DWD -> WARNLAGEBERICHT für Deutschland –

VHDL30 DWOG 311800
Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Mittwoch, 31.07.2019, 21:00 Uhr

In der Nacht in der Nordosthälfte Schauer und Gewitter, lokal Unwetter. Nachts zögerlich nachlassende Gewittertätigkeit.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Donnerstag, 01.08.2019, 21:00 Uhr:

Während in der Südhälfte schwacher Hochdruckeinfluss vorherrscht und etwas trockenere Luft herangeführt wird, verbleibt die Nordhälfte meist unter Tiefdruckeinfluss im Bereich feuchter und instabiler Luft.

GEWITTER (auch Unwetter):
In der Nacht zum Donnerstag in der Nordosthälfte gebietsweise Gewitter, häufig mit Starkregen bis 25 l/qm in kurzer Zeit, mit geringerer Wahrscheinlichkeit auch mit Sturmböen bis 80 km/h (Bft 8 bis 9) und kleinkörnigem Hagel. Lokal begrenzt heftiger Starkregen zwischen 25 und 40 l/qm in kurzer Zeit und Hagel mit Korngrößen um 2 cm möglich. Im Südosten und Nordwesten Gewitter mit Starkregen und Sturmböen gering wahrscheinlich.

Am Donnerstag bevorzugt im Norden und Osten, etwa in einem breiten Streifen von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bis zur Lausitz rasch wieder auflebende Gewittertätigkeit. Dabei Starkregen mit Mengen um 20 l/qm in kurzer Zeit wahrscheinlich, vereinzelt auch kleinkörniger Hagel und Böen bis 70 km/h (Bft 8). Unwettergefahr etwas geringer als am Vortag, örtlich aber heftiger Starkregen über 25 l/qm in kurzer Zeit nicht ausgeschlossen.
Am Nachmittag auch im Nordwesten einzelne Gewitter, aber mit deutlich geringerer Unwettergefahr.

In der Nacht zum Freitag nordöstlich der Elbe rasches Nachlassen der Gewitteraktivität, im Nordseeumfeld dagegen bis in die zweite Nachthälfte anhaltende Gewitter. Unwetter unwahrscheinlich, aber weiterhin lokal Starkregen um 20 l/qm in kurzer Zeit, vereinzelt auch kleinkörniger Hagel und Böen bis 70 km/h (Bft 8).

NEBEL:
In der Nacht zum Donnerstag im Nordosten und Süden vereinzelt Nebel mit Sichtweiten unter 150 m.

In der Nacht zum Freitag im Norden vereinzelt Nebel mit Sichtweiten unter 150 m.

Nächste Aktualisierung: spätestens Donnerstag, 01.08.2019, 05:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Martin Jonas

DWD -> Wochenvorhersage WETTERGEFAHREN Deutschland –

Wochenvorhersage WETTERGEFAHREN Deutschland

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Mittwoch, 31.07.2019, 21:00 Uhr

Wechselhaft mit Schauern und Gewittern.

Entwicklung der WETTER- und GEFAHRENLAGE
bis Freitag, 02.08.2019, 24:00 Uhr

Am Donnerstag in den nördlichen Landesteilen einzelne Gewitter mit Starkregen bis 25 l/qm in kurzer Zeit, stürmischen Böen (Bft 8) und kleinkörnigem Hagel wahrscheinlich. Lokal Unwetter mit heftigem Starkregen über 25 l/qm in kurzer Zeit nicht ausgeschlossen.

Am Freitag im Norden und in der Mitte vermehrt Gewitter in Verbindung mit markantem Starkregen um 20 l/qm in kurzer Zeit, kleinkörnigem Hagel und stürmischen Böen (Bft 8). Lokal Unwettergefahr aufgrund von heftigem Starkregen über 25 l/qm in kurzer Zeit.

Weitere Entwicklung der WETTER- und GEFAHRENLAGE
bis Sonntag, 04.08.2019

Am Samstag außer im Westen weitere Schauer und Gewitter
wahrscheinlich, mit örtlichem Starkregen, kleinem Hagel und stürmischen Böen. Vereinzelt Unwetter nicht ausgeschlossen.

Am Sonntag keine markanten Entwicklungen.

Ausblick bis Dienstag, 06.08.2019

Am Montag wahrscheinlich noch keine markanten Entwicklungen.

Am Dienstag wieder einzelne Schauer und Gewitter mit Starkregen, kleinkörnigem Hagel und stürmischen Böen gering wahrscheinlich.

Nächste Aktualisierung: spätestens Donnerstag, 01.08.2019, 05:00 Uhr

DWD/VBZ Offenbach

DWD -> WARNLAGEBERICHT für Baden-Württemberg –

VHDL30 DWSG 311800
WARNLAGEBERICHT
für Baden-Württemberg

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Mittwoch, 31.07.2019, 20:30 Uhr

Nachts im Südosten stellenweise Nebel. Am Donnerstag heiter und warm.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage:

Zunehmender Hochdruckeinfluss über Baden-Württemberg.

NEBEL:
In der Nacht zum Donnerstag zwischen Ostalb und Bodensee stellenweise Nebel mit Sichtweite unter 150 m.

Nächste Aktualisierung: spätestens Donnerstag, 01.08.2019, 04:30 Uhr

Deutscher Wetterdienst, Regionale Wetterberatung Stuttgart, Thomas Schuster

DWD -> WARNLAGEBERICHT für Brandenburg und Berlin –

VHDL30 DWPG 311800
WARNLAGEBERICHT für
Brandenburg und Berlin

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Mittwoch, 31.07.19, 20:30 Uhr

Örtlich Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel, lokal Unwettergefahr. In der Nacht örtlich Nebelbildung.

Entwicklung der WETTER- und WARNLAGE:
Ein Tief über der Nordsee führt warme bis sehr warme und feuchte Luft heran.

UNWETTER/GEWITTER/STARKREGEN/STURM:
Bis in die Nacht zum Donnerstag hinein örtlich starke Gewitter, teils mit Starkregen um 20 l/qm in kurzer Zeit, kleinkörniger Hagel sowie Wind- oder Sturmböen mit 50 bis 70 km/h (Bft 7 bis 8). Lokal Unwettergefahr durch heftigen Starkregen über 25 l/qm und Hagel um 2 cm. Örtlich eng begrenzt extrem heftiger Starkregen über 40 l/qm nicht ausgeschlossen.
Erst in der zweiten Nachthälfte allmählich nachlassende
Gewittertätigkeit. Ab Donnerstagmittag erneut steigende
Gewitterneigung.

NEBEL:
In der Nacht zum Donnerstag örtlich Nebel, teils mit einer Sichtweite unter 150 m.

Nächste Aktualisierung: spätestens Donnerstag, 01.08.19, 04:30 Uhr

Deutscher Wetterdienst, RWB Potsdam, HA

SYNOPTISCHE UEBERSICHT MITTELFRIST

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T ausgegeben am Mittwoch, den 31.07.2019 um 10.30 UTC

Warm bis sehr warm und insgesamt wechselhaft.

Synoptische Entwicklung bis zum Mittwoch, den 07.08.2019

Am Samstag befinden wir uns am Rand des umfangreichen Langwellentroges über Nordosteuropa in einer schwachen nordwestlichen Strömung mit der warme bis mäßig
warme Luft zu uns gelangt. Bei leicht instabiler Schichtung bilden sich wiederholt Schauer und vereinzelt kurze Gewitter. Aufgrund der schwachen Strömungsverhältnisse ist Starkregen möglich.
Am Sonntag greift von Westen her ein Höhenrücken über, der auch im Bodendruckfeld eine schwache Hochdruckzone initiiert. Die
Niederschlagsneigung
nimmt ab und bei vermehrter Einstrahlung steigen die Temperaturen leicht an. Auch am Montag hält sich der antizyklonale Einfluss. Der Rücken wandert langsam
über uns nach Osten. Die Bodenhochdruckzone schwächt sich schon wieder ab und
von Westen her nähert sich eine Tiefdruckrinne. Dabei verstärkt sich die Zufuhr
warmer Luft von Südwesten her, die 15 Grad Isotherme in 850 hPa liegt abends
über der Mitte unseres Landes. Allerdings dürfte Warmluftadvektion für einiges
an hoher und mittelhoher Bewölkung sorgen, so dass der Temperaturanstieg gedämpft wird. Im Westen sind erste Schauer und Gewitter zum Abend möglich. Am Dienstag zieht der Rücken ins östliche Mitteleuropa ab. Vor dem sich Irland
nähernden Drehzentrum eines Langwellentroges stellt sich über Mitteleuropa eine
recht glatte westsüdwestliche Strömung ein, mit der weiter warme (aber nicht
mehr ganz so warme, wie am Montag) Luft zu uns geführt wird. Das Bodentiefdrucksystem weitet sich über die Nordsee nach Südskandinavien aus und
die eingelagerten Tiefausläufer sorgen für den nötigen Hebungsimpuls, so dass
wechselhaftes Wetter mit Regen, Schauern und einzelnen Gewittern herrscht. Am Mittwoch verlagert sich das Drehzentrum des Langwellentroges nach Irland. In
der zyklonalen westsüdwestlichen Strömung herrscht weiterhin wechselhaftes Wetter mit Niederschlägen, wobei im Nordwesten langsam kühlere Meeresluft herangeführt wird, ansonsten haben wir es, auch wenn das
Temperaturniveau leicht
zurückgeht, mit warmen Luftmassen zu tun.

In der erweiterten Mittelfrist geht es insgesamt zyklonal, und damit wechselhaft
weiter. Vor einer dann wieder kräftigeren Austrogung über Westeuropa könnte mit
einer eher südwestlichen Strömung wieder wärmere Luft zu uns gelangen.

Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs

Die Konsistenz des IFS Modells ist recht gut. Es sind zwar weiterhin Unstimmigkeiten in den Phasen der Wellen vorhanden, diese bleiben aber durchaus
im Rahmen. Gestern wurde in der Nacht zum Montag noch ein Kurzwellentrog simuliert, der den Rücken über uns überlaufen sollte. Dieser ist jetzt komplett
raus. In der Folge wird das geschehen im aktuellen Lauf leicht beschleunigt simuliert. Diese (kleineren) Abweichungen stellen die Modellergebnisse aber keinesfalls in Frage.

Vergleich mit anderen globalen Modellen

Die anderen globalen Modelle haben auch keine alternativen Entwicklungen in petto. Die Abweichungen sind für den mittelfristigen Zeitraum durchaus im Rahmen
und zeigen sich wiederum eher in einer Verschiebung der Wellenphasen, als in
grundsätzlich anderen Abläufen.

Bewertung der Ensemblevorhersagen

Die Ensembles stützen anhand der Rauchfahnen diverser deutscher Städte die Aussagen des operationellen Laufs. Bei geringem Spread folgen die Kurven für
T850 und Geopot.500 im Median den Verläufen der operationellen Lösung. Die Niederschläge zeigen Sonntag und Montag ein Minimum, dann nehmen die Signal wieder zu. Aus dieser Sicht bestehen an den getroffenen Aussagen nur wenig Zweifel.
Bis +240h wird jeweils nur ein Cluster gebildet. Die jeweils repräsentativen
Member ähneln dem Hauptlauf.

Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen

Es gibt seitens der Ensembleverfahren keine Hinweise auf markante Entwicklungen.
In der recht warmen, teils sehr warmen Luft sind aber sicher einige kräftigere
Gewitterentwicklungen denkbar, die vielleicht auch in den
Unwetterbereich gehen,
ohne das daraus gleich eine Unwetterlage resultiert.

Basis für Mittelfristvorhersage
MosMix, IFS, IFS EPS

VBZ Offenbach / Dipl. Met. Bernd Zeuschner