#DWD -> #Pollenflug-Gefahrenindex für Baden-Württemberg ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Donnerstag den 29.09.22 um 11 Uhr gültig bis: Samstag, den 01.10.22 abends  

Pollenflug-Gefahrenindex für Baden-Württemberg
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Donnerstag, den 29.09.22 um 11 Uhr
gültig bis: Samstag, den 01.10.22 abends

Bereich: Baden-Württemberg
Teilbereich: Oberrhein und unteres Neckartal 
       Donnerstag  Freitag  Samstag
Hasel     0        0        0    
Erle      0        0        0    
Esche     0        0        0    
Birke     0        0        0    
Gräser    0        0-1      0    
Roggen    0        0        0    
Beifuss   0        0        0    
Ambrosia  0        0        0    

Teilbereich: Hohenlohe/mittlerer Neckar/Oberschwaben 
       Donnerstag  Freitag  Samstag
Hasel     0        0        0    
Erle      0        0        0    
Esche     0        0        0    
Birke     0        0        0    
Gräser    0        0-1      0    
Roggen    0        0        0    
Beifuss   0        0        0    
Ambrosia  0        0        0    

Teilbereich: Mittelgebirge Baden-Württemberg 
       Donnerstag  Freitag  Samstag
Hasel     0        0        0    
Erle      0        0        0    
Esche     0        0        0    
Birke     0        0        0    
Gräser    0        0-1      0    
Roggen    0        0        0    
Beifuss   0        0        0    
Ambrosia  0        0        0    



Legende:
0   keine                Belastung
0-1 keine bis geringe    Belastung
1   geringe              Belastung
1-2 geringe bis mittlere Belastung
2   mittlere             Belastung
2-3 mittlere bis hohe    Belastung
3   hohe                 Belastung

Deutscher Wetterdienst
Medizin-Meteorologie

#DWD -> #VHDL16 #DWSG 291000 #Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg   

VHDL16 DWSG 291000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Donnerstag, 29.09.2022, 11:30 Uhr

Zeitweise Regen oder Schauer, nachts abklingend. In der Früh 
Nebelbildung.   

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und im weiteren Tagesverlauf wolkig bis stark bewölkt. 
Im Süden häufig, sonst lokal Regen oder Schauer. Nachmittags vor 
allem im Norden mit geringer Wahrscheinlichkeit einzelne Gewitter mit
starken bis stürmischen Böen. Höchstwerte von 9 Grad im Bergland bis 
14 Grad im Rheintal. Schwacher variabler Wind. 

In der Nacht zum Freitag überwiegend wolkig, nachlassender 
Niederschlag. In der zweiten Nachthälfte gebietsweise Nebel oder 
Hochnebel. Tiefstwerte 7 bis 3 Grad.  

Am Freitagvormittag langsam auflösende Hochnebel- und Nebelfelder. Im
weiteren Verlauf teils sonnig, teils trüb; vor allem im Bergland ein 
paar Tropfen möglich. Sonst trocken. Höchstwerte 10 Grad in den 
höchsten Lagen und bis 16 Grad am Rhein. Schwacher Wind aus südlicher
Richtung.

In der Nacht zum Samstag zunächst gering bis lokal stark bewölkt. In 
der zweiten Nachthälfte von Westen aufziehende dichte Bewölkung, in 
Baden einsetzender Regen. Tiefstwerte 8 bis 3 Grad. Im Bergland 
starke bis stürmische Böen aus Südwest; exponiert im Schwarzwald 
Sturmböen bis schwere Sturmböen. 

Am Samstag stark bewölkt bis bedeckt, sich rasch ostwärts 
ausbreitender Regen, nachmittags in Schauer übergehend. Im 
Schwarzwald eventuell Dauerregen. Maxima 11 Grad im hohen Bergland 
bis 16 Grad im Breisgau. Mäßiger bis frischer Südwestwind mit starken
bis stürmischen Böen; exponiert im Schwarzwald schwere Sturmböen, auf
dem Feldberg orkanartige Böen.

In der Nacht zum Sonntag wolkig mit Regen oder Schauer. Mit geringer 
Wahrscheinlichkeit eingelagerte Gewitter. Minima 14 bis 8 Grad. Im 
Bergland verbreitet, sonst zeitweise starke bis stürmische Böen aus 
Südwest. Exponiert im Schwarzwald Sturmböen bis schwere Sturmböen. 

Am Sonntag anfangs stark bewölkt, nach Osten abziehender Regen. 
Danach wechselnd bewölkt, einzelne Schauer, eventuell kurze Gewitter.
Höchstwerte 14 Grad im Bergland und 20 Grad am südlichen Oberrhein. 
Mäßiger Westwind mit starken, im Bergland stürmischen Böen. Exponiert
Sturmböen. 

In der Nacht zum Montag gering bis örtlich stark bewölkt. Vor allem 
im Bergland lokal Schauer. Tiefstwerte 10 bis 5 Grad. Im Bergland 
noch starke bis stürmische Böen aus West. 

Deutschlandübersicht:
**

Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

#IDW10100 Western Australia Forecast Issued at 4:45 am WST Thursday 29 September 2022

IDW10100
Australian Government Bureau of Meteorology
Western Australia

Western Australia Forecast
Issued at 4:45 am WST on Thursday 29 September 2022
for the period until midnight WST Sunday 2 October 2022.

Warning Information
For latest warnings go to www.bom.gov.au, subscribe to RSS feeds, call 1300 659
210* or listen for warnings on relevant TV and radio broadcasts.

Weather Situation – Northern Western Australia
A trough lies across the inland parts of the Kimberley and Pilbara.

Weather Situation – Southern and Central Western Australia
A ridge lies south of the State while a broad trough lies along the west coast,
and will remain there for the week. A low pressure system is developing within
the trough over the northern Gascoyne and will move east on Friday. Windy over
the southern Gascoyne and adjacent Interior on Thursday and Friday.

Forecast for the rest of Thursday 29 September
Showers and thunderstorms over the north and east Kimberley, North Interior,
northwest South Interior, southeast Pilbara, northern Goldfields, Gascoyne and
the northern Central West district. Moderate to heavy falls possible over the
inland southern Gascoyne, far north Goldfields and adjacent west Interior.

Forecast for Friday 30 September
Showers and thunderstorms over the Kimberley, eastern and southern Pilbara,
North Interior, northern parts of the South Interior, northern Goldfields, and
inland Gascoyne. Heavy falls possible. Possible morning fog over inland
northern parts of the Pilbara.

Forecast for Saturday 1 October
Showers and thunderstorms over the Kimberley, far eastern Pilbara, Interior,
northern Goldfields, and eastern Gascoyne. Heavy falls possible over the
Kimberley and Interior. Possible light showers over far southwest parts of the
South West Land Division.

Forecast for Sunday 2 October
Showers over the Kimberley, Interior, far southeast Pilbara, Goldfields, Eucla
and far southern parts of the South West Land Division. Possible thunderstorms
over the Kimberley, Interior and far southeast Pilbara.

The next routine forecast will be issued at 4:30 pm WST Thursday.

  • Calls to 1300 numbers cost around 27.5c incl. GST, higher from mobiles or
    public phones.

Copyright Commonwealth of Australia 2011, Bureau of Meteorology (ABN 92 637 533
532). Users of these web pages are deemed to have read and accepted the
conditions described in the Copyright, Disclaimer, and Privacy statements
(http://www.bom.gov.au/other/copyright.shtml).

#SXEU31 #DWAV S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T ausgegeben am Mittwoch, den 28.09.2022 um 18 UTC

SXEU31 DWAV 281800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Mittwoch, den 28.09.2022 um 18 UTC

Markante Wettererscheinungen:
Unter Trog-/Tiefeinfluss kühl und unbeständig, im Allgäu noch Dauerregen.
Freitag kurze Wetterberuhigung.
Synoptische Entwicklung bis Samstag 12 UTC

Aktuell … zeigt sich vom Nordmeer ausgehend über Skandinavien bis zum
Baltikum, Mitteleuropa und den Britischen Inseln ein Langwellentrog, der sich
letztlich sogar bis zum zentralen Mittelmeer erstreckt. Über Norddeutschland
liegt dabei in ellipsenförmiger Anordnung ein Höhentief, das Kontakt aufnimmt zu
einem weiteren Höhentief über dem äußersten Westen Russlands. Fortan wachsen
diese beiden Gebilde in dipolartiger Struktur zusammen. Die Achse dieses
Gebildes hat zunächst eine zonale Anordnung von West nach Ost, kippt in der
Nacht dann aber auf Südwest-Nordost. Hebung durch PVA wird dadurch vor allem an
den Achsvorderseiten über den Britischen Inseln und über dem Baltikum ausgelöst,
hinzu kommt WLA an der Südostflanke des Höhentiefpärchens und ebenfalls über den
Britischen Inseln.
Am Boden wandelt sich Tief THORVI mehr und mehr in eine Rinne um, die
Donnerstagmorgen von den südlichen Britischen Inseln über Dänemark bis zur
östlichen Ostsee reicht. In ihrem Einflussbereich gibt es durch Gegenstrom (am
Boden Südwest-, in der Höhe Nordostwind) an der Küste und in Schleswig-Holstein
schauerartige Niederschläge, wobei die Mengen mit 1 bis 10 l/qm nicht
warnrelevant sind. Kurze Gewitter sind aufgrund des recht warmen Meers nicht
völlig ausgeschlossen, der Tagesgang spricht aber dagegen.
Weiter Richtung Binnenland lässt die Schauerneigung ebenfalls durch den
fehlenden Tagesgang größtenteils nach, zumal ja auch aus der Höhe keine
Hebungsimpulse rühren. Bei einigen Auflockerungen bildet sich dann gebietsweise
jedoch Nebel.
Im Süden allerdings hinterlassen Reste einer Welle, die tagsüber hereingezogen
ist, noch Feuchtigkeit und weitere Niederschläge. 12-stündig sind noch einmal 3
bis 10 l/qm zu erwarten, sodass die Dauerregenwarnungen im Allgäu bis morgen
früh bestehen bleiben können. Die Schneefallgrenze sinkt im Laufe der Nacht auf
1400 bis 1500 m, oberhalb davon sind also 3 bis 10 cm Neuschnee möglich.
Der Wind lässt bei nachlassendem Gradienten in der Nacht immer mehr nach, nur
auf den allerhöchsten Alpengipfeln treten anfangs noch stürmische Böen auf.
Die Temperaturen sinken auf 7 bis 1, in der Eifel bis nahe 0 Grad. Gebietsweise
ist in den Regionen mit größeren Auflockerungen mit leichtem Frost in Bodennähe
zu rechnen.

Donnerstag … bleibt das Höhentief über Norddeutschland nahezu stationär,
während das Höhentief vom westlichen Russland ins westliche Finnland zieht.
Dabei haben beiden Höhentiefs am Abend zwar wieder eine eigenständige 544
gpdam-Isohypse, das gesamte Gebilde kippt aber durch die Wanderung des
nördlichen Höhentiefs weiter auf Südwest-Nordost. Im Südwestteil der
resultierenden neuen Trogkonfiguration zeigt sich zudem eine leichte Austrogung
über Frankreich bis hin zu den Pyrenäen. Hebung wird vor allem auf der
Vorderseite davon vom westlichen Mittelmeer bis zur Ukraine generiert, wobei
diese auch den Südosten von Deutschland touchiert.
Infolgedessen gibt es dort, unterstützt durch Tief VERONIKA über Norditalien,
weitere Niederschläge. Mit 1 bis 10 l/qm in 12 Stunden liegen die Mengen
allerdings fernab der Warnschwellen.
Weiter Richtung Mitte ist die Luftmasse noch labil geschichtet, sodass es dort
zu einzelnen Schauern und Gewittern kommt. Dabei wird von ICON-D2 sogar lokaler
Starkregen angedeutet, was möglicherweise eine Folge nur langsam ziehender
Zellen in der flachen Druckverteilung sein könnte.
Im Norden dagegen ist am Boden noch THORVI (wahrscheinlich THORVI II)
eingebettet in der Tiefdruckrinne aktiv. Damit bleibt die Gegenstromlage
erhalten. Das alleine bringt schon schauerartige, vereinzelt gewittrige
Regenfälle, die durch WLA aber noch ein wenig angefacht werden können. Dabei
verlagern sich die Niederschläge allmählich in Richtung Deutsche Bucht und in
den Hamburger Raum. Die Regenmengen betragen 5 bis 15, punktuell um 20 l/qm in
12 Stunden. Von ICON-D2-Ensemble gibt es Hinweise für mehr als 20 l/qm in 6
Stunden insbesondere an der Nordsee.
Angesichts der flauen Druckverteilung spielt der Wind keine Rolle und weht
häufig nur schwach aus unterschiedlichen Richtungen. An der Nordsee frischt er
jedoch zeitweise auf und kann in Böen um 55 km/h (Bft 7) erreichen, da dort der
Gradient in der Nähe zum Tief stärker ist.
Zwischen dem Niederschlagsgebiet im Norden und den Schauern bzw. Gewittern in
der Mitte gibt es einen Bereich kompensatorischen Absinkens, in dem es meist
trocken bleibt. Das gilt im Groben für die Bereiche von NRW über
Südostniedersachsen bis nach Brandenburg.
Bei Höchsttemperaturen zwischen 9 und 16 Grad erwärmt sich die alternde
Luftmasse polaren Ursprungs nur zögerlich.

In der Nacht zum Freitag weitet sich der positiv geneigte Trog noch etwas
Richtung Spanien aus, wobei die beiden bisher vorhandenen Drehzentren noch einen
dritten Begleiter über den Pyrenäen bekommen. Insgesamt zeigt der Trog nur eine
sehr langsame Südost-Verlagerung.
Am Boden wandert das an das Höhentief über Norddeutschland gekoppelte Bodentief
THORVI (vermutlich THORVI II) in Richtung westliche Nordsee, dort füllt es sich
ab der zweiten Nachthälfte bald auf. Die Niederschläge (lokal immer noch Blitz
und Donner nicht ausgeschlossen) kommen im Zuge dessen ein wenig ins Binnenland
bis ins südliche Emsland bzw. Richtung Mecklenburg voran. Die
Niederschlagsmengen nehmen mit 1 bis 10 l/qm in 12 Stunden ab, wobei der
fehlende Tagesgang sein Übriges tut.
Das gilt auch für die Mitte Deutschlands, dort lassen die Schauer und Gewitter
nach Nachteinbruch alsbald wieder nach. Bei größeren Auflockerungen bildet sich
neuerlich Nebel.
Im Südosten (Alpenrand bis südlicher Bayerischer Wald) gibt es immer noch
Aufgleitniederschläge durch Tief VERONIKA, das langsam Kurs auf Korsika nimmt.
Die Tiefstwerte liegen bei schwacher Luftbewegung bei 8 bis 1 Grad, in der Eifel
lokal um 0 Grad. Erneut ist gebietsweise mit Frost in Bodennähe zu rechnen,
insbesondere bei größeren Auflockerungen.

Freitag … weitet sich der Trog noch weiter Richtung Marokko aus, dabei bildet
sich über Marokko ein viertes Drehzentrum. Die Achse des Troges kommt im
Tagesverlauf bis auf eine Linie Finnland – Polen – Löwengolf – Marokko voran.
Das Höhentief über den Pyrenäen marschiert zum Löwengolf, das über
Norddeutschland löst sich dafür auf, das Trogresiduum dort wird nach Osten
geführt.
Die Feuchtefelder bzw. Niederschläge kommen damit nach Osten in Bewegung, lösen
sich aber bald auf. Im nordöstlichen Niedersachsen, in Mecklenburg-Vorpommern
und an der Ostsee gibt es noch einzelne Schauer.
Ansonsten folgt dem abziehenden Trogresiduum ein flacher Höhenrücken und die
Luft wird trockener, sodass Schauer im Rest des Landes die Ausnahme bleiben.
Darüber hinaus kann sich bei leichtem Druckanstieg bzw. dadurch
Zwischenhocheinfluss die Sonne zum Teil länger zeigen.
Im Südosten nimmt die Niederschlagsneigung bei steigendem Luftdruck und
abziehendem Trog ebenfalls ab, weil zusätzlich auch die Hebungsimpulse und
Feuchtefelder des Tiefs VERONIKA nach Südosten abgeführt werden.
Im Nordwesten nimmt die Bewölkung nachmittags dann schon wieder zu. Damit
kündigen sich die Ausläufer eines neuen Islandtiefs (vermutlich hört es auf den
Namen WALBURGA) an, Regen fällt bis zum Abend allerdings noch nicht.
Der Wind weht schwach bis mäßig um Süd, an der Nordsee frischt er mit Herannahen
der Tiefausläufer jedoch auf, auf den Inseln gibt es dann erste starke Böen um
55 km/h (Bft 7).
Die Temperaturen erreichen 10 bis 18 Grad.

In der Nacht zum Samstag schwenkt der flache Rücken bereits über Deutschland
hinweg nach Osten durch. Somit gelangen wir auf die Vorderseite eines neuen
Langwellentrogs über dem Nordostatlantik, an dem das neue Islandtief (WALBURGA)
gekoppelt ist. Die Ausläufer des Tiefs erfassen in der zweiten Nachthälfte den
Nordwesten mit Regen, bis zum Morgen erreichen sie bereits eine Linie
Mecklenburg – Franken – Schwarzwald. Die Niederschlagsmengen betragen 1 bis 10,
in Weststaulagen des Berglandes bis 15 l/qm in 12 Stunden.
Mit Ankunft des Frontensystems nimmt auch der Gradient deutlich zu, sodass der
Wind auffrischt und mit starken Böen Bft 7 insbesondere in der Mitte aus Südwest
weht. Im Bergland gibt es stürmische Böen Bft 8 oder Sturmböen Bft 9, auf den
höchsten Gipfeln schwere Sturmböen Bft 10 oder sogar orkanartige Böen Bft 11.
Präfrontal bleibt es von Vorpommern über Sachsen bis ins südöstliche Bayern und
Baden-Württemberg noch trocken bei aber langsam sich verdichtender Bewölkung, im
Süden örtlich begleitet von Nebel.
Die Temperaturen gehen auf 11 bis 7 Grad unter den Wolken und auf 8 bis 1 Grad
sonst zurück.

Samstag … erfasst der Trog bereits den Nordwesten Deutschlands. Das
okkludierende Frontensystem des Islandtiefs (WALBURGA), das einen Ableger über
Skandinavien bekommt, erreicht die Mitte, wobei es dort durch eine Wellenbildung
bei den Britischen Inseln bereits rückläufig wird und ins Schleifen gerät.
Im Osten und Südosten kommt es also zunächst zu frontalen Niederschlägen, im
Süden dabei zusätzlich zu Staueffekten an den Alpen. Nachfolgend erfolgt von
Westen her im Trogbereich ein Übergang zu Schauern und Gewittern.
Die Niederschlagsmengen liegen deutschlandweit in der Fläche meist zwischen 2
und 10, in Staulagen vereinzelt um 15 l/qm in 12 Stunden. Für diese geben die
Ensembles sogar geringe Wahrscheinlichkeiten für mehr als 25 l/qm in 12 Stunden
aus.
Bei den Schauern und Gewittern spielt zudem der Wind eine Rolle. Allein vom
Gradienten her weht er bis in tiefe Lagen in Böen schon zum Teil stark (Bft 7),
im Bergland mit Sturmböen bis hin zu orkanartigen Böen in den höchsten Etagen
(Bft 9 bis 11). Bei Schauern und Gewittern sind damit stürmische Böen Bft 8 bis
ins Tiefland denkbar. Etwas geringer ist die Windentwicklung im Nordosten.
Weil aus Südwesten nun mildere Luft mit T850 hPa von 3 bis 8 Grad einströmt,
steigen die Höchsttemperaturen geringfügig auf 12 bis 18 Grad an.

Modellvergleich und -einschätzung

Die Modelldiskrepanzen sind zwar nicht all zu hoch, im Detail gibt es aber
Unterschiede. So hat GFS das morgige Tief in Norddeutschland weniger stark drin,
sodass auch die Niederschläge zurückbleiben und Starkregen durchaus fraglich
ist. Auf der anderen Seite zeigt GFS in der Nacht zum Freitag und am Freitag in
der Mitte und im Süden noch länger Niederschläge an als die anderen Modelle.
Daran bestehen allerdings Zweifel, weil GFS bei Konvektion durchaus für
Übertreibung bekannt ist und die Synoptik eher dagegenspricht.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Simon Trippler

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T ausgegeben am Mittwoch den 28.09.2022 um 10.30 UTC

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Mittwoch, den 28.09.2022 um 10.30 UTC

Am langen Wochenende sehr unbeständig mit reichlich Regen und Schauer, dazu
windig, teils stürmisch. Im Laufe der nächsten Woche Wetterberuhigung.

Synoptische Entwicklung bis zum Mittwoch, den 05.10.2022

Zu Beginn des mittelfristigen Prognosezeitraums startet ein neuer Monat seine
Karriere, herzlichen willkommen Oktober 2022. Neuer Monat, neues Glück, ob
dieses leicht abgewandelte Sprichwort bezogen auf das Wetter Realität wird – man
weiß es nicht. Fakt ist, dass in der Nacht von Freitag zum Samstag ein in weiten
Landesteilen sehr regenreicher September zu Ende geht und Fakt ist auch – so
viel sei hier schon verraten – dass der Oktober alles andere als „golden“
startet. Im Gegenteil, am Wochenende und z.T. auch noch zu Beginn der nächsten
Woche setzt sich das niederschlagsreiche Wetter aus dem Vormonat nahtlos fort,
gegenüber den eher etwas verhaltenen Endseptembertagen Donnerstag und Freitag
nimmt es sogar richtig Fahrt auf. Das liegt übrigens nicht nur am Regen sondern
auch an einem merklich auffrischenden, regionsweise bisweilen sogar stürmischen
Wind aus westlichen Richtungen. Die Details:

Der Samstag wird bei uns von einem hochreichenden Sturmtief namens WALBURGA
(wahrscheinlich) bestimmt, das den Tag nahezu stationär im Seegebiet südöstlich
von Island verbringt. Der Kerndruck liegt zur Mittagszeit bei etwas unter 975
hPa, womit der Höhepunkt bereits überschritten ist. Bis Sonntagfrüh jedenfalls
soll sich das Tief unter leichter Verlagerung in Richtung Südnorwegen um 5 bis
10 hPa auffüllen. Das ändert aber nichts daran, dass der Südwest- bis Westwind
bei uns verbreitet auffrischt mit stürmischen Böen oder Sturmböen im höheren
Bergland sowie anfangs auch an der Nordsee. Darüber hinaus überquert uns die
teilokkludierte Kaltfront des Sturmtiefs mit ihrem frontalen Regengebiet zügig
ostwärts, wobei das im äußersten Süden nur die halbe Wahrheit ist. Dort hinkt
die Front noch vor den Alpen zurück (=> föhnige Aufheiterungen im südlichen
Alpenvorland und bis zum 20°C), kommt ins Schleifen und geht nach Westen in eine
langgestreckte Frontalzone über, die ihren Abschluss in einem Tief weit draußen
auf dem Atlantik findet (Sonntag 00 UTC fast bei 40° West und etwa 45° Nord).
Aus dieser Frontalzone heraus löst sich mit der lebhaften Zonalströmung eine
flache und stabile Welle, die am Abend so gerade die Normandie erreicht, etwa um
Mitternacht das Rhein-Main-Gebiet passiert und um 06 UTC bereits über Tschechien
liegt – flott, flott kann man da nur sagen. Mit der Welle kommt nicht nur neuer,
teils ergiebiger Regen in die Mitte und den Süden (vornehmlich, aber nicht
ausschließlich in Weststaulagen der Mittelgebirge soll es ordentlich schütten)
auf. Südlich der Welle frischt der Wind teils stürmisch auf, wobei neben der
dortigen Kompression der Isobaren (in einem Wort Gradientverschärfung) gerade im
Alpenvorland zusätzlich noch der Leitplankeneffekt greift. Bei aller
Wertschätzung für die Mitte und den Süden, natürlich gibt es auch im Norden Wind
und Wetter. Dort fällt der Regen eher in Schauerform, wobei das Maximum der
Schauerei – vereinzelt unterstützt von kurzen Gewittern – über der Deutschen
Bucht sowie im unmittelbar angrenzenden Binnenland zu erwarten ist. Die Nordsee
ist auch die Region, wo der Südwest- bis Westwind die stärksten Akzente setzt,
auch wenn es im Tagesverlauf vorübergehend mal etwas moderater mit nur wenigen
Böen 7 Bft zur Sache geht.

Am Sonntag zieht das Tief WALBURGA unter weiterer Abschwächung Richtung
Südnorwegen, wo es spätestens in der Nacht zum Montag anlandet. Derweil baut
sich über der Biskaya, unterstützt durch einen sich über dem nahen Atlantik
aufwölbenden Höhenrücken, ein veritables 1025-hPa-Hoch auf, das dafür sorgt,
dass der Druckgradient trotz des schwächelnden Tiefs bei uns erhalten bleibt.
Folglich werden wir einen windigen Sonntag erleben, wobei sich die höchsten
Windgeschwindigkeiten vom Süden in den Norden verlagern. Vor allem an der
Nordsee geht es zeitweise stürmisch zur Sache.
Ansonsten kommt es unter einer flotten, zyklonal konturierten
west-nordwestlichen Höhenströmung zu weiteren Regenfällen, die meist
schauerartiger Natur sind und an bzw. über der Nordsee in der Summe durchaus
größere Mengen zusammenbringen können (Gründe dafür gibt es viele: ausgeprägte
Randtrogpassagen, küstenkonvergente und diabatische Einflüsse, vereinzelte
Gewitter). Im Süden hingegen startet der Tag mit frontalem Regen hinter der
Welle (die Kaltfront schwenkt in Richtung Alpen), der sich im Tagesverlauf aber
mehr und mehr in den äußersten Süden zurückzieht. Hinzuzufügen wäre noch, dass
es in der einfließenden, gut durchmischen subpolaren Meeresluft (T850 um +4°C)
mit 14 bis 19°C trotz Bewölkung und Regen/Schauer gar nicht mal so kalt wird.
Die für den südlichen Oberrhein von MOS prognostizierten 21°C allerdings
erscheinen aufgrund des andauernden Regens etwas zu optimistisch.

Die neue Woche startet wie immer mit einem Montag, der dieses Mal aber ein
Feiertag ist (Tag der Deutschen Einheit). Die Atmosphäre scheint das aber nicht
sonderlich zu interessieren, die macht da weiter, wo sie am Sonntag aufgehört
hat. Heißt in der Höhe weiterhin eine zyklonale, zusehends auf Nordwest drehende
Strömung, am Boden ein nur zögerlich nachlassender westlicher Wind, der
weiterhin subpolare Meeresluft (T850 um +3°C) advehiert. Der dafür erforderliche
Gradient wird übrigens vom sich nur langsam dem französischen Festland nähernden
Hoch und einem neuen Tief über Finnland aufrechtgehalten, während Madame
WALPURGA ihre Wanderung über das unwegsame südnorwegische Gelände nicht überlebt
und nur noch als Bodentrog über die Ostsee und Nordostdeutschland
hinwegschwenkt. Ansonsten steht wechselhaftes Schauerwetter auf der Karte,
vereinzelte kurze Gewitter insbesondere im Norden und Osten inklusive. Im Süden
und Südwesten, wo sich ein Keil des o.e. Hochs bemerkbar macht, ist die
Schauerneigung am geringsten, teils bleibt es sogar ganztägig trocken.

Bis Mittwoch beruhigt sich das Wetter dann allmählich. Das Bodenhoch kommt von
Frankreich her immer näher und auch der etwas nach Westen versetzte, inzwischen
mächtig amplifizierte Höhenrücken zeigt progressiv. Er wird am Mittwoch genau
über Deutschland erwartet. Zuvor muss am Dienstag in der Nordosthälfte noch mit
einigen Schauern gerechnet werden, die in der Summe aber nicht mehr so ergiebig
ausfallen wie die Tage zuvor. Auch der Wind nimmt deutlich ab.
Niedertroposphärisch steigt die Temperatur von Südwesten her an, am Mittwoch
taucht die 10°C-Isotherme im Süden und Westen auf. Aufgrund nachlassender
Durchmischung und solider nächtlicher Abkühlung sowie der Tatsache, dass der
Hebel nicht sofort auf Sonne pur und Affenhochglanz umgelegt wird, wird die
Erwärmung nicht 1:1 an die bodennahen Luftschichten weitergegeben.

Kurz noch der Trend bis Samstag: nach Passage einer schwachen Frontensystems
(Mittwoch zu Donnerstag) Aufbau einen zonalen, brückenartigen Hochdruckzone (=>
ruhiges Herbstwetter mit Sonne, aber auch schon einigen zähen Nebel- und
Hochnebelfeldern).

Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs

Legt man die Basisfelder der letzten drei Modellläufe von IFS (ECMF)
übereinander, lässt sich eine hohe Kongruenz feststellen. Unschärfen bzw. kleine
Unterschiede sind zwar vorhanden, bewegen sich aber im üblichen Rahmen
numerischer Wetterprognosen. Von daher kann dem Modell eine gute Konsistenz
attestiert werden. Trotzdem, auch wenn die Differenzen überschaubar sind, gerade
am kommenden Wochenende könnten sie einen hohen Impact haben. Vor allem die
flache Welle, die in der Nacht zum Sonntag wahrscheinlich über die Mitte hinweg
ostwärts zieht (die genaue Zugbahn weist noch gewisse Toleranzen auf), dürfte
für eine intensive Wetteraktivität sorgen (viel Regen insbesondere in der Mitte
und im Süden sowie evtl. stürmischer Wind im Süden). Unsicher ist derzeit auch
noch, wie schnell und wie nachhaltig der für nächste Woche apostrophierte
Hochdruckeinfluss greifen wird.

Vergleich mit anderen globalen Modellen

Prinzipiell simulieren die anderen Globalmodelle ähnlich wie IFS. Klar, die
flache Welle wird in Bezug auf Timing und Position noch leicht unterschiedlich
gerechnet, es zeichnet sich aber die Mitte Deutschlands als wahrscheinliche
Zugbahn ab. Etwas aus dem Rahmen fällt GFS (Basis 00 UTC), das nicht nur den
frontalen Regen am Samstag später auf den Vorhersageraum übergreifen lässt.
Zudem fehlt komplett die nachfolgende flache Welle, weil die Kaltfront aufgrund
einer deutlich ausgeprägteren Austrogung in der Höhe (die anderen Modelle sind
zonaler aufgestellt) zügig über die Alpen nach Süden geprügelt wird –
Außenseiterlösung. Im Laufe der nächsten Woche lassen die großen Fünf (IFS,
ICON, GFS, GEM, UK) unisono den Luftdruck steigen und den Höhenrücken
näherkommen, wenn auch noch mit unterschiedlichem Timing.

FAZIT: Das windige und nasse, teils sehr nasse lange Wochenende scheint rein
deterministisch ebenso sicher wie die Wetterberuhigung im Laufe der nächsten
Woche.

Bewertung der Ensemblevorhersagen

Die IFS-EPS-Rauchfahnen verschiedener deutscher Städte zeigen bis Anfang
kommender Woche einen gutmütigen Verlauf mit vergleichsweise eng gebündelten
Kurvenscharen. Beim Potenzial 500 hPa ist der Spread zwar geringfügig größer als
bei der Temperatur 850 hPa, was wohl auf unterschiedliches Timing zurückgeht.
Der Trend ist aber eindeutig. Im Laufe der nächsten Woche nimmt die Spreizung
der Kurven zu, wobei die Temperaturen ab Mittwoch nach vorherigem Anstieg ein
sehr unaufgeräumtes Bild ohne klare Tendenz abgeben. Beim Potenzial verläuft der
überwiegende Teil der Ensembles auf hohem Niveau, was auf Hochdruckeinfluss
hindeutet. Untermauert wird diese Aussage durch eine deutlich erkennbare Abnahme
der RR-Signale.

Die Clusterung startet am Wochenende (T+72…96h) gleich mal sehr facettenreich
mit der Maximalzahl sechs. Dabei weist die Konfiguration des hochreichenden
Tiefs kleine geometrische Unterschiede auf, was aber nichts an der windigen und
nassen Witterung bei uns ändert. Ab Montag (T+120…168h) reduziert sich die
Anzahl der Cluster auf vier. Alle zeigen die die Annäherung des Hochs bzw.
Höhenrückens, mal etwas eher, mal etwas später. Auch die Amplitude des Rückens
wird unterschiedlich simuliert. Bis auf CL2 (15 Fälle + HL), der eine nördliche
Westlage andeutet, läuft alles auf das Klimaregime „Blockierung“ hinaus. In
diese Kerbe hauen auch die Cluster 2 und 3 in der erweiterten Mittelfrist ab
Donnerstag (T+192…240h), wobei sich aber CL 3 (7 Fälle) alles andere als
störungsfrei zeigt. Ein schmaler Trog über dem östlichen Mitteleuropa gepaart
mit einer Bodenrinne verleiht der Strömungskonfiguration bei uns von Osten her
einen zyklonalen Einschlag. Störungsfrei sind auch die anderen beiden Cluster
nicht, insbesondere im Norden nicht, der am Rande der über Mitteleuropa
verlaufenden brückenartigen Hochdruckzone liegt.

FAZIT: Auch wenn Details noch offen sind, die anfangs regenreiche und windige
Witterung werden von der Statistik ebenso bestätigt wie die nachfolgende
Beruhigung.

Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen

Wind respektive Sturm und Regen sind die Themen, die den Beginn der Mittelfrist
prägen. Das geht am Samstag los, wenn erst der frontale Regen durchgeht, danach
einige Schauer folgen und in der Nacht dann der wellengebundene skalige Regen
folgt. Akkumuliert bis Sonntagfrüh muss insbesondere in den Weststaulagen der
westlichen, zentralen und südwestlichen Mittelgebirge mit Mengen zwischen 30 und
50 l/m² gerechnet werden. Da die Welle ziemlich schnell ziehen soll, ist
markanter Dauerregen in tieferen Lagen weniger wahrscheinlich, gebietsweise aber
nicht ganz ausgeschlossen. Am Sonntag dürfte sich der skalige Regen im Süden
rasch zurückziehen, gleichwohl könnte es anfangs im Stau von Schwarzwald und
Allgäu noch zu warnwürdigem Dauerregen reichen. Ein „Regenauge“ geht auch in
Richtung Deutsche Bucht, wo sich am Samstag und Sonntag eine Art
Dauerschauerlage einstellt und in der Akkumulation bis Montagfrüh einiges an
Regen zusammenkommen kann (laut IFS und ICON 40 bis 50 l/m², lokal noch mehr).
Ob man das bei Bedarf schlussendlich mit mehrstündigem Starkregen oder
Dauerregen abwarnt, muss zeitnah diskutiert werden.

Punkt 2 betrifft den Wind, der es von Samstag bis Montag auf die Anzeigetafel
schafft. Los geht es schon in der Nacht zum Samstag an und auf der Nordsee, wo
der S-SW-Wind präfrontal bis in den Sturmbereich geht. Tagsüber lässt das dann
aber nach, während das höhere Bergland durchweg anfällig ist für Böen 8-9 Bft,
exponiert sogar 10 Bft. Interessant wird es in der Nacht zum Sonntag im Süden
südlich der Welle, wo je nach Lage ebenfalls Böen 8-9 (10) Bft erwartet werden
können.
Am Sonntag wird es dann an der Nordsee wieder zunehmend stürmisch und am Montag
könnte es mit Winddrehung auf NW an beiden Küsten für Böen 8 Bft, exponiert 9
Bft reichen.

Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-Mix mit IFS und IFS-EPS.

VBZ Offenbach / Dipl. Met. Jens Hoffmann