#DWD -> #SXEU31 #DWAV 271800 #SYNOPTISCHE UEBERSICHT #KURZFRIST ausgegeben am Mittwoch, den 27.10.2021 um 18 UTC

SXEU31 DWAV 271800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Mittwoch, den 27.10.2021 um 18 UTC

Markante Wettererscheinungen:
Zunächst ruhiges Hochdruckwetter mit jahreszeittypischer
Grenzschichtproblematik. Ab Freitag Umstellung auf SWz, allmählich unbeständiger
und windiger, an den Alpen aufkommender leichter Föhn, sehr mild.

Synoptische Entwicklung bis Samstag 12 UTC

Aktuell … verläuft die Frontalzone – vom mittleren Nordatlantik kommend –
recht weit nördlich über den Norden der Britischen Inseln, die nördliche Nordsee
und Skandinavien bis nach Nordwestrussland, wo sie dann aber mehr und mehr an
Kontur verliert. An deren Südflanke hat sich ein langgestreckter Höhenrücken
etabliert, der von den Azoren kommend über den Nordwesten der Iberischen
Halbinsel, Frankreich und Süddeutschland bis zum Balkan reicht. Bedingt durch
einen gen Ostatlantik gerichteten Kaltluftvorstoß kommt es dort zu einer
Austrogung und die Höhenströmung steilt über dem nordwesteuropäischen Raum
insgesamt auf. Kräftige WLA an deren Südostflanke stützt nach wie vor den
Rücken, aus dem sich im Laufe der Nacht eine eigenständige Höhenantizyklone mit
Schwerpunkt über Tschechien/Slowakei/Ungarn etablieren kann.
Auch im Bodenfeld bleibt für das Vorhersagegebiet antizyklonaler Einfluss
wetterbestimmend. Dabei verlagert die von Frankreich über weite Teile
Deutschlands bis nach Südosteuropa reichende Hochdruckzone ihren Schwerpunkt
allmählich etwas nach Osten (Ungarn, Rumänien), weitet sich aber gleichzeitig
ein wenig nach Norden aus, so dass die Strömung über Deutschland auch
niedertroposphärisch mehr auf Südwest dreht. Damit werden die dichten
Wolkenfelder im Warmsektor hinter einer Warmfront, die die Nordhälfte in der
vergangenen Nacht überquert hat und weite Teile der Nord- und Osthälfte
überdecken, nach und nach nordostwärts abgedrängt. Morgens überdecken diese wohl
lediglich noch die Küsten und Schleswig-Holstein sowie Vorpommern. Dazu fächert
der Gradient mehr und mehr auf und der anfangs vor allem an den Küsten noch
lebhafte Südwestwind dreht mehr auf Süd zurück und schwächt sich ab.
Warnrelevant (Bft 7) ist der Wind im Laufe der Nacht, wenn überhaupt, höchstens
noch auf Helgoland, auf den Halligen sowie auf Sylt.
Ansonsten steht, wie üblich zu dieser Jahreszeit, die Grenzschichtproblematik im
Fokus der Prognose- und auch Warntätigkeit. Aktuell befindet sich die
Absinkinversion meist zwischen etwa 850 und 900 hPa. Diese wird allmählich noch
etwas nach unten gedrückt, darüber findet eine deutliche Abtrocknung statt.
Hinzu kommt im Süden und in der Mitte des Landes noch eine ausgeprägte
Strahlungsinversion, so dass sich dort vielerorts Nebel- und teils auch
Hochnebelfelder ausbreiten. Gebietsweise bleibt es aber auch wolkenlos oder
gering bewölkt, am ehesten natürlich in höheren Lagen, aber auch an den
Nordrändern der Mittelgebirge sowie im südlichen Alpenvorland. Während es in der
Nordhälfte mit Tiefstwerten zwischen 10 und 5 Grad – an der Nordsee teils
darüber – recht mild bleibt, kühlt es sonst auf 7 bis 0 Grad ab. Leichten Frost
gibt es am ehesten in den Tälern der süddeutschen Mittelgebirge und in den
Alpentälern.

Donnerstag … setzt sich die Austrogung westlich der Britischen Inseln weiter
fort, während sich der Höhenrücken bzw. das Höhenhoch über dem östlichen
Mitteleuropa nach Norden, Richtung Skandinavien aufwölben. Insgesamt kommt der
Trog-Keil-Komplex dabei ein wenig nach Osten voran und auch das Bodenhoch zieht
sich noch etwas Richtung Rumänien/Schwarzes Meer zurück, so dass das
Vorhersagegebiet an die „warme“ Westflanke des Hochdruckgebietes unter eine
hochreichend schwache südsüdwestliche Strömung gelangt. Trotz Progression bleibt
der Hochdruckeinfluss noch stark genug, um jegliche Frontentätigkeit weiter
westlich (schleifender und verwellender Frontenzug weiter westlich bzw. nördlich
über den Britischen Inseln, der nördlichen Nordsee und Skandinavien) von uns
fern zu halten.
Somit ziehen sich mit der weiter aufsteilenden Strömung auch die letzten
Wolkenfelder aus dem äußersten Norden zurück und es steht vor allem dort ein
überwiegend sonniger Tag ins Haus. In der Mitte und im Süden haben es die Nebel-
und Hochnebelfelder dagegen mangels Gradienten schwer, sich aufzulösen. Vor
allem in höheren Lagen, im Alpenvorland sowie am Nordrand der Mittelgebirge, wo
der südliche Wind orographisch getriggert ein wenig auflebt, scheint allerdings
ebenfalls meist ganztägig die Sonne. Dichteren Nebel/Hochnebel deuten die
Modelle dagegen erneut vor allem am Bodensee, im Donauraum bis ins nördliche
Alpenvorland, in Teilen Frankens und der Oberpfalz sowie an den Südhängen der
zentralen Mittelgebirge an. Dort wird es – trotz weiter nach unten gedrückter
Absinkinversion – voraussichtlich Regionen geben, wo es ganztägig trüb bleibt.
Dann erreichen die Maxima wohl kaum die 10 Gradmarke. Auch sonst kann die
niedertroposphärisch sehr milde Luftmasse aus dem südwesteuropäischen Raum (9
bis 12 Grad in 850 hPa) mangels Gradienten und auch jahreszeitlich bedingt nicht
bis nach unten durchmischt werden. Dennoch steht vor allem in den Regionen, wo
der Wind orographisch getriggert etwas auffrischt, nämlich an den Nordrändern
der Mittelgebirge, ein sehr milder, ja fast schon warmer Tag ins Haus mit
Höchstwerten zwischen 15 und 18, am Nordrand von Sauerland (bzw. Haarstrang) und
Bergischem Land vielleicht sogar nahe 20 Grad. Im übrigen Land werden – je nach
Sonne – Höchsttemperaturen zwischen 11 und 17 Grad erreicht.
Wie bereits angedeutet, beginnt sich der Gradient allmählich wieder ein wenig zu
verschärfen, was sich aber erst einmal nur in einigen Mittelgebirgskammlagen
sowie in Nord-Süd ausgerichteten Tälern (am ehesten wohl am Erzgebirge und im
Zittauer Bergland) bemerkbar macht. Dort frischt der Süd- bis Südostwind ein
wenig auf, warntechnisch dürfte sich das aber (noch) nicht niederschlagen.

In der Nacht zum Freitag greift an der Südflanke des nun umfangreichen und
hochreichenden Zentraltiefs über Nordwesteuropa (Drehzentrum in 500 hPa und auch
am Boden knapp südlich von Island) ein erster Kurzwellentrog vom nahen
Ostatlantik her auf Irland über, während er Höhenrücken samt Höhenhoch über
Osteuropa nur wenig an Boden nach Osten gut machen. Dadurch steilt die
Höhenströmung über dem Vorhersagebereich noch etwas auf und verschärft sich,
bleibt aber antizyklonal konturiert.
Das Bodenhoch zieht sich mit seinem Schwerpunkt ebenfalls etwas nach Osten
zurück, gleichzeitig zieht entlang des langgestreckten, mittlerweile vom
westlichen Russland über das mittlere Skandinavien und die Britischen Inseln bis
zum Seegebiet westlich der Iberischen Halbinsel reichenden Frontenzuges eine
Frontalwelle unter Intensivierung über die Irische See nach Schottland. Dadurch
zieht der Gradient auch über Deutschland etwas an, was sich aber angesichts der
sehr stabilen Schichtung wohl lediglich in den Kammlagen der Mittelgebirge
bemerkbar macht. Dort treten allmählich häufiger steife Böen (Bft 7) aus Süd bis
Südost auf, ebenso im Bereich durch die Orographie getriggerter kleinräumiger
Low Level Jets, wobei an besonders exponierten Stellen auch stürmische Böen
nicht ausgeschlossen sind. Großräumiger könnte sich das am Erzgebirge und im
Zittauer Bergland auswirken, wo leichter Böhmischer Wind aufkommt, der
allerdings thermisch aufgrund der nicht allzu markanten Abkühlungsrate im
Böhmischen Becken kaum getriggert wird. Eventuell reicht es in Ostsachsen auch
in den Niederungen für einzelne steife Böen.
Ebenso beginnt der Wind rein vom Gradienten her auch in den Hochlagen der Alpen
mit Böen Bft 8 aus Süd aufzufrischen, für einen Föhndurchbruch auch in höhere
Täler ist das Ganze aber noch zu schwach ausgeprägt.
Ansonsten können sich vor allem in der Mitte und im Süden wieder ausgedehnte
Nebel- und Hochnebelfelder ausbreiten, im Norden sowie an den Nordhängen der
Mittelgebirge verhindert das dagegen bereits meist der Gradient. In den Tälern
der süddeutschen Mittelgebirge sowie der Alpen und auch im Alpenvorland tritt in
ungünstigen Lagen leichter Frost auf, sonst kühlt es auf 8 bis 0 Grad ab, an
einigen Mittelgebirgs-Nordhängen bleibt es aber aufgrund des etwas
auffrischenden Windes teils deutlich milder.

Freitag … wirken das Höhenhoch bzw. der Rücken über Osteuropa weiterhin
blockierend, so dass es der nächste kurzwellige Randtrog an der Südflanke des
ebenfalls quasistationären Zentraltiefs im Tagesverlauf grade so bis zu den
Britischen Inseln bzw. nach Westfrankreich schafft.
Im Bodenfeld macht der weiterhin verwellende Frontenzug über Westeuropa
ebenfalls nur wenig nach Osten an Boden gut und erreicht am Abend grade so die
westliche Nordsee bzw. den Ostausgang des Ärmelkanals.
Im Vorfeld ziehen im Westen vor allem nachmittags und abends bereits etwas
dichtere Wolkenfelder durch, es bleibt aber noch trocken.
Auch die Gradientverschärfung hält sich vor allem niedertroposphärisch bzw.
bodennah weiterhin in Grenzen, in der Höhe legt der Wind aber durchaus noch
etwas zu. Somit kann es auf höheren Alpengipfeln erste Sturmböen (Bft 8 bis 9)
aus südlichen Richtungen geben und es stellt sich allmählich Föhn ein. Eventuell
reicht der Gradient in höher gelegenen Tälern bereits für einen Föhndurchbruch
mit einzelnen steifen Böen (Bft 7) aus Süd bis Südost, allerdings lässt sich in
den Modellsimulationen noch keine ausgeprägte „Föhnnase“ im Druckfeld über dem
Alpenvorland ausmachen.
Warnrelevante Böen (Bft 7) kann es eventuell auch an den Nordrändern einzelner
Mittelgebirge geben, am ehesten weiterhin in den östlichen Mittelgebirgen.
Im übrigen Land tut sich wettertechnisch weiterhin nur wenig. Erneut kann es in
einigen Regionen in der Südhälfte ganztägig trüb durch Nebel und Hochnebel
bleiben, wobei der sich leicht verschärfende Gradient und auch die nur noch sehr
flache Inversion deren Auflösung gegenüber dem Vortag eher begünstigen dürften.
An den Höchsttemperaturen ändert sich ebenfalls nur wenig; bei Dauernebel vor
allem ganz im Süden sind kaum 5 Grad drin, am Nordrand am ehesten der westlichen
Mittelgebirge bis nahe 20 Grad.

In der Nacht zum Samstag ist es dann soweit: Der oben erwähnte Kurzwellentrog
schafft es bis Samstagfrüh über Benelux bis in den Nordwesten Deutschlands. Der
korrespondierende Frontenzug bzw. die weiterhin zu leichter Wellenbildung
neigende Kaltfront überquert mit leichten Regenfällen die Nordwesthälfte des
Landes und erreicht morgens in etwa eine Linie Ostholstein-Nordbaden. Aufgrund
der nach wie vor vorhandenen Blockadewirkung des Osteuropahochs schwächt sie
sich auf ihrem Weg nach Osten rasch ab.
Der Gradient verschärft sich dagegen vor allem im Westen und Nordwesten. Trotz
stabiler Schichtung reicht es präfrontal nun auch an den Nordhängen der
westlichen, eventuell auch der zentralen Mittelgebirge – ähnlich wie bereits
vorher in den östlichen Mittelgebirgen – häufiger mal für steife Böen, in den
Kamm- und Gipfellagen für stürmische Böen, auf dem Brocken für Sturmböen bzw.
schwere Sturmböen. Auch im Nordseeumfeld gibt es erste steife Böen aus Süd bis
Südost, postfrontal aus Südwest.
In den Hochlagen der Alpen kann es Sturm- und schwere Sturmböen aus Süd geben,
nach wie vor unsicher ist es, ob es auch in einigen Tälern für warnrelevante
Föhnböen reicht – eine markante Föhnlage steht jedenfalls wohl vorerst eher
nicht ins Haus.
Nebel- und Hochnebelfelder breiten sich wohl nur noch im Südosten aus und dort
wird es mit 5 bis -1 Grad auch wieder recht frisch. Sonst verläuft die Nacht mit
Tiefstwerten zwischen 10 und 5 Grad etwas milder, im Nordwesten dagegen mit 13
bis 9 Grad sehr mild.

Samstag … schwenkt der Kurzwellentrog unter Konturverlust bereits am Vormittag
rasch über Norddeutschland hinweg nordwärts nach Südskandinavien. Dahinter
stellt sich eine verhältnismäßig glatte und recht kräftige südwestliche
Höhenströmung ein, innerhalb derer keine nennenswerten dynamischen
Hebungsantriebe auszumachen sind. Im Gegenteil: Die etwas langsamer nach
Nordosten schwenkende Kaltfront wird vom Trog überlaufen, wobei die Schichtung
mit sich von Westen her verstärkender WLA zunehmend stabilisiert und löst sich
vor allem in der Mitte und im Südwesten mehr oder weniger komplett auf.
Ein weiterer kurzwelliger Troganteil verlagert sich rasch von England zur
nordwestlichen Nordsee, daran gekoppelt ein Bodentrog samt Kaltfront, die am
Nachmittag ebenfalls verwellt und dann über der westlichen Nordsee bzw. dem
Ärmelkanal nicht weiter nach Osten vorankommt.
Somit kann es anfangs entlang der sich auflösenden Front vor allem im Norden
noch etwas regnen, ansonsten bleibt es wohl überwiegend trocken, auch, wenn die
Wolken vor allem im Westen und Nordwesten mit zunehmender WLA eher wieder
dichter werden.
Der Osten und Südosten werden von der sich auflösenden Kaltfront nicht weiter
tangiert. Dort scheint erneut vielerorts die Sonne, wobei sich allerdings erste
hohe und mittelhohe Wolkenfelder zeigen dürften. Vor allem in Teilen Bayerns
können sich ein weiteres Mal noch längere Zeit Nebel und Hochnebel halten,
eventuell sogar ganztägig. Niedertroposphärisch kühlt es postfrontal im Norden
und Nordosten etwas ab, auf etwa 5 bis 8 Grad in 850 hPa, sonst bleibt es mit 9
bis 12 Grad sehr mild. Somit ändert sich an den Höchstwerten allgemein nur
wenig, nach wie vor sind es nur 5 bis 9 Grad bei längerem Nebel, sonst milde 11
bis 17 Grad, an einigen Nordhängen sowie im südlichen Alpenvorland bis 19 Grad.
An den Alpen bleibt es föhnig, wobei der Gradient aus aktueller Modellsicht
nicht grade für eine markante Föhnlage spricht. Für Sturmböen (Bft 9) auf den
Gipfeln sowie für steife bis stürmische Böen in einigen höher gelegenen
Föhntälern könnte es aber reichen.
Windig bleibt es auch auf anderen Mittelgebirgsgipfeln mit Böen Bft 7 bis 8, auf
dem Brocken Bft 9, eventuell auch Bft 10 aus Süd bis Südost. Im Nordseeumfeld
gibt es recht verbreitet steife, auf Helgoland vielleicht auch stürmische Böen.

Modellvergleich und -einschätzung

Signifikante Modellunterschiede lassen sich im Kurzfristzeitraum nicht
ausmachen. Einige Modelle (GEM, IFS, jeweils von 00 UTC) lassen die schleifende
Kaltfront samt (unergiebiger) Niederschläge am Samstagnachmittag bereits bis in
den äußersten Westen Deutschlands vorankommen.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Winninghoff

#DWD -> #SXEU31 #DWAV 261800 #SYNOPTISCHE UEBERSICHT #KURZFRIST ausgegeben am Dienstag, den 26.10.2021 um 18 UTC

SXEU31 DWAV 261800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Dienstag, den 26.10.2021 um 18 UTC

Markante Wettererscheinungen:
Keine markanten Entwicklungen.

Synoptische Entwicklung bis Freitag 12 UTC

Aktuell … liegen wir schon rückseitig eines Troges, der weiter über Polen nach
Osten abzieht und letztlich Platz macht für einen Höhenrücken, welcher sich von
Westen her nach Mitteleuropa ausdehnt. Damit verbunden kräftigt sich eine zonale
Bodenhochdruckzone über dem Alpenraum und Süddeutschland. Mit dem Trog sind
anfangs im Nordosten noch letzte Schauer unterwegs, die bald abklingen.
Ansonsten bildet sich bei geringem Gradienten über dem Süden und der Mitte
gebietsweise dichter Nebel und Hochnebel. Restbewölkung und die hohen Taupunkte
dürften eine allzu starke Abkühlung bremsen, sodass Luftfrost die Ausnahme
bleibt. Gebietsweise reicht es im Süden für leichten Frost 5cm über dem
Erdboden.
Der Norden wird von kräftiger Warmluftadvektion im Vorfeld einer Warmfront über
der Nordsee erfasst, was dort zu mehrschichtiger Bewölkung und geringen
Regenfällen führt. Der Druckgradient nimmt über dem Norden ebenfalls etwas zu
und nach kurzer Windabnahme kommen an den Küsten einzelne steife Böen aus
Südwest auf, an der Nordsee sind exponiert stürmische Böen nicht ausgeschlossen.
Auf dem Brocken ist im Laufe der Nacht die ein oder andere Sturmböe möglich.

Mittwoch … kräftigt sich der Höhenrücken, weitet sich ostwärts aus und bildet
letztlich ein Höhenhoch über Süddeutschland und Österreich. Die Warmfront wird
derweil mit letzten Tropfen an der Ostsee aus Deutschland abgedrängt. Damit
bleibt die Hochdruckbrücke über dem Süden und der Mitte erhalten und das
Absinken setzt sich fort, während der Norden eher im Randbereich zur Frontalzone
über Nordeuropa liegt.
Vor allem am Vormittag herrscht häufig dichte Bewölkung, im Süden hält sich der
Nebel bzw. Hochnebel aus der Nacht zum Teil länger. Am Nachmittag setzen sich
vermehrt Auflockerungen durch, zuerst in Leelagen an den Nord- und
Nordosträndern der Bergländer.

Im Norden bleibt der Gradient erhalten, womit in der Nordhälfte teils mäßiger
Südwestwind weht mit an Nord- und Ostsee starken, exponiert
stürmischen Böen. Auch der Brocken ist mit stürmischen Böen oder Sturmböen
dabei. In der Südhälfte ist es oft nur schwachwindig. Nördlich der Mittelgebirge
macht sich die milde Luft mit 14 bis 18°C bemerkbar, sonst werden 10 bis 16°C
erreicht, bei längerem Nebel werden kaum die 10°C erreicht.

In der Nacht zum Donnerstag verlagert sich das Höhenhoch langsam nach Osten,
stützt weiter die Hochdruckbrücke, wobei sich über Rumänien ein neuer
Schwerpunkt bildet, dessen Einfluss bei uns erhalten bleibt.
Die Nacht geht mit der üblichen, herbstlichen Grenzschichtproblematik
einher. Nebel- und Hochnebel bildet oder verdichtet sich erneut.

Im Norden verhindert der Gradient, der zwar etwas nachlässt, aber weiter
einzelne steife Böen an der Nordsee und der schleswig-holsteinischen Ostsee
bringt, die Nebelbildung. Dort ist es teils dicht, teils gering bewölkt, aber
ebenfalls niederschlagsfrei.
Die Temperatur sinkt im Norden auf 12 bis 4 Grad, im Süden auf 6 bis
0°C. In Südostbayern (Alpen, Bayerwald) ist lokal leichter Frost möglich,
ansonsten tritt gebietsweise Bodenfrost auf.

Donnerstag … entfernt sich das Höhenhoch etwas nach Osten und liegt mit seiner
Achse über Ostpolen. Wir liegen an dessen Westflanke in einer
antizyklonalen südlichen bis südwestlichen Strömung. Der Schwerpunkt des hohen
Druckes am Boden entfernt sich zum Schwarzen Meer, wobei der Wind bodennah auf
Süd bis Südost dreht und der Gradient auch im Norden abnimmt. Nur noch im
höheren Bergland und über der offenen Nordsee sind einzelne steife Böen zu
erwarten.

Der Nebel und Hochnebel hält sich über dem Süden und der Mitte
gebietsweise länger, bzw. in einigen prädestinierten Regionen den ganzen Tag.
Ansonsten sorgt das anhaltende Absinken für Bewölkungsauflösung und einen
schönen, milden Herbsttag mit Höchstwerten von 13 bis 17°C, bei zähem Nebel wird
die 10°C Marke deutlich verfehlt.

In der Nacht zum Freitag tut sich wenig an der synoptischen Konstellation. Dass
die Frontalzone auf der Vorderseite eines Langwellentroges über dem Nordatlantik
näherkommt, tut noch nicht viel zur Sache, außer dass sich von Süden her hohe
Wolken ausbreiten, in die etwas Saharastaub eingelagert sein kann.
Vor allem im Süden und in der Mitte breitet sich Nebel aus, während im Norden
nur lokale Nebelfelder auf der Karte stehen. An den Alpen sowie im Südosten
Bayerns tritt lokal leichter Luftfrost auf.

Freitag … befindet sich ein massives Blocking über dem östlichen Mitteleuropa,
dessen Gegenspieler über dem Ostatlantik zu finden ist, in Form eines
umfangreichen Höhentroges. Ein markanter Kurzwellentrog, der über die Biskaya
nordostwärts schwenkt, lässt die Strömung auf südliche Richtungen drehen und von
Westen her langsam zunehmen.

Für Deutschland bedeutet das die Zufuhr recht trockener und milder Luft mit T850
meist über +10 Grad. Dass sich das nicht unbedingt bis zum Boden bemerkbar
macht, liegt an der fortgeschrittenen Jahreszeit und fehlender Durchmischung, da
der Gradient am Boden nicht sonderlich viel hergibt.
So ist das Temperaturgefälle recht groß mit bis knapp 20 Grad an den Nordrändern
der Mittelgebirge (leebedingte Durchmischung, prädestiniert östliches
Ruhrgebiet) und keinen 10 Grad im Dauernebel an der Donau.

Die recht nahe Frontalzone im Westen macht sich in Form hoher Wolkenfelder
bemerkbar, die aus der frontalen Bewölkung herauswehen, wobei ein gewisser
Anteil an Saharastaub in den Wolken vorhanden sein dürfte. Rückwärtstrajektorien
und Staubvorhersagen legen das zumindest nahe.

Modellvergleich und -einschätzung

Die Modelle simulieren ohne wesentliche Unterschiede.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Bernd Zeuschner

#DWD -> #SXEU31 #DWAV 251800 #SYNOPTISCHE UEBERSICHT #KURZFRIST ausgegeben am Montag, den 25.10.2021 um 18 UTC

SXEU31 DWAV 251800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Montag, den 25.10.2021 um 18 UTC

Markante Wettererscheinungen:
Keine markanten Wetterentwicklungen.

Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 12 UTC

Aktuell … hat von Westen her die Kaltfront eines Tiefs über Skandinavien auf
Deutschland übergegriffen und kommt nachts weiter nach Osten voran. Sie dürfte
Dienstag früh dabei sein den Osten hinter sich zu lassen, während sie nach Süden
hin vor dem folgenden Höhentrog ins Schleifen gerät. Da sie thermisch nicht sehr
markant ist und von Kaltluftadvektion überlaufen wird, halten sich die
Hebungsvorgänge an ihr in Grenzen. Es regnet meist nur leicht mit 1 bis 3 mm
über die Nacht hinweg.
Das bislang wetterbestimmende Hochdruckgebiet zieht sich zum Schwarzen Meer
zurück. Der äußerste Südosten bleibt noch präfrontal unter abnehmendem
Hochdruckeinfluss. Bei aufgelockerter, teils geringer Bewölkung bildet sich dort
gebietsweise dichter Nebel und die Temperaturen gehen am Erdboden bis -3°C
zurück, vereinzelt gibt es im Bayerischen Wald und an den Alpen leichten Frost
in 2m Höhe.
Ansonsten bleibt es unter der frontalen Bewölkung und bei etwas Durchmischung im
Westen und Norden milder und frostfrei bei Tiefstwerten von +10 bis +3°C.

Der nachfolgende Höhentrog labilisiert die Schichtung, was von Westen her
einzelne Schauer nach sich zieht. Über der Nordsee fällt die Labilisierung
deutlicher aus mit fast -28°C in 500 hPa und nicht zuletzt aufgrund der „warmen“
Wasseroberfläche, die teilweise 14/15°C aufweist, sind dort in der zweiten
Nachthälfte und am Morgen einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen. Vor allem
dabei kann es auch die ein oder andere steife Böen Bft 7 aus Südwest bis West
geben. Auch sonst lebt der Wind im Norden etwas auf, ohne Warnrelevanz.

Dienstag … zieht der Trog unter Verkürzung seiner Wellenlänge im Tagesverlauf
nach Osten ab und es folgt der nächste, sich kräftigende Hochrücken mit dem sich
der Hochdruckeinfluss über Deutschland regeneriert und sich ein kräftiges Hoch
mit Schwerpunkt über Frankreich aufbaut. Die Kaltfront wird derweil nach Osten
abgedrängt bzw. löst sich in ihrem nach Süddeutschland zurückhängenden Part auf.

Über Ost- und Süddeutschland kann es zunächst noch geringfügig regnen, bevor die
Bewölkung von Westen her etwas auflockert. Wo sich Nebel gebildet hat, dürfte
sich dieser im Laufe des Vormittags auflösen oder zumindest lichten. Die mit dem
Trog verbundene Labilität löst über der Ostsee Schauer und vereinzelte Gewitter
aus. Weiter landeinwärts sollte es nur zu einzelnen, schwächeren Schauern
langen, die von Westen her auch bald wieder abklingen. Längere Auflockerungen
oder Aufheiterungen bleiben in der von Westen einströmenden feuchten (Taupunkte
teils nahe 10°C), wolkenreichen Meeresluft die Ausnahme.
Über die Nordsee nähert sich nachmittags die Warmfront eines Sturmtiefs nahe
Island mit kräftiger Warmluftadvektion. Diese führt ganz im Nordwesten zu
aufziehender mehrschichtiger Bewölkung, an der Nordsee eventuell zu etwas Regen.

An der Nordflanke der zonalen Hochdruckzone über Süddeutschland stellt sich über
dem Norden ein halbwegs ausgeprägter Druckgradient im Übergangsbereich zur
Frontalzone weiter nördlich ein. Vor allem bei Schauern, aber nicht nur dort,
kann es an den Küsten für 7er Böen aus Südwest reichen.
In der niedertroposphärisch nicht mehr ganz so milden Luftmasse mit 1 bis 4°C in
850 hPa sind in Bodennähe 11 bis 16°C zu erwarten. Bei längerem Nebel im
Südosten weniger.
In der Nacht zum Mittwoch dehnt sich der Höhenkeil über Deutschland nach Osten
aus, während der Schwerpunkt des hohen Druckes nach Süddeutschland wandert. Bei
geringem Gradienten bildet sich über dem Süden und der Mitte gebietsweise
dichter Nebel und Hochnebel. Restbewölkung und die hohen Taupunkte dürften eine
allzu starke Abkühlung bremsen, sodass Luftfrost die Ausnahme bleibt.
Gebietsweise reicht es im Süden für leichten Frost 5cm über dem Erdboden.
Der Norden wird von der erwähnten Warmfront gestreift mit ein paar Tropfen an
den Küsten. Der Druckgradient nimmt dort noch etwas zu und nach kurzer
Windabnahme kommen an den Küsten einzelne steife Böen aus Südwest auf, an der
Nordsee sind exponiert stürmische Böen nicht ausgeschlossen. Auf dem Brocken ist
ebenso die ein oder andere Sturmböe möglich.

Mittwoch … kräftigt sich der Höhenrücken noch und drängt die Warmfront mit
letzten Tropfen an der Ostsee aus Deutschland ab. Damit bleibt die
Hochdruckbrücke erhalten und das Absinken setzt sich fort. Vor allem am
Vormittag herrscht noch häufig dichte Bewölkung, im Süden hält sich der Nebel
bzw. Hochnebel aus der Nacht zum Teil länger. Am Nachmittag setzen sich vermehrt
Auflockerungen durch.
Im Norden bleibt der Gradient erhalten, womit in der Nordhälfte mäßiger
Südwestwind weht mit an Nord- und Ostsee starken, exponiert stürmischen Böen.
Auch der Brocken ist mit stürmischen Böen dabei. In der Südhälfte ist es dagegen
oft nur schwachwindig.
Nördlich der Mittelgebirge macht sich die milde Luft mit 14 bis 18°C bemerkbar,
sonst werden 10 bis 16°C erreicht.

In der Nacht zum Donnerstagschnürt sich ein Höhenhoch über dem östlichen
Mitteleuropa ab, stützt die Hochdruckbrücke, wobei sich über Südosteuropa ein
neuer Schwerpunkt bildet, dessen Einfluss bei uns erhalten bleibt.
Die Nacht geht mit der üblichen, herbstlichen Grenzschichtproblematik einher.
Nebel- und Hochnebel bildet oder verdichtet sich.
Im Norden verhindert der Gradient, der einzelne steife Böen an der Nordsee und
der schleswig-holsteinischen Ostsee bringt, die Nebelbildung. Dort
ist es teils dicht, teils gering bewölkt.
Die Temperatur sinkt im Norden auf 12 bis 4 Grad, im Süden auf 6 bis 0°C. In
Südostbayern ist lokal leichter Frost möglich, gebietsweise gibt es Bodenfrost.

Donnerstag … kräftigt sich das Höhenhoch noch, kommt aber nur wenig nach Osten
voran und wir liegen an dessen Westflanke in einer antizyklonalen südlichen bis
südwestlichen Strömung. Bodennah dreht der Wind auf Süd bis Südost, wobei der
Gradient insgesamt abnimmt und nur noch im höheren Bergland und über der offenen
Nordsee für 7er Böen gut ist.

Der Nebel und Hochnebel hält sich über dem Süden und der Mitte gebietsweise
länger, bzw. den ganzen Tag. Ansonsten sorgt das anhaltende Absinken für
Bewölkungsauflösung und einem schönen, milden Herbsttag mit Höchstwerten von 13
bis 17°C, bei zähem Nebel wird die 10°C Marke deutlich verfehlt.

Modellvergleich und -einschätzung

Die Modellunterschiede sind, was die Basisfelder angeht, gering. Ob und wie
schnell sich Nebel und Hochnebel jeweils auflösen, bleibt unsicher.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Bernd Zeuschner

#DWD -> #SXEU31 #DWAV 241800 #SYNOPTISCHE UEBERSICHT #KURZFRIST ausgegeben am Sonntag, den 24.10.2021 um 18 UTC

SXEU31 DWAV 241800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Sonntag, den 24.10.2021 um 18 UTC

Markante Wettererscheinungen:
Ruhiges Hochdruckwetter, unterbrochen von einer wetterinaktiven Kaltfrontpassage
mit jahreszeitentypischer Grenzschichtproblematik (Nebel/Frost).

Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 12 UTC

Aktuell … herrscht bis in die Abendstunden dank Hoch QUEDLINBURGIA und einem
kräftigen Höhenrücken störungsfreies Wetter, wobei die Sonne von einem meist
wolkenlosen Himmel scheint. Selbst zwischen Alb und Bodensee können sich nur
regional letzte Dunstfelder halten und auch die schwachen Quellungen in
Vorpommern stören kaum. Die abendlichen Werte liegen dabei entlang des
Oberrheins zwischen 14 und 10 Grad und sonst zwischen 10 und 7 Grad, im Bergland
um 5 Grad.

In der Nacht zum Montag wandert das Bodenhoch weiter zur Ukraine/nach Rumänien
und auch die Achse des Höhenkeils wandert allmählich nach Ungarn, sodass der
zyklonale Einfluss sukzessive ostwärts in Richtung Deutschland vorankommt. Dabei
nähert sich Benelux eine schwache Kaltfront an, deren teils dichte Wolkenfelder
zeitweise auch den äußersten Nordwesten von Deutschland beeinflussen. Ansonsten
überwiegt jedoch der klare Himmel und bei nahezu perfekter Ausstrahlung bilden
sich im Verlauf der Nacht besonders über der Mitte und dem Süden teils dichte
Bodennebelfelder. In der Numerik werden dabei besonders die südlichen zentralen
Mittelgebirge sowie Süddeutschland herausgearbeitet. Schaut man sich die
aktuelle Verteilung der 2m Taupunktstemperatur an, kann man sich aber auch im
Norden regional Bodennebel vorstellen. Dank der kräftigen Ausstrahlung liegen
die Tiefstwerte im Norden zwischen 4 und 1 Grad und sonst zwischen +1 und -3
Grad. Entlang der Nord- und Ostsee bleibt es milder.
Erwähnenswert ist noch die lokale Windzunahme im Umfeld des östlichen
Erzgebirges, wo eine scharfe Inversion auf Kammniveau für Windböen Bft 7,
exponiert auch für stürmische Böen Bft 8 gut sein dürfte. Dasselbe gilt auch für
den Brocken, wo auch kurzzeitig einzelne Sturmböen Bft 9 auftreten können. Sonst
spielt der Wind aus Süd bis Südwest keine Rolle.

Montag … schwenkt ein Höhentrog über Großbritannien nach Osten und erreicht
abends die westliche Nordsee. Somit dreht die Höhenströmung über Deutschland
zunehmend auf Südwest, in der die bereits erwähnte Kaltfront eingebettet liegt.
Die Numerik reagiert wieder mit dichten Cirren, die den gesamten Süden und Osten
Deutschlands überstreichen und bei all der Vorsicht mit Blick auf die hohe
Bewölkungsverteilung in der Numerik kann dieses Mal in der Tat etwas Wahres dran
sein, denn das Gewölk wird von einem Höhentief über Italien inklusive kräftiger
Konvektion hervorgerufen und diese Bewölkungsreste könnten in der Tat präfrontal
der Kaltfront in die südwestliche Höhenströmung eingebunden werden. Dennoch
sollte zwischen den Cirren auch immer wieder mal die Möglichkeit für ungetrübten
Sonnenschein bestehen. Allerdings können sich die Nebelfelder ausgangs der Nacht
bis weit in den Tag halten und in einigen Nebellöchern bleibt es wohl ganztags
dunstig. Niederschlag fällt keiner.

Im Westen und Norden ziehen teils dichte Wolkenfelder im Umfeld der Kaltfront
über den Himmel und hier und da kann sich ein schwacher Schauer entwickeln und
unbedeutende Niederschlagsmengen bringen.
Der Wind weht meist schwach aus Südost bis Süd und frischt anfangs in der
Lausitz sowie auf dem Kamm des Erzgebirges noch zeitweise böig aus Süd auf
(inklusiver stürmischer Böen auf dem Brocken).
Die Höchstwerte liegen je nach Nebelauflösung und Wolkenverteilung zwischen 8
und 18 Grad, mit den höchsten Werten entlang des Oberrheins.

In der Nacht zum Dienstag kommt die Kaltfront zögernd ostwärts voran und
erreicht im Süden auch zunehmend den Schwarzwald/das Allgäu. Dabei aktiviert der
nachfolgende Höhentrog die Front besonders im Südwesten Deutschlands, sodass
dort in frontaler Nähe zunehmend skalige Niederschläge aufkommen, die innerhalb
der Numerik jedoch noch höchst variabel gezeigt werden. Nach GFS passiert kaum
etwas, nach IFS würde sich der skalige Niederschlag bis zum Thüringer Wald
ausbreiten. Bei allen Lösungen fallen die 12-std. Mengen jedoch mit wenigen
Litern auf den Quadratmeter unbedeutend aus. Zudem entwickeln sich im Westen und
Norden im Einflussbereich des Troges immer wieder Schauer, über der Deutschen
Bucht bis nach Schleswig-Holstein regnet es ebenfalls länger anhaltend mit
leichter bis mäßiger Intensität und hier fallen die Mengen mit rund 10 l/m² dank
des Inputs der Nordsee etwas üppiger aus.

Von den Alpen bis zum Bayerischen Wald bleibt es meist klar und trocken und hier
können sich wieder teils dichte Bodennebelfelder ausbreiten. Entsprechend
variabel fallen die Tiefstwerte aus, die zwischen 12 Grad auf Helgoland und 0
Grad entlang der Alb und im Alpenvorland liegen.

Dienstag … schwenkt der Höhentrog ostwärts über Deutschland hinweg und sorgt
überall führ einen zumindest leicht wechselhaften Tag. Besonders südlich der
Donau und im Umfeld der Küsten regnet es häufig mit 12-std. Niederschlagsmengen
von 1 bis 8 l/m². Sonst fallen aus teils dichter hochnebelartiger Bewölkung mit
nur kurzen Auflockerungen einzelne schwache Schauer mit unbedeutenden Mengen.
Der Vorteil des Ganzen: die Grenzschicht sollte soweit durchmischt werden, dass
sich der Bodennebel überall lichten sollte – wenigstens soweit, dass er nicht
mehr warnwürdig ausfällt. Die Höchstwerte fallen dank der insgesamt höheren
Bewölkungsanteile mit 8 bis 14 Grad deutschlandweit gesehen etwas gemäßigter
aus. Der Südwest- bis Westwind weht meist schwach und frischt nur über der
Deutschen Bucht zeitweise leicht böig auf (Bft 6 bis 7).

In der Nacht zum Mittwoch wölbt sich der nächste Keil von Südwesten nach
Deutschland auf und leitet wieder eine nachhaltige Wetterberuhigung ein.
Allerdings ist der Restfeuchtegehalt in der Grenzschicht bzw. in der Troposphäre
noch sehr hoch, sodass sich besonders über der Mitte und dem Süden verbreitet
dichte Boden- oder Hochnebelfelder ausbilden sollten. Nach Norden zu unterdrückt
eine schwache Warmfront die Nebelbildung recht effektiv dank dichter Bewölkung
und einer etwas kräftigeren Durchmischung (zunehmender Druckgradient). Letzte
Tropfen fallen, wenn überhaupt, nur noch am Alpenrand und in Richtung Lausitz.
Die Tiefstwerte liegen zwischen 8 und 5 Grad im Norden, um 12 Grad auf den
Inseln und sonst zwischen +4 und -1 Grad.

Mittwoch … wird ein spannender Tag, wenn es um die Frage geht, wie lange sich
die Nebel- und Hochnebelfelder halten können. Die Keilachse liegt zum Abend über
dem Westen/Nordwesten, sodass deutschlandweit kräftiges Absinken zu erwarten
ist. Gleichzeitig kommen wir aus einer über der Mitte und dem Süden sehr
nebligen Nacht. Die Numerik ist optimistisch, dass sich die Nebelfelder
auflösen, zeigt jedoch auch in prognostischen Radiosondenaufstiegen eine
Vielzahl von Inversionen zwischen 600 und 1000 hPa – ein Anzeichen, dass das
großskalige Absinken noch nicht überall durchgreifen kann und wohl nur bis rund
800 hPa vorankommt. Darunter wird besonders unterhalb von 950 hPa weiterhin
recht viel Feuchte gezeigt, sodass ich (Stand heute) regional gegen die Numerik
setze und auch den Nachmittag vielerorts trüb durch (Hoch)Nebel sehe.
Entsprechend unterbiete ich die optimistischen MOS-MIX Werte mit 9 bis 14 Grad
besonders entlang der zentralen Mittelgebirge sowie im Umfeld der Donau etwas
und setze dort eher auf 6 bis 8 Grad im Dauernebel und je nach zeitlicher
Auflösung des Nebels sonst auf 9 bis 13 Grad. Klar, im Westen sowie in Leelage
der Mittelgebirge sind die 14 bis 16 Grad realistische Werte dank des
angenommenen Sonnenscheins, denn abseits des Nebels (besonders im Bergland, im
Westen sowie in Leelagen) scheint häufig die Sonne. Einzelne kurze Schauer sind
bei teils dichter Bewölkung auf den Nordfriesen nicht ausgeschlossen. Der Wind
weht im Süden meist schwach aus Ost und im Norden mäßig aus Südwest. Über der
Deutschen Bucht (auf Helgoland und auf den Nordfriesen) sind im Tagesverlauf
zunehmend stürmische Böen (Bft 8) aus Südwest zu erwarten.

Modellvergleich und -einschätzung

Wie bereits am Vormittag kann auch den Mittagsläufen eine gute Übereinstimmung
bezüglich der Platzierung und Verlagerung der Tröge und Keile bescheinigt
werden.
Regionale Diskrepanzen, wie die Niederschlagsverteilung entlang der Kaltfront,
wurden bereits im Text angesprochen. Bezüglich des Niederschlags (Nacht zum
Dienstag und Dienstag tagsüber) fällt bei IFS auf, dass der gröbere Kontrolllauf
recht weit oben im Ensemble zu finden ist (teils im Umfeld des 75-iger bzw.
90-iger Perzentils), während sich der det. Lauf näher an den Median des
Ensembles anschmiegt. Vielleicht ein Anzeichen, dass eine leichte konvektive
Verstärkung der Niederschläge zu erwarten ist, die besser im gröberen
Auflösungsmodus als im 8 km Auflösungsbereich zu erkennen ist, zumal es auch
Orte gibt, wo sich beide Member annähern.

Bezüglich der variablen Ausdehnung des Niederschlags nach Norden im IFS und GFS:

Bei den Wahrscheinlichkeiten für mehr als 1 l/m²/24h im nicht konvektiven
Bereich (IFS) fällt ein Schwerpunkt auf, der sich vom Südschwarzwald ostwärts
verlagert. Daher könnte es sein, dass im aufsummierten Niederschlagsprodukt der
12-std. Mengen der konvektive Anteil besonders im nördlichen Bereich (nördliches
BW, Bayern bis zum Thüringer Wald) zu sehr breitläuft. Somit dürfte sich im IFS
der stratiforme Niederschlag (inkl. regionaler und geringer konvektiver
Verstärkung) eher auf die Regionen entlang und südlich der Donau fokussieren,
während nach Norden der rein konvektive Charakter überwiegt und der Niederschlag
dort nicht so flächig auftritt (im aufsummierten Produkt aber durch die
Verlagerung des Niederschlags breitläuft/verschmiert).
Im GEFS sieht das Ganze entgegen des recht trockenen det. Laufs ähnlich zum
IFS-EPS aus, wobei jedoch in den Südweststaulagen des Harzes und des Thüringer
Waldes ebenfalls mit rund 60% Mengen von mehr als 1 l/m²in 24h angezeigt werden
(mehr als beim IFS-EPS). Wie auch im IFS-EPS verbleiben sonst die höchsten
Wahrscheinlichkeiten für mehr als 1 l/m² in 24h entlang und südlich der Donau.
Somit kann man zusammenfassen, dass sich trotz des heterogenen Bildes innerhalb
der det. Felder die Ensembles recht ähnlich sind. Daher wurde die Vorhersage
auch eher in Richtung des det. IFS ausgerichtet und nicht in Richtung des
trockenen det. GFS. Entsprechend wird es im Umfeld und südlich der Donau auf die
Fläche gesehen am meisten regnen, während nach Norden zu (zentrale
Mittelgebirge) eher der konvektive Charakter überwiegt und das Ganze nur
regional nass ausfällt (mit Maxima in den Südweststaulagen der zentralen
Mittelgebirge). Alle Mengen verbleiben aber deutlich unter den Warnschwellen.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Helge Tuschy

#DWD -> #SXEU31 #DWAV 231800 #SYNOPTISCHE UEBERSICHT #KURZFRIST ausgegeben am Samstag, den 23.10.2021 um 18 UTC

SXEU31 DWAV 231800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Samstag, den 23.10.2021 um 18 UTC

Markante Wettererscheinungen:
Ruhiges Hochdruckwetter mit überwiegend grenzschichtgeprägten Abläufen. Ab
Montag von Nordwesten her langsamer Durchgang einer schwachen Kaltfront.

Synoptische Entwicklung bis Dienstag 12 UTC

Aktuell … stehen die Zeichen landesweit auf Hochdruckeinfluss, auch wenn der
Eindruck tagsüber in einigen Landesteilen vermeintlich ein anderer war. Gerade
im Hebst und im Winter bedeutet „high pressure influence“ nicht automatisch sky
clear und Sonne pur, aber dass es zum morgigen Sonntag genau in diese Richtung
geht, lest ihr gleich.

Zunächst mal zu Ausgangslage, die von einem veritablen Höhenrücken geprägt ist,
dessen Achse sich im Laufe der Nacht von Westen her genau über den
Vorhersageraum schiebt. Gekoppelt ist der Rücken mit dem abgeschlossenen
Bodenhoch QUEDLINBURGIA (what a name), das mittlerweile über 1030 hPa auf die
barische Waage bringt und zum Rücken wie üblich etwas nach Osten versetzt ist.
Das Zentrum der guten QUEDLINBURGIA verlagert sich bis zum Morgen in den Raum
Tschechien/Slowakei/Ungarn. Somit gelangen wir ganz allmählich auf die
Westflanke des Hochs, was verschiedene Auswirkungen hat. Zum einen macht der
Wind eine komplette Kehrtwende von West bis Nordwest auf Ost bis Süd. Wobei man
sagen muss, dass mit Wind im gradientschwachen Umfeld und bei autochtonen
Verhältnissen in der Nacht kein großer Staat zu machen ist.

Punkt 2 betrifft die einsetzende niedertroposphärische Erwärmung, die zum ein
advektiv, zum anderen absinkbedingt erfolgt. Liegen die Startwerte auf 850 hPa
heute Abend noch zwischen -2°C im Osten und rund +3°C im äußersten Südwesten,
sind es am Sonntagmorgen bereits 8 bis 10°C im gesamten Süden und Westen und
rund 0°C in Vorpommern. Dass die bodennahen Luftschichten von dieser Erwärmung
freilich nichts spüren, ist aufgrund fehlender Durchmischung auf der einen und
nächtliche Ausstrahlung auf der anderen Seite evident. Apropos Ausstrahlung, die
Bedingungen dafür werden sich in den nächsten Stunden immer weiter verbessern,
was auch an der untergegangenen Sonne, vor allem aber an der zunehmenden
Wolkenauflösung liegt. So werden sich die anfänglich noch vorhandenen Quellungen
tagesgangbedingt auflösen und stratiforme Wolkenreste durch andauerndes Absinken
mehr und mehr getilgt.

Am Ende kommt eine vergleichsweise frische Oktobernacht mit verbreitet leichtem
Luft- und teils mäßigem Bodenfrost heraus. Ausgenommen sind Teile Nord- und
Westdeutschlands inkl. der gesamten Küstenregion. Stellenweise bildet sich
Nebel, teils mit Sichtweiten unter der neuralgischen 150-m-Marke.

Sonntag … verlagert sich der Rücken unter leichter Intensivierung ganz
gemächlich weiter in Richtung Osten. Man könnte fast zu der Meinung kommen, dass
er vor Kraft nicht laufen kann und sich deswegen eine abgeschlossene
Höhenantizyklone bildet, derer Zentrum zum Tagesende im Raum Österreich/Ungarn
zu finden ist. Damit dreht die schwache und stark antizyklonal konturierte
Höhenströmung auf Südwest, während die bodennahen Winde weiterhin aus Ost bis
Süd kommen (das Zentrum des Bodenhochs wandert in den rumänisch-ukrainischen
Grenzbereich).

Auch wenn das Hoch immer mehr Kilometer zwischen sich und den Vorhersageraum
legt, die Zusammenarbeit mit dem nachfolgenden Rücken respektive Höhenhoch
funktioniert derart prächtig, dass sich der Sonntag frei nach dem Motto „nomen
est omen“ vom Allerfeinsten entfalten kann.

Neben dem etwas auflebenden Wind spielt vor allem das andauernde und kräftige
Absinken eine entscheidende Rolle. Damit wird die Inversion immer weiter nach
unten gedrückt, so dass entweder keine oder nur eine vertikal sehr dünne
Grundschicht übrigbleibt. Entsprechend stehen die Chancen bestens, dass sich
nächtliche Nebel- und Hochnebelfelder auflösen, wenn auch nicht in allen Fällen
sofort. Als größte Problemzone könnte sich das Areal vom Schweizer Mittelland
über die Bodenseeregion bis zur oberen Donau entpuppen, wo der Auflösungsprozess
etwas länger dauert. Trotzdem, auch dort sollte sich in den Mittagsstunden mehr
und mehr die Sonne durchsetzen. Unter dem Strich steht dann ein verbreitet
sonniger Sonntag, garniert mit einigen Schleierwolken. Trotz weiterer
niedertroposphärischer Erwärmung auf landesweit 6 bis 11°C geben sich die
2m-Temperaturen mangels ausreichend Durchmischung eher konservativ mit 11 bis
15°C, bei später Nebelauflösung etwas darunter.

In der Nacht zum Montag macht die Progression des hochreichenden Hochkomplexes
weitere Fortschritte. Auf der anderen Seite fällt sie aber auch nicht so
offensiv aus, dass schon die nächste große Wetteränderung ins Haus steht. Im
Großen und Ganzen bleibt die Nacht antizyklonal beeinflusst, heißt, sie startet
verbreitet klar, bevor sich später bevorzugt in den südlichen und mittleren
Landesteilen Nebel und Hochnebel bilden. Auch Luft- und Bodenfrost stehen wieder
auf der Karte.

Ausgenommen davon sind die Küstenregion und Teile des Norden, vor allem aber der
Nordwesten. Dort macht sich – wenn auch noch stark abgeschwächt – die
Vorderseite des auf den Rücken folgenden Höhentrogs bemerkbar, der zunächst aber
noch über dem nahen Atlantik respektive UK/Irland verharrt. Ihm vorgeschaltet
ist aber eine schleifende Kaltfront, die zu einem mehrkernigen Tiefkomplex
(JASCHA) zwischen Südgrönland und Norwegen gehört. Kurzum, im Laufe der Nacht
könnte im äußersten Westen und Nordwesten etwas dichtere Bewölkung am Himmel
auftauchen, aus der aber noch kein Regen fällt.

Montag … kommen dann immer mehr Landesteile auf die Vorderseite des gen
Kontinent schwenkenden Höhentroges. Auch die Kaltfront macht trotz limitierter
Schubkomponente etwas Boden in Richtung Osten gut und greift im Tagesverlauf auf
den Nordwesten über. Damit verbunden ist eine weitere Bewölkungszunahme und
später auch etwas Regen zwischen Nordsee und Hunsrück, wobei dieser aber
unterbrochen und intensitätsmäßig sehr schmalbrüstig fällt (in 12 h nur wenige
Millimeter, teils sogar unter 1 mm).

Der Süden und Osten sowie Teile der Mitte verbleiben über weite Strecken noch
unter dem Wirkungsradius des sich weiter von Deutschland entfernenden Hoch bzw.
Höhenrückens, was insbesondere den östlichen Landesteilen noch mal viel
Sonnenschein beschert. Im Süden hingegen gilt es erst den Nebel und Hochnebel
von der Nacht wegzuräumen, was durchaus etwas dauern kann (z.B. in den
Donauniederungen). Allerdings ist die Numerik auch für Montag optimistisch, dass
es am Ende gelingen wird.

Über der Deutschen Bucht zieht der Süd- bis Südwestwind etwas an, Böen 7 Bft
dürften aber die Ausnahme bleiben und bis zum Abend am ehesten auf Helgoland und
den Nordfriesischen Inseln sowie den Halligen auftreten. In Ostsachsen könnte
etwas Böhmischer Wind „light-version“ in Gang kommen, was aber noch keine
ausgemachte Sache ist. Fakt ist auf alle Fälle, dass die Temperatur auf 850 hPa
bis zum Abend zurückgeht (auf rund 4°C im Nordwesten und 8°C im äußersten Osten
und Südosten), was die 2m-Temperatur aber wenig zu beeindrucken scheint.
Abgesehen von den Gebieten mit zähem Nebel und Hochnebel geht´s wieder hoch auf
11 bis 15°C, im Südwesten stellenweise sogar auf 16 oder 17°C.

In der Nacht zum Dienstag erreicht der Höhentrog unter Verkürzung seiner
Wellenlänge und leichter Amplifizierung die Nordsee, Benelux und Frankreich.
Derweil dringt die Kaltfront noch etwas weiter landeinwärts ein, wobei sie aber
zunehmend Schwierigkeiten bekommt, sich gegen die blockierende Wirkung von
QUEDLINBURGIA über dem nahen Osteuropa zu behaupten. Auch ist ihre thermische
Ausstattung (Stichwort Baroklinität) alles andere als komfortabel. Mit anderen
Worten, es bleibt bei relativ geringen, mit Unterbrechungen versehenen
Regenfällen, die den Osten und Südosten nicht erreichen. Vor allem in Bayern
gibt es nochmals leichten Frost, aber auch vom östlichen BW bis nach BB ist
örtlich leichter Frost möglich. Zudem muss in den genannten Regionen mit
Nebelfeldern gerechnet werden.

Dienstag … kommt es wie es kommen muss. Der immer spitzer zulaufende Höhentrog
wird spätestens in der Nacht zum Mittwoch irgendwo im Grenzbereich zwischen
Frankreich und Italien oder über dem Golf von Genua abtropfen, während das
nördliche Residuum ost-nordostwärts über den Vorhersageraum hinwegzieht.
Dahinter steigt das Potenzial wieder und es baut sich eine Potenzialbrücke
zwischen dem „alten“ Rücken über Osteuropa und einem „neuen“ über dem nahen
Atlantik bzw. UK/Irland. Auch das Druckniveau am Boden bleibt vergleichsweise
hoch mit meist über 1020 hPa, wobei sich ebenfalls eine Brückenkonfiguration
über Mitteleuropa anbahnt.

Unter diesen Voraussetzungen fühlt sich die ohnehin nicht besonders prominent
aufgestellte Kaltfront – das zugehörige Tief liegt weit im Norden über Lappland

  • auf ihrem Weg nach Osten immer unwohler, so dass sie sich wohl früher oder
    später auflösen wird. Für ´ne Portion dicker Wolken reicht es aber noch, hier
    und da auch für etwas Regen, während die Sonne an diesem Tag eher auf Sparflamme
    kocht. Der meiste Regen mit bis zu 5 l/m², lokal vielleicht auch etwas mehr
    innert 12 h fällt im Südwesten im Bereich der Trogspitze, wo durch den
    bevorstehenden Abtropfprozess zudem die Front zurückgehalten wird. Alles in
    allem nichts Dolles bei Tageshöchstwerten zwischen 10 und 14°C.

Modellvergleich und -einschätzung

Es gibt nichts hinzuzufügen.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Hoffmann