DWD -> Regionenwetter – Baden-Württemberg –

VHDL16 DWSG 271000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Montag, 27.05.2019, 11:30 Uhr

Heute zunehmende Quellbewölkung. Am Abend im Südosten vereinzelt Gewitter sowie schauerartiger Regen, der in Dauerregen übergeht.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und im weiteren Tagesverlauf zunehmende Quellbewölkung, örtlich Schauer, am Abend im Südosten vereinzelt Gewitter und schauerartiger Regen. Maxima 16 bis 22 Grad. Schwacher westlicher Wind, teils böig auffrischend, bei Gewittern mitunter starke bis stürmische Böen.

In der Nacht zum Dienstag meist stark bewölkt und zeitweise Regen, im Südosten anhaltend und schauerartig verstärkt. Tiefstwerte zwischen 13 und 8 Grad.

Am Dienstag im Südosten bedeckt und anhaltender, teils schauerartiger Regen. Sonst stark bewölkt und häufig Schauer, vereinzelt auch Gewitter. Höchstwerte 10 bis 18 Grad. Schwacher bis mäßiger Westwind mit frischen, bei Schauern und Gewittern starken bis stürmischen Böen.

In der Nacht zum Mittwoch stark bewölkt. Im Norden zeitweise, südlich der Donau verbreitet Regen. Tiefstwerte zwischen 10 und 4 Grad.

Am Mittwoch im Norden wolkig mit einzelnen Schauern, im Süden dichte Wolken und verbreitet Regen. Maxima 11 bis 19 Grad. Schwacher Wind aus nördlichen Richtungen.

In der Nacht zum Donnerstag im Süden anfangs stark bewölkt, noch etwas Regen. Sonst Aufklaren, trocken. Lokal Nebel.
Temperaturrückgang auf 9 bis 2 Grad.

Am Donnerstag Mischung aus Sonne und stärkeren Quellwolken, geringe Schauerneigung. Höchstwerte zwischen 15 und 21 Grad. Schwacher, gelegentlich böig auffrischender Wind aus westlichen Richtungen.

In der Nacht zum Freitag stark bewölkt, örtlich leichter Regen. Minima 12 bis 7 Grad.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Montag, den 27.05.2019, 11:30 Uhr –
„Der Mai 2019 bleibt sich treu. Rückseitig einer Kaltfront, die zu Tief Claudius über Südskandivien gehört, strömt erneut ein Schwall Kaltluft polaren Ursprung ein. Damit liegen die Höchstwerte am Dienstag und Mittwoch überall unter 20 Grad. In der Nacht auf Mittwoch besteht im Nordwesten, in der Nacht auf Donnerstag im Osten Bodenfrostgefahr.

Gleichzeitig fällt vor allem in der Südosthälfte bis zur Wochenmitte wieder einiges an Regen. Dieser beginnt am Abend, wenn am bayerischen Alpenrand die Schauer vom Tage in länger anhaltende
Dauerniederschläge übergehen. Diese breiten sich dann in der Nacht auf Dienstag auf große Teile der Südosthälfte aus. Am Alpenrand halten die Regenfälle bis in die Nacht auf Donnerstag an, wobei der Schwerpunkt der Niederschläge bis Dienstagabend zu erwarten ist. Aufsummiert über den gesamten Warnzeitraum (siehe auch die Warnungen unter www.dwd.de) sind im Alpenstau lokal um 100 l/qm zu erwarten. Diese Mengen sind im Vergleich zur Dauerregenlage von vergangener Woche sowohl die räumliche Ausdehnung, als auch die Menge betreffend deutlich schwächer. Dennoch, durch die schon vielfach gesättigten Böden muss in den betroffenen Regionen erneut mit einem Anschwellen der Flusspegel gerechnet werden.

Die Höchstwerte in den Dauerregengebieten liegen bei klar
unterdurchschnittlichen 12 bis 14 Grad. Der Mai 2019 wird also das erste Mal seit dreizehn Monaten am Stück mit positiven Abweichungen, unterhalb des klimatologischen Mittelwertes landen. Die Details folgen in zwei Tagen mit der offiziellen Pressemitteilung.
Allerdings herrscht – auch in den Medien – eine zum Teil verzerrte Wahrnehmung der aktuellen Großwetterlage. Ein Relativierung und realistischere Einordnung liefert das heute Tagesthema (nachzulesen unter: https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2019/5/27.html).

Fest steht, der meteorologische Sommerbeginn ist der 1. Juni, also der kommende Samstag. Und pünktlich an diesem Tag schwenkt das Wetter auf Sommer um. Noch nicht vollumfänglich und überall, aber mit jedem Tag ein bisschen mehr. Zum Sonntag sind, abgesehen vom Norden (20 bis 24 Grad), überall Höchstwerte im Sommerbereich zu erwarten (25 bis 29 Grad). Natürlich nehmen die Unsicherheiten in weiterer Folge zu, die Zeichen stehen aber nicht schlecht, dass dem Sommer damit ein meteorologischer Punktstart gelingt und größere Kälterückfälle der Vergangenheit angehören.“

Das erklärt Dipl.-Met. Marcus Beyer von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter: www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

DWD -> Pollenflug-Gefahrenindex Baden-Württemberg –

Pollenflug-Gefahrenindex für Baden-Württemberg
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Montag, den 27.05.19 um 11 Uhr
gültig bis: Dienstag, den 28.05.19 abends

Bereich: Baden-Württemberg
Teilbereich: Oberrhein und unteres Neckartal
Montag Dienstag
Hasel 0 0
Erle 0 0
Esche 0 0
Birke 0 0
Gräser 2-3 2
Roggen 1 1
Beifuss 0 0
Ambrosia 0 0

Teilbereich: Hohenlohe/mittlerer Neckar/Oberschwaben
Montag Dienstag
Hasel 0 0
Erle 0 0
Esche 0 0
Birke 0 0
Gräser 2-3 1-2
Roggen 1 0-1
Beifuss 0 0
Ambrosia 0 0

Teilbereich: Mittelgebirge Baden-Württemberg
Montag Dienstag
Hasel 0 0
Erle 0 0
Esche 0 0
Birke 0 0
Gräser 2-3 1-2
Roggen 0 0
Beifuss 0 0
Ambrosia 0 0

Legende:
0 keine Belastung
0-1 keine bis geringe Belastung
1 geringe Belastung
1-2 geringe bis mittlere Belastung
2 mittlere Belastung
2-3 mittlere bis hohe Belastung
3 hohe Belastung

Deutscher Wetterdienst
Medizin-Meteorologie

DWD -> WARNLAGEBERICHT für Deutschland –

VHDL30 DWOG 270800
Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Montag, 27.05.2019, 11:00 Uhr

Am Nachmittag und Abend im äußersten Süden und Südosten einsetzender, teils ergiebiger Dauerregen. An der See starke Windböen.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Dienstag, 28.05.2019, 11:00 Uhr:

Ein Tiefausläufer eines Tiefdruckkomplexes über Südnorwegen verlagert sich allmählich vom Norden Deutschlands weiter Richtung Mitte. Im Laufe des Tages lässt auch der Hochdruckeinfluss im Süden nach und der äußerste Süden und Südosten gelangen in den Aktionsradius eines Tiefs südlich der Alpen.

WIND:
An der Küste steife Böen um 55 km/h (7 Bft) aus Südwest.

DAUERREGEN:
Heute Nachmittag und Abend von Niederbayern bis an die Alpen einsetzender Dauerregen, bis in die Nacht zu Donnerstag anhaltend. Dabei verbreitet 50 bis 80 l/qm Regen, in einigen Staulagen der Alpen sogar 100 bis 120 l/qm (Unwetter).

Nächste Aktualisierung: spätestens Montag, 27.05.2019, 16:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Olaf Pels Leusden

DWD -> Thema des Tages – TT

Thema des Tages

Es ist noch nicht Sommer!

Im heutigen Thema des Tages wird versucht die zum Teil verzerrte Wahrnehmung des aktuellen Wettergeschehens, auch im Vergleich zum letzten Jahr, etwas zu Recht zu rücken.

Im vergangenen Jahr haben die „sommerlichen“ Frühlingsmonate April und Mai jeweils einen neuen Allzeitrekord bei der
Durchschnittstemperatur aufgestellt. Die Abweichungen zu den vieljährigen Mittelwerten lagen bei fünf bzw. knapp vier Grad. Dass neue Rekorde an zwei Monaten in Folge aufgestellt werden, gab es bis dato seit Aufzeichnungsbeginn noch nicht. Nun waren nicht nur der April und Mai überdurchschnittlich, ganze dreizehn Monate am Stück verblieb das Monatsmittel über den vieljährigen Mittelwerten. Das ist ebenfalls ein neuer Rekord.

Angesichts der beeindruckenden Bilanz des zurückliegenden Jahres kann der diesjährige Mai schonmal schnell mit negativen Superlativen aller Art bedacht werden. Studien haben zudem gezeigt wie schnell sich der Mensch an eine Verschiebung der Durchschnittstemperatur gewöhnt und diese als neues Maß für das aktuelle Wetter zu Grunde legt.

Natürlich lässt sich nicht von der Hand weisen, dass der Mai in diesem Jahr kein Wonnemonat gewesen ist. Klar ist auch, dass die Serie überdurchschnittlich warmer Monate nun reißen wird. Ohne die Details vorweg zu nehmen, wird der Mai landesweit
unterdurchschnittlich ausfallen. Dennoch bleibt ganz nüchtern festzustellen, dass dies nur ein einziger Monat gewesen ist. Es war statistisch mehr als überfällig, dass nun auch einmal negative Abweichungen registriert werden.

Darüber lässt sich aber weder eine klimatologische Aussage machen, noch ein Rückschluss auf den bevorstehenden auf den Sommer 2019 ziehen. Für Klimabetrachtungen bräuchte es mindestens 360 Monate (30 Jahre) um eine einigermaßen fundierte Aussage treffen zu können. Selbst wenn also auch der Rest des Jahres und der diesjährige Sommer unterdurchschnittlich ausfallen sollten, hätte das noch keine klimatologische Relevanz. Dazu kommt noch die Tatsache, dass bei den Betrachtungen der Fokus nur auf Deutschland gesetzt ist. Ein Blick über den Tellerrand hinaus zeigt, dass die Rekordwerte im
diesjährigen Mai, bedingt durch die Großwetterlage, stattdessen in Westrussland zu finden sind. So wurden beispielsweise am 12. Mai nahe dem Polarkreis (64.8° N, Koynas (RUS)) knapp 31 Grad gemessen. Auch in Portugal und Israel gab es für Mai außergewöhnliche Hitzewellen. Beispielsweise wurde am 13. Mai im südlichen Portugal die 38 Grad Marke geknackt. In Tel Aviv stieg das Quecksilber am 23. Mai auf 44 Grad.

Zurück zu Deutschland, wo zu Beginn der Woche erneut eine kühlere Phase mit Durchzug einer Kaltfront eingeleitet wird. Am bayerischen Alpenrand setzt ab dem Abend Dauerregen ein, der in Staulagen bis Mitte der Woche sogar unwetterartig ausfallen kann. Der Mai 2019 bleibt sich also treu.

Lassen wir das Alltagsgrau aber einfach mal hinter uns und schauen nach vorne. Rasch wird man feststellen, dass wir uns ja eigentlich noch im Frühjahr befinden. Kalendarisch dauert es noch bis zum 21. Juni, meteorologisch definiert beginnt der Sommer aber am kommenden Samstag, dem 1. Juni.

Und was macht das Wetter? Das bewegt sich auf Sommerkurs. Noch nicht vollumfänglich und überall, aber mit jedem Tag ein bisschen mehr. Zum Sonntag sind, abgesehen vom Norden (20 bis 24 Grad), überall Höchstwerte im Sommerbereich zu erwarten (25 bis 29 Grad). Natürlich nehmen die Unsicherheiten in weiterer Folge zu, die Zeichen stehen aber nicht schlecht, dass dem Sommer damit ein meteorologischer Punktstart gelingt und größere Kälterückfälle der Vergangenheit angehören.

Bleibt festzuhalten: Ein Monat macht noch kein Klima und man sollte den Sommer nicht abschreiben, bevor er wirklich angefangen hat.

Dipl.-Met. Marcus Beyer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 27.05.2019

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Diesen Artikel und das Archiv der „Themen des Tages“
finden Sie unter www.dwd.de/tagesthema

Weitere interessante Themen zu Wetter und Klima finden
Sie auch im DWD-Wetterlexikon unter: www.dwd.de/lexikon

DWD -> WARNLAGEBERICHT für Baden-Württemberg –

VHDL30 DWSG 270800
WARNLAGEBERICHT
für Baden-Württemberg

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Montag, 27.05.2019, 10:30 Uhr

Heute zunehmende Quellbewölkung. Am Abend im Südosten vereinzelt Gewitter sowie schauerartiger Regen, der in Dauerregen übergeht.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage:

Zunächst Hochdruckeinfluss, ehe eine schwache Kaltfront auf den Nordwesten Baden-Württembergs übergreift. Ab dem Abend führt ein Tief über Italien feuchte Luftmassen von Südosten heran.

GEWITTER:
Heute Abend südlich der Donau geringe Wahrscheinlichkeit für einzelne starke Gewitter mit Starkregen bis 25 Liter pro Quadratmeter in einer oder mehreren Stunden, kleinkörnigem Hagel und stürmischen Böen bis 70 km/h. Am Dienstag erneut hier und da einzelne Gewitter mit ähnlichen Begleiterscheinungen.

DAUERREGEN:
Ab heute Abend bis in die Nacht zum Donnerstag hinein im Allgäu Niederschlagssummen von 40 bis 60 Litern pro Quadratmeter, in Verbindung mit Gewittern sowie in Staulagen lokal bis 70 Liter pro Quadratmeter.

Nächste Aktualisierung: spätestens Montag, 27.05.2019, 14:30 Uhr

Deutscher Wetterdienst, Regionale Wetterberatung Stuttgart, Sarah Müller