DWD -> WARNLAGEBERICHT für Deutschland –

VHDL30 DWOG 311800
Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Donnerstag, 31.10.2019, 21:00 Uhr

In der Nacht zum Freitag verbreitet Frost und gebietsweise Nebel. Am Freitag im Bergland auffrischender Wind.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Freitag, 01.11.2019, 21:00 Uhr:

Der Hochdruckeinfluss über Deutschland schwächt sich ab. Dabei sind zunächst trocken-kalte, im Süden feuchtere Luftmassen
wetterbestimmend. Am Freitag stellt sich die Wetterlage um und von Westen her greifen Tiefausläufer über, die sehr milde und feuchte Meeresluft heranführen.

NEBEL:
In der Nacht zum Freitag vor allem Richtung Nordosten und im Süden gebietsweise dichter Nebel mit Sichtweiten unter 150 m.

FROST:
In der Nacht zum Freitag vom Alpenvorland über den Südwesten bis zum Niederrhein meist frostfrei. Im übrigen Land bei Tiefstwerten von +1 bis -7 Grad verbreitet Frost. In Bodennähe im Osten Tiefstwerte örtlich -10 Grad.

WIND/STURM:
Am Freitag im Bergland auffrischender südlicher Wind mit starken bis stürmischen Böen bis 70 km/h (Bft 7 bis 8) in exponierten Lagen. Im Westen auch in tiefen Lagen, in Ostsachsen (Böhmischer Wind) sowie exponiert auf Inseln der Nord- und Ostsee steife Böen um 50 km/h (Bft 7) nicht ausgeschlossen.
Am Abend und in der Nacht zum Samstag weiter zunehmender Wind. In höheren Lagen des Berglandes, in Teilen des westlichen Berglandes und in Ostsachsen dann verbreitet Böen zwischen 50 und 70 km/h (Bft 7 bis 8) um Süd. In einzelnen exponierten Lagen zunehmend Sturmböen oder schwere Sturmböen bis 100 km/h (Bft 9 bis 10), auf dem Brocken und auf höheren Alpengipfeln zum Samstagmorgen hin auch einzelne orkanartige Böen um 110 km/h (Bft 11) nicht ausgeschlossen. An einzelnen Küstenabschnitten steife Böen bis 55 km/h (Bft 7).

Nächste Aktualisierung: spätestens Freitag, 01.11.2019, 05:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Bernd Zeuschner / Peter Hartmann

DWD -> Wochenvorhersage WETTERGEFAHREN Deutschland –

Wochenvorhersage WETTERGEFAHREN Deutschland

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Donnerstag, 31.10.2019, 21:00 Uhr

Anfangs vor allem auf den Bergen stürmisch, ab Sonntag im Südwesten und ab Montag auch im Alpenraum geringe Gefahr von Dauerregen. Meist aber keine Wettergefahren, aber unbeständig und mild.

Entwicklung der WETTER- und GEFAHRENLAGE
bis Samstag, 02.11.2019, 24:00 Uhr

Am Freitag im höheren Bergland auffrischender Südost- bis Südwind mit ersten stürmischen Böen 8 Bft in exponierten Kamm-, Kuppen- und Gipfellagen. Ab dem Abend weiter zunehmend mit stürmischen Böen oder Sturmböen 8 bis 9 Bft, vereinzelt (Brocken) schweren Sturmböen 10 Bft. In den Alpen aufkommender Föhnsturm um Süd.

Am Samstag auffrischender Südwestwind. Im Bergland sowie mit geringer Wahrscheinlichkeit auch an der Nordsee und in Teilen der Lausitz in Böen stürmischer Wind. Höhere Berglagen Sturmböen bis Bft 9, auf exponierten Berggipfeln Gefahr schwerer Sturmböen. Außerdem im Tagesverlauf im Süden einzelne kurze Gewitter mit stürmischen Böen nicht ganz auszuschließen.

Weitere Entwicklung der WETTER- und GEFAHRENLAGE
bis Montag, 04.11.2019

Am Sonntag im Raum Saarland/Südpfalz sowie im Südschwarzwald geringe Gefahr von Starkregen oder Dauerregen über 25 mm innerhalb von 12 Stunden. Zusätzlich am Meer vor allem an der Nordsee stürmische Böen gering wahrscheinlich. Auf exponierten Bergen Sturmböen
wahrscheinlich.

Am Montag im Südschwarzwald sowie im Allgäu geringe Gefahr von Dauerregen über 25 mm innerhalb von 12 Stunden oder über 30 mm in 24 Stunden. Zusätzlich an der See stürmische Böen gering wahrscheinlich. Auf exponierten Bergen Sturmböen wahrscheinlich.

Ausblick bis Mittwoch, 06.11.2019

Am Dienstag und Mittwoch im Alpenraum Dauerregen über 30 mm gering wahrscheinlich. Ansonsten meist keine markanten Warnungen
erforderlich.

Nächste Aktualisierung: spätestens Freitag, 01.11.2019, 05:00 Uhr

DWD/VBZ Offenbach

DWD -> WARNLAGEBERICHT für Baden-Württemberg –

VHDL30 DWSG 311800
WARNLAGEBERICHT
für Baden-Württemberg

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Donnerstag, 31.10.2019, 20:30 Uhr

Nachts und Freitagfrüh im Norden und Osten leichter Frost, im Südosten strichweise Nebel.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage:

Mehrere Ausläufer eines Tiefkomplexes über Großbritannien überqueren in den nächsten Tagen Baden-Württemberg, die sehr milde und feuchte Luft heranführen.

FROST:
In der Nacht zum Freitag und am frühen Freitagvormittag im Norden und Osten gebietsweise leichter Frost.

NEBEL:
In der Nacht zum Freitag und bis in den Freitagvormittag hinein im Südosten strichweise Nebel mit Sichtweite unter 150 m.

Nächste Aktualisierung: spätestens Freitag, 01.11.2019, 04:30 Uhr

Deutscher Wetterdienst, Regionale Wetterberatung Stuttgart, Thomas Schuster

DWD -> WARNLAGEBERICHT für Brandenburg und Berlin –

VHDL30 DWPG 311800
WARNLAGEBERICHT für
Brandenburg und Berlin

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Donnerstag, 31.10.19, 20:30 Uhr

In der Nacht zum Freitag verbreitet Frost.

Entwicklung der WETTER- und WARNLAGE:
Hochdruckeinfluss mit kühler Luft bestimmt zunächst das
Wettergeschehen in Brandenburg und Berlin. Ab Freitagnachmittag nähern sich von Westen her Tiefausläufer an.

FROST:
In der Nacht zum Freitag verbreitet Frost zwischen -1 und -6 Grad, in Bodennähe örtlich bis -9 Grad.

Nächste Aktualisierung: spätestens Freitag, 01.11.19, 04:30 Uhr

Deutscher Wetterdienst, RWB Potsdam, HA

SYNOPTISCHE UEBERSICHT MITTELFRIST

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Donnerstag, den 31.10.2019 um 10.30 UTC

Unbeständig und meist mild.

Synoptische Entwicklung bis zum Donnerstag, den 07.11.2019

Deutschland liegt am Sonntag im Einflussbereich einer hochreichenden Zyklone mit
Kern über der westlichen Nordsee, wobei die Achse des korrespondierenden
Höhentroges von Frankreich her gegen Abend auf den Westen Deutschlands
übergreift. Dabei strömt von Südwesten her milde Biskayaluft zu uns.
Am Montag schwächen sich Trog und Zentraltief ab und wir liegen weiter in der
milden Südwestströmung, mit der mehrschichtige Bewölkung zu uns geführt wird.
Ein neues Zentraltief formt sich derweil im Südwesten der britischen Inseln.
Am Dienstag zieht dieses neue Zentraltief zur südwestlichen Nordsee und es zeigt
sich abends ein Teiltief über Süddänemark. Auf der Südostseite des über
Nordfrankreich gelegenen Boden- und Höhentroges wird die Höhenströmung bei uns
vor allem in der Mitte leicht antizyklonal.
Am Mittwoch zieht das Zentraltief nach Südschweden und der Höhentrog überquert
unter Abschwächung den Westen, Norden und die Mitte Deutschlands ostwärts. Er
wird aber teils von KLA überlaufen und bringt daher kaum Hebung. Die
Südostflanke des Troges ist zudem eher antizyklonal gekrümmt. Damit steigt der
Luftdruck über Mitteleuropa leicht an und es spaltet sich über den Alpen aus dem
Azorenhochkeil eine Hochzelle ab. Am Donnerstag greift nach kurzem
Zwischenhocheinfluss in der 2. Tageshälfte die Vorderseite des nächsten
Langwellentroges nebst Tiefausläufer auf uns über.

Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs

Der neue Modelllauf vom EZMW simuliert die mittelfristige Entwicklung ähnlich
wie die beiden Modellruns von gestern.

Vergleich mit anderen globalen Modellen

GEM zeigt nördlich einer Tiefdruckrinne bereits ab Montagabend im äußersten
Norden eine bodennahe Nordostströmung, die sich am Dienstag im gesamten
Norddeutschland durchsetzt mit entsprechend niedrigen 2-Meter-Temperaturen bei 8
Grad oder etwas darunter. Auch setzt sich am Mittwoch im Norden in der Kaltluft
Hochdruckeinfluss durch (eine flaches Hoch wandert über Südskandinavien
ostwärts.)
Am Donnerstag greift aber ebenfalls ein atlantischer Tiefausläufer auf den
Westen über.
Die anderen Modelle einschließlich ICON simulieren die Entwicklung ähnlich wie
EZMW.

Bewertung der Ensemblevorhersagen

Bis zum 7. Folgetag wird in der Clusteranalyse nur ein Cluster berechnet. Die
Vorhersage ist damit relativ sicher. In der erweiterten Mittelfrist gibt es 2
Cluster, wobei der 2. Cluster mit 24 Modell-Runs die Fortsetzung der Westlage
anzeigt. Der erste Cluster mit 27 Modellläufen bringt einen Abtropfprozess mit
einem Cut-Off-Tief am Sonntag, dem 10.11. südwestlich von Portugal, wodurch ein
blockierendes Hoch über Nordosteuropa entsteht. Entsprechend würde sich der
Hochdruckeinfluss in der Osthälfte Deutschlands noch länger halten und sich am
Sonntag möglicher Weise sogar in den Westen ausdehnen.
Entsprechend erkennt man im EPS-Meteogramme (EZMW) von Offenbach zunächst meist
Südwestwind und in der erweiterten Mittelfrist ab Samstag häufiger Nordostwind
und ab Sonntag, 10.11. überwiegend Nordost- oder Ostwind. Dann liegen auch die
Regenmengen in der Mehrzahl der Modellruns bei 0 mm. Zuvor ist die
Regenwahrscheinlichkeit noch deutlich größer. Die Höchsttemperaturen liegen am
Sonntag noch leicht über dem Durchschnitt und ab Montag im Bereich der
Normwerte, ganz im Norden ab Dienstag/Mittwoch sogar leicht unter den
Durchschnittwerten.

Die 850-hPa-Temperatur geht im Raum Frankfurt in der neuen Woche von rund 3 Grad
bis zum Samstag im Mittel auf 0 Grad zurück. Einige Läufe zeigen bis Samstag
aber sogar wieder einen Anstieg der Temperatur in diesem Niveau. Allerdings
könnte der Abtropfprozess hierzu führen (Erwärmung durch Absinken) und bodennah
könnte trotzdem bei östlichen bis nordöstlichen Winden die Temperatur
unterdurchschnittlich sein.

Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen

Die Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen ist nach CosmoLEPS
und EZMW-EPS sowie ICON-EPS nur gering. Lediglich im Bergland und an der Nordsee
ist mit geringer Wahrscheinlichkeit die Gefahr von Böen Bft 8 bis 9 gegeben. Ab
Sonntag können im Südwesten und im Alpenraum Dauerregenmengen nicht
ausgeschlossen werden.

Basis für Mittelfristvorhersage
Olaf Pels Leusden

VBZ Offenbach / Dipl. Met. Olaf Pels Leusden