zur Nordsee und füllt sich
allmählich auf. So stellen sich auch im Bodenfeld vorübergehend äußerst
schwachgradientige Druckverhältnisse über dem Vorhersagegebiet ein, wobei sich
in der Nacht zum Samstag ein flacher Bodenhochkeil von Frankreich her nach
Süddeutschland ausweitet und die Bodenströmung dann weiter nördlich allmählich
auf West bis Südwest dreht.
Mangels Advektion und dynamischen Hebungsprozessen – rückseitig des Troges
dominiert später sogar Absinken – fällt die Niederschlagstätigkeit überschaubar
aus. Vereinzelt gibt es Schauer, teils bis in tiefe Lagen als Schnee bzw. mit
Schnee vermischt, die meisten wohl im Westen und Süden, aber auch dort kommen
selbst im Bergland zumindest keine markanten Neuschneemengen zusammen.
Die Sonne macht sich weiterhin rar – am ehesten zeigt sie sich vielleicht im
Osten und an den Alpen – und bei -3 bis -6 Grad in 850 hPa liegen die
Höchstwerte meist zwischen -1 Grad im Bergland bzw. örtlich im Nordosten und +5
oder +6 Grad am Rhein. Nachts gibt es – außer wohl in einigen Niederungen im
Westen und Nordwesten des Landes – vielerorts leichten Frost.

In der Nacht zum bzw. am Samstag kann sich das Orkantief südlich von Island
vorübergehend noch etwas verstärken (eventuell auf einen Kerndruck von unter 940
hPa), ehe es sich in der Nacht zum Sonntag allmählich beginnt, etwas aufzufüllen
und Sonntagfrüh nach Lesart des IFS (noch immer mit einem Kerndruck nahe 955
hPa) bereits im Seegebiet unmittelbar südöstlich von Island aufschlägt.
Damit vollzieht sich nun endgültig der Übergang hin zu einer zyklonalen Westlage
im Vorhersagegebiet. Der Höhenrücken über den Britischen Inseln verlagert sich
rasch nach Mitteleuropa bzw. Südskandinavien, flacht aber zusehends ab und die
kräftige, kaum mäandrierende Frontalzone weitet sich über die Britischen Inseln
in der Nacht zum Sonntag bis in die Nordsee aus. Somit ist der Weg frei für das
Frontensystem des Orkantiefs, dessen Warmfront greift Samstagnachmittag bzw.
-abend auf den Westen und Nordwesten Deutschlands über. Bis Sonntagfrüh
überquert sie das gesamte Vorhersagegebiet ostwärts, während die Kaltfront dann
auf den äußersten Nordwesten übergreift. Bereits am frühen Nachmittag setzen
nach Lesart des IFS im Westen Niederschläge ein, die auch im höheren Bergland
rasch in Regen übergehen und Sonntagfrüh in etwa die Donau sowie das Grenzgebiet
zu Polen erfassen. Vor allem im Südosten kühlt es vorher noch bis in den
Frostbereich ab, so dass es dort auch gefrierenden Regen geben kann.
Im Warmsektor gelangt in breitem Strome sehr milde Atlantikluft ins
Vorhersagegebiet, die Temperatur in 850 hPa steigt auf 2 bis 6 Grad.
Einhergehend mit einer deutlichen Gradientverschärfung frischt der Wind aus
Südwest auf und es gibt auf exponierten Gipfeln sowie über der Nordsee vor allem
Sonntagfrüh einzelne stürmische Böen bzw. (Brocken) auch Sturmböen.

Am Sonntag greift ein weiterer Höhentrog vom mittleren Nordatlantik auf den
Ostatlantik über und erreicht in der Nacht zum Montag die Britischen Inseln. Die
Frontalzone gerät somit wieder stärker ins Mäandrieren und dreht über
Mitteleuropa auf Südwest. Somit gerät die Kaltfront des inzwischen
zentralsteuernden Tiefs bei Island über Norddeutschland ins Schleifen und geht
über in die Warmfront eines sich noch etwas intensivierenden Wellentiefs
südwestlich von Irland. Dieses verlagert sich bis in die Nacht zum Montag rasch
über England und die mittlere bzw. nördliche Nordsee zur Südwestspitze
Norwegens.
Somit verbleiben weite Teile des Vorhersagegebietes – mit Ausnahme des Nordens –
im Warmsektor, wobei die Regenfälle noch den Südosten erreichen (anfangs in
Südostbayern noch mit Glatteisgefahr), dann aber von Südwesten wieder
nachlassen. Die Mengen bleiben weit unterhalb jeglicher Warnrelevanz. Bis in
hohe Lagen setzt starkes Tauwetter ein, mangels Schnee und Niederschlägen dürfte
aber auch das kaum warnrelevant sein. In der Nacht zum Montag steigt die
Temperatur in 850 hPa auf 3 Grad im Nordwesten und 8 bis 9 Grad an den Alpen,
somit könnte es zumindest nach Lesart des IFS in einigen Leelagen für deutlich
zweistellige Höchstwerte reichen. Nachts kühlt die Grundschicht aber vor allem
im Süden und Südosten bei zeitweise aufgelockerter Bewölkung und nur schwachem
Wind gebietsweise in den Frostbereich ab.
Es bleibt vor allem im Norden und Westen windig mit stürmischen Böen aus Südwest
im Nordseeumfeld und Sturmböen auf einigen Gipfeln, auf dem Brocken eventuell
mit schweren Sturmböen.

Am Montag überquert der Höhentrog die Britischen Inseln, in der Nacht zum
Dienstag auch die Nordsee und erreicht Dienstagfrüh unter Kontur- und
Wellenlängenverlust Nordwestdeutschland.
Das korrespondierende ehemalige Wellentief kann sich noch etwas vertiefen und
zieht von Südwestnorwegen bis zur Nacht zum Dienstag zum Bottnischen Meerbusen.
Die Kaltfront des Tiefs greift Montagvormittag auf den Nordwesten Deutschlands
über, neigt aber mangels Schubkomponente innerhalb der südwestlichen
Höhenströmung vorübergehend zum Verwellen und kommt nur allmählich südostwärts
voran, in der Nacht zum Dienstag nimmt sie aber etwas an Fahrt auf und erreicht
morgens Süddeutschland. Im Frontbereich fällt schauerartiger Regen ohne
warnrelevante Mengen, präfrontal bleibt es im Südosten noch trocken, postfrontal
gibt es dann mangels Höhenkaltluft nur vereinzelte Schauer. Diese fallen bei
wieder auf knapp unter 0 Grad sinkende Temperaturen in 850 hPa aber nur in den
höchsten Lagen der Mittelgebirge als Schnee.
Vor allem auf exponierten Gipfeln kann es weiterhin Sturmböen geben, insgesamt
fächert der Gradient aber wieder etwas auf. Insgesamt bleibt es mild, vor allem
im Lee einiger Berge können auch wieder zweistellige Höchstwerte erreicht
werden.

In der erweiterten Mittelfrist beginnt dann die Höhenströmung an der Südflanke
eines weiteren, auf Island übergreifenden und zum Nordmeer ziehenden
Zentraltiefs erneut zu zonalisieren und weitere atlantische Frontensysteme
ziehen bis Wochenmitte dann vor allem über Norddeutschland hinweg ostwärts,
während sich nach Süddeutschland zumindest vorübergehend von Frankreich her ein
Hochkeil ausweiten kann. Von Winter jedenfalls keine Spur!

Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs

Insgesamt erweist sich der aktuelle IFS-Lauf als einigermaßen konsistent zu
seinen beiden Vorgängern. Allerdings vollzieht sich am Samstag der Übergang hin
zu einer milden West- bis Südwestlage im aktuellen Lauf etwa 6 bis 12 Stunden
schneller als in den beiden gestrigen Läufen. Vor allem der gestrige 00 UTC-Lauf
simulierte sogar noch bis Samstagvormittag im Osten des Landes einzelne
Schneeschauer im Bereich des abziehenden Troges.
Danach schwenken aber alle Läufe Richtung West bzw. Südwest. Das Wellentief am
Sonntag bzw. in der Nacht zum Montag hatte der gestrige 00 UTC-Lauf allerdings
viel weiter im Südwesten ansetzend und viel später auf der Agenda, ließ die
Kaltfront bis zu den Alpen vorankommen und rückseitig das gesamte
Vorhersagegebiet mit erwärmter maritimer Polarluft (0 bis -4 Grad in 850 hPa)
fluten. Erst am Montag erreichte das Tief England, wurde dann aber Teil eines
neuen zentralsteuernden Tiefs westlich von Schottland, dessen Warmfront erst in
der Nacht zum Dienstag von Südwesten her auf Deutschland übergreifen sollte.
Der 12 UTC-Lauf hatte das Tief zwar auf der Agenda, allerdings etwas weiter
südlicher und weniger progressiv als der aktuelle Lauf.
Insgesamt schwenken sowohl der gestrige 12, als auch der 00 UTC-Lauf von gestern
in der erweiterten Mittelfrist eher Richtung Trog Westeuropa, wobei dem
Vorhersagegebiet eine (höhen)milde Vorderseite beschert würde.

Vergleich mit anderen globalen Modellen

Nicht nur gegenüber den gestrigen IFS-Läufen, sondern auch gegenüber den
heutigen 00 UTC und 06 UTC-Läufen von GFS und ICON fährt das IFS, den Übergang
hin zu West bzw. Südwest zyklonal betreffend, am kommenden Wochenende eine
deutlich progressivere Variante. Nach Lesart des GFS deutet sich sogar erst zu
Beginn kommender Woche eine allmähliche Umstellung Richtung zyklonaler Westlage
an, eigentlich sogar eher Winkelwest, da das fennoskandische Hoch beständiger
und kräftiger simuliert wird. Die deutliche Milderung würde am Wochenende
komplett ausfallen.
ICON schwenkt immerhin etwas früher als GFS um, allerdings eher Richtung Südwest
antizyklonal, wobei sich bodennah die kühle Luft vor allem im Südosten noch
länger halten könnte und es außer im Nordwesten kaum nennenswerte Niederschläge
gibt. Insgesamt steht aber auch nach dem Modell eine Milderung am Wochenende auf
der Agenda.
Lediglich das kanadische GEM zeigt auch bereits am Samstag den raschen Übergang
hin zu einer sehr milden zyklonalen Südwestlage, sogar einen Tick progressiver
als das IFS.

Bewertung der Ensemblevorhersagen

Im Zeitraum 72 bis 96 Stunden verteilen sich die ENS-Mitglieder, der Haupt- und
Kontrolllauf auf 6 Cluster, die sich, Mitteleuropa betreffend, aber nur wenig
unterscheiden. Alle Cluster haben den über die Nordsee und Mitteleuropa bis in
den Mittelmeerraum reichenden Trog auf der Agenda.

Vier Cluster hat der nächstfolgende Zeitraum (T+120 bis 168 Stunden) auf der
Agenda, jeweils mit 20, 15, 9 und 7 Membern, wobei sich Haupt- und Kontrolllauf
in Cluster 2 befinden. Erwartungsgemäß fährt dieser Cluster auch, die Umstellung
auf West bis Südwest zyklonal betreffend, die progressivste Variante, wobei
Cluster 4 eine ähnlich rasche Umstellung zeigt. Nach Cluster 1 und 3 vollzieht
sich die Umstellung etwas verzögerter, beide tendieren zu Beginn kommender Woche
eher Richtung Südwest antizyklonal.

In der erweiterten Mittelfrist (t+192 bis 240 Stunden) verteilen sich die
Ens-Mitglieder auf 3 Cluster.
Cluster 1 (18 Member) markiert den Übergang hin zu Südwest antizyklonal und
später dann sogar Hoch Mitteleuropa, also eine sehr antizyklonale Variante.
(zunächst NAO positiv, später Blocking über Mittel- und Osteuropa).
Cluster 2 (ebenfalls 18 Member, inklusive Haupt- und Kontrolllauf bleiben bei
West zyklonal mit Sturmtiefoptionen, häufigen Niederschlägen und überwiegend
milden Meeresluftmassen. (NAO positiv durchgehend).
Cluster 3 (15 Member) schwenkt verstärkt Richtung Südwestlage mit einem
zentralsteuernden Tief etwa zwischen Island und Schottland. (NAO positiv).

In der Kurvenschar der 850 hPa-Temperatur verschiedener Rauchfahnen im
Vorhersagegebiet spiegelt sich die Milderung ab Samstag/Sonntag deutlich wider.
Bis Montag bewegen sich dabei der Haupt- und Kontrolllauf für alle Rauchfahnen
im oberen Bereich aller Member. Die Schwankungsbreite wird allerdings ab Sonntag
deutlich größer, wobei es auch einige (nass)kalte Lösungen gibt, die aber eher
auf maritime Polarluft hindeuten als auf kontinentale Kaltluft.
Niederschlagssignale sind eigentlich durchgehend vorhanden, ab dem Wochenende
dann im Norden und Westen mehr als im Süden und Osten, allerdings nie
signifikante Mengen.

FAZIT:
Es wird wieder milder – aber wann genau, das ist die Frage. IFS und GEM fahren
eine sehr progressive Variante mit deutlicher Milderung bereits zum kommenden
Wochenende, nach Lesart vor allem des GFS kann es noch bis Anfang kommender
Woche dauern. Wie zyklonal bzw. antizyklonal das Ganze dann vonstattengeht, muss
noch abgewartet werden.
Eines scheint aber ziemlich wahrscheinlich: Winterwetter steht ab dem kommenden
Wochenende bis weit in die erweiterte Mittelfrist erst einmal nicht auf der
Agenda.

Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen

Am Donnerstag schneit es vor allem vom Süden bis in die Osthälfte und später
auch im Norden teils bis in tiefe Lagen. Voraussichtlich genügen die Mengen aber
nicht markanten Warnkriterien, lediglich die EPS-Maxima von ICON und IFS deuten
kleinräumig, am ehesten im Osten und Norden mal entsprechende Neuschneemengen
an. Im Mittel werden aber selbst 12-stündig kaum mehr als 1 bis 5 cm simuliert.

Mit der nach Lesart von GEM und IFS raschen, vor allem nach GFS aber kaum
vorhandenen Milderung nimmt dann ab dem Wochenende die Wahrscheinlichkeit für
Sturmböen in den Gipfellagen und im Nordseeumfeld allmählich zu. IFS-EPS hat vor
allem in der Nacht zum Sonntag und dann wieder am Montag für das Nordseeumfeld
erhöhte Wahrscheinlichkeiten für Bft 8 auf der Agenda, fährt aber auch mit
seinem Hauptlauf eine sehr progressive Variante.

Je nachdem, wie weit Milderung und Niederschläge am Wochenende auf das
Vorhersagegebiet übergreifen und wie hartnäckig sich die bodennahe Kaltluft
hält, kann es Regionen geben, in denen es zu gefrierenden Regen kommt, am
ehesten wohl von den mittleren Landesteilen bis in den Südosten. Die Signale
dafür sind allerdings noch sehr vage bis nicht vorhanden.

Warnrelevante Regenmengen sind aber sowohl am Wochenende als auch zu Beginn
kommender Woche nicht zu erwarten. Selbst EPS-Max des IFS hat keine
entsprechenden Mengen auf der Agenda

Basis für Mittelfristvorhersage
MOSMIX, IFS-EPS

VBZ Offenbach / Dipl. Met. Jens Winninghoff

#DWD -> #VHDL16 #DWSG 061000 #Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

VHDL16 DWSG 061000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Montag, 06.12.2021, 11:30 Uhr

Tagsüber wechselnd bis stark bewölkt, aber kaum Schauer. In der Nacht
zum Dienstag Schnee und Regen.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und im weiteren Tagesverlauf wechselnd bis stark
bewölkt. Nur vereinzelt Schnee- oder Schneeregenschauer.
Tageshöchstwerte zwischen -1 Grad im Bergland und +5 Grad am
Oberrhein. Schwacher Wind aus Südwest, in Böen vor allem im Bergland
auffrischend.

In der Nacht zum Dienstag von Westen aufkommender Schneefall, entlang
des Rheins bald in Schneeregen oder Regen übergehend. Tiefstwerte
zwischen +2 und -4 Grad. Verbreitet Glätte. Im Bergland starke, im
Hochschwarzwald stürmische Böen oder Sturmböen aus Südwest.

Am Dienstag abziehender Niederschlag. Danach bei einem Mix aus Sonne
und Wolken nur mehr einzelne Schneeschauer. Maxima zwischen -1 Grad
im Bergland und +7 Grad am Oberrhein. Schwacher bis mäßiger Wind mit
frischen bis starken Böen aus südlicher Richtung. Im Bergland starke
bis stürmische Böen.

In der Nacht zum Mittwoch erst gering, später von Westen her stark
bewölkt mit einsetzendem Niederschlag, als Schnee, in den Niederungen
als Regen. Örtliche Glatteisgefahr! Minima zwischen +1 und -4 Grad.
Im Bergland starke bis stürmische Böen aus Südwest, exponiert
Sturmböen.

Am Mittwoch vor allem im Süden bei dichten Wolken länger anhaltende
Schneefälle mit verbreiteter Glätte. Nach Norden hin weniger
Niederschlag aber auch kaum Sonne. Höchstwerte von -1 Grad im
Bergland bis +7 Grad im Rheintal. Schwacher Wind aus
unterschiedlichen Richtungen, im Hochschwarzwald anfangs noch starke
bis stürmische Böen aus Südwest.

In der Nacht zu Donnerstag weiter anhaltende Niederschläge, im Norden
mehr als Regen, im Süden zumeist als Schnee mit verbreiteter Glätte.
Tiefstwerte von +1 Grad am Rhein bis -4 Grad im Bergland.

Am Donnerstag stark bewölkt und zeitweilig Niederschlag, vor allem im
Bergland und in Oberschwaben als Schnee, sonst als Regen. Maxima von
-1 Grad im Bergland bis +6 Grad im Breisgau. Schwacher, in Böen
auffrischender Südwestwind.

In der Nacht zu Freitag nachlassende Niederschläge und
Auflockerungen. Glätte. Minima +2 bis -5 Grad.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Montag, den 06.12.2021, 11:30 Uhr –
„Heute sorgt vorübergehender Zwischenhocheinfluss für einen
weitgehend ruhigen Wochenauftakt in Deutschland. Anfängliche
Niederschläge, die im Osten und Süden noch als Schnee gefallen sind,
lassen im Tagesverlauf mehr und mehr nach. Die Temperaturen liegen
weiterhin im mäßig-kalten Bereich und kommen über niedrige
einstellige Werte nicht hinaus.

In der kommenden Nacht greift dann von Westen her ein Tiefausläufer
über, der weitere Schneefälle im Gepäck hat. Nur in tiefen Lagen
fällt bei teils noch positiven Temperaturen von +2 Grad dann teils
auch Regen oder Schneeregen. Ab 300 bis 400 m fällt durchweg Schnee.
Bis zum Morgen kommt das Niederschlagsband dann bis zu einer Linie
Nordsee – Voralpenland voran. Im Osten und Nordosten bleibt es
weitgehend trocken. Dort sowie im Alpenvorland sinken die nächtlichen
Temperaturen dann auf -3 bis -5 Grad ab.

Am Dienstag lassen die Niederschläge dann etwas nach und kommen nur
noch wenig nach Osten voran. Die Temperaturen steigen tagsüber wieder
meist in den positiven Bereich. Einzig im Bergland sowie an der Oder
kann es auch den ganzen Tag frostig bleiben.

In der Nacht zum Mittwoch stellt sich dann ein ähnlicher Wetterablauf
ein, wie in der vorangegangenen Nacht. Ein weiterer Tiefausläufer
greift von Westen her auf Deutschland über und bringt in mittleren
und höheren Lagen Schnee, in tieferen Lagen fällt dagegen Regen oder
Schneeregen. Im Südwesten kann auch örtlich gefrierender Regen nicht
ganz ausgeschlossen werden. Erneut sinken die Temperaturen verbreitet
in den Frostbereich, im Voralpenland sogar bis -7 Grad. In tieferen
Lagen im Nordwesten und Westen bleibt es dagegen meist frostfrei.
Zudem frischt der Wind im Laufe der Nacht besonders im westlichen
Bergland stark böig auf. In Gipfellagen sowie an der Nordsee sind
auch einzelne Sturmböen drin.

Am Mittwoch lassen die Niederschläge dann nach Norden zu deutlich
nach, im Süden verstärken sie sich hingegen. Dabei können vor allem
im Schwarzwald und der Schwäbischen Alb sowie südlich davon etwas
höhere Neuschneemengen zusammenkommen. Während es im Nordosten
weiterhin leichten Dauerfrost gibt, steigt die Temperatur am
Niederrhein wieder auf bis zu 7 Grad an.

In der Nacht zum Donnerstag breiten sich die Niederschläge vom Süden
dann wieder allmählich nordwärts aus und ziehen am Donnerstag dann
auch über den Osten und Nordosten hinweg in den Norden. Dabei fällt
vielerorts erneut etwas Schnee. Nach Westen zu ist die
Niederschlagsneigung etwas geringer, zudem sind dort die Chancen auf
etwas Schnee in tieferen Lagen recht gering. Erneut liegen die
Temperaturen am Donnerstag tagsüber im Nordosten im leichten
Frostbereich, am Niederrhein werden hingegen rund 5 Grad erreicht.

Ob am Wochenende dann etwas mildere Luft ihren Weg nach Deutschland
findet, ist zurzeit noch recht unsicher. „

Das erklärt MSc.-Met. Sebastian Schappert von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

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#DWD -> #Thema des Tages 2021-12-06: Wo ist die Sonne?

Thema des Tages

Wo ist die Sonne?

Zurzeit zeigt sich die Sonne vielerorts nur selten am Himmel. Wir
werfen heute einen Blick auf die vergangenen Wochen und riskieren im
Anschluss einen Blick in die aktuellen Modellprognosen.

Bereits der November war vielerorts ziemlich grau und neblig. Dass
die Sonne nicht allzu häufig zu sehen war, spiegelt sich auch in der
statistischen Auswertung des Monats wider. Am trübsten blieb es vor
allem in Teilen von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Dort
zeigte sich die Sonne im November gebietsweise nur rund 20 Stunden,
was 35 bis 40 Prozent des langjährigen klimatologischen Mittels
entspricht. In Angermünde in der Uckermark waren es sogar nur 18,1
Stunden, womit die minimale monatliche Sonnenscheindauer im November
aus dem Jahr 2010 mit 15,2 Stunden nur knapp überschritten wurde.
Auch das hessische Bad Hersfeld kommt nur auf 19,2 Stunden, was
immerhin noch 48 Prozent des klimatologischen Mittels entspricht.

Deutschlandweit sah es hingegen gar nicht so „schlimm“ aus. Mit rund
45 Stunden unterschritt die Sonnenscheindauer ihr November-Soll von
53 Stunden (Periode 1961 bis 1990) nur um rund 15 Prozent. Im
Vergleich zur Periode von 1991 bis 2020 betrug die negative
Abweichung annähernd 20 Prozent. Es gab also auch Regionen in
Deutschland, die sonnentechnisch nicht ganz so „arm dran“ waren. Die
meisten Sonnenstunden verzeichneten vor allem höhere Lagen der
Mittelgebirge und der Alpen. Der Bayerische Wald, der Südschwarzwald
und der unmittelbare Alpenrand registrierten stellenweise über 80
Stunden. Spitzenreiter war dabei der höchste Berg Deutschlands – die
Zugspitze. Diese brachte es auf 139,6 Stunden und erfüllt somit das
Novembersoll fast auf den Punkt (107 Prozent).

Nun schreiben wir heute den 06.12.2021, somit sind bereits 5 Tage
oder rund 16 Prozent des Monats Dezember vorüber. Und was sagt die
Sonnenscheindauerstatistik bisher aus?

Es gibt durchaus Regionen, die im Dezember bereits
überdurchschnittlich viel Sonne gesehen haben. Besonders im Süden
wurden bisher bereits 10 bis 13 Stunden registriert. Spitzenreiter
ist aktuell der Hohe Peißenberg mit 14,2 Stunden. Damit liegt dieser
mit 17 Prozent nahezu exakt im Monatssoll. Auch in Teilen Sachsens,
Thüringens, Brandenburgs und Sachsen-Anhalts sieht es mit 7 bis 13
Stunden nicht allzu schlecht aus. Einige Stationen bringen es hier
immerhin schon auf über 30 Prozent des Monatssolls.

Richtig trüb war es die ersten Tage des Dezembers allerdings im
Westen und Nordwesten. Auch der Nordosten sowie der Bayerische Wald
haben bisher kaum die Sonne am Himmel sichten können. Meist liegt die
Sonnenscheindauer in diesen Regionen unter 2 Stunden, regional kam
sie sogar überhaupt nicht raus.

Ein Grund mehr, einen Blick in die Zukunft zu werfen: Wie sieht es
nun in den kommenden Tagen aus? Wird sich die Sonne mal wieder
häufiger am Himmel zeigen?

Heute gibt es bereits einen ersten Lichtblick im Westen Deutschlands.
Zwar halten sich am heutigen Vormittag noch einige Nebelfelder,
dennoch sollte im Tagesverlauf auch häufiger mal die Sonne zum
Vorschein kommen, womit sich die Monatsbilanz dort etwas aufbessern
kann. Aber auch im Südwesten und in Teilen des Nordostens kann sich
die gelbe Scheibe vorübergehend mal am Himmel zeigen.

Am morgigen Dienstag scheint sie erneut zumindest zeitweise in der
Westhälfte. Im weiteren Verlauf der Woche wird es jedoch unter
Tiefdruckeinfluss für die Sonne schwierig, die dichten Wolken zu
überwinden. Nach einem kurzen Schneespaziergang spricht also nichts
dagegen, sich zu Hause mit einer kuscheligen Decke und einem
Heißgetränk dem Lieblingsbuch zu widmen.

Wer dennoch auf der Suche nach Sonne ist, dem sei der Blick auf das
Europawetter zu empfehlen: Am meisten davon gibt es derzeit im
Mittelmeerraum. Dort trüben nur durchziehende Wolken vorübergehend
mal den Himmel. Aber auch im Baltikum soll es in den kommenden Tagen
längere und größere Wolkenlücken zu geben. Dort liegen die
Tageshöchstwerte im Gegensatz zum Mittelmeerraum jedoch im
Dauerfrostbereich. In den Nächten fällt die Temperatur teilweise
sogar auf -17 Grad ab.

MSc.-Met. Sebastian Schappert
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 06.12.2021

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