SYNOPTISCHE UEBERSICHT MITTELFRIST Samstag, den 15.05.2021 um 10.30 UTC

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Samstag, den 15.05.2021 um 10.30 UTC

Fortdauer des wechselhaften und etwas zu kühlen Witterungsabschnittes.

Synoptische Entwicklung bis zum Samstag, den 22.05.2021

Am kommenden Dienstag liegt Deutschland weiterhin im Einflussbereich des aus der
Kurzfrist bestens vertrauten Höhentiefkomplexes, der weite Teile des
Nordatlantiks, Nordmeeres bis nach Mitteleuropa einnimmt. Die Frontalzone
verläuft dabei glatt zonal entlang des 45. Breitengrades (gut ausgeprägter Jet
in 300 hPa mit über 100 kt, teils bis 150 kt) und damit über die Biskaya und den
Balkan hinweg, um dann über Osteuropa scharf nordwärts nach Lappland abzubiegen.
Ein Anblick, der hinsichtlich zonaler Ausprägung und vor allem auch südlicher
Positionierung zu dieser Jahreszeit das ein oder andere verwunderte Augenreiben
hervorrufen kann. Der Höhentrog ist dabei über Deutschland mit mäßig-kalter Luft
knapp unter -25 Grad in 500 hPa angefüllt. Bodennah bestimmt ein mehrkerniger
Tiefkomplex über Skandinavien (Kerndruck etwas unter 1000 hPa) und der
nördlichen Nordsee das Geschehen, wobei durch den Druckunterschied zum Hoch über
der südlichen Biskaya (1025 hPa) vor allem über Süddeutschland noch ein stark
böiger Westwind weht (Bft 7, exponiert 8). Dieser gewährleistet auch nach wie
vor zu Zustrom subpolarer Meeresluft mit 850 hPa Temperaturen nur wenig über dem
Gefrierpunkt. Die Luftmasse bleibt leicht instabil geschichtet, so dass sich vor
allem mit dem Tagesgang zahlreiche Schauer und bei Wolkenobergrenzen zwischen
-30 und -40 Grad auch lokale Gewitter entwickeln. Diese sollten in der Regel der
Marke „gelb-ocker“ sein. Starkregen um 15 l/qm binnen einer Stunde,
kleinkörniger Hagel und eine stürmische Böe sind in Verbindung mit den Gewittern
voraussichtlich das Höchste der Gefühle. Zwischendurch scheint aber auch mal
länger die Sonne. Die Temperaturen bleiben recht verhalten mit maximal 12 bis 18
Grad.

Am Mittwoch insgesamt wenig Wetteränderung. Im Tagesverlauf setzt leichter
Druckanstieg von Südwesten ein, der aber durch gleichzeitige Abschwächung des
Tiefkomplexes im Norden überkompensiert wird. Somit fächert der Gradient eher
leicht auf, in Verbindung mit Schauern und Gewitter kann es aber dennoch
weiterhin Windböen (Bft 7) geben. Ein zum Nachmittag hereinschwenkender
Kurzwellentrog von Benelux facht die Konvektion abermals an bzw. eröffnet auch
die Option eines schmalen Bandes mit schauerartig verstärkten Regenfällen –
voraussichtlich aber außerhalb der Warnrelevanz.

Am Donnerstag wölbt sich im Vorfeld eines kleinräumigen, aber giftigen
Sturmtiefs, das die Britischen Inseln erreicht, ein flacher Rücken von Westen
auf. Je nach Timing werden die Schauer dann vor allem im Westen und Süden immer
seltener und schwächer. Bei längerem Sonnenschein kann es lokal für 20 Grad
reichen. Der Wind weht oft nur noch schwach und dreht tendenziell rück auf
Südwest.

Am Freitag zieht o.e. Tief unter Abschwächung quer über Deutschland hinweg. Es
wird dabei aufgrund des weit südwärts ausgebeulten Troges wohl ziemlich schnell
achsensenkrecht und verliert komplett die thermischen Gegensätze. Zum Glück
möchte man meinen, denn sonst hätte wohl neben (schwerem) Sturm auch
gebietsweise mehrstündiger Starkregen gedroht. Laut den deterministischen Läufen
geht es wohl vergleichsweise glimpflich ab mit der ein oder anderen Windböe (Bft
7) und 10-20 lokal vielleicht auch mal 30 l/qm binnen 24 Stunden über der
nördlichen Mitte. Aufgrund des noch weiten Vorhersagehorizontes darf man das
Ereignis aber nicht unterschätzen.

An Pfingsten wird der Höhentiefkomplex durch einen südwärts ablaufenden
Trogvorstoß von den Britischen Inseln nach Italien regeneriert. Am Rande eines
schwachen Hochs über Frankreich ist der bodennahe Einfluss aber leicht
antizyklonal geprägt. Das verhindert zwar nicht komplett die Schaueraktivität,
erhöht jedoch die Chancen, dass man mancherorts auch mal trocken durch den Tag
kommt bei zeitweiligem Sonnenschein. Bei den Temperaturen sind weiterhin keine
großen Sprünge drin. Bei guter Durchmischung ist bei T850 hPa um die 0 Grad
mehrheitlich bei rund 15 Grad Schluss. Bei nächtlichem Aufklaren droht Frost in
Bodennähe.

Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs

Der neuste Lauf des IFS liegt in guter Übereinstimmung zu seinen Vorläufen.
Lediglich das zu erwartende kleinräumige Sturmtief über den Britischen Inseln am
kommenden Donnerstag, das unter Abschwächung am Freitag nach Deutschland ziehen
soll, bereitet offensichtlich größere Schwierigkeiten. Während der heutige 0z
Lauf die Entwicklung sehr ähnlich zum gestrigen 0z Lauf simuliert (Kerndruck zum
Höhepunkt etwas unter 1000 hPa), ergab die Lösung vom gestrigen 12z Lauf eine
deutlich nördlichere Position nördlich von Irland mit einem Kerndruck von unter
985 hPa. Der Einfluss auf Deutschland wäre dennoch zyklonal geprägt und hätte
somit keine gravierenden Veränderungen zur Folge. Auch das Sturmfeld wäre weit
genug weg über den britischen Inseln. Es wird spannend zu beobachten sein,
inwiefern der heutige 12z Lauf die Linie der 0er Läufe beibehält oder wieder
umschwenkt.
Unterschiede hinsichtlich der Niederschlagsschwerpunkte liegen aufgrund des
konvektiven, tagesganggeprägten Charakters in der Natur der Sache.

Vergleich mit anderen globalen Modellen

In den synoptischen Basisfeldern und den daraus folgenden Auswirkungen auf das
mittelfristige Wettergeschehen unterscheiden sich auch andere gängige
Globalmodelle kaum. Auffällig ist, dass UKMO und größtenteils auch GEM die
Lösung des gestrigen IFS 12z Laufes stützen. Dadurch wird unter dem Strich eine
vorübergehende Wetterberuhigung am Donnerstag von Südwesten wahrscheinlicher. In
welcher Stärke des Tief uns am Freitag im Westen erreicht, ist noch sehr
unsicher.

Bewertung der Ensemblevorhersagen

Der Blick auf die Rauchfahnen nimmt den Wärmeliebhabern frühzeitig jede
Hoffnung. Bis einschließlich Pfingsten besteht auch im EPS weitestgehend
Einigkeit, dass die Temperaturen in 850 hPa mehr oder weniger um die 0 Grad
verharren. Nur in Süddeutschland deutet sich zum Donnerstag/Freitag hin mal ein
kurzer Hüpfer Richtung 10 Grad Isotherme an. Die Streuung reicht dabei aber von
+12 bis -3 Grad und die Mehrheit des EPS orientiert sich eher zur 0
Grad-Isotherme hin. Dies ist der noch großen Unsicherheit des Sturmtiefs
geschuldet und inwieweit damit die Strömung über Deutschland vorübergehend etwas
aufsteilen kann.
Dies zeigt sich auch anhand der Geopotentialverteilung, die mehrheitlich auf
einem niedrigen Niveau unter 550 gpdm verbleibt, im Süden an besagten Tagen aber
Spielraum bis 570 gpdm lässt.
Die Peaks in der Niederschlagsverteilung markieren die tagesgangbedingten
Fluktuation mit jeweiligen Minima in den Nachtstunden und Maxima tagsüber.

NAO positiv mit südlicher Frontalzone, das ist das Gebot der Stunde auch in den
Clustern. Von den 4 gebildeten Clustern im Zeitraum +120-168h (Do-Sa) ist
Cluster 1 mit 21 Membern am stärksten repräsentiert, worin sich auch Haupt- und
Kontrolllauf wiederfinden. Cluster 2 mit 14 Membern sieht auch noch recht
ähnlich aus. Bei den Clustern 3 und 4 (insgesamt 16 verbliebene Member) wird die
Entwicklung bis hin zu einem Orkantief auf dem Atlantik sehr stark betont, es
führt aber noch längere Zeit ein Eigenleben und erreicht die Britischen Inseln
erst am Freitag/Samstag. So oder so: Das wechselhafte Wetter würde auch bei
diesem Szenario bei uns nach kurzer Beruhigung wieder an Fahrt aufnehmen, da
Höhentrog und stationärer Tiefkomplex über Skandinavien weiterhin maßgebend
sind.

FAZIT:
An der Fortdauer des eher wechselhaften und etwas zu kühlen
Witterungsabschnittes gibt es auch in der kommenden Woche kaum Zweifel. Am
Donnerstag beruhigt sich das Wetter von Südwesten vorübergehend und im Süden und
Südosten kann gebietsweise die 20 Grad Marke überschritten werden. Ob sich am
Freitag etwa von NRW bis zur Mitte ausgreifend eine potentielle Sturm- und/oder
Starkregensituation anbahnt, ist noch sehr unsicher.

Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen

GEWITTER:
Signale für Starkregen gibt es in den Ensembleverfahren so gut wie keine.
Dennoch kann es bei der vorherrschenden Luftmasse bei PPW’s bis 20 mm bei
langsamer ziehenden Gewitterzellen beziehungsweise im Bereich
strömungsparalleler Schauerstraße punktuell 15-20 l/qm binnen einer Stunde
geben. Auch stürmische Böen und kleinkörniger Hagel sind nicht ausgeschlossen,
bleiben aber die Ausnahme.

STURM:
Am Dienstag lassen sich über dem Alpenraum Signale des EFI finden mit 0.7, aber
kaum positiver SOT. Das spricht ebenfalls für ein markantes, aber kein
unwetterartiges Ereignis. Die Wahrscheinlichkeiten für Sturmböen liegen nach
COSMO-LEPS am Alpenrand bei 20-35%, bei EZ-EPS in der Spitze bei knapp 50% und
beim ICON-EPS sogar bei bis zu 70% – im Großen und Ganzen also ein
vergleichsweise wahrscheinliches Szenario.
Nächste Woche Freitag gibt es in Verbindung mit dem herannahenden Tief im Westen
bisher lediglich erhöhte SOT Signale – ohne EFI.

Basis für Mittelfristvorhersage
IFS, IFS-EPS, Mos-Mix

VBZ Offenbach / Dipl. Met. Robert Hausen

VHDL16 DWSG 151000 Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

VHDL16 DWSG 151000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Samstag, 15.05.2021, 11:30 Uhr

Von Westen aufziehende Wolken mit Schauern und Regen, nachmittags und
abends auch kurze Gewitter.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag von Westen zunehmende Bewölkung, im Westen und Norden 
Schauer bzw. Regen, im weiteren Verlauf nach Osten ausbreitend. 
Anfangs im Südosten noch etwas Sonne. Einzelne Gewitter möglich. 
Höchstwerte 10 bis 16 Grad. Meist mäßiger Wind aus Südwest mit 
frischen oder starken, in exponierten Lagen und bei Gewittern starken
bis stürmischen Böen. Auf dem Feldberg Sturmböen.

In der Nacht zum Sonntag zunächst stark bewölkt, verbreitet Regen, 
nach Südosten abziehend. Danach einzelne Schauer, kurze Gewitter 
nicht ganz ausgeschlossen. Tiefsttemperaturen 10 bis 4 Grad. In 
höheren Lagen starke, exponiert stürmische Böen aus Südwest. 

Am Sonntag wechselnd bis stark bewölkt. Häufige Schauer und örtlich 
Gewitter. Höchstwerte 12 Grad im Bergland bis 17 Grad am Rhein. 
Mäßiger Südwestwind mit frischen bis starken, im Schwarzwald sowie 
bei Gewittern auch stürmischen Böen. Auf dem Feldberg Sturmböen.

In der Nacht zum Montag weiterhin stark bewölkt und zeitweise 
Schauer. Einzelne Gewitter nicht auszuschließen. Tiefstwerte 10 bis 4
Grad. Im Bergland starke bis stürmische Böen, exponiert Sturmböen 
oder schwere Sturmböen aus Südwest. 

Am Montag stark bewölkt, verbreitet Schauer, örtlich Gewitter. Maxima
10 Grad im Bergland bis 16 Grad im Oberrheingraben. Mäßiger 
Südwestwind mit starken bis stürmischen Böen. Im Hochschwarzwald und 
bei Gewittern Sturmböen. Auf dem Feldberg schwere Sturmböen.

In der Nacht zum Dienstag überwiegend wolkig. Im Bergland wiederholt,
abseits davon einzelne Schauer. Weitere Gewitter nicht 
ausgeschlossen. Minima 10 bis 4 Grad. In exponierten Lagen starke bis
stürmische Böen aus Südwest. Auf den Gipfellagen Sturmböen. 

Am Dienstag erst mehr Sonne und häufig niederschlagsfrei. Mittags 
dichtere Quellwolken und zunehmende Schaueraktivität, örtlich 
Gewitter. Höchstwerte 10 Grad im Bergland, 16 Grad am Rhein. Mäßiger 
Westwind mit starken, im Bergland und bei Gewittern stürmischen Böen 
oder Sturmböen.

In der Nacht zum Mittwoch wolkig, zeitweise Schauer. Tiefstwerte 9 
bis 3 Grad. Im höheren Bergland starke bis stürmische Böen aus West.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Samstag, den 15.05.2021, 11:30 Uhr -
"Freunde des beständig warmen und sonnigen Frühlingswetters werden 
weiterhin auf die Folter gespannt. In den kommenden Tagen ändert sich
am grundsätzlichen, ziemlich wechselhaften und allenfalls moderat 
temperierten Wettercharakter nämlich fast gar nichts.

Atlantische Tiefdruckgebiete geben sich dieser Tage die Klinke in die
Hand und nisten sich ausgerechnet über Mitteleuropa so richtig ein. 
Der sich dabei einstellende Wetterablauf wirkt dabei wie am Reißbrett
entworfen, unterliegt nämlich ziemlich streng dem Tagesgang und sieht
folglich Tag für Tag sehr ähnlich aus. Während es in den Nächten 
einigermaßen "gemächlich" zugeht, beginnt es am Tage schon früh "zu 
brodeln" und es entwickeln sich zahlreiche Schauer und kurze 
Gewitter, bevor die Atmosphäre am Abend dann wieder etwas zur Ruhe 
kommt und die Schauer seltener werden. Ganz so "schaurig", wie es 
manch Wetterbericht möglicherweise suggeriert, wird es aber nicht: 
Denn zwischen den Schauern darf man sich auf den ein oder anderen 
wohltuenden sonnigen Moment freuen. 

Wenn die Sonne mal rauskommt, dann erwärmt sich die mit westlicher 
Strömung herangeführte Meeresluft subpolaren Ursprungs auch auf für 
die Jahreszeit nicht unübliche Höchsttemperaturen. Das kann man dann 
schon ganz gut "aushalten" - zumindest, wenn man sich ein 
windschattiges Plätzchen sucht. Denn der Wind weht gerade tagsüber 
und in Nähe zu Schauern und Gewittern häufig stark böig. Am Montag 
und Dienstag könnte es mit Tief LOTHAR vor allem im Süden 
vorübergehend noch windiger werden, regional sind dann sogar 
stürmische Böen, im Bergland Sturmböen möglich.

Wind, Wolken und Regen haben auch was Gutes: Die Nachtfrostgefahr 
bleibt verschwinden gering und auch die teilweise immer noch nach 
Wasser lechzende Natur trocknet nicht noch weiter aus. "

Das erklärt Dipl.-Met. Adrian Leyser von der Wettervorhersagezentrale
des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der 
kommenden Tage.


Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
========================================

Pollenflug-Gefahrenindex für Baden-Württemberg ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Samstag, den 15.05.21 um 11 Uhr gültig bis: Sonntag, den 16.05.21 abends

Pollenflug-Gefahrenindex für Baden-Württemberg
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Samstag, den 15.05.21 um 11 Uhr
gültig bis: Sonntag, den 16.05.21 abends

Bereich: Baden-Württemberg
Teilbereich: Oberrhein und unteres Neckartal 
       Samstag  Sonntag
Hasel     0        0       
Erle      0        0       
Esche     0-1      0-1     
Birke     1        1       
Gräser    1-2      2       
Roggen    0        0       
Beifuss   0        0       
Ambrosia  0        0       

Teilbereich: Hohenlohe/mittlerer Neckar/Oberschwaben 
       Samstag  Sonntag
Hasel     0        0       
Erle      0        0       
Esche     0-1      0-1     
Birke     1-2      1       
Gräser    1        1       
Roggen    0        0       
Beifuss   0        0       
Ambrosia  0        0       

Teilbereich: Mittelgebirge Baden-Württemberg 
       Samstag  Sonntag
Hasel     0        0       
Erle      0        0       
Esche     0-1      0-1     
Birke     1-2      1       
Gräser    1        1       
Roggen    0        0       
Beifuss   0        0       
Ambrosia  0        0       



Legende:
0   keine                Belastung
0-1 keine bis geringe    Belastung
1   geringe              Belastung
1-2 geringe bis mittlere Belastung
2   mittlere             Belastung
2-3 mittlere bis hohe    Belastung
3   hohe                 Belastung

Deutscher Wetterdienst
Medizin-Meteorologie

IDW10100 Western Australia Forecast Issued at 4:45 am WST on Saturday 15 May 2021

IDW10100
Australian Government Bureau of Meteorology
Western Australia

Western Australia Forecast
Issued at 4:45 am WST on Saturday 15 May 2021
for the period until midnight WST Tuesday 18 May 2021.

Warning Information
For latest warnings go to www.bom.gov.au, subscribe to RSS feeds, call 1300 659
210* or listen for warnings on relevant TV and radio broadcasts.

Weather Situation – Northern Western Australia
A strengthening ridge of high pressure lies to the south of the State, with
fresh and gusty east to southeasterly winds during the morning over northern
parts. A high moves into the Bight over the weekend maintaining the morning
surges in the north.

Weather Situation – Southern and Central Western Australia
A ridge is strengthening near the south coast as a high moves into the Bight
over the weekend. On Monday a front will reach the west coast during the
afternoon. The front will move through the South West Land Division during
Tuesday.

Forecast for the rest of Saturday 15 May
Showers near the southern and Eucla coasts in the morning and across the Lower
West, South West, western parts of the Great Southern and South Coastal during
the day. Fresh and gusty easterly winds over northern parts in the morning.

Forecast for Sunday 16 May
Showers southwest of a line Mandurah to Albany. Light falls anticipated.

Forecast for Monday 17 May
Showers developing southwest of a line Geraldton to Albany, with the risk of a
thunderstorm.

Forecast for Tuesday 18 May
Showers and the chance of a thunderstorm extending through most of the South
West Land Division apart from the far northern and eastern parts. Showers about
the coastal parts of the Gascoyne.

The next routine forecast will be issued at 4:30 pm WST Saturday.

  • Calls to 1300 numbers cost around 27.5c incl. GST, higher from mobiles or
    public phones.

Copyright Commonwealth of Australia 2011, Bureau of Meteorology (ABN 92 637 533
532). Users of these web pages are deemed to have read and accepted the
conditions described in the Copyright, Disclaimer, and Privacy statements
(http://www.bom.gov.au/other/copyright.shtml).

SYNOPTISCHE UEBERSICHT KURZFRIST ausgegeben am Freitag, den 14.05.2021 um 18 UTC

SXEU31 DWAV 141800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Freitag, den 14.05.2021 um 18 UTC

Markante Wettererscheinungen:
Unter Tiefdruckeinfluss bleibt es wechselhaft und kühl mit einzelnen Gewittern.
In exponierten Höhenlagen weht der Wind zeitweise stürmisch.

Synoptische Entwicklung bis Montag 12 UTC

Aktuell … liegt Deutschland unter tiefem Geopotential, das sich vom Nordwesten
Europas über Mitteleuropa hinweg südostwärts erstreckt. Damit verbunden ist im
Bodendruckfeld eine umfangreiche Zone tiefen Luftdrucks, die weite Teile Europas
überdeckt. Dabei gibt es aktuell zwei Haupttiefs. Eines über dem Seegebiet
westlich von Irland und ein weiteres über Südskandinavien und dem Baltikum. Die
Frontalzone verläuft südlich von uns, sodass wir uns auf dessen kalter Seite
befinden. Dabei ist bei uns relativ kühle Meeresluft wetterbestimmend, die in
850 hPa Temperaturen zwischen 6 und 3 Grad aufweist. Im Bereich des Höhentroges
haben sich in einer labil geschichteten Luftmasse tagsüber vornehmlich im Westen
und Südwesten einige Schauer sowie örtlich kurze Gewitter entwickelt. Diese
fallen bedingt durch den Tagesgang und durch leichten Druckanstieg am Boden im
Laufe des Abends und eingangs der Nacht meist in sich zusammen, kommen aber
nicht gänzlich zum Erliegen, da von Westen ein Randtrog zu uns reinschwenkt. Er
sorgt im Südwesten, aber auch aus den Alpen heraus im Südosten Bayerns in der
Nacht für erneute Schauer.
Die skaligen Niederschläge, die derzeit noch im Norden und Nordosten am Rande
der von Skandinavien bis zum Baltikum reichenden Tiefdruckrinne auftreten,
werden sich mit Abzug der selbigen Richtung Norden bzw. durch weiteres Auffüllen
ebenfalls weiter abschwächen bzw. über den äußersten Norden und Nordosten
Deutschlands Richtung Ostsee abziehen. Nachfolgend lockert die Bewölkung im
Norden und Osten stärker auf. So kann sich in den Gebieten, in denen es noch
länger geregnet hat, teils dichter Nebel bilden. In den weiteren Landesteilen
sollten sich bei teils dichter, teils aufgelockerter Bewölkung nur lokal
Nebelfelder bilden. Die Temperatur sinkt auf 8 bis 3 Grad ab. Bedingt durch
einen Low-Level-Jet kann der Wind insbesondere im Hochschwarzwald zeitweise
stürmisch aus Südwest auffrischen.

Samstag … verbleiben der Haupttrog und das Haupttief westlich der Britischen
Inseln. Ausgehend davon schwenkt der o.e. Randtrog mit der höhenkältesten Luft
(T500 hPa um minus 25 Grad) langsam nordostwärts über Deutschland hinweg. Somit
verlagert sich auch die labilere Luftmasse (CAPE bis 450 J/kg) von der Mitte in
den Norden des Landes, sodass die Konvektion am Nachmittag hauptsächlich im
Norden und Osten des Landes zu erwarten ist mit Schauern und einzelnen
Gewittern. Bei PPW bis 18 mm und nur geringer Scherung, kann es lokal markanten
Starkregen geben. Auch einzelne Böen bis 60 km/h (Bft 7) sowie kleinkörniger
Hagel sind nicht ausgeschlossen. Zwischen den Schauern kann sich im Norden und
Osten auch mal kurz die Sonne zeigen.
Eher trüb gestaltet sich der Tag dagegen im Westen und Südwesten. Denn nach
Abzug des ersten Randtroges folgt dort ein weiterer Randtrog. Er ist verbunden
mit einem teilokkludierten Frontensystem des Tiefs westlich der Britischen
Inseln, das im Laufe des Vormittags zunächst auf den Westen und Südwesten
übergreift und allmählich ost- bzw. nordostwärts vorankommt. Die damit
verbundenen Niederschläge sind meist nur leicht (<5mm in 6 Stunden), verstärken
sich aber mit Reinschwenken des Randtroges vor allem über dem Südwesten des
Landes. Dann können im Bereich des Schwarzwaldes auch mal um 10 mm in 6 Stunden
fallen. Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass sich am Vorderrand der
Okklusionsniederschläge von RLP über Hessen, den Norden BaWüs und Bayerns bis
nach Thüringen einzelne Gewitter entwickeln. Im Südosten Bayerns bleibt es
präfrontal noch trocken mit einigen Wolkenlücken.
Mit Übergreifen der Front frischt der Südwestwind etwas auf, vor allem in den
Höhenlagen der zentralen und südwestlichen Mittelgebirge mit Böen um 60 km/h, im
Hochschwarzwald sind auch Sturmböen bis 80 km/h möglich. Die Temperatur erreicht
15 bis 19 Grad, mit den höchsten Werten bei Sonne im Osten/Nordosten. Im
Südwesten bleibt es bei dichter Bewölkung kühler bei Werten um 14 Grad.

In der Nacht zum Sonntag schwenkt auch der zweite Randtrog nebst eingelagertem
okkludiertem Frontensystem nordostwärts über Deutschland hinweg. Die konvektiven
Niederschläge im Norden werden also zunächst Richtung Norden abgedrängt, bevor
mit der Okklusion weitere leichte Niederschläge aufkommen. Auch im Südosten
Bayerns kommen die Niederschläge an, wo sie bedingt durch etwas mehr Hebung
etwas stärker ausfallen können und so gebietsweise Mal an die 10 mm in 6 Stunden
fallen können. Meist bleiben aber die Mengen unter 5 mm. Postfrontal lockert die
Bewölkung von Westen etwas auf, vereinzelt gibt es noch Schauer und auch der
Wind lässt wieder nach. Einzig im Hochschwarzwald sowie auf dem Brocken kann er
noch teils stürmisch wehen. Es kühlt auf 10 bis 4 Grad ab.

Sonntag … verlagert sich der zonal ausgerichtete Höhentrog etwas ostwärts und
liegt schließlich mit seinem Drehzentrum über den Britischen Inseln und auch das
Bodentief liegt nahezu achsensenkrecht in diesem Gebiet. Die Okklusion ist
ostwärts abgezogen. Deutschland verbleibt aber im Einflussbereich des
Höhentroges, sodass der Wetterablauf dem an den Vortagen ähnelt. Innerhalb einer
landesweit labil geschichteten Luftmasse (CAPE bis etwa 200 J/kg) entwickeln
sich Schauer und einzelne Gewitter mit ähnlichen Begleiterscheinungen wie am
Vortag. Mit der Neubildung eines flachen Tiefs etwa über der Deutschen Bucht
bzw. mit Annäherung des Tiefs über England verschärft sich der Druckgradient vor
allem über dem Südwesten Deutschlands etwas, sodass dort teilweise bis in tiefe
Lagen Böen um 55 km/h (Bft 7) aus Südwest auftreten können, im Hochschwarzwald
gibt es weiterhin Sturmböen (Bft 9) oder sogar schwere Sturmböen (Bft 10). Die
Sonnenanteile bleiben weiter gering bei Höchstwerten zwischen 13 und 18 Grad.

In der Nacht zum Montag kommen das Höhentief und das Hauptbodentief Richtung
Nordsee voran. Ausgehend davon schwenkt ein erneuter Randtrog von Frankreich
kommend Richtung Deutschland. Somit kommen nach kurzer Wetterberuhigung vor
allem in der Westhälfte erneut Schauer auf. An der Windsituation ändert sich
wenig. Es kühlt auf 9 bis 4 Grad ab.

Montag … schwenkt der Randtrog nach Deutschland rein, sodass uns der Einfluss
tiefen Geopotentials weiter erhalten bleibt. Das Bodentief zieht unter
Abschwächung von der südlichen Nordsee Richtung Schleswig-Holstein. An dessen
Südostflanke hält die Zufuhr relativ kühler Meeresluft bei uns weiter an, sodass
die Temperaturen kaum mehr als 13 bis 18 Grad erreichen. Der wechselhafte
Wettercharakter bleibt erhalten, sodass sich erneut schauerartige und teils
gewittrige Niederschläge entwickeln. Mit Verlagerung des Tiefs nimmt der
Gradient über der Mitte und dem Süden noch weiter zu. Entsprechend muss in
tiefen Lagen recht verbreitet mit Windböen Bft 7, in höheren Lagen mit
stürmischen Böen Bft 8, in exponierten Gipfellagen auch mit Böen bis hin zur
schweren Sturmstärke (Bft 10) gerechnet werden.

Modellvergleich und -einschätzung

Die betrachteten Modelle prognostizieren die Wetterentwicklung der kommenden
Tage ähnlich. Etwaige kleinere Unterschiede bezüglich der
Niederschlagsschwerpunkte ergeben sich aufgrund des meist konvektiven Charakters
der Niederschläge.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Johanna Anger