IDW10100 Western Australia Forecast Issued at 4:45 am WST on Friday 16 April 2021

IDW10100
Australian Government Bureau of Meteorology
Western Australia

Western Australia Forecast
Issued at 4:45 am WST on Friday 16 April 2021
for the period until midnight WST Monday 19 April 2021.

Warning Information
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210* or listen for warnings on relevant TV and radio broadcasts.

Weather Situation – Northern Western Australia
A trough lies over the far western Pilbara. Fresh and gusty easterly winds over
the next few days with strong ridge over the south of the State.

Weather Situation – Southern and Central Western Australia
A ridge remains over southern parts of the state which will drift slightly
south on Friday. Over the weekend a trough will form off the west coast and a
high will move into the Bight. On Monday the trough moves inland as a cold
front brushes the south coast.

Forecast for the rest of Friday 16 April
Chance of fog over far southern parts of the state early morning. Mostly sunny
day.

Forecast for Saturday 17 April
Mostly sunny.

Forecast for Sunday 18 April
Mostly sunny.

Forecast for Monday 19 April
Showers near the south coast and the adjacent inland.

The next routine forecast will be issued at 4:30 pm WST Friday.

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SXEU31 DWAV 141800 SYNOPTISCHE UEBERSICHT KURZFRIST ausgegeben am Donnerstag, den 15.04.2021 um 18 UTC

SXEU31 DWAV 151800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Donnerstag, den 15.04.2021 um 18 UTC

Markante Wettererscheinungen:
Heute Nacht im östlichen Bergland Schneefall und verbreitet Frost. In den
kommenden Tagen weiterhin viele Wolken, leicht unbeständig und nur sehr zögernd
milder.

Synoptische Entwicklung bis Sonntag 12 UTC

Aktuell … befindet sich ein umfangreiches Höhentief über dem zentralen Europa,
das insgesamt drei Kerne aufweist (über der Ukraine, Ungarn und dem Jura).
Dagegen erstreckt sich eine Brücke hohen Potentials von einem atlantischen
Höhenrücken über Skandinavien hinweg bis nach Nordrussland. Das zugehörige
Bodenhoch hat seinen Schwerpunkt über Skandinavien und erstreckt sich nach
Südwesten bis zur Biskaya und nach Nordosten bis in den Norden Russlands.
Bodennah befindet sich ein Tief im Süden Weißrusslands. Zwischen diesen Systemen
fließt aus Nordosten eine für die Jahreszeit sehr kalte Luftmasse ein, die in
850 hPa gerade mal um -6 Grad aufweist. An der Westflanke des Tiefs greift aber
allmählich Warmluftadvektion auf den Osten Deutschlands über, so dass dort
geschlossene Bewölkung aufzieht und von Oder und Neiße her Regen einsetzt. Über
der Mitte und dem Süden Deutschlands ist die Schichtung noch labil, dort hat es
tagsüber zahlreiche Schauer gegeben, die aber nicht sehr hochreichend waren und
dementsprechend schwach ausfielen.

In der kommenden Nacht lösen sich die Quellwolken rasch wieder auf, so dass es
über dem Westen und Süden zeitweise klar wird. Von Osten greifen aber die durch
die WLA entstehenden hohen und mittelhohen Wolken immer weiter nach Westen aus,
so dass diese Wolken bis zum Morgen fast ganz Deutschland überdecken.
Regenfälle, respektive Schneefall greift von Brandenburg und Ostsachsen west-
und südwestwärts aus und kommt über der Mitte des Landes mindestens bis zur Rhön
voran. Vor allem in Sachsen, Ostthüringen und Nordbayern kann bis in tiefe Lagen
Schnee fallen, der auch liegen bleibt. Vor allem vom Lausitzer Bergland bis zum
Westerzgebirge muss mit 2 bis 5 cm Neuschnee gerechnet werden, in höheren Lagen
auch bis zu 10 cm. Richtung Flachland sowie in den Mittelgebirgen nach Westen
hin fällt etwas weniger Schnee. In großen Teilen des Landes, vom Nordosten
abgesehen, muss in der Nacht zum Freitag wieder mit leichtem Frost gerechnet
werden. Glättegefahr besteht aber – abgesehen von den Schneefallgebieten – nur
in den relativ unwahrscheinlichen Fällen, in den denen Restnässe nicht mehr ganz
verdunsten kann, vor die Belagstemperaturen unter 0 Grad sinken.

Freitag … zieht das westliche Höhentief südwestwärts Richtung Pyrenäen. Diese
Tatsache, zusammen mit der Warmluftadvektion von Osten, sorgt für Stabilisierung
der Schichtung, so dass am Freitag keine Schauer mehr entstehen. Dazu trägt auch
bei, dass die Sonnenanteile im Vergleich zum Vortag deutlich abnehmen und damit
auch vom Boden her keine Labilisierung stattfindet. Insgesamt dominieren also
viele Wolken, aus denen vor allem in einem Gebiet, das sich von der südlichen
Mitte in den Süden ausdehnt, auch noch leichte Niederschläge fallen, die im
Tagesverlauf weiter abnehmen. Insgesamt steigt das Temperaturniveau etwas an
(auf etwa -4 Grad in 850 hPa), so dass die Schneefallgrenze dann tagsüber eher
bei etwa 600 bis 700 m zu finden sein wird und Glättegefahr kein Thema mehr ist.
Mit etwas mehr Sonne darf man Richtung Nordsee und unmittelbar an den Alpen
rechnen. Die Höchstwerte erreichen mit leichter Sonnenunterstützung im
Nordwesten etwas über 10 Grad, in den trübsten Regionen vom Osten bis in den
Südwesten werden es wohl nur um die 5 Grad werden. Am Rande des Hochdruckgebiets
weht der Wind schwach bis mäßig aus Nord und bleibt weiterhin unter der
Warnschwelle.

In der Nacht zum Samstag ändert sich im Großen und Ganzen nicht viel. Von Osten
nähert sich ein neues Gebiet mit Warmluftadvektion dem Nordosten Deutschlands,
so dass sich dort nicht nur die Wolken noch mehr verdichten, sondern auch wieder
leichter Regen auf den Nordosten übergreift. In 850 hPa steigt dann auch die
Temperatur im Nordosten auf etwa 0 Grad an. Etwas kälter ist es noch im
östlichen Bergland, so dass dort in den Höhenlagen geringfügiger Schnee fallen
kann, wahrscheinlich in Lagen oberhalb etwa 400 m. Im Süden hört dagegen der
Niederschlag vollständig auf. Die größten Chancen auf Wolkenauflockerungen gibt
es weiterhin ganz im Nordwesten und an den Alpen. Insbesondere dort kann die
Temperatur noch einmal deutlich in den Frostbereich absinken. Ansonsten zeigt
MOS auch zur Mitte und im Westen noch leichten Frost, allerdings ist angesichts
der Bewölkung fraglich, ob die Temperatur noch einmal so weit absinkt. Im
Nordosten bleibt es unter den Wolken sicherlich frostfrei.

Samstag … ändert sich an der großräumigen Konstellation weiterhin nicht viel.
Der Höhentiefkomplex weist neben Kernen im westlichen Mittelmeer und in der
Ukraine neue Kerne über Polen (schwach ausgeprägt) und vor der Küste
Südnorwegens auf. Von Osten gelangt in den Nordosten noch etwas feuchtere Luft,
die zudem etwas labil geschichtet ist, so dass es dort im Laufe des Tages wieder
etwas verstärkt zu Schauern kommt. Ansonsten wird für die gesamte Osthälfte
weiterhin sehr viel Bewölkung simuliert, aus der vielleicht noch geringfügiger
Regen fällt. Schnee ist immer weniger ein Thema, da sich die Luftmasse langsam
weiterhin erwärmt. So werden in 850 hPa bis zum Abend zwischen -3 und +1 Grad
erreicht, mit den höchsten Werten in Ostseenähe. Das erlaubt auch im ganzen Land
allmählich wieder etwas höhere 2-m-Temperaturen. So werden im Westen, wo es
etwas mehr Sonne gibt, wieder beinahe jahreszeitgemäße 10 bis 14 Grad erreicht.
Unter den dichten Wolken bleibt es meist bei 7 bis 11 Grad. Da sich auch an den
Bodendruckgebilden nicht viel ändert, bleibt es bei dem schwachen bis mäßigen
Nordwind.

In der Nacht zum Sonntag zieht der schwache Höhentiefkern von Polen Richtung
Ostdeutschland. In Kombination mit der sehr feuchten Luftmasse hält vom Osten
bis zur Mitte die Schauertätigkeit an. Wolkenauflockerungen kann es dagegen ganz
im Norden, im Westen und im Süden geben. In Kombination mit dem allgemein
angestiegenen Temperaturniveau sollte Frost nur noch vereinzelt auftreten, vor
allem in höheren Lagen des Berglandes bzw. wenn es im Bergland mal auflockert.
Das Hochdruckgebiet zieht sich weit in den Nordosten zurück, während das Tief im
Südosten immer schwächer wird. Das hat zur Folge, dass sich über Deutschland der
Wind noch etwas abschwächt und teils fast einschläft, meist aber weiter aus
nördlichen Richtungen kommt.

Sonntag … bestimmt weiterhin das Höhentief das Wettergeschehen. Es zieht noch
etwas zur Mitte Deutschlands. Bodennah gelangen wir dagegen immer mehr in den
Bereich eines schwachen Keils des Hochs, dessen Schwerpunkt über Nordrussland zu
finden. Damit herrschen aber über Deutschland sehr schwache Windverhältnisse.
Das Höhentief sorgt zunehmend im ganzen Land für leichte Labilität, so dass der
Himmel allgemein von konvektiver Bewölkung geprägt ist, zwischen der auch ab und
zu mal die Sonne herauskommt. Allerdings wird es wieder zu einigen Schauern
kommen, auch wenn die Labilität nicht überbordend ist und bei 700 bis 600 hPa
die Obergrenze der Schauer erreicht ist. Ob dann auch einzelne Gewitter, wie von
ICON im Nordosten angedeutet wird, auftreten, ist fraglich. Mit der wieder etwas
milderen Luftmasse erreichen die Höchstwerte meist 10 bis 14 Grad, lediglich im
Süden zeigt MOS immer noch einstellige Werte. Damit befinden wir uns immer noch

  • im Vergleich zum jahreszeitlichen Mittel – selbst wenn man das alte Mitte
    61-90 nimmt – im leicht unterdurchschnittlichen Bereich.

Modellvergleich und -einschätzung

Im Detail gibt es durchaus leichte Unterschiede zwischen den Modellen. So werden
die Niederschlagsgebiete teils leicht unterschiedlich positioniert. Zudem fällt
auf, dass am Samstag IFS das Höhentief schwächer ausgeprägt zeigt als ICON und
GFS.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Peter Hartmann

SYNOPTISCHE UEBERSICHT MITTELFRIST Donnerstag, den 15.04.2021 um 10.30 UTC

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Donnerstag, den 15.04.2021 um 10.30 UTC

Zunächst zögerlich milder, bevorzugt im Süden und Osten leichte Niederschläge.
Zum Ende von Norden wieder kühler und häufig trocken.

Synoptische Entwicklung bis zum Donnerstag, den 22.04.2021

Die Mittelfrist ist zunächst geprägt von einer kräftigen Blockierung (hoher
Luftdruck und hohes Geopotenzial über Skandinavien und Nordosteuropa), das durch
einen markanten Grönland-Trog gestützt wird. Demgegenüber steht tiefer Luftdruck
bzw. relativ gesehen tieferes Geopotenzial in Süd- und Südosteuropa. Diese
Konstellation entspricht synoptisch einer High-over-Low-Lage. Dadurch wird
zumindest bis Anfang der neuen Woche der NAO-Index leicht negativ bleiben.

Zur Wochenmitte kommt etwas Bewegung in die eingefahrene Lage. Verantwortlich
dafür sollte ein über dem westlichen und mittleren Nordatlantik im Verlauf stark
amplifizierter Langwellentrog sein, der vorderseitig hohes Geopotenzial von
Grönland bis zu den Britischen Inseln (Höhenrücken)aufbaut. Dadurch wird die
Rossby-Welle über dem atlantisch-europäischen Raum etwas progressiver. Damit
einhergehend verlagert sich der Grönlandtrog in Richtung Skandinavien, unter
deutlicher Verkürzung seiner Wellenlänge und zunehmender Amplitude, was teils
auch dem hohen Geopotenzial weiter östlich geschuldet ist. Die entscheidende
Frage für Mitteleuropa wird die Progressivität der Welle sein, die von den
Modellen noch recht unterschiedlich simuliert wird. Synoptisch gesehen bietet
diese Konstellation recht hohes Potenzial für einen erneuten meridionalen
Kaltluftausbruch nach Mittel- bzw. Osteuropa an.

Kurz noch zum konkreten Wetterablauf für Deutschland:

Bis Dienstag verbleibt das Vorhersagegebiet zwischen hohem Luftdruck über
Skandinavien und Nordosteuropa und tiefem Luftdruck über Süd- und Südosteuropa
in einer nordöstlichen Strömung, wobei sich die liegengebliebene Kaltluft in
Mitteleuropa strahlungsbedingt und aufgrund schwacher Warmluftadvektion um das
Höhentief über Süd- und Südosteuropa herum allmählich erwärmt (850
hPa-Temperatur steigt bis Dienstagfrüh auf o bis etwa 3 Grad Celsius an).
Gleichzeitig wird von den Modellen in diesem Zeitraum recht einheitlich
zeitweise moderate Hebung über dem Osten und Südosten simuliert (WLA und PVA
durch kurzwellige Anteile).

Zum Mittwoch verlagert sich das Höhentief mit Schwerpunkt etwa bis zur Krim bzw.
zum Asowschen Meer. Gleichzeitig rückt von den Britischen Inseln und der Nordsee
eine stark abgeschwächte und okkludierte Front näher an Deutschland heran, die
aber voraussichtlich von steigendem Luftdruck über den Britischen Inseln
(gestützt durch den beschriebenen amplifizierten Rücken über dem Ostatlantik)
überlaufen wird und sich im südlichen Teil weitgehend auflöst. Über
Südskandinavien sollte diese allerdings durch den ehemaligen Grönlandtrog
aktiviert werden, der sich über dem Nordmeer und Skandinavien stark
amplifiziert. Danach ist wie beschrieben die weitere Zugbahn des Troges
unsicher, wobei die zugehörige Kaltfront am Donnerstag etwa bis zur Mitte
Deutschlands vorankommen sollte. Dann könnte die 850 hPa-Temperatur im Norden
des Landes wieder auf -3 bis -5 Grad absinken. Auch im Süden sinken die 850
hPa-Temperaturen auf Werte zwischen 0 bis -2 Grad. Mit dem Trog wird im Norden
und Osten dynamische Hebung (durch PVA) und eine gewisse Labilisierung
(IPV-Anomalie auf Theta = 320 K) simuliert, die teils für konvektive
Niederschläge sorgen könnte. Im Rest Landes sollte die Kaltfrontpassage eher
antizyklonal (meist trocken) über die Bühne gehen.

In der erweiterten Mittelfrist könnte Deutschland zwischen hohem Luftdruck über
dem Nordmeer und tiefem Luftdruck über Nordosteuropa in einer nördlichen
Strömung liegen, die voraussichtlich weiterhin eher antizyklonal geprägt sein
sollte.

Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs

Synoptisch gesehen bestehen bereits am Beginn der Mittelfrist Unterschiede in
Bezug auf Lage und Wetterwirksamkeit der Höhentiefs, einerseits das umfangreiche
Höhentief mit mehreren Bodentiefs über dem zentralen Mittelmeerraum und
andererseits kleinräumige Höhentiefs über Osteuropa. Relevant für Mitteleuropa
ist diesbezüglich in erster Linie das Auftreten und die Menge an Niederschlag,
der in den Läufen entsprechend unterschiedlich simuliert wird. Zum Ende der
Mittelfrist wird das Übergreifen eines Langwellentroges von Norden her nun
weiter östlich gerechnet. Damit könnten auch die damit einhergehende Abkühlung
sowie zu erwartende Niederschläge aufgrund verstärkt antizyklonalen Einflusses
von den Britischen Inseln her schwächer ausfallen.

Vergleich mit anderen globalen Modellen

Die synoptische Entwicklung wird von anderen Globalmodellen wie ICON oder GFS
zunächst recht ähnlich gesehen. Im Detail gibt es natürlich bezüglich Lage und
Wetterwirksamkeit der erwähnten Höhentiefs noch teils deutliche Unterschiede.
Zum Ende der Mittelfrist wird die Verlagerung des Langwellentroges über
Skandinavien am Rande hohen Luftdrucks und Geopotentials von den Britischen
Inseln bis ins Nordmeer (GFS) dann unterschiedlich gerechnet. IFS und auch ICON
simulieren die Progressivität der erneut recht stark amplifizierten Rossby-Welle
deutlich stärker als GFS. Damit fällt der markanteste Kaltluftausbruch,
gekoppelt mit mehr Niederschlagssignalen nach dieser Lesart eher weiter östlich
und südöstlich aus.

Bewertung der Ensemblevorhersagen

Die Clusterung von IFS weist bis +96 h nur ein gruppiertes Cluster auf, was der
weiter oben beschriebenen synoptischen Situation entspricht. Die folgenden
Cluster (t+120…+168 h) bestehen aus 3 synoptischen Mustern, die allerdings für
Mitteleuropa nur insofern Relevanz aufweisen, als dass jeweils sowohl der
amplifizierte Rücken über dem Ostatlantik als auch der Trog über Skandinavien
sich im Verlauf in Bezug auf Wellenlänge, Ausprägung und Progression der
Rossby-Welle insgesamt unterscheiden.

Im nachfolgenden Zeitschritt (t+192…240 h) wird die oben genannte Diversität
weitergeführt. Konkret lässt Cluster Nr.3 den beschriebenen Höhenrücken über dem
Ostatlantik mehr in Richtung Mitteleuropa wandern. Die Mehrzahl der ENS-Member
(Cluster Nr.1 und Nr.2) simuliert allerdings im Wesentlichen den Aufbau einer
Geopotenzialbrücke von den Britischen Inseln bis nach Nordosteuropa. Das könnte
zu einer Abschnürung des ehemaligen Troges über Osteuropa mit Tendenz zu einer
erneuten High-over-Low-Lage führen (Schema hohes Geopotenzial über dem Nordmeer
und Skandinavien und tiefem Geopotenzial über Ost- und Südosteuropa) oder aber
Hoch Ostatlantik/ Nordmeer und entsprechend tiefer Luftdruck über Skandinavien
bzw. Osteuropa. Auffällig ist hier der Spread bzgl. Prognose des NAO-Index (von
leicht positiv bis erneut negativ). Insgesamt sind also Großwetterlagen wie
Nord- oder Nordost antizyklonal, eventuell auch zyklonal und mit geringer
Wahrscheinlichkeit auch Trog Mitteleuropa im Spektrum der Möglichkeiten.

Bei Betrachtung der Rauchfahnen für repräsentative Regionen in Deutschland
bestätigt sich im Wesentlichen der beschriebene Trend:
Im Norden und Osten sieht man den Trend zu einem zögerlichen Anstieg der
850-hPa-Temperatur so bis Mittwoch. Danach sinken die Werte (bei allerdings
recht großem Spread nach oben) wieder auf -4 bis -6 Grad bis nächsten Freitag
(Kontrolllauf und Hauptlauf). Deutliche Signale für leichte Niederschläge sind
bis Dienstag vorhanden, danach nimmt die Unsicherheit wie beschrieben deutlich
zu.

Nach Süden und Südosten sieht es bezüglich der Niederschlagssignale ähnlich aus,
allerdings wird die Abkühlung später (zum nächsten Wochenende hin, bei sehr
großem Spread) und auch mit geringerer Amplitude simuliert (Hauptlauf und
Kontrolllauf).

Ähnliches gilt für den Westen des Landes. Dort werden zudem die ohnehin
schwachen Niederschläge noch mit geringerer Wahrscheinlichkeit simuliert.

Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen

Im gesamten Mittelfristzeitraum sind sehr wahrscheinlich keine markanten
Wetterereignisse zu erwarten.

Erwähnenswert bleibt lediglich die zunehmende Trockenheit (vor allem in Teilen
der Mitte und des Südens).

Basis für Mittelfristvorhersage
IFS-EPS, GFS-EPS, ICON, MOSMIX

VBZ Offenbach / Dipl. Met. Dr. Jens Bonewitz

VHDL16 DWSG 151000 Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

VHDL16 DWSG 151000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Donnerstag, 15.04.2021, 11:30 Uhr

Tagsüber wechselhaft mit Schnee-, Regen- und Graupelschauern. 
Kommende Nacht verbreitet Frost, lokal Glätte. 

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag nach meist freundlichem Beginn zunehmende Quellbewölkung
mit ersten, am Nachmittag häufigeren Regen-, Schnee- oder 
Graupelschauern, vereinzelte Gewitter nicht ausgeschlossen. Abends 
abklingende Niederschläge. Höchstwerte von 3 Grad im Südschwarzwald 
bis 11 Grad im Rheintal. Schwacher Nordostwind, bei Schauern und 
Gewittern starke Böen. 

In der Nacht zum Freitag lockere Wolken, im Laufe der Nacht in der 
Nordhälfte aus Nordosten stark bewölkt. Ausgangs der Nacht im 
Nordosten etwas Schnee oder Schneeregen, sonst trocken. Minima von +2
bis -5 Grad. Lokal Glätte. Am Feldberg aufkommende stürmische Böen 
aus Nordost. 

Am Freitag im Norden und in der Mitte stark bewölkt, am Vormittag 
örtlich etwas Schnee oder Schneeregen. Im Süden noch längere Zeit 
locker bewölkt und trocken. Höchstwerte von 2 Grad im höheren 
Bergland bis 9 Grad in der Kurpfalz. Meist schwacher, in Böen 
frischer Wind aus Nordost. Im Feldberggebiet starke bis stürmische 
Böen.

In der Nacht zum Samstag wolkig, teils stark bewölkt, trocken. 
Tiefstwerte zwischen +2 Grad und -4 Grad mit den tiefsten Werten 
Richtung Allgäu. Auf dem Feldberg starke bis stürmische Böen aus 
Nordost.

Am Samstag wolkig, zeitweise stark bewölkt, meist trocken. Maxima von
4 Grad im Bergland bis 12 Grad im Raum Mannheim. Schwacher, in Böen 
teils frischer Nordostwind.

In der Nacht zum Sonntag wolkig bis stark bewölkt, kaum Niederschlag.
Minima +4 bis -1 Grad. 

Am Sonntag wolkig, zeitweise auch stark bewölkt. Lokal etwas Regen, 
anfangs im oberen Bergland, im Tagesverlauf nur noch im 
Hochschwarzwald etwas Schnee. Höchstwerte von 6 Grad im höheren 
Bergland bis 14 Grad im nördlichen Rheintal. Schwacher, in Böen teils
frischer Wind nördlicher Richtung.

In der Nacht zum Montag teils aufgelockert, teils stärker bewölkt. 
Örtlich etwas Regen, im Hochschwarzwald etwas Schnee. Tiefstwerte 5 
bis 0 Grad.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Donnerstag, den 15.04.2021, 11:30 Uhr -
"Nach erneut verbreitet frostiger Nacht - der vierten in Folge - mit 
Tiefstwerten bis -6,6 Grad an der Station Nürnberg-Netzstall setzt 
sich in weiten Landesteilen das kühle und wechselhafte Aprilwetter 
fort. Nach meist sonnigem Tagesbeginn entwickeln sich in der polaren 
Meeresluft wieder lokale Schauer, die teils bis in tiefe Lagen mit 
Schnee oder Graupel vermischt sein können.

Spannend wird es im Osten des Landes, wo aktuell die dichten Wolken 
des Tiefs XANDER über Polen übergreifen. Sie bringen etwas Regen oder
Schneeregen, im Erzgebirge Schnee. In der kommenden Nacht gehen die 
Niederschläge von der Lausitz über das Vogtland bis zur Rhön auch in 
tiefen Lagen immer mehr in Schnee über. Von daher ist beim 
morgendlichen Blick aus dem Fenster in den genannten Regionen 
durchaus nochmals mit einer dünnen Schneedecke zu rechnen. Immerhin 
sorgt aber die Wolkendecke im Osten für eine Frostabschwächung bei 
Tiefstwerten um den Gefrierpunkt. Im Rest des Landes sind verbrietet 
wieder Minima zwischen -1 und -5 Grad zu erwarten. Entsprechend sind 
Schutzmaßnahmen für empfindliche und teils schon blühende Pflanzen 
erneut zu treffen.

Bis zum Wochenende ändert sich an der Wetterlage kaum etwas. Das Tief
XANDER bleibt über Polen hängen und versorgt uns mit vielen Wolken 
und ab und an ein wenig Regen, im Bergland auch Schnee. Lediglich von
der Nordsee bis zum Oberrhein bleibt es vielfach freundlich und 
trocken. Insgesamt kann sich die Luftmasse etwas erwärmen, so dass 
Nachtfröste immer seltener werden (nur noch bei längeren 
Auflockerungen und in exponierten Lagen). Auch tagsüber nähern wir 
uns wieder vermehrt der 15 Grad Marke an, die Dimensionen des 
Märzsommers mit teils über 25 Grad bleiben aber vorerst unerreichbar.
"

Das erklärt Dipl.-Met. Robert Hausen  von der 
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in 
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

DWD -> Thema des Tages 2021-04-15: Eispanzer gegen Kälte

Thema des Tages

Eispanzer gegen Kälte

Nach "Februarwärme" und "Märzsommer" nun Aprilwetter mit Spätfrösten 
- die Natur liegt unterm Strich voll im Soll. Die Talsohle bei den 
Temperaturen ist nun aber erreicht und es geht wieder aufwärts. 

Auch in der vergangenen Nacht sank das Thermometer vielerorts wieder 
in den Frostbereich ab. Gerade in klaren, windschwachen Nächten wie 
aktuell kann die Restwärme vom Boden ausgehend ungehindert in höhere 
Luftschichten entweichen und unmittelbar in Bodennähe wird es dadurch
am kältesten. Die vom Stationsmessnetz des DWD's eingefangene 
Tiefsttemperatur in 2 Metern Höhe lag in der vergangenen Nacht bei 
-6,6 Grad an der Station Nürnberg-Netzstall. In Landshut wurden in 5 
cm über dem Erdboden sogar an die -10 Grad gemessen. In den 
Vornächten sah es nicht viel anders aus. 

Wie die Übersicht aus dem gestrigen Thema des Tages eindrucksvoll 
zeigt, sind Spätfröste im Frühjahr keine Seltenheit. Die Wetterlagen 
zeigen dabei durchweg ähnliche Muster: Kaltluftausbrüche aus dem 
Nordmeer, wobei die Meereskaltluft bei uns von Westen bodennah rasch 
unter Hochdruckeinfluss gerät. Fertig ist ein gefährlicher Mix, der 
die oben beschriebenen Strahlungsnächte in einer trocken-kalten 
Luftmasse (niedrige Taupunkte) begünstigt. Das treibt so einigen 
Landwirten und Hobbygärtnern die Schweißperlen auf die Stirn - gerade
wenn die Natur wie in diesem Jahr nach mehr als 20 Grad im Februar 
bereits große Fortschritte gemacht hat. Dennoch muss man festhalten, 
dass wir uns - phänologisch betrachtet - noch inmitten des 
Erstfrühlings befinden und damit ziemlich genau im langjährigen 
Mittel der Phänologischen Uhr (siehe auch Thema des Tages vom 
05.04.2021). Der Erstfrühling zeichnet sich dadurch aus, dass die 
strahlend gelben Blüten der Forsythie erstmals zum Vorschein kommen. 
Etwas später folgen Buschwindröschen, Ahorn und Kirsche nach und bei 
Rosskastanie, Birke und Johannisbeere entfalten sich die ersten 
Blätter. Die Natur liegt aktuell sozusagen voll im Plan, wohingegen 
sie zum selben Zeitpunkt des vergangenen Jahres bereits an der 
Schwelle zum Vollfrühling stand. 2020 war die Flora im Vergleich 
somit knapp 2 Wochen weiter. 

Wie groß ist nun der Kältestress - sprich die Belastung der Pflanzen 
bei den aktuellen nächtlichen Temperaturen? Das hängt natürlich stark
von der Herkunft ab. Exotische Pflanzen tropischer Herkunft können 
bereits bei +10 Grad erhebliche Schäden nehmen - euphorische Käufer 
bei über 20 Grad Ende Februar werden da nun bitter bestraft. Häufig 
gibt es aber auch winterharte (kälteresistente) Unterarten wie 
beispielsweise die Japanische Faserbanane. Viele Kohlarten und Salate
sind hingegen winterhart und Fröste verleihen sogar erst einen 
süßlichen Geschmack. Um Grünkohl und Rosenkohl muss man sich bis -10 
Grad keine Sorgen machen, Wirsing und Radicchio halten sogar strengen
Frost bis -15 Grad aus. Vollkommen unempfindlich sind Pastinaken und 
Schwarzwurzeln, wobei das Ernten erfolgen sollte, bevor die Böden 
nach langen Frostperioden mehrere Zentimeter tief gefroren sind. 
Sonst muss der Presslufthammer her. 

Grundsätzlich sollte man folgende Faustregeln im Hinterkopf haben:

 - Je kleiner und jünger die Pflanze, desto empfindlicher ist sie. 

 - Vor allem die Wurzeln müssen vor Frost und Kälte geschützt werden.


 - Laubabwerfende Pflanzen sind frosttoleranter als immergrüne 
Pflanzen. 


Gerade für die Blüten an den Obstbäumen (wie derzeit die Kirsche) 
gilt:

 - Keine Triebe: selbst strenge Fröste kein Problem

 - Geschlossene Knospen: unter minus 5 Grad wird's kritisch

 - Erste Blütenblätter zu sehen: leichter Frost liegt im 
Toleranzbereich 

 - Offene Blüten: erste Schäden bereits unter 0 Grad

Daher schützen derzeit viele Obstbauern die Blütenbestände wieder 
durch die sogenannte "Frostschutzberegnung". Dabei wird kurz vor 
Eintreten des Frostes durch die Sprengung mit feinen Tröpfchen ein 
Wasserfilm um die Blüten gelegt. Gefriert dieses, wird durch den 
Übergang des Aggregatzustandes von flüssig in fest Wärme freigesetzt,
die die Temperatur im Eispanzer konstant bei 0 Grad hält. Auf diese 
Weise nehmen Knospen und Blüten keinen Schaden.

Die gute Nachricht zum Schluss. Es geht in den kommenden Tagen mit 
den Temperaturen zögernd etwas aufwärts - vor allem nachts. Das liegt
zum einen an vielen Wolken, die von Osten nach Deutschland 
geschaufelt werden und zum anderen wird der Zustrom der Polarluft aus
Norden abgeschnitten und die Strömung dreht auf Ost. So kann sich die
Luftmasse über uns langsam erwärmen, so dass wir zum Wochenende 
allmählich wieder auf die 15 Grad Marke zusteuern. Nach 
"Februarwärme" und "Märzsommer" sind wir allerdings auch 
mittelfristig weit von einer "Aprilhitze" entfernt. Aber auch wenn 
spätestens im Mai sicherlich ein paar wärmere Tage auf uns warten 
werden, sind die Eisheiligen Mitte Mai auch immer für ein nochmaliges
Spätfrostintermezzo gut. 


Dipl.-Met. Robert Hausen
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale 
Offenbach, den 15.04.2021

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

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