DWD -> WARNLAGEBERICHT für Brandenburg und Berlin –

VHDL30 DWPG 301800
WARNLAGEBERICHT für
Brandenburg und Berlin

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Samstag, 30.11.19, 20:30 Uhr

Bis Sonntagvormittag leichter Frost und örtlich Glätte. Lokal Nebel. In der Nacht zum Montag erneut gebietsweise Frost.

Entwicklung der WETTER- und WARNLAGE:
Brandenburg und Berlin befinden sich im Einflussbereich eines Tiefs über Nordskandinavien. Mit einer Nordwestströmung wird kühle und trockene Luft herangeführt.

FROST/GLÄTTE:
Bis Sonntagvormittag leichter Frost zwischen 0 und -3 Grad, bodennah bis -5 Grad. Örtlich Glätte durch Reif.
In der Nacht zum Montag im Süden Brandenburgs erneut leichter Frost bis -2 Grad, bodennah bis -4 Grad.

NEBEL:
In der Nacht zum Sonntag lokal Nebel, vor allem in der Prignitz teils mit Sichtweiten unter 150 m.

Deutscher Wetterdienst, RWB Potsdam, HS

DWD -> WARNLAGEBERICHT für Baden-Württemberg –

VHDL30 DWSG 301800
WARNLAGEBERICHT
für Baden-Württemberg

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Samstag, 30.11.2019, 20:30 Uhr

In der Nacht verbreitet Frost, ab den Frühstunden von Südwesten ausbreitende Glättegefahr durch Schnee oder gefrierenden Regen.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage:

Sonntagfrüh von Südwesten Feuchtezufuhr und Unterbrechung des Hochdruckeinflusses. Am Abend mit Abzug des Tiefs nach Südosten Drehung der Strömung auf Nordwest, welche mäßig kalte Luft zu uns führt.

FROST:
In der Nacht zum Sonntag verbreitet leichter Frost, welcher im Osten, in Oberschwaben und auf der Alb auch ganztags anhalten kann. Im Südschwarzwald und in den Hochlagen der Alb generell bis
Mittwochvormittag Dauerfrost.

GLÄTTE/GLATTEIS/SCHNEE:
In den Frühstunden des Sonntags im Südwesten, ab dem Mittag auch im Südosten und auf der Alb örtlich Glatteisgefahr. Vor allem aber ab dem Nachmittag bis in tiefere Lagen einsetzender, leichter
Schneefall. Dabei bis Montagfrüh je nach Höhenlage 1 bis 5 cm Neuschnee.

NEBEL:
In der Nacht zum Sonntag vor allem am südlichen Oberrhein mit Sichtweiten unter 150 m.

Nächste Aktualisierung: spätestens Sonntag, 01.12.2019, 04:30 Uhr

Deutscher Wetterdienst, Regionale Wetterberatung Stuttgart, Kai-Uwe Nerding

SYNOPTISCHE UEBERSICHT MITTELFRIST

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Samstag, den 30.11.2019 um 10.30 UTC

Zunächst recht ruhiges und mäßig kaltes Hochdruckwetter. Ab kommenden Freitag
langsame Umstellung auf wechselhaftes, windiges und eher mildes Wetter.

Synoptische Entwicklung bis zum Samstag, den 07.12.2019

Zu Beginn des mittelfristigen Vorhersagezeitraums am kommenden Dienstag
verlagert sich ein langgestreckter Trog über dem östlichen Mitteleuropa weiter
nach Osten Richtung Ukraine und Schwarzes Meer. Gleichzeitig weitet sich ein
Hochkeil von den Britischen Inseln nach Deutschland hin aus. Korrespondierend
dazu verlagert sich auch das Bodenhoch ostwärts und so liegt über dem Süden und
der Mitte Deutschlands eine zonal orientierte Hochdruckzone mit einer
Kernisobare von 1030 hPa. Aufgrund des Absinkens ist es in der Mitte und im
Süden meist bewölkt oder neblig-trüb. Unterhalb der Absinkinversion machen die
Temperaturen trotz der von Westen her einsetzenden niedertroposphärischen
Erwärmung keine großen Sprünge und liegen im unteren einstelligen Bereich. In
der Nacht gibt es in der Südhälfte daher leichten Frost. Der äußerste Norden
wird noch von einer schwach ausgeprägten Warnfront gestreift, so dass es bei
einer westlichen Bodenströmung insgesamt etwas milder sein sollte und die Nacht
zum Mittwoch frostfrei verlaufen dürfte.

Am Mittwoch und Donnerstag dominiert hohes Potential über uns, was folglich
gleichzeitig auch das Bodenhoch bei uns stützt. Dadurch wird von Westen her
milde Luft zu uns geführt. Unterhalb der Inversion verbleiben die Temperaturen
im Süden allerdings zumeist im niedrigen einstelligen Bereich. Die Nordhälfte
liegt näher an der Frontalzone und daher kommt es dort zu einer besseren
Durchmischung und folglich steigen die Temperaturen bis auf höhere einstellige
Werte. Richtung Küste frischt der Wind mehr und mehr auf und an der See sind am
späten Donnerstag sogar Sturmböen aus Südwest zu erwarten.
Am Freitag stellt sich das Wetter allmählich um. Die zonal orientierte
Frontalzone weitet sich langsam nach Süden hin aus. Ein eingelagerter Frontenzug
erfasst im Tagesverlauf mit dichten Wolkenfeldern und zeitweiligem Regen die
Nordhälfte. Im Süden überwiegt noch dagegen Hochdruckeinfluss und noch
trockenes, teils aber auch neblig trübes Wetter.

Ab Samstag setzt sich dann in der gesamten Republik eine westliche Strömung bei
guter Durchmischung durch. Daher kommt es verbreitet zu Niederschlägen, die nur
in den höchsten Lagen des Berglandes die feste Phase (>1200 m) beinhalten. Auch
ist diese Strömung recht lebhaft, so dass an der Küste mit Sturmböen, im
Bergland mit schweren Sturmböen gerechnet werden muss.

In der erweiterten Mittelfrist bleibt Deutschland in der Westdrift erhalten, so
dass es eher mild und windig mit zeitweiligen Regenfällen weitergeht.

Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs

Insgesamt gesehen kann man die Konsistenz des aktuellen Laufs des IFS im
Vergleich zu seinen Vorläufen als recht gut bezeichnen. Unterschiede gibt es im
Prinzip erst ab Freitag nächster Woche, da vor allem der gestrige 00 UTC-Lauf
die Front etwas schneller auf Deutschland übergreifen ließ.

Vergleich mit anderen globalen Modellen

Auch der Vergleich mit anderen globalen Modellen liefert keine anderen
signifikanten Unterschiede. Alle Modelle lassen den antizyklonalen Einfluss zu
Beginn des mittelfristigen Zeitraums recht rasch abebben und ab dem kommenden
Freitag eine stramme westliche, aber milde Strömung auf Deutschland übergreifen.

Bewertung der Ensemblevorhersagen

Die Clusterszenarien des EZMW liefern für Dienstag und Mittwoch 3 Cluster, wobei
sich die Cluster bei uns kaum unterscheiden. Im anschließenden Zeitraum von
Donnerstag bis Samstag Freitag werden zwar 5 Cluster gerechnet, wobei der
aktuelle Lauf dem Cluster 3 zugeordnet wird. Gemeinsam ist den Clusterlösungen,
dass alle bis Donnerstag eine recht antizyklonale Struktur zeigen und am Freitag
ein mehr oder weniger ausgeprägter Übergang zu einer mehr zyklonal geprägten
Regime simuliert wird. Am Wochenende werden nur 3 Cluster gerechnet, die einen
Trogdurchgang prognostizieren.

Eine Rauchfahne aus der Mitte von Deutschland zeigt bis Dienstag ein recht
niedriges Temperaturniveau bei etwa -5 Grad. Ab Mittwoch steigt die T850 stark
auf nahezu +9 Grad an. Die ersten deutlicheren Niederschlagssignale werden ab
Freitag gezeigt, ein deutlicher Hinweis auf die Wetterumstellung von der
Hochdrucklage zu einem eher wechselhaften Witterungsabschnitt.
Insgesamt gesehen stützen die Ensembles die Einschätzung, die schon von den
deterministischen Modellläufen vorgegeben wird.

Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen

EFI simuliert keine Hinweise auf signifikante Wetterereignisse in der kommenden
Woche.
Die Ensemblevorhersagen zeigen am Donnerstag und Freitag an der Küste recht hohe
Wahrscheinlichkeiten für Böen der Stärke 8. Mit Übergreifen der Front nimmt am
Freitag an der Nordsee der Wind zu und es muss in Küstennähe mit Sturmböen
gerechnet werden. Auch im weiteren Verlauf kann es an der Nordsee sowie
zunehmend auch an der Ostsee Böen der Stärke 8 bis 9 geben.

Weiterhin liefern die Ensembles in der nächsten Woche keine Hinweise auf
markante Niederschlagsereignisse

Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-MIX, IFS, EPS

VBZ Offenbach / Dipl. Met. Stefan Külzer

DWD -> Regionenwetter – Baden-Württemberg –

VHDL16 DWSG 301000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Samstag, 30.11.2019, 11:30 Uhr

Zunehmend sonnig. Nachts Frost.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und im restlichen Tagesverlauf viel Sonne bei nur wenigen Quellwolken. Dabei trocken. Höchstwerte zwischen 1 Grad auf der Alb und 7 Grad am Oberrhein. Schwacher, in Böen mäßiger Wind, zunehmend aus Nordost.

In der Nacht zu Sonntag anfangs meist klar, am Rhein teils
Nebelbildung. Später aufziehende dichte Bewölkung. In den Frühstunden im Westen evtl. schon einsetzender Regen, örtlich Glatteisbildung nicht ausgeschlossen. Im Bergland mit geringer Wahrscheinlichkeit Schnee und Glätte. Tiefstwerte +1 Grad an Rhein und Bodensee, sonst meist leichter Frost bis -5 Grad.

Am Sonntag stark bewölkt bis bedeckt. Erst im Westen, nachmittags auch im Osten zeitweise leichter Niederschlag. Bis in den Vormittag hinein im Südwesten mitunter Glatteisbildung, später auch im Südosten. In höheren Lagen Schneeglätte, Schneefallgrenze um 400 Meter. Höchstwerte -1 bis +4 Grad. Schwacher Nordostwind.

In der Nacht zu Montag gebietsweise leichter Schneefall. Im Norden Auflockerungen. Glätte, auch durch überfrierende Nässe. Minima zwischen +1 Grad am Oberrhein und -4 Grad auf der Alb.

Am Montag stark bewölkt, meist niederschlagsfrei. Höchstwerte zwischen -2 Grad auf der Alb und 5 Grad am Oberrhein. Schwacher Wind aus nördlichen Richtungen.

In der Nacht zum Dienstag gering bewölkt, örtlich Nebel und Hochnebel, vor allem dort Reifglätte. Minima zwischen 0 bis -6 Grad.

Am Dienstagmorgen vor allem in den Flussniederungen örtlich Nebel, sonst heiter. Trocken mit Höchstwerten zwischen -2 und 5 Grad. Schwacher Wind aus nordöstlicher Richtung, in Hochlagen von Schwarzwald und Alb starke bis stürmische Böen.

In der Nacht zum Mittwoch klar, örtlich Nebel und Reifglätte. Minima zwischen -1 bis -7 Grad.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Samstag, den 30.11.2019, 11:30 Uhr –
„“Romy“, „Sarena“ und „Olaf“, so heißen nicht etwa die
Hauptdarsteller des neuen Films „Eiskönigin II“, sondern die wichtigsten Mitspieler der kommenden Tage beim Wetter. Wobei „Olaf“ tatsächlich sogar doch eine Doppelrolle inne hat. Im Film ist er der Schneemann, und auch beim Wetter sorgt er für einen Hauch von winterlichen Begleiterscheinungen.

So dringen Ausläufer des Tiefs „Olaf“ am morgigen Sonntag in den Südwesten und Süden von Deutschland vor und lösen dort zeitweilige Niederschläge aus. Dabei kann es bis in tiefe Lagen die feste Phasen des Niederschlags geben. So könnte sich pünktlich zum Beginn der Adventszeit tatsächlich die eine oder andere Schneeflocke auf einen Weihnachtsmarkt verirren. Allerdings gibt es wohl auch Orte, in denen die flüssige Phase überwiegt und eine Regenjacke empfehlenswert ist. Wo genau was vom Himmel fällt, lässt sich kaum vernünftig
vorhersagen. Die Bereiche mit Niederschlag lassen sich dagegen etwas besser eingrenzen: diese fallen hauptsächlich südwestlich einer Linie von der Eifel bis zur Pfalz, nachmittags und abends auch bis nach Niederbayern. Weiter nach Norden hin schließt sich unter dem Einfluss von Hoch „Romy“ eine Zone unterschiedlicher Bewölkung an, die kaum nennenswertes Nass von oben bringt. Erst an der Küste sind wieder einzelne Schauer zu erwarten, dort aber alle in flüssiger
Form. Die Temperaturen liegen bei 0 Grad im Süden und bis 7 Grad im Emsland. Warme Kleidung ist für den Besuch des Weihnachtsmarktes also auf alle Fälle angesagt, bei solchen Temperaturen schmeckt der Glühwein natürlich auch viel besser. In der Nacht zum Montag ist warme Kleidung weiterhin von Vorteil, denn fast überall gibt es leichten Frost.

Am Montag baut sich zwischen Hoch „Romy“, mittlerweile am Schwarzen Meer angekommen, und Hoch „Sarena“ bei den Britischen Inseln eine Hochdruckbrücke auf. Niederschläge sind daher meist Mangelware, kleinere Ausnahmen durch ein paar Flocken oder Tropfen gibt es in den östlichen Mittelgebirgen, an den Alpen und im Norden. Bei 0 bis 8 Grad erreichen die Höchsttemperaturen ähnliche Werte wie am Vortag.

Am Dienstag legt sich Hoch „Sarena“ über Deutschland, sodass es neben Gebieten mit Nebel oder Hochnebel auch Orte mit längerem Sonnenschein gibt. Eine Schwachstelle hat „Sarena“ im Norden Deutschlands, dort bringt ein Ausläufer eines Tiefs über dem Nordmeer dichtere Wolken und zeitweise etwas Regen. Die Temperaturen verharren meist im unteren einstelligen Bereich.

Im weiteren Verlauf zeichnet sich keine große Änderung der Wetterlage ab, womit es größtenteils bei einem für Meteorologen „unspannenden“ Gemisch aus Nebel, Hochnebel und örtlichen Sonnenschein bei weiterhin ähnlichen Temperaturen bleibt. Ein größerer Wintereinbruch steht daher trotz meteorologischen Winterbeginns am morgigen Sonntag nicht auf dem Zettel.“

Das erklärt Dipl.-Met. Simon Trippler von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter: www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

SXEU31 DWAV SYNOPTISCHE UEBERSICHT KURZFRIST

SXEU31 DWAV 300800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Samstag, den 30.11.2019 um 08 UTC

GWL und markante Wettererscheinungen:
HB

Am Sonntag im Südwesten und ganz Süden vereinzelt gefrierender Regen möglich und
vor allem in Lagen oberhalb 300 bis 400 m auch leichter Schneefall, der sich am
Montag in den Alpenraum zurückzieht. Auf den Alpengipfeln am Sonntag
vorübergehend stürmische Böen und Sturmböen.

Synoptische Entwicklung bis Montag 24 UTC

Samstag… Deutschland liegt heute an der Westflanke eines nach Weißrussland und
zum Balkan schwenkenden Höhentroges in einer nordwestlichen Höhenströmung. Von
Frankreich her nähert sich aber ein Höhenrücken, dessen Achse am Abend Benelux
und die Westalpen erreicht. Dieser stützt eine Bodenhochdruckzone, die sich von
den Alpen bis in den Raum Island erstreck und sich langsam ostwärts verlagert.
Im Südwesten dreht damit die bodennahe Strömung auf Ost bis Südost. Durch den
zunehmenden Hochdruckeinfluss entsteht heute eine Absinkinversion, die von 750
hPa im Westen auf rund 800 hPa absinkt. Unter der Inversion entwickeln sich über
der Nordsee kleine Schauerzellen, die tagsüber auch wieder weiter landeinwärts
vorankommen, wobei in tiefen Lagen Regen oder Graupe fällt und in Lagen ab 400 m
Schnee, wobei am Nachmittag am ehesten der Harz, das Erzgebirge und der
Bayerische Wald betroffen sind. Die Niederschlagsmengen bleiben aber über Tag
meist unter 2 mm. Nach Südwesten hin bleibt es sogar meist trocken. Die
Höchsttemperaturen liegen heute deutlich niedriger als gestern bei 4 Grad im
Vogtland und bis zu 8 Grad am Niederrhein und an der Nordsee. Im höheren
Bergland liegen die Werte um 2 Grad. Der Wind weht im Norden noch zeitweise
mäßig aus Nordwest bis West mit 4er bis 6er Böen an der Küste.
In der kommenden Nacht erreicht der Höhenkeil den Süden und Westen Deutschlands,
der aber von Warmluftadvektion überlaufen wird. Damit zieht in der gesamten
Südwesthälfte zunächst hohe, dann mittelhohe und ganz im Südwesten gegen Morgen
auch tiefe Bewölkung auf. Sonntagfrüh könnte es am Oberrhein erste Tropfen geben
(ICON). In der anfangs meist klaren Nacht gibt es verbreitet leichten Frost
zwischen -1 und -4 Grad, im östlichen Mittelgebirgsraum und in den Alpen auch
mäßigen Frost zwischen -5 und -10 Grad. Lediglich im äußersten Norden und
Nordosten sowie am Oberrhein könnte Bewölkung die Temperatur in 2 Meter örtlich
knapp über 0 Grad halten. Vor allem im Norddeutschen Tiefland und im Osten sowie
in einigen Mittelgebirgstälern könnte sich Nebel bilden. Örtlich droht
Reifglätte und im östlichen Bergland vereinzelt auch Eisglätte.

Sonntag… zieht der Höhenrücken ostwärts ab. Das Höhentief mit Kern an der
Biskayaküste verbindet sich mit dem Haupttrog über Nordeuropa und weitet sich
gleichzeitig bis zu Iberischen Halbinsel aus.

Damit dreht die Höhenströmung bei uns auf südwestliche Richtungen und
gleichzeitig kommt der Wind bodennah im Süden aus aus Ost bis Nordost. Damit
ergibt sich eine klassische Aufgleitsituation, bei der wärmere Luftmassen in der
Höhe auf die niedertroposphärische Kaltluft aufgleiten.

Niederschläge greifen dabei vormittags auf den äußersten Südwesten über. Da
anfangs zwischen 700 und 1500 m mildere Luft einströmt und eine ŽWarme NaseŽ im
Temperaturprofil entsteht, tritt zunächst häufig Regen auf, der im Bergland
oberhalb 300 m gefrieren kann. Am Nachmittag dehnen sich die Niederschläge etwas
weiter nordostwärts aus und durch leichte Hebung sowie Niederschlagsabkühlung
gehen die Niederschläge oberhalb 300 m meist in Schnee über. Nach ICON und
ICONNest sind dabei aber nur 1 bis 3 cm, in der Eifel auch rund 5 cm Neuschnee
möglich. Nach CosmoD2 dehnen sich die Niederschläge bis zum Abend nach
Südostbayern aus, wobei im Alpenvorland meist Regen simuliert wird. Tagsüber
sollte sich die Glätte in Grenzen halten, ab dem Spätnachmittag dürfte die
Glätte allgemein wieder zunehmen. Am größten ist die Gefahr von Glatteis noch im
oberen Donautal und in einigen Tälern des Schwarzwaldes.
Am weitesten nach Nordosten voran kommt der Niederschlag bei GFS, wo der
westliche Taunus und südliche Westerwald gegen Abend erfasst werden.
Ansonsten ist es bei unterschiedlicher Bewölkung meist trocken, wenn man vom
Küstengebiet, wo einzelne Schauer fallen, einmal absieht. Örtlich hält sich
Nebel und Hochnebel bis in den Nachmittag.

Dabei bleibt es recht kalt mit nur 0 Grad in Oberschwaben und 5 Grad im
Ruhrgebiet. Nur in Nordseenähe ist es mit 6 oder 7 Grad milder.

In der Nacht zu Montag verlagert sich der Haupttrog von der Deutschen Bucht her
kommend nach Deutschland, wobei dessen Achse bis zum Morgen in die östlichen
Landesteile vorankommt. Damit dreht die Höhenströmung hinter der Trogachse
wieder auf nordwestliche Richtungen, während in Süddeutschland weiter Westwind
in der Höhe herrscht. Damit dauern südlich der Donau die Niederschläge auch in
der 2. Nachthälfte noch an, wobei mehr und mehr die Schneephase zum Tragen
kommt.
Westlich der Britischen Inseln baut sich ein kräftiger Höhenrücken auf, der ein
umfangreiches Hoch bei Irland stützt.

Damit lebt im Norden die Nordwestströmung auch in unteren Schichten auf und von
der Nordsee zieht Stratocumulusbewölkung auf. Vor allem im Küstenbereich werden
erneut Schauer simuliert, die meist als Regen fallen, da die Temperaturen in 850
hPa lediglich bei -3 oder -4 Grad liegen. Einige Wolkenlücken sind am ehesten in
den nördlichen Mittelgebirgen und am Nordrand derselben zu erwarten. Während in
der Mitte und im Süden die Temperaturen meist bei 0 bis -3 Grad liegen, ist es
im Norddeutschen Tiefland häufig mit Werten um 2 Grad zu rechnen und nur in
Bodennähe gibt es gebietsweise Frost. Auch am Oberrhein oder Untermain tritt es
meist kein Luftfrost auf.

Montag… befindet sich Deutschland trogrückseitig in einer nordwestlichen bis
nördlichen Strömung, wobei das Höhenhoch bis Tagesende zum Seegebiet vor Irland
wandert und das Bodenhoch Südwestengland erreicht und einen Keil nach
Süddeutschland aufweist.
Im Alpenraum kommt es wahrscheinlich noch bis zum Abend zu leichtem Schneefall,
in tiefen Lagen auch zu Schneeregen. Im Norden und Osten ist die Schichtung
unter einer Absinkinversion in 700 hPa teils noch labil, so dass einzelne
Schauer von der Nordsee nach Thüringen und Sachsen ziehen. Oberhalb von 400 m
gehen die Schauer in Schnee über.
Auch sonst gibt es noch mehr oder weniger dichte Bewölkung, wobei es aber nach
Südwesten hin meist trocken ist.

Im Randbereich des kräftigen Hochs wird der Wind vor allem im Norden wieder
kräftiger mit einigen steifen Windböen vor allem an der Nordseeküste. ŽDankŽ des
kräftigeren Nordwestwindes wird es in Nordwestdeutschland etwas milder mit 6
oder 7 Grad. Sonst bleibt es mit 1 bis 5 Grad etwas kälter.

Abgesehen vom Schneefall im Alpenraum und dem kräftigen Wind an der See ist es
meist warnfrei.

Modellvergleich und -einschätzung

Die Haupt-Unterschiede bezüglich der Niederschläge am Sonntag wurden oben
erwähnt. Ansonsten sind die Prognosen recht einheitlich.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Olaf Pels Leusden