DWD -> WARNLAGEBERICHT für Baden-Württemberg –

VHDL30 DWSG 171800
WARNLAGEBERICHT
für Baden-Württemberg

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Donnerstag, 17.09.2020, 20:30 Uhr

Nachts in Oberschwaben gebietsweise Hochnebel. 

Entwicklung der Wetter- und Warnlage: 

Ausbreitender Hochdruckeinfluss.

In den nächsten 24 Stunden voraussichtlich keine warnwürdigen 
Wettererscheinungen.


Nächste Aktualisierung: spätestens Freitag, 18.09.2020, 04:30 Uhr

Deutscher Wetterdienst, Regionale Wetterberatung Stuttgart, Thomas 
Schuster

SYNOPTISCHE UEBERSICHT MITTELFRIST

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Donnerstag, den 17.09.2020 um 10.30 UTC

Anfangs sonniges Hochdruckwetter, ab Wochenmitte TrW.

Synoptische Entwicklung bis zum Donnerstag, den 24.09.2020

Zu Beginn des Mittelfristzeitraumes am Sonntag befindet sich Deutschland im
Einflussbereich einer ausgedehnten Hochdruckbrücke, die sich vom Atlantik über
den Britischen Inseln und Mitteleuropa bis zum Balkan erstreckt. Die nördliche
Frontalzone befindet sich über dem europäischen Nordmeer und tangiert
Deutschland vorerst in keiner Weise.
Über Südwesteuropa hingegen hält sich schon seit längerem ein hochreichendes
Tief/Höhentiefkomplex mit mehreren Kernen. An dessen Vorderseite gelangen
zumindest in den äußersten Südwesten von Deutschland feuchte und potenziell
instabile Luftmassen. Dort gibt es eine geringe Schauer- und Gewitterneigung.
Bei PPWs um 25 mm und eher geringen Höhenwinden ist Starkregen bei Auslösung
durchaus bis in den Unwetterbereich möglich. Größtenteils bleibt aber der
trockene, eher warme und sonnige Witterungscharakter über Deutschland erhalten.
In 850 hPa liegen Deutschlandweit die Temperaturen um 11 Grad. Nachts kühlt es
strahlungsbedingt aber durchaus auf Werte deutlich unter 10 Grad ab.

In der Nacht zu Montag kommt es in der Jrminger See entlang der atlantischen
Frontalzone zu einer Wellenbildung und einer raschen Zyklogenese. Dabei entsteht
am Boden ein kleinräumiges Sturmtief mit 965 hPa Kerndruck, welches sich am
Montag von Island über der Norwegischen See in Richtung Barentssee verlagert.
Gleichzeitig entwickelt sich über dem Atlantik ein Langwellentrog, der die
Frontalzone allmählich in Richtung Westeuropa verdrängt. Über Deutschland ändert
sich im Vergleich zum Vortag nicht viel.

Am Dienstag nähert sich der Langwellentrog weiter Europa an und greift zum Abend
hin auch auf Irland und Groß Britannien über. Dabei entwickelt sich über
Schottland ein weiteres Wellentief. Die Anströmung über Deutschland steilt etwas
auf und wird zu nehmend zyklonaler. Die feuchten und potenziell instabilen
Luftmassen gelangen im Laufe des Tages immer mehr nach Norden, wobei auch die
Schauer- und Gewitterneigung deutlich zunehmen und nach Norden hin ausgreifen
dürfte.
Das Höhentief/Komplex über Südwesteuropa wird dabei auf der Vorderseite des
Langwellentrogs in dessen Strömungskomplex eingebunden. Die Ostflanke des
Höhentiefkomplexes verlagert sich als Randtrog auf der Vorderseite des
Langwellentrogs nach Nordosten. Das Hoch wird dabei nach Südosteuropa drängt.

Am Mittwoch greift der Langwellentrog mit eingelagertem Höhentief weiter nach
Süden aus. Ein korrespondierendes Bodentief mit 985 hPh Kerndruck soll sich
Mittwoch 18 UTC westlich von Irland befinden. Auf dessen Vorderseite nähert sich
die zugehörige zu wellen neigende Frontalzone Nordwestdeutschland an.

Am Donnerstag greift unter Verlängerung der Amplitude der Langwellentrog weiter
auf Westeuropa über. Das steuernde Zentraltief befindet sich mit einem Kerndruck
von 985 hPa über Irland. Über Deutschland stellt sich eine straffe südwestliche
Anströmung ein, die mit Kurzwellenanteilen für ein unbeständiges Wetter sorgen
dürfte. Zum Teil kräftige Schauer und Gewitter sollten vor allem in der
Westhälfte kein seltenes Ereignis darstellen. Auf der Vorderseite werden nun
auch wieder recht warme Luftmassen nach Deutschland advehiert. In 850 hPa werden
in der Nacht zu Freitag Werte um und sogar teils über 15 Grad über dem Südosten
Deutschlands simuliert.

In der erweiterten Mittelfrist steilt sich die Strömung weiter auf und der Trog
greift auch auf die Iberische Halbinsel über. Während in Westdeutschland schon
kühlere und trockenere Luftmassen einfließen. Könnte es im Osten nochmal
schwül-warm und wieder gewittrig werden. Im Laufe des anstehenden Wochenendes
soll der Trog langsam auch auf Mitteleuropa übergreifen und setzt der eher
milden Witterung ein Ende.

Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs

Große Unterschiede zwischen den Vorläufen und dem aktuellem IFS Lauf gibt es
nicht. Im Laufe der nächsten Woche soll ein Langwellentrog auf Westeuropa
übergreifen. Dabei gibt es noch gewisse Unsicherheiten im zeitlichen Ablauf.
Aktuell sieht es so aus, dass der Trog von Lauf zu Lauf etwas schneller auf
Westeuropa übergreift und Deutschland damit etwas schneller auf dessen
Vorderseite gerät. Damit nimmt ab Dienstag vor allem in der Südwesthälfte die
Schauer und Gewitteraktivität, die bis in den Unwetterbereich anwachsen kann,
zu. Wann die dazugehörige Frontalzone auf Deutschland übergreift
(Donnerstag-Freitag) und wie viel Niederschlag dabei fällt, ist aktuell noch
unsicher.

Vergleich mit anderen globalen Modellen

Schon zu Wochenbeginn simuliert ICON den Höhentiefkomplex über Südwesteuropa
etwas nordöstlicher ausgreift als IFS und GFS, somit gestaltet sich das Wetter
bereits am Dienstag auch für die nördlichen Landesteile unbeständiger. IFS ist
dagegen deutlich zurückhaltender. ICON simuliert auch den aufziehenden Trog
schneller und auch deutlich steiler als GFS und IFS. IFS stellt dabei die
langsamste und flachste Variante dar. Die Globalmodelle simulieren zwar im
groben ein ähnliches Szenario, die Details sind aber lange noch nicht in
trockenen Tüchern.

Bewertung der Ensemblevorhersagen

Bis einschließlich Dienstag ist der Spread des Offenbacher Plumes recht eng. Der
850 hPa Temperaturbereich liegt bei fast allen Membern zwischen 10 und 15 Grad.
Niederschläge werden bis dahin nicht erwartet. Ab Mittwoch gibt es dann größere
Abweichungen zwischen den Membern. Zum übernächsten Wochenende hin, deuten aber
viele Member auf eine deutliche Abkühlung und Absinken des 500 hPa GeoPots an.

Ein ähnliches Bild ist auch im Ensemble des GFS zu erkennen.

In der Clusteranalyse des ECMWFs gibt es im Zeitbereich 120 bis 168 h 6
verschiedene Cluster. Der Kontroll- und der operationelle Lauf sind mit
insgesamt 9 Membern in Cluster 4 zu finden. Die verschieden Cluster bieten alle
eine leicht variable Trogkonfiguration an. Den antizyklonalen Einfluss im
Vorfeld ist in allen Clustern zu finden.

Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen

Anfangs gibt es nur im äußersten Süden/Südwesten ein gewisses Schauer und
Gewitterrisiko. Als mögliche Begleiterscheinung ist dabei der Starkregen zu
nennen. Bei nur geringen Verlagerungsgeschwindigkeiten kann auch hefiger
Starkregen nicht ausgeschlossen werden.

Im Laufe der Woche greift das Gewitterrisiko, dann aber auch mit stürmischen
Böen und Hagel, weiter nach Norden über.

An der Nordseeküste und auf den höheren Bergen sind ab Mittwoch stürmische Böen
aus Südwest nicht ausgeschlossen.

Basis für Mittelfristvorhersage
IFS, EPS, MOSMIX

VBZ Offenbach / Dipl. Met. Christina Speicher

DWD -> Pollenflug-Gefahrenindex Baden-Württemberg –

Pollenflug-Gefahrenindex für Baden-Württemberg 
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst 
am Donnerstag, den 17.09.20 um 11 Uhr 
gültig bis: Freitag, den 18.09.20 abends 

Bereich: Baden-Württemberg 
Teilbereich: Oberrhein und unteres Neckartal 
Donnerstag Freitag 
Hasel 0 0  
Erle 0 0  
Esche 0 0  
Birke 0 0  
Gräser 0-1 0-1  
Roggen 0 0  
Beifuss 0 0  
Ambrosia 0-1 0-1  

Teilbereich: Hohenlohe/mittlerer Neckar/Oberschwaben 
Donnerstag Freitag 
Hasel 0 0  
Erle 0 0  
Esche 0 0  
Birke 0 0  
Gräser 0-1 0-1  
Roggen 0 0  
Beifuss 0 0  
Ambrosia 0-1 0-1  

Teilbereich: Mittelgebirge Baden-Württemberg 
Donnerstag Freitag 
Hasel 0 0  
Erle 0 0  
Esche 0 0  
Birke 0 0  
Gräser 0-1 0-1  
Roggen 0 0  
Beifuss 0 0  
Ambrosia 0 0  

Legende: 
0 keine Belastung 
0-1 keine bis geringe Belastung 
1 geringe Belastung 
1-2 geringe bis mittlere Belastung 
2 mittlere Belastung 
2-3 mittlere bis hohe Belastung 
3 hohe Belastung 

Deutscher Wetterdienst 
Medizin-Meteorologie

DWD -> Thema des Tages – TT

Thema des Tages 

Wenn das Meer anfängt zu leuchten 

Wussten Sie schon, dass das Meer nicht nur am Tag blau schimmern 
kann, sondern auch in der Nacht? Dieses Schauspiel wird 
Meeresleuchten oder auch „Sea of Stars“ genannt, weil es so aussieht, 
als ob tausend Sterne im Meer funkeln würden. Doch was steckt 
tatsächlich dahinter? 

In so mancher Sommernacht kann ein Strandspaziergang zu einem wahren 
Erlebnis werden, denn das Meer bietet ein ähnlich faszinierendes 
Farbspiel wie Polarlichter. Die brechenden Wellen funkeln blau. 

Die Erklärung für dieses Schauspiel ist ganz einfach: Kleine 
Mikroorganismen, die sogenannten Meeresleuchttierchen, eine Algenart, 
bringen das Meer zum Leuchten. Diese Biolumineszenz nutzen viele 
Lebewesen auf verschiedene Art und Weise. Glühwürmchen beispielsweise 
dient sie zur Kommunikation, Anglerfische locken mit Licht ihre Beute 
an und die Meeresleuchttierchen im Meer versuchen damit, sich vor 
Gefahren zu schützen. Jede Störung im Meer ist eine Gefahr für die 
Mikroorganismen. Ein Schiff, ein Mensch, der durchs Wasser läuft, 
oder auch die Küste. Jetzt kommt natürlich die Frage auf, was so ein 
bisschen blaues Licht gegen Feinde ausrichten kann. An sich nichts, 
aber in der Tierwelt bedeutet Leuchten genauso wie bunte Farben: 
„Vorsicht, ich bin giftig!“ Die Meeresleuchttiere sind allerdings 
harmlos. 

Das Phänomen des Meeresleuchtens tritt vor allem in warmen Regionen 
auf, denn warmes Wetter fördert die Bildung der Algenblüte. 
Begünstigend wirken sich zudem laue und windschwache Nächte aus. Sind 
genügend Algen im Wasser vorhanden, so kann man das Meer nachts 
leuchten sehen, da sich der Lichteffekt bei vielen Algen gegenseitig 
verstärkt. Allerdings leuchtet das Meer nicht einfach so. Die Algen 
müssen erst dazu angeregt werden. Bei der Bewegung des Wassers werden 
die Mikroorganismen angestoßen und geben Licht mit einer Wellenlänge 
von 475 Nanometern ab. Je schneller und kräftiger das Wasser bewegt 
wird, umso heller ist das Lichtsignal. 

Tagsüber treibt das nachts so elegant glitzernde Plankton übrigens 
als glibberige rosa Masse auf dem Meer. Das bei „Gefahr“ ausgestoßene 
blaue Licht ist zu schwach, um dann sichtbar zu sein. 

Im Sommer, speziell gegen Ende des Sommers, kann Meeresleuchten auch 
an den heimischen Küsten beobachtet werden. Beste Bedingungen dafür 
sind windstille und schwül-warme Nächte. Mit Geduld und ein bisschen 
Glück sehen vielleicht auch Sie eines Nachts bei einem 
Strandspaziergang die Sterne im Meer. Halten Sie die Augen offen! 

Loren Schaeffler / Dipl.-Met. Jacqueline Kernn 
Deutscher Wetterdienst 
Vorhersage- und Beratungszentrale 
Offenbach, den 17.09.2020 

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

Diesen Artikel und das Archiv der „Themen des Tages“ 
finden Sie unter www.dwd.de/tagesthema

Weitere interessante Themen zu Wetter und Klima finden 
Sie auch im DWD-Wetterlexikon unter: www.dwd.de/lexikon

FPUS54 KOHX FORECAST SUMNER – INCLUDING THE CITY OF GALLATIN

Expires:202009170915;;923806
FPUS54 KOHX 170048
ZFPOHX

Zone Forecast Product for Tennessee
National Weather Service Nashville TN
748 PM CDT Wed Sep 16 2020


TNZ008-170915-
Sumner-
Including the cities of Hendersonville, Gallatin, 
and Goodlettsville
748 PM CDT Wed Sep 16 2020

.REST OF TONIGHT...Mostly cloudy. Lows in the upper 60s.
Northeast winds around 5 mph. 
.THURSDAY...Partly cloudy. Highs in the lower 80s. North winds
10 to 15 mph. 
.THURSDAY NIGHT...Partly cloudy. Lows in the upper 50s. North
winds 10 to 15 mph. 
.FRIDAY...Partly cloudy. Highs in the lower 70s. North winds
10 to 15 mph. 
.FRIDAY NIGHT...Mostly clear. Lows in the lower 50s. Northeast
winds 5 to 15 mph. 
.SATURDAY AND SATURDAY NIGHT...Partly cloudy. Highs in the lower
70s. Lows in the lower 50s. 
.SUNDAY THROUGH WEDNESDAY...Mostly clear. Highs in the mid to
upper 70s. Lows in the lower 50s. 

$$