SXEU31 DWAV SYNOPTISCHE UEBERSICHT KURZFRIST

SXEU31 DWAV 250800
S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T ausgegeben am Donnerstag, den 25.04.2019 um 08 UTC

GWL und markante Wettererscheinungen:
Sz
Heute in den Alpen Föhnsturm. Im Südwesten Gewitter mit Sturmböen gering wahrscheinlich.
Morgen im Nordosten einzelne Gewitter mit Starkregen wahrscheinlich, heftiger Starkregen nicht ganz auszuschließen.
In der Nacht zum Samstag an der Oder Starkregen gering wahrscheinlich. Am Samstag wahrscheinlich nur auf exponierten Bergen Sturmböen.

Synoptische Entwicklung bis Samstag 24 UTC

DWD -> Regionenwetter – Baden-Württemberg –

VHDL16 DWSG 251000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Donnerstag, 25.04.2019, 11:30 Uhr

Warm und meist sonnig. Gebietsweise Windböen, im Bodenseeraum mitunter stürmisch. Im Schwarzwald geringe Gewitterneigung.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und im weiteren Tagesverlauf oft sonnig, lediglich im äußersten Westen zunehmend wolkig. Ab dem Nachmittag im Schwarzwald und Rheintal geringe Gewitterneigung. Höchstwerte 18 Grad im Bergland und 27 Grad an der Tauber. Mäßiger und zeitweise stark böiger Wind aus Südost, zum Abend auf West drehend. Richtung Bodensee ganztägig starke bis stürmische Föhnböen um Süd, nachmittags in Oberschwaben, am Abend im Norden starke bis stürmische Böen aus West.

In der Nacht zum Freitag anfangs noch teils gering bewölkt. Von Westen her ausbreitende Bewölkung, in der zweiten Nachthälfte nachfolgend Regen. 10 bis 4 Grad.

Am Freitag meist stark bewölkt. Von Baden nach Osten ausbreitender, zeitweise schauerartig verstärkter Regen. Nachmittags und abends von Westen her abklingend. Maxima zwischen 8 und 16 Grad. Schwacher bis mäßiger Süd- bis Südwestwind mit frischen Böen, im Bergland starke bis stürmische Böen.

In der Nacht zum Samstag wechselnd bewölkt. Im Osten rasch
abklingender Regen, sonst meist trocken. Minima 8 bis 2 Grad.

Am Samstag überwiegend starke Bewölkung, örtlich, am Nachmittag auch vermehrt Schauer. Am Nachmittag geringe Gewitterneigung im Westen. Am Abend zögerlich abklingend. Höchstwerte 8 bis 16 Grad. Schwacher bis mäßiger Südwestwind mit starken, vereinzelt starken bis stürmischen Böen, in Schwarzwaldhochlagen Sturmböen.

In der Nacht zum Sonntag wechselnd bewölkt, abklingende Schauer. Im Hochschwarzwald Schneeschauer. Tiefstwerte 7 bis 1 Grad. In Schwarzwaldhochlagen Sturmböen aus Südwest.

Am Sonntag wolkig bis stark bewölkt. Gebietsweise Regen, teils schauerartig verstärkt. Im Hochschwarzwald Schneeregen. Maxima 6 bis 14 Grad. Schwacher bis mäßiger, in Böen frischer bis starker Südwest- bis Westwind. Im Hochschwarzwald starke bis stürmische Böen.

In der Nacht zum Montag wechselnd bewölkt, vereinzelt etwas Regen. Minima 6 bis 0 Grad, vor allem im Bergland gebietsweise leichter Bodenfrost.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Donnerstag, den 25.04.2019, 11:30 Uhr –
„Tiefdruckgebiete bestimmen in den nächsten Tagen unser Wetter. Die Temperatur geht deutlich zurück und zeit- und gebietsweise regnet es. Dazu weht oft ein mäßiger Wind, stellenweise treten Windböen auf.

Am gestrigen Mittwoch zog bereits eine Kaltfront von Südwest nach Nordost über Deutschland hinweg. Sie brachte Schauer und Gewitter und kräftigen Wind. Eine Böenlinie, die sich vorlaufend der Gewitter gebildet hatte, sorgte teils für orkanartige Böen. In Würzburg wurden 105 km/h (Bft 11) gemessen, in Frankfurt am Main gab es eine Böe von 94 km/h (Bft 10).

Heute ist es noch meist freundlich mit längerem Sonnenschein in den östlichen Landesteilen. In den westlichen Landesteilen dominieren in der zweiten Tageshälfte die Wolken und gebietsweise regnet es etwas. Auch der Wind frischt im Westen böig auf und erreicht teils Geschwindigkeiten um 65 km/h. Die Temperatur erreicht mit viel Sonne noch einmal rund 28 Grad, dort wo mehr Wolken unterwegs sind sowie in Küstennähe gibt es 17 bis 22 Grad.

In der Nacht zum Freitag macht sich im Westen eine neue Kaltfront bemerkbar. Sie bringt viele Wolken und Regen von der Nordsee bis an den Hochrhein. Am Freitag tagsüber zieht dieses Regen- und Wolkenband langsam ostwärts und erreicht im Laufe des Abends voraussichtlich Oder und Neiße. Zuvor wird es im Osten noch einmal sonnig mit Temperaturhöchstwerten von 27 Grad, allerdings sind in der
feucht-warmen Luft am Nachmittag kräftige Schauer und Gewitter möglich. Im Westen lockert die Bewölkung am Nachmittag wieder auf und es geht meist trocken in den Abend. Die Temperatur erreicht in weiten Teilen des Landes nur noch 14 bis 18 Grad. Im Süden, wo die Wolken lange Zeit dicht sind und der meiste Regen erwartet wird, steigt die Temperatur auf 10 bis 16 Grad.

Das Wochenende wird insgesamt wechselhaft. Zeit- und gebietsweise regnet es, teils schauerartig verstärkt. Örtlich sind auch Gewitter nicht ausgeschlossen. Dazu werden Höchsttemperaturen von 11 bis 19 Grad erwartet. Dazu weht vor allem am Samstag im Süden und Westen ein frischer westlicher Wind, der in Böen 7 bis 8 Bft erreichen kann.“

Das erklärt Dipl.-Met. Jacqueline Kernn von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter: www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

DWD -> Thema des Tages – TT

Thema des Tages

Gewitternachlese

Am gestrigen Mittwochnachmittag zog aus Südwesten eine Kaltfront auf, die sich später am Abend und in der Nacht zum heutigen Donnerstag langsam nach Nordosten verlagerte. An der Kaltfront bildeten sich Schauer und Gewitter, die punktuell stark ausfielen und von Hagel und kräftigem Regen begleitet waren. Weitaus verbreiteter trat jedoch starker Wind auf. Vor allem vom Sauerland bis zum Rhein-Main-Gebiet und nach Unterfranken sorgte eine vorlaufende Böenlinie abseits von Schauern und Gewittern für verbreitet stürmische Böen (Bft 8) bis hin zu einzelnen orkanartigen Böen (Bft 11).

Eine Böenlinie entsteht meist an kräftig ausgeprägten Gewitterzellen oder wenn mehrere Gewitterzellen zu einem Komplex anwachsen (Multizellen). Dabei strömt in den unteren Luftschichten Luft von „vorn“, also warme Luft vor dem Gewitter (siehe Grafik zum heutigen Thema des Tages:
https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2019/4/25.html), in die Gewitterzelle, steigt auf, kondensiert und es bildet sich
Niederschlag. Der ausfallende Niederschlag kühlt die Luft im Gewitter ab und erzeugt so einen beschleunigten Abwind (engl. „Downdraft“). Am Boden kann dieser Wind dann horizontal aus dem Gewitter heraus strömen. Die dabei auftretenden Böen bilden vor dem Gewitter meist eine linienhafte Struktur, man spricht dann von einer Böenlinie. Diese Linie lässt sich im Radar häufig gut erkennen (siehe auch Thema des Tages v. 31.05.2017:
https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2017/5/31.html).

Auswahl Windspitzen Mittwochnachmittag/-abend (24.04.2019):

Würzburg (BY): 105 km/h;
Düsseldorf (NRW): 98 km/h;
Gießen/Wettenberg (HE): 97 km/h;
Frankfurt/Main (HE): 94 km/h;
Frankenberg-Geismar (HE): 92 km/h;
Freudenstadt (BW): 91 km/h;
Heilbronn/Neckar (BW): 91 km/h;
Freiburg (BW): 90 km/h;
Wuppertal (NRW): 88 km/h;
Waibstadt (BW): 85 km/h;

Normalerweise ist die Andauer von Windböen an einer Böenlinie recht kurz, selten frischt der Wind länger als 30 Minuten auf. Am gestrigen Abend aber hielt die Böigkeit zum Beispiel im Rhein-Main-Gebiet sogar bis zu 2 Stunden an. Grund dafür war ein starker
Luftdruckunterschied, der sich gebildet hatte. Vor der Kaltfront sank der Luftdruck ab und stieg dahinter wieder sprunghaft an. Es entstand somit ein Druckunterschied von bis zu 8 hPa auf einer Distanz von nur 100 km Länge. Der starke Gradient sorgte für kräftigen Wind, der den Luftdruckausgleich herbeiführte, womit anschließend der Wind wieder nachließ.

Die Niederschlagsmengen bei den Schauern und Gewittern lagen meist im mäßigen Bereich, punktuell traten starke Niederschläge auf. Auch kleinkörniger Hagel wurde mancherorts beobachtet.

Regenmengen 1-stündig (>10 mm), Mittwochnachmittag/-abend (Uhrzeit MESZ):

21 Uhr: Reken-Groß Reken (NRW): 20,4 mm;
18 Uhr: Hermeskeil (RLP): 14,6 mm;
20 Uhr: Köln-Bonn (NRW): 14,4 mm;
18 Uhr: Kehl-Odelshofen (BW): 11,5 mm;
20 Uhr: Köln-Stammheim (NRW): 11,1 mm;
18 Uhr: Börfink-Brunnen (RLP): 10,5 mm;
18 Uhr: Dienstweiler (RLP): 10,3 mm;
18 Uhr: Beuren (RLP): 10,1 mm;

Regenmengen 24-stündig bis Donnerstagfrüh (25.04.2019, 8 Uhr MESZ):

Hermeskeil (RLP): 30 mm;
Börfink-Thranenweier (RLP): 28 mm;
Beuren, Kreis Trier-Saarburg (RLP): 26 mm;
Wittlich (RLP): 25 mm;
Neunkirchen-Wellesweiler (SL): 24 mm;
Tholey (SL): 24 mm;
Saarbrücken-Ensheim (SL): 23 mm;
Leiwen (RLP): 22 mm;
Köln-Bonn (NRW): 21 mm;
Deuselbach (RLP): 21 mm;

Am heutigen Donnerstag gibt es im Westen etwas Regen, im Südwesten können im Tagesverlauf wieder einzelne Gewitter auftreten. Dabei sind lokal erneut Starkregen und stürmische Böen möglich. Am Freitag ist dann das Risiko von Gewittern mit Starkregen und Sturmböen im Osten und Nordosten erhöht.

Dipl.-Met. Jacqueline Kernn
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 25.04.2019

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Diesen Artikel und das Archiv der „Themen des Tages“
finden Sie unter www.dwd.de/tagesthema

Weitere interessante Themen zu Wetter und Klima finden
Sie auch im DWD-Wetterlexikon unter: www.dwd.de/lexikon

DWD -> Pollenflug-Gefahrenindex Baden-Württemberg –

Pollenflug-Gefahrenindex für Baden-Württemberg
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Donnerstag, den 25.04.19 um 11 Uhr
gültig bis: Freitag, den 26.04.19 abends

Bereich: Baden-Württemberg
Teilbereich: Oberrhein und unteres Neckartal
Donnerstag Freitag
Hasel 0 0
Erle 0 0
Esche 1 1
Birke 2-3 1
Gräser 2 1
Roggen 0 0
Beifuss 0 0
Ambrosia 0 0

Teilbereich: Hohenlohe/mittlerer Neckar/Oberschwaben
Donnerstag Freitag
Hasel 0 0
Erle 0 0
Esche 1 1
Birke 3 2
Gräser 0 0
Roggen 0 0
Beifuss 0 0
Ambrosia 0 0

Teilbereich: Mittelgebirge Baden-Württemberg
Donnerstag Freitag
Hasel 0 0
Erle 0 0
Esche 1 1
Birke 3 2-3
Gräser 0 0
Roggen 0 0
Beifuss 0 0
Ambrosia 0 0

Legende:
0 keine Belastung
0-1 keine bis geringe Belastung
1 geringe Belastung
1-2 geringe bis mittlere Belastung
2 mittlere Belastung
2-3 mittlere bis hohe Belastung
3 hohe Belastung

Deutscher Wetterdienst
Medizin-Meteorologie

DWD -> WARNLAGEBERICHT für Deutschland –

VHDL30 DWOG 250800
Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Donnerstag, 25.04.2019, 11:00 Uhr

Im Westen steife, vereinzelt stürmische Böen. Gegen Abend von Südwesten her einzelne Gewitter gering wahrscheinlich.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Freitag, 26.04.2019, 11:00 Uhr:

Heute ist anfangs vor allem in der Osthälfte noch das Hoch über Osteuropa spürbar. Gegen Abend greift eine Kaltfront auf den Westen über und leitet die Zufuhr frischer Meeresluft ein.

WIND: An den Alpen weiter Föhn mit Sturmböen bis schweren Sturmböen aus Süd auf den Gipfeln und Windböen in föhnanfälligen Tälern. Außerdem im Westen stark auffrischender Wind mit stürmischen Böen auf den Eifelhöhen. Wind im späteren Tagesverlauf abflauend. In der Nacht zum Freitag an den Alpen nachlassender Föhn.

GEWITTER: Am Nachmittag und Abend von Südwesten und Westen her erneut einzelne Gewitter, dabei Gefahr von Sturmböen. In der ersten Nachthälfte abklingend.

TROCKENHEIT: Im größten Teil Deutschlands weiter große Trockenheit und damit Waldbrandgefahr.

Nächste Aktualisierung: spätestens Donnerstag, 25.04.2019, 16:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Olaf Pels Leusden