DWD -> WARNLAGEBERICHT für Deutschland –

VHDL30 DWOG 311800
Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Dienstag, 31.03.2020, 21:00 Uhr

In der Nacht zum Mittwoch und Mittwochfrüh außer ganz im Norden 
verbreitet Frost. In Alpennähe und zum Teil auch am Erdboden strenger
Frost unter -10 Grad. An der Ostsee aufkommende steife Böen. 

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden
bis Mittwoch, 01.04.2020, 21:00 Uhr:

Eine Hochdruckbrücke weitet sich über Mitteleuropa hinweg bis weit 
nach Osteuropa aus und bestimmt das Wetter im Vorhersagegebiet. 
Lediglich der Norden wird ab der kommenden Nacht von Tiefausläufern 
gestreift.

WIND:
In der Nacht zum Mittwoch und mit etwas höherer Wahrscheinlichkeit 
auch am Mittwoch tagsüber an der Ostsee, insbesondere entlang der 
vorpommerschen Küste abschnittsweise steife Böen Bft 7 und in 
exponierten Küstenlagen einzelne stürmische Böen Bft 8 aus Südwest 
bis West. Auch entlang der nordfriesischen Küste tagsüber Böen Bft 7 
nicht ausgeschlossen.

FROST:
In der Nacht zum Mittwoch und am Mittwochfrüh mit Ausnahme der 
Küstenregion verbreitet leichter bis mäßiger Frost zwischen -1 und -9
Grad. In Erdbodennähe teils strenger Frost unter -10 Grad. In 
Alpentälern häufig strenger Frost unter -10 Grad. 

SCHNEE/GLÄTTE:
In der Nacht zum Mittwoch und Mittwochfrüh trotz des verbreiteten 
Frostes kaum Glättegefahr, am ehesten noch im Nordosten und 
unmittelbar an den Alpen durch geringen Schneefall im Laufe der 
zweiten Nachthälfte. 
 
Nächste Aktualisierung: spätestens Mittwoch, 01.04.2020, 05:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Thomas Schumann
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DWD -> Wochenvorhersage WETTERGEFAHREN Deutschland –

Wochenvorhersage WETTERGEFAHREN Deutschland

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Dienstag, 31.03.2020, 21:00 Uhr

Anfangs noch teils mäßiger bis strenger Nachtfrost. Am Donnerstag und
Freitag im Nordosten stürmisch. 

Entwicklung der WETTER- und GEFAHRENLAGE
bis Donnerstag, 02.04.2020, 24:00 Uhr

Am Mittwoch rund um Rügen an exponierten Küstenabschnitten stürmische
Böen (Bft 8) aus West nicht ausgeschlossen.
In der Nacht zum Donnerstag in einigen Tälern der ostbayerischen 
Mittelgebirge bzw. der Alpen strenger Frost unter -10 Grad.

Am Donnerstag an den Küsten und im Binnenland Schleswig-Holsteins 
zunehmend stürmische Böen aus West bis Südwest wahrscheinlich.
In der Nacht zum Freitag an den Küsten weiterhin mit hoher 
Wahrscheinlichkeit stürmische Böen aus West bis Südwest, an 
exponierten Küstenabschnitten Sturmböen oder schwere Sturmböen (Bft 9
bis 10) nicht ausgeschlossen.

Weitere Entwicklung der WETTER- und GEFAHRENLAGE
bis Samstag, 04.04.2020

Am Freitag im Nordosten Deutschlands stürmische Böen wahrscheinlich, 
an der Ostsee weiterhin Sturmböen wahrscheinlich. Im Tagesverlauf 

Am Samstag keine signifikanten Wettergefahren.

Ausblick bis Montag, 06.04.2020

Am Sonntag und Montag keine signifikanten Wettergefahren.

Nächste Aktualisierung: spätestens Mittwoch, 01.04.2020, 05:00 Uhr

DWD/VBZ Offenbach

DWD -> WARNLAGEBERICHT für Baden-Württemberg –

VHDL30 DWSG 311800
WARNLAGEBERICHT
für Baden-Württemberg

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Dienstag, 31.03.2020, 20:30 Uhr

Nachts leichter bis mäßiger Frost. Am Mittwoch oft sonnig.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage: 

Die von Norden einfließende Meeresluft polaren Ursprungs gelangt 
unter Hochdruckeinfluss. 

FROST:
In der Nacht zum Mittwoch verbreitet leichter bis mäßiger Frost.

STURM:
In der Nacht zum Mittwoch in exponierten Lagen des Südschwarzwalds 
zeitweise stürmische Böen bis 70 km/h aus Nordost bis Ost. 

Nächste Aktualisierung: spätestens Mittwoch, 01.04.2020, 04:30 Uhr

Deutscher Wetterdienst, Regionale Wetterberatung Stuttgart, Thomas 
Schuster 

DWD -> WARNLAGEBERICHT für Brandenburg und Berlin –

VHDL30 DWPG 311800
WARNLAGEBERICHT für 
Brandenburg und Berlin

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Dienstag, 31.03.2020, 20:30 Uhr

In der Nacht zum Mittwoch verbreitet Frost.

Entwicklung der WETTER- und WARNLAGE: 
Die zunächst noch vorhandene Kaltluft befindet sich unter 
Hochdruckeinfluss. Am Mittwoch greift die Warmfront eines Tiefs bei 
Nordskandinavien auf Brandenburg und Berlin über und führt mit 
südwestlicher Strömung etwas mildere Luft in die Region.

FROST:
In der Nacht zum Mittwoch verbreitet Frost zwischen -2 und -7 Grad, 
in Bodennähe teils bis -10 Grad.

Deutscher Wetterdienst, RWB Potsdam, No

SYNOPTISCHE UEBERSICHT MITTELFRIST

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Dienstag, den 31.03.2020 um 10.30 UTC

Anfangs noch recht kalt und im Nordosten windig. Nachfolgend Hochdruckeinfluss
und ab Sonntag deutlich wärmer.

Synoptische Entwicklung bis zum Dienstag, den 07.04.2020

Am Freitag, zum Beginn des Mittelfristzeitraumes, liegt nach IFS ein
Langwellentrog über Skandinavien. Seine Achse schwenkt im Tagesverlauf über
Mitteleuropa hinweg, wobei der Norden Deutschlands auch in den Bereich von
Höhenkaltluft gerät. Bodennah dominiert zunächst ein Tief mit Kern im Bereich
Finnland/Karelien, später zunehmend ein von Frankreich her übergreifendes Hoch.
Die Kaltfront des Tief zieht mit der nordwestlichen Strömung langsam südwärts
und bringt schauerartige Regenfälle. Das Temperaturniveau in 850 hPa liegt am
Abend zwischen 0 Grad ganz im Süden und -7 Grad im Norden. Zu erwähnen ist auch
noch der westliche bis nordwestliche Wind, der vor allem in der ersten
Tageshälfte im Nordosten noch in Böen stark bis stürmisch weht. In der Nacht
greift dann das Hoch über und das Wetter beruhigt sich überall.

Am Samstag wandert dann das Hoch schon weiter von Deutschland nach Polen. Der
Höhentrog zieht nach Osteuropa ab und wir gelangen auf die Vorderseite eines
Rückens über Westeuropa, der unser Hoch stützt und sogar noch verstärkt. Die
anfänglich noch vorhandene Bewölkung sollte im Tagesverlauf weniger werden und
von Südwesten gelangt auch wieder eine etwas wärmere Luftmasse ins Land.

Am Sonntag kommt der Rücken noch etwas ostwärts voran und wölbt sich über dem
gesamten Mitteleuropa immer weiter auf. Das immer noch kräftiger werdende
Bodenhoch verlagert sich langsam zur westlichen Ukraine. Damit gelangt von
Südwesten immer wärmere Luft ins Land und in 850 hPa werden bis zum Abend im
Westen 8 bis 10 Grad erreicht, im Osten immerhin 6 Grad. Bei leichtem bis
mäßigem Südostwind, der auch bodennah trockene Luft zu uns bringt steigt in
strahlendem Sonnenschein die Temperatur verbreitet auf Werte um oder knapp über
20 Grad.

Zum Montag zeigt sich die Entwicklung der Wetterlage immer weniger progressiv,
das heißt der Rücken nistet sich bei uns ein und über dem südlichen Mitteleuropa
etabliert sich ein abgeschlossenes Höhenhoch. Gleichwohl wird von der Nordsee
her schon wieder Geopotential abgebaut. Dorthin gelangt auf der Rückseite einer
Kaltfront wieder etwas kühlere Luft, die Kaltfront selbst streift den Nordwesten
und bringt Richtung Nordsee und Schleswig-Holstein im Tagesverlauf etwas Regen
und der Nordwesthälfte generell etwas mehr Bewölkung. Im übrigen Land dominiert
noch der Einfluss des Hochs, das sich etwas nach Süden zurückzieht und nach
Westen ausdehnt, was den Wind bei uns auf Süd drehen lässt, im Nordwesten auf
Südwest. Sehr mild bleibt es im ganzen Land.

Am Dienstag schwenkt ein Trog recht flach über Skandinavien hinweg, wobei der
Süden Deutschlands unter hohem Potential verbleibt, dessen Schwerpunkt sich aber
nach Westen verschiebt. Das Bodenhoch verlagert sich kaum, so dass der Wind
weiterhin milde Luft aus Südwesten bringt. Während in der gesamten
Nordwesthälfte die Kaltfront schleift und ganz im Norden auch etwas Regen
bringt, bleibt es im Süden unter Hochdruckeinfluss bei geringer Bewölkung.

Im weiteren Verlauf der Woche verbleiben wir tendenziell unter recht hohem
Potenzial, allerdings erreicht uns in der zweiten Tageshälfte des Mittwochs von
Westen eine neue Front mit Regen und etwas kälterer Luft. Nachfolgend verstärkt
sich das Hoch westlich unseres Landes wieder, so dass der Wind auf West bis
Nordwest dreht und weiterhin etwas kältere Luft nach Deutschland kommen soll.

Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs

Die Konsistenz des aktuellen Laufs mit seinen beiden Vorgängern ist gut. Bis zum
Sonntag gibt es keine nennenswerten Unterschiede. Ab Montag zeigen alle Läufe,
dass den Nordwesten eine Front erreichen soll. In den beiden Vorgängerläufen war
zwar jeweils der zugehörige Trog schwächer simuliert, gleichzeitig sollte aber
die Front mehr Feuchte mitbringen und tiefer ins Land vordringen und damit auch
mehr Regen bringen. Auch die nächste Front zum Mittwoch zeigen alle Läufe, in
der Zeit dazwischen hatten aber die gestrigen Läufe kaum Wetterbesserung im
Programm, weil die Feuchte nicht ausgeräumt wurde.

Vergleich mit anderen globalen Modellen

Bis zum Samstag zeigen die vorliegenden Globalmodelle die Entwicklung sehr
ähnlich. Auch darüber hinaus zeigen die meisten Modelle (bis auf GFS) eine
ähnliche Entwicklung, nämlich den allmählichen Abbau des Höhenhochs und das
Kippen der Höhenströmung über Südwest auf West, das ganze bei recht hohem
Geopotential. Bei GEM scheint die Blockadewirkung des Hochs noch etwas
ausgeprägter zu sein. Etwas anders zeigt sich dagegen GFS mit dem Übergang zu
einer westlichen Strömung (allerdings auch bei hohem Geopotential) schon am
Sonntag. Allerdings hat das zunächst nur ein etwas niedrigeres Temperaturniveau
zur Folge.

Bewertung der Ensemblevorhersagen

Im Zeitraum von Sonntag bis Dienstag werden vom IFS-EPS drei Cluster gebildet,
die sich aber über Mitteleuropa kaum unterscheiden. Auffallend ist eine hohe
Geopotentialanomalie von Südwest- bis Mitteleuropa. In der erweiterten
Mittelfrist werden zwei Cluster gebildet. C1 (28 Mitglieder und Hauptlauf) zeigt
den Übergang zu einer eher zyklonalen Westlage, wenn auch mit vergleichsweise
hohem Geopotential. C2 (23 Mitglieder mit Kontrolllauf) zeigt dagegen eine
antizyklonale Westlage mit Tendenz zur Brückenlage oder Hoch Mitteleuropa.

Die Rauchfahnen des IFS für die Mitte Deutschlands zeigen von Samstag auf
Sonntag einen erheblichen Temperaturanstieg und von Freitag bis Montag einen
nachhaltigen Potentialanstieg. Dabei ist die Unsicherheit bei der Temperatur bis
nächsten Mittwoch gering, beim Potential wird sie allmählich größer.
Niederschlagssignale gibt es am Freitag und dann wieder ab Anfang nächster Woche
mit deutlicher Zunahme in der Wochenmitte. Sehr ähnlich zeigen sich auch die
GFS-Rauchfahnen, allerdings mit noch weniger Unsicherheit und schwächeren
Niederschlagssignalen.

Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen

Der EFI zeigt am Freitag nordöstlich der Elbe ein deutliches Windsignal. Ab
Sonntag wird zunehmend hohe Temperatur simuliert, vor allem im Nordwesten des
Landes.

Am Freitag wird von Cosmo-LEPS eine hohe Wahrscheinlichkeit für stürmische Böen
im Nordosten Deutschlands simuliert. An der Ostsee ist auch die
Wahrscheinlichkeit für Sturmböen signifikant.

Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-MIX, IFS-EPS

VBZ Offenbach / Peter Hartmann