SYNOPTISCHE UEBERSICHT MITTELFRIST

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Dienstag, den 12.11.2019 um 10.30 UTC

Zunächst noch wechselhaft und mäßig kalt, nach Osten hin teils mild. Ab
Wochenbeginn abnehmende Niederschlagsneigung.

Synoptische Entwicklung bis zum Dienstag, den 19.11.2019

Bis in die kommende Woche hinein liegt Deutschland unter der Vorderseite eines
Langwellentroges, wobei durch eingelagerte Höhentiefs die westlichen Landesteile
eher zyklonal, der Osten zeitweise etwas antizyklonal beeinflusst wird. Eines
dieser Höhentiefs sorgt am Freitag vor allem im Westen und in Küstennähe für
etwas Niederschlag, bevor in der Nacht zum Samstag auf Vb-artiger Zugbahn sich
ein Tief vom östlichen Alpenrand ablöst, wodurch dann von Süden Niederschläge
aufkommen, die auf die Mitte übergreifen. An dessen Nordflanke frischt der Wind
auf, an der Küste sind Böen bis Sturmstärke nicht auszuschließen.
Nach Abzug dieses Tiefs stellt sich eine süd-südwestliche Strömung ein, wodurch
es am Wochenende an den Alpen und mit geringerer Wahrscheinlichkeit auch an den
Nordrändern der östlichen Mittelgebirge leicht föhnig werden kann.
In der Nacht zum Sonntag lässt ein weiteres, in den o.g. Trog eingelagertes
Höhentief von den Alpen her Niederschläge auf Süddeutschland und im Laufe des
Sonntags dann auch auf die Mitte übergreifen. In den Alpen kann dann die
Schneefallgrenze auf deutlich unter 1000 m absinken. Diese Niederschläge, die in
Verbindung mit einem nach Dänemark ziehenden Tief stehen, erfassen in der Nacht
zum Montag auch die nördlichen Landesteile.
Am Montag deutet sich schwacher Zwischenhocheinfluss an, so dass kaum noch
Niederschlag fällt, aber aufgrund der feuchten Grundschicht Auflockerungen eher
selten sind.
In der Nacht zum Dienstag tropft der unmittelbar westlich von Deutschland
liegende Trog aus. Der Resttrog überquert am Dienstag Norddeutschland und sorgt
dort für teils schauerartige Niederschläge, wogegen sich nach Süden hin
schwacher antizyklonaler Einfluss hält.
Im erweiterten mittelfristigen Vorhersagezeitraum erfolgt über dem nahen
Ostatlantik eine Trogbildung. Der bisher wetterbestimmende Trog wird nach Osten
gedrückt und schwenkt als Resttrog nordwärts. Dieser bringt im Südosten und
Osten etwas Regen, wogegen sonst tendenziell jedoch die Niederschlagsneigung
geringer wird. Aufgrund der schwachgradientigen Lage altert die Luftmasse, ohne
dass sich die Temperaturen vorerst wesentlich ändern.

Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs

Bis einschließlich Montag ist der aktuelle Lauf gegenüber den gestrigen
Simulationen hinsichtlich der großräumigen Strukturen weitgehend konsistent.
Unterschiede ergeben sich bereits ab dem Wochenende hinsichtlich der flachen
Bodentiefs, die auf Vb-artiger Zugbahn nordwärts gesteuert werden. Eine
detaillierte Regionalisierung der Niederschläge ist somit ab Samstag nicht mehr
sinnvoll. In Bezug auf diese Tiefs zeigt jeder Modelllauf ein leicht
unterschiedliches Szenario.
Für Dienstag ergeben sich auch hinsichtlich der Keil-Trog-Strukturen
Unterschiede zu den gestrigen Modellläufen. Der 12 UTC-Lauf des Vortages zeigt
noch, ähnlich wie der aktuelle Lauf, einen über Deutschland hinwegschwenkenden
Resttrog, der gestrige 00 UTC-Lauf hat stattdessen einen flachen Rücken im
Angebot.
Im erweiterten mittelfristigen Vorhersagezeitraum ergibt sich jedoch im
Vergleich zu den beiden Modellläufen des Vortages ein ähnliches Bild.

Vergleich mit anderen globalen Modellen

Bis einschließlich Samstag zeigen die verfügbaren Modelle eine ähnliche
Entwicklung. Prognoserelevante Unterschiede lassen sich bis dahin nicht
ableiten.
Am Sonntag zeigen GFS und auch ICON an der Alpennordseite eine markante
Zyklogenese, die deutlich kräftiger ausgeprägt ist als bei EZMW. Dieses Tief
wird von ICON und GFS bis Montagmittag in die westliche Nordsee, nach EZMW über
Dänemark hinweg in den Skagerrak verlagert. Das Modell des kanadischen
Wetterdienstes hat stattdessen ein schwaches Zwischenhoch zu bieten.
Den am Dienstag nach EZMW auf Deutschland übergreifenden Resttrog wird von GFS
und auch von ICON weiter westlich gesehen.
Im erweiterten mittelfristigen Vorhersagezeitraum ergibt sich dann wieder,
bedingt durch die weiter westlich ansetzende erneute Trogbildung, eine
weitgehend ähnliche Konstellation.

Bewertung der Ensemblevorhersagen

Das EPS des GFS folgt weitgehend dem hauseigenen Hauptlauf, lässt dann aber den
auf Westeuropa übergreifenden Trog ins westliche Mittelmeer ausgreifen.
Gleichzeitig deutet sich über Nordosteuropa Geopotentialgewinn an. Tendenziell
sollte das eine Kräftigung des osteuropäischen Hochs bewirken, das einen Keil
aufweist, der nach Skandinavien gerichtet ist. Folglich dürfte sich bodennah
eher eine schwache östliche Windkomponente einstellen, was unterhalb der
Grundschicht eher auf einen leichten Temperaturrückgang hinauslaufen würde. Dies
zeigt sich anhand der „Rauchfahnen“ für den Osten und Südosten sowie Teile der
Mitte, wogegen sich im Westen und Südwesten noch keine Temperaturänderung
abzeichnet. Generell ergibt sich jedoch eine Abnahme der Niederschlagssignale.
Signale für einen markanten Wintereinbruch lassen sich jedoch nicht finden.
Das EPS des EZMW folgt weitgehend dem deterministischen Lauf. Im erweiterten
mittelfristigen Vorhersagezeitraum ergibt sich eher eine südliche Strömung mit
einem leicht südöstlichen, bei 19 Membern eher östlichen Einschlag. Eine erneute
Zonalisierung ist vorerst nicht in Sicht. Dabei dürfte sich eine Blockierung
einstellen, wobei sich das Hoch über Nord- und Nordosteuropa etabliert. Eine ab
Wochenbeginn von Süden her abnehmende Niederschlagsneigung ergibt sich,
wenngleich versehen mit einem höheren Spread als beim EPS des GFS, auch beim EPS
des EZMW. Die übergroße Mehrzahl der EPS-Member lässt spätestens zur Wochenmitte
die bodennahe Windkomponente auf östliche Richtungen drehen. Der prognostizierte
Temperaturrückgang fällt jedoch schwächer aus, als aufgrund der auf östliche
Richtungen drehender Winde zu erwarten wäre.

Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen

Am Freitag können an der Küste stürmische, in exponierten Lagen einzelne
Sturmböen aus östlichen Richtungen auftreten. Am Wochenende sind durch Föhn in
exponierten Lagen der Alpen, mit geringerer Wahrscheinlichkeit auch in den Kamm-
und Gipfellagen der östlichen Mittelgebirge einzelne Sturmböen möglich.
Ansonsten sind markant zu bewarnende Wetterereignisse eher unwahrscheinlich.

Basis für Mittelfristvorhersage
EPS(EZMW) mit Tendenz zu einer leichten Temperaturabnahme im erweiterten
mittelfristigen Vorhersagezeitraum.

VBZ Offenbach / Dipl. Met. Thomas Schumann

SXEU31 DWAV SYNOPTISCHE UEBERSICHT KURZFRIST

SXEU31 DWAV 120800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Dienstag, den 12.11.2019 um 08 UTC

GWL und markante Wettererscheinungen:
GWL: Von TB (nicht Tennis Borussia sondern Tief Britische Inseln) zu TrW (Trog
Westeuropa)

Im Südosten aufkommender Schneefall bis runter auf 500/400 m, in den Alpen z.T.
deutlicher Neuschneezuwachs. Am Donnerstag leichter Hochdruckeinfluss, in
höheren Lagen aber zunehmend stürmisch.

Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 24 UTC

Dienstag… startet Deutschland auf der Vorderseite eines inzwischen
abgetropften Höhentrogs über West- du Südwesteuropa, der zwei Drehzentren
aufweist. Während das südliche Cut-Off-Tief vom Seegebiet vor Tunesien zum
Tyrrhenischen Meer zieht, unternimmt das nördliche Drehzentrum wenig
Anstrengungen, die westliche Nordsee zu verlassen. Dort korrespondiert es
übrigens mit keinem Geringeren als ELVIS, ein schönes Bodentief, das heute Nacht
noch mit unter 985 hPa analysiert werden konnte. Es wird sich dank senkrechter
Achsstellung auf seinem heutigen Weg nach Süden entlang der englischen Ostküste
allmählich auffüllen. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang noch ein zweites
Tief (DETLEF), das mit dem Cut-Off-Tief liiert ist und entsprechend eine
ähnliche Zugbahn nimmt. Beide Tiefs werden in den nächsten Stunden durch eine
Luftmassengrenze verbunden, die meridional über den Ostalpenraum und das
östliche Mitteleuropa verläuft und milde Luftmassen aus dem östlichen
Mittelmeerraum im Osten von subpolarer, mäßig kalter Meeresluft weiter westlich
trennt. Auf der kalten Seite der Front kommt es im Osten und Südosten des
Vorhersageraums aktuell noch zu Aufgleitprozessen und gebietsweise leichten
Niederschlägen, die oberhalb etwa 600 bis 800 m als Schnee fallen. Bis zum
Mittag hören die Niederschläge weitgehend auf, bevor im Laufe des Nachmittags
neue einsetzen.
Zunächst sei aber ein Exkurs in die (nord)westlichen Landesteile erlaubt, wo
heute über die niedertroposphärisch einfließende subpolare Meeresluft eine
Portion Höhenkaltluft mit 500-hPa-Temperaturen bis zu -34°C gespült wird. Bei
T850 um -3°C bedeutet das ein DeltaT von bis zu 30 Grad, mit anderen Worten, es
ist ganz schön labil. Derzeit regnet oder nieselt es im Westen noch eher
stratiform, im Laufe des Tages wird der Niederschlag dann die konvektive
Komponente bevorzugen. Je nach Intensität kann es dabei bis etwa 400 m herunter
schneien (punktuell vorübergehende Glätte), Graupel ist auch in tiefen Lagen
möglich. Zwar wird kaum CAPE generiert, trotzdem kann der eine oder andere Blitz
nicht ausgeschlossen werden (eher gewittrige Schauer als wirkliche Gewitter).
Bei 925-hPa-Winden bis zu 30 Kt kann sich bei kräftigen Schauern durchaus mal
Žne steife Böe 7 Bft bis nach unten verirren. Auch sonst ist der südliche Wind
im Westen und Nordwesten durchaus spürbar, wenn auch nicht überall warnwürdig.
7er-Böen sind an den Nordhängen der Mittelgebirge ebenso drin wie in exponierten
Kamm- und Gipfellagen, wo aber auch mal stürmische Böen 8 Bft am Start sein
können. Auf dem Brocken im Harz sind vorübergehend sogar schwere Sturmböen 10
Bft wahrscheinlich. Weiterhin prominent vertreten in Sachen Wind/Sturm ist auch
der Blanke Hans nebst Küstensaum (7-8 Bft, exponiert 9 Bft) sowie die
Ostseeküste SHs (7 Bft). Zum Abend hin nimmt der Wind zwar etwas ab, trotzdem
muss vor allem an der nordfriesischen Küste sowie auf Helgoland über eine
Verlängerung der bis 16 Uhr MEZ laufenden Warnungen nachgedacht werden.
Kommen wir zu einem Streifen, wo wettermäßig heute nicht allzu viel passiert. Er
liegt genau zwischen dem Schauergebiet im Nordwesten und den Aufgleitprozessen
im Südosten und erstreckt sich grob gesprochen von BW über Thüringen bis hoch
zur Ostsee. Kompensatorisches Absinken heißt hier das Zauberwort, das nicht nur
für weitgehend niederschlagsfreie Verhältnisse, sondern auch für ein paar
Wolkenlücken verantwortlich ist.
Zurück noch mal in den Südosten, wo nach der Mittagspause von Süden her neue
Hebungsprozesse in Gang kommen. Sie sind im Wesentlichen kräftiger WLA
geschuldet und bringen neue Niederschläge, die zunächst von Österreich her auf
den Südosten Bayerns, in den Abendstunden dann auch im Erzgebirge (Ostteil)
sowie in der Oberlausitz einsetzen. Dabei fällt unten zunächst Regen, oberhalb
700-800 m Schnee.
Die Temperatur erreicht heute Maxima zwischen 3 und 9°C, zweistellige Werte um
10°C sind allenfalls im Oberrheingraben drin.

In der Nacht zum Mittwoch schlägt ELVIS einen Haken in Richtung Nordteil
Deutsche Bucht, während sein kongenialer Partner DETLEF die berüchtigte
Italienpassage vom Tyrrhenischen Meer zur Adria wagt. Über der Schweiz tropft
der Höhentrog abermals ab, was das nördliche Residuum abflachen lässt. Dazu
kommen der Tagesgang sowie mitteltroposphärische Erwärmung, was schlussendlich
eine Stabilisierung der Schichtung und ein vorübergehendes Nachlassen der
Schauertätigkeit bedingt. Ein paar Restschauer schaffen es aber noch bis nach BW
(oberhalb 600 m als Schnee), und in der zweiten Nachthälfte sorgt der
heranschwenkende Bodentrog von ELVIS im Westen und Nordwesten für etwas
schauerartigen Niederschlag, der oberhalb 600 bis 800 m als Schnee fällt.
Zusätzlich zu möglicher Glätte durch etwas Schnee oder Schneematsch muss im
west- und südwestdeutschen Bergland zusätzlich mit Glätte durch gefrierende
Nässe gerechnet werden.
Im Südosten weiten sich die abendlichen Niederschläge besonders in Bayern noch
etwas Westen und Norden aus, wobei die Schneefallgrenze bei T850 von etwa -3°C
bis auf 500/400 m, also bis ganz nach unten sinkt. Gleichzeitig kommt es am
Alpenrand zu einer Intensivierung der Schneefälle, was bis zum Morgen mit einem
Neuschneezuwachs von bis zu 15 cm in höheren Lagen belohnt wird. Im Alpenvorland
sowie in den östlichen Mittelgebirgen fallen 1 bis 5 cm, in höheren Lagen bis zu
10 cm Neuschnee. Im Erzgebirge hingegen wird es wohl nur für ein paar schlappe
Zentimeter (> 700-800 m) reichen.

Mittwoch… greift bei Irland ein neues Höhentief ins Geschehen ein, das den
gesamten Trogkomplex regeneriert und retrograd erscheinen lässt. Bei uns
verdingen sich noch die Reste des o.e. Troges, wobei aber nicht mehr so
höhenkalte Luft wie heute am Start ist (T500 über -30°C). Trotzdem reicht es in
der weiterhin einfließenden, vor allem im Norden aber etwas „milderen“
subpolaren Meeresluft (T850 bei -1°C) für einzelne Schauer im Westen und
Nordwesten sowie in der westlichen Mitte. Über der rund 10°C warmen/kalten
Nordsee kann es mit Hilfe des alternden, nur langsam nach Norden ziehenden
ELVISŽ sogar vereinzelte Gewitter geben. Dort bleibt auch der südliche Wind noch
einigermaßen in Fahrt mit Böen 7 Bft, exponiert sowie im kräftigen Schauer 8
Bft.
Während sich Tief ELVIS also als treuer Nordseeurlauber entpuppt, beginnt weiter
südlich der Luftdruck zu steigen. Heraus kommt ein von der Biscaya über
Süddeutschland bis nach Polen reichender Hochkeil, der mehr verspricht als er
halten kann. Will heißen, im Südosten dauern die trogvorderseitigen
Aufgleitprozesse an, wobei sich die resultierenden Niederschläge nach Lesart von
IFS und EURO4 sogar noch etwas nordwestwärts verlagern können (grob bis zu einer
Linie Oderbruch-Schwaben). Die deutsche Modellkette und GFS hingegen fahren auf
konservativer Schiene ohne große Verlagerung. So oder so, an und in den Alpen
sowie den ostbayerischen Mittelgebirgen schneit es munter weiter, wobei oberhalb
600 bis 800 m noch mal 2 bis 7, in höheren Alpenlagen um 10 cm Neuschnee fallen
können. In tieferen Lagen geht der anfängliche Schneefall mit der durch
Gegenstrahlung induzierten leichten Tageserwärmung via Schneeregen in Regen
über. Etwas Schnee fällt übrigens auch noch im höheren Erzgebirge (vor allem
nach Osten hin) sowie in den Hochlagen des Zittauer Gebirges. Am Nachmittag und
Abend lassen die Niederschläge dann allmählich nach.
Ähnlich wie heute gibt es auch morgen wieder einen Korridor, in dem
niederschlagstechnisch wenig bis nichts passiert, die Wolkendecke hier und da
auch mal dünne wird oder gar gänzlich aufreißt (lokal). Er reicht etwa von der
deutsch-schweizer Grenze bis hoch nach MV bzw. Ostholstein.
Die Spanne der Höchsttemperatur reicht von rund 2°C im nasskalten Alpenvorland
bis zu 9°C im Rheintal sowie in Ostfriesland.

In der Nacht zum Donnerstag bläht sich das Höhentief über Westeuropa schamlos
auf, wobei möglicherweise eine Dipolstruktur entsteht. Gleichzeitig zieht es den
gesamten Trog nach Süden, was einer merklichen Amplitudenvergrößerung
gleichkommt. Das korrespondierende Bodentief – nach Liste wäre FERDINAND dran,
allerdings beeinflusst uns dieses Tief kaum – zieht von Irland gen
Westfrankreich, wo es wahrscheinlich ebenfalls eine dipolare Form annimmt. Uns
kann das aber völlig wumpe sein, wird doch der o.e. Hochkeil nun endlich seiner
Rolle als Zwischenhoch gerecht. So kommen zum einen die Schauer zum Erliegen,
zum anderen werden die stratiformen Niederschläge im Osten und Südosten unter
Abschwächung zusehends nach Osten abgedrängt – es sei denn, ICON behält recht,
das diesbezüglich weniger progressiv agiert.
Fakt ist, dass die Nacht in den meisten Regionen niederschlagsfrei
vonstattengeht und die Wolkendecke teilweise sogar auflockert. In diesem Falle
kann sich gebietsweise Nebel bilden und außerdem die Temperatur in den leichten
Frostbereich sinken. Laut MOS-Mix soll Letzteres vor allem im Süden (am
Alpenrand örtlich sogar mäßiger Frost) und in der östlichen Mitte passieren.
Allerdings ist die Bewölkungsprognose ziemlich diffizil, meint, sollte es auch
in den übrigen Regionen mal irgendwo aufgehen, ist stellenweise ebenfalls
leichter Frost möglich. Dort, wo Straßen und Wege von den Tagesniederschlägen
nicht abgetrocknet sind (also vor allem im Südosten) muss streckenweise mit
Glätte durch gefrierende Nässe gerechnet werden.

Donnerstag… verbleiben wir auf der Vorderseite des runderneuerten Höhentrogs
über Westeuropa. Dabei nimmt die südliche Höhenströmung im Laufe des Tages
kontinuierlich zu, was nicht ohne Folgen auf die Windentwicklung bleibt. Weniger
am Boden als vielmehr im Bergland frischt der östliche bis südliche Wind
zunehmend auf, so dass spätestens am Nachmittag die ersten Sturmböen 8-9 Bft in
exponierten Kamm-, Kuppen- und Gipfellagen registriert werden können. Möglich,
dass der Südostwind ab dem Abend auch durch die ostsächsischen Täler
durchpfeift, allerdings mit maximal 7er-Böen. In den Alpen stellt sich Föhn ein,
dort können in exponierten Hochlagen sogar schwere Sturmböen oder Orkanböen
erreicht werden (10 bis 12 Bft).
Wettermäßig ist bei leichtem Hochdruckeinfluss nicht so viel los, sprich, teils
wolkig oder bedeckt (gebietsweise hochnebelartig), teils aufgelockert, meist
trocken. Dazu gibt es die fast schon standesgemäßen Höchsttemperaturen zwischen
2 und 9°C mit den höchsten Werten im Lee der westdeutschen Mittelgebirge.

Modellvergleich und -einschätzung

Es ist wie so oft. Die grundlegende Entwicklung steht, in Detailfragen läuft es
etwas unrunder. In diesem Fall ist einmal mehr der Niederschlag betroffen (siehe
Text), auch wenn die Abweichungen nicht unmenschlich hoch ausfallen.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Hoffmann

DWD -> Regionenwetter – Baden-Württemberg –

VHDL16 DWSG 121000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Dienstag, 12.11.2019, 11:30 Uhr

Kommende Nacht vor allem im Bergland bei leichtem Frost gebietsweise Glätte. Im Hochschwarzwald stürmische Böen. Tagsüber zunächst trocken.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag heiter bis wolkig, bald schon stark bewölkt und ab dem Nachmittag im Westen und Norden gelegentlich etwas Regen. Höchstwerte 3 Grad auf der Alb und im Südschwarzwald bis 10 Grad am Westrand des Schwarzwaldes. Schwacher, in Böen frischer Südwestwind. Im höheren Schwarzwald auch starke bis stürmische Böen.

In der Nacht zum Mittwoch meist stark bewölkt, örtlich Regen oder Schneeregen, oberhalb 600 m Schneefall und Glätte. Zum Ende der Nacht im Westen Auflockerungen und im Rheintal vereinzelt Nebel.
Tiefstwerte +2 bis -3 Grad.

Am Mittwoch im Westen nach Nebelauflösung zunächst aufgelockert, sonst stark bewölkt und insbesondere im Südosten Regen oder Schneeregen, im Bergland Schnee. Ab dem Mittag vorübergehend Wolkenauflockerung und meist trocken, von Nordwesten wieder dichtere Wolken und ein paar Tropfen. Höchstwerte zwischen 2 und 8 Grad. Schwacher Wind aus süd- bis südwestlichen Richtungen, einzelne frische Böen.

In der Nacht zum Donnerstag im Südosten gering, sonst stark bewölkt. Von Süden auflockernde Bewölkung. Vor allem in Flussniederungen Nebel. Bei Temperaturen zwischen +2 und -4 Grad Glättegefahr durch Reif.

Am Donnerstag nach teils zäher Nebelauflösung heiter bis wolkig, an der Donau in Hochnebel übergehend, trocken. Maxima 1 bis 8 Grad. Schwacher Nordostwind, auf Anhöhen frische Böen.

In der Nacht zum Freitag gebietsweise Nebel, im weiteren Verlauf Bewölkungsverdichtung und später im Südwesten aufkommender leichter Regen, im Schwarzwald Schnee mit Glätte. Sonst meist noch trocken. Tiefstwerte bei +2 bis -3 Grad. Im höheren Bergland starke bis stürmische Böen aus Ost.

Am Freitag im Westen zunächst stark bewölkt und zeitweilig leichter Regen, im Bergland Schneeregen und Schneefall mit Glätte.
Vorübergehend auflockernd. Im Osten erst gering, später stark bewölkt. Abends gebietsweise Regen. Maximal 2 bis 9 Grad. Wind aus unterschiedlichen Richtungen, einzelne frische Böen.

In der Nacht zum Samstag stark bewölkt und gebietsweise Regen, später nachlassend und auflockernd. Verbreitet Nebel, örtlich Reifglätte. Tiefstwerte zwischen +3 bis -3 Grad.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Dienstag, den 12.11.2019, 11:30 Uhr –
„Tiefdruckgebiete beeinflussen unser Wetter in dieser Woche und auch am kommenden Wochenende. Lediglich am Donnerstag kann sich kurz Zwischenhocheinfluss durchsetzen.

Es ist Vollherbst. Wir brauchen Jacke und Schal, einige auch schon Mütze und Handschuhe. Wer im Gebirge wohnt, muss sich auch in den kommenden Tagen auf rutschige Straßen einstellen. Im Erzgebirge, dem Bayerischen Wald und in den Alpen fällt Schnee bis auf etwa 600 m. Nasse Flocken kann man bei länger anhaltendem Niederschlag auch darunter nicht ausschließen. Nachts kann die Nässe an ungünstigen Stellen auch gefrieren.

In den Niederungen ist es nachts gebietsweise frostig, dort kann es glatt werden durch Reif oder auf Brücken auch schon mal durch gefrierende Nässe. Wo der Himmel nachts aufgeht, bildet sich schnell Nebel, der für erhebliche Sichtbehinderungen sorgen kann. Kurzum: Im Straßenverkehr ist gerade am Morgen erhöhte Vorsicht geboten. Wer noch nicht auf Winterreifen umgestellt hat, sollte dies nun tun. Wird man mit ungeeigneter Bereifung in einen Unfall verwickelt, wird eine Strafe fällig. Unabhängig davon, ob man am Unfall Schuld hat oder nicht. Es empfiehlt sich auch ein etwas früherer Start zur Arbeit. Dann kann man die Fahrt ins Büro entspannter angehen und ausreichend Sicherheitsabstand halten.

Für Fußgänger und Fahrradfahrer gilt: Geeignete Kleidung tragen. Und damit ist nicht nur wetterfest, sondern auch gut sichtbar gemeint. Eine schwarze Jacke ist auch bei der besten Straßenbeleuchtung schwierig auszumachen. Reflektoren können die Sicherheit um einiges erhöhen.

Wie im Herbst üblich, weht auch ein etwas frischerer Wind. In den Bergen und an der Nordsee können zeitweise stürmische Böen auftreten. Besonders in Waldgebieten sollte man auf herabstürzende Äste achten. “

Das erklärt Dipl.-Met. Jacqueline Kernn von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter: www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

IDW10100 Western Australia Forecast

IDW10100
Australian Government Bureau of Meteorology
Western Australia

Western Australia Forecast
Issued at 4:30 pm WST on Tuesday 12 November 2019
for the period until midnight WST Saturday 16 November 2019.

Warning Information
For latest warnings go to www.bom.gov.au, subscribe to RSS feeds, call 1300 659 210* or listen for warnings on relevant TV and radio broadcasts.

Weather Situation – Northern Western Australia
A broad trough over the Kimberley and Pilbara will remain inland for the next few days.

Weather Situation – Southern and Central Western Australia
A high pressure ridge is strengthening near the south coast, with a trough developing over the Gascoyne and Geraldton coast. The trough will begin to deepen down the west coast from Wednesday.

Forecast for the rest of Tuesday 12 November
Showers and thunderstorms over the Gascoyne and the northern Central West. Slight chance of a shower or thunderstorm about the northeastern Pilbara.

Forecast for Wednesday 13 November
Showers and thunderstorms possible over the north and west Kimberley in the afternoon and evening. Showers and thunderstorms also possible over the eastern Gascoyne, far northern Goldfields and central Interior.

Forecast for Thursday 14 November
Showers and thunderstorms possible over the central and northern Kimberley in the afternoon and evening.

Forecast for Friday 15 November
Showers and thunderstorms possible over the northern and western parts of the Kimberley and eastern inland parts of the Pilbara during the afternoon and evening. Light showers possible along the south coast mainly in the morning.

Forecast for Saturday 16 November
Light morning drizzle possible about the Israelite Bay coast. Showers and thunderstorms about coastal and adjacent inland parts of the Kimberley, inland from the coast through the Pilbara and also over the northeastern Gascoyne during the afternoon and evening.

The next routine forecast will be issued at 4:45 am WST Wednesday.

* Calls to 1300 numbers cost around 27.5c incl. GST, higher from mobiles or public phones.

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DWD -> WARNLAGEBERICHT für Baden-Württemberg –

VHDL30 DWSG 120800
WARNLAGEBERICHT
für Baden-Württemberg

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Dienstag, 12.11.2019, 10:30 Uhr

Kommende Nacht vor allem im Bergland bei leichtem Frost gebietsweise Glätte. Im Hochschwarzwald stürmische Böen. Tagsüber zunächst trocken.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage:

Ein Tief mit Kern über der Nordsee lenkt mäßig kalte Meeresluft nach Baden-Württemberg.

GLÄTTE/FROST/SCHNEEFALL:
In der Nacht zum Mittwoch oberhalb etwa 600 m bei leichtem Frost gebietsweise Glätte durch geringen Neuschnee. Im Osten vereinzelt auch in den Niederungen leichter Frost.

WIND:
Im Hochschwarzwald zeitweise stürmische Böen um 70 km/h aus Südwest. Am Abend Windabschwächung.

NEBEL:
Zum Ende der Nacht zu Mittwoch im Rheintal vereinzelt Nebel mit Sichten unter 150 m.

Nächste Aktualisierung: spätestens Dienstag, 12.11.2019, 14:30 Uhr

Deutscher Wetterdienst, Regionale Wetterberatung Stuttgart, Pietsch