DWD -> Warnung vor hohem UV-Index – UV ESXX

WWFG46 ESXX 240904

Amtliche WARNUNG vor ERHÖHTER UV-INTENSITÄT

für Kreis Esslingen

gültig Montag, 24.06.2019 09:00 Uhr
bis: Dienstag, 25.06.2019 17:00 Uhr

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für
Strahlenschutz am: Montag, 24.06.2019 um 09:04 Uhr

Die UV-Strahlung erreicht ungewohnt hohe Werte. Schutzmaßnahmen sind unbedingt erforderlich. Zwischen 11 und 15 Uhr sollten Sie längere Aufenthalte im Freien vermeiden. Auch im Schatten gehören ein sonnendichtes Hemd, lange Hosen, Sonnencreme (SPF 15+), Sonnenbrille und ein breitkrempiger Hut zum sonnengerechten Verhalten. Ergänzend zu diesen international einheitlichen Empfehlungen der
Weltgesundheitsorganisation finden Sie weitere UV-Schutztipps unter https://www.dwd.de/uvschutz

DWD / Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung Freiburg

SYNOPTISCHE UEBERSICHT MITTELFRIST

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T ausgegeben am Montag, den 24.06.2019 um 10.30 UTC

Erste Hitzewelle des Jahres mit Höchsttemperaturen bis weit über 35 Grad.

Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 01.07.2019

Am Donnerstag liegt Deutschland unter der Nordostflanke eines Höhenkeils, der
sich vom westlichen Mittelmeer zu den Britischen Inseln erstreckt. Durch diesen
Keil wird eine Hochbrücke gestützt, die von Schottland südlich an Island vorbei
bis in den mittleren Nordatlantik reicht. Die Frontalzone verläuft über Island
und Südskandinavien hinweg zu den Baltischen Staaten. Ein darin eingelagerter
kräftiger Trog gelangt nach Westrussland. Die Kaltfront des
korrespondierenden
kräftigen Bodentiefs überquert die Mitte Deutschlands und erreicht am Freitag
den Süden. Während am Donnerstag in den tieferen Lagen Südwest- und Süddeutschlands Höchsttemperaturen deutlich über 35 Grad erreicht werden, wird
es am Freitag mit Temperaturmaxima etwas über 30 Grad dort nicht mehr ganz so
heiß. Im Norden und Nordosten macht sich das Ausfließen kühlerer Luft aus dem
Hoch über der Nordsee bemerkbar, so dass dort Maxima um 25 Grad zu erwarten sind. Am Freitag weitet sich der Höhenkeil eher noch etwas nach Norden aus, was
die nordwestliche Strömung eher noch etwas aufsteilen lässt und die Kaltfront
somit über die Alpen hinweg südwärts drückt.
Am Samstag verschiebt sich das Zirkulationsmuster ein wenig nach Osten, wodurch
der Zustrom mäßig warmer Luft von der Nordsee her versiegt. Daher dürften die
Temperaturen erneut ansteigen, wobei am Sonntag, wenn der Keil unter Abflachung
und Verkürzung der Wellenlänge Deutschland überquert, ein weiterer Höhepunkt der
Hitze erreicht wird. In tieferen Lagen Südwest- und Süddeutschlands sind dann
wieder Temperaturmaxima deutlich über 35 Grad vorstellbar. Allerdings greift ein
breiter Trog auf den nahen Ostatlantik und die Britischen Inseln über, der zu
Wochenbeginn eine Zonalisierung einleitet. Dabei bildet sich hinsichtlich der
Temperaturen ein ausgeprägtes Nord-Süd-Gefälle heraus, das auch im erweiterten
mittelfristigen Vorhersagezeitraum Bestand hat. Dies geht mit einem zunehmend
wechselhaften Wettercharakter einher, so dass im Norden häufiger Schauer zu erwarten sind und im Süden die Gewitterneigung zunimmt. Eine Schwergewitterlage
zeichnet sich jedoch nicht ab. Während im Norden je nach Bewölkung die Temperaturen durchaus unter der 20 Grad-Marke verbleiben können, sind im Süden
weiterhin Maxima um bzw. über 30, in tieferen Lagen Südwest- und Süddeutschlands
zur Wochenmitte hin auch wieder über 35 Grad zu erwarten.

Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs

Bis einschließlich Sonntag ist der aktuelle Lauf gegenüber den beiden gestrigen
Modellläufen weitgehend konsistent. Prognoserelevante Unterschiede sind bis dahin nicht erkennbar.
Am Montag wird die Zonalisierung deutlicher und rascher simuliert als dies bei
den beiden Vorläufen der Fall war. Als Ergebnis liegen die Temperaturen im 850
hPa-Niveau über dem Norden und der Mitte Deutschlands etwa 10 Grad tiefer als
vom gestrigen Modellauf noch angenommen wurde. Im erweiterten mittelfristigen
Vorhersagezeitraum gleichen sich die Prognosen jedoch wieder an.

Vergleich mit anderen globalen Modellen

Bis einschließlich Samstag ergeben sich hinsichtlich der synoptischen Basisfelder keine prognoserelevanten Unterschiede zwischen den verfügbaren Modellen. Am Sonntag zeigt ICON den über Deutschland hinweg nach Osten schwenkenden Keil noch am kräftigsten, wogegen die anderen Modelle wie auch EZMW
diesen Keil rasch abflachen lassen.
Im erweiterten mittelfristigen Vorhersagezeitraum ergibt sich dann wieder ein
weitgehend ähnliches Bild mit einer relativ weit nördlich ansetzenden Zonalisierung.

Bewertung der Ensemblevorhersagen

Das EPS des GFS stützt die oben beschriebene Entwicklung. Auch hier lässt sich
die Zonalisierung zum Monatswechsel ableiten. Damit geht mit einem Temperaturrückgang einher, den der aktuellste Lauf ein wenig ausgeprägter zeigt
als weiter zurückliegende Modellläufe. Auch hier lässt sich anhand der Niederschlagssignale eine zunehmende Unbeständigkeit ableiten. Die ausgeprägten
Niederschlagsignale ab Montag im Süden dürften als Hinweis für eine rege Gewittertätigkeit anzusehen sein.
Auch beim EPS des EZMW stützt die Entwicklung bis in den erweiterten mittelfristigen Vorhersagezeitraum hinein, wenngleich mit schwächeren Niederschlagssignalen als beim EPS des GFS. Allerdings folgen in der Mitte und
im Süden die beiden ungestörten Läufe nicht dem Trend hin zu etwas zurückgehenden Temperaturen. Während mehr als 80 Prozent der Einzellösungen einen eher kräftigeren Keil favorisieren (was der ICON-Version nahekommt) wird
die bereits am Montag einsetzende Zonalisierung neben den Hauptlauf und Kontrolllauf nur von 8 Membern gezeigt. Der Spread ist selbst im erweiterten
mittelfristigen Vorhersagezeitraum vergleichsweise gering.

Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen

Abgesehen von Hitze (mit teils extremer Wärmebelastung und verbreiteten Tropennächten) und hoher UV-Belastung sind vorerst keine markant zu bewarnenden
Wetterereignisse zu erwarten. Erst ab Sonntag nimmt zunächst an den Alpen und
vielleicht auch in den östlichen Mittelgebirgen, danach im gesamten Süden die
Gewitterneigung deutlich zu, ohne dass sich bisher eine ausgewachsene Schwergewitterlage abzeichnet.

Basis für Mittelfristvorhersage

EPS(EZMW) mit Tendenz zu etwas höheren Temperaturen im Süden und in der Mitte
Deutschlands.

VBZ Offenbach / Dipl. Met. Thomas Schumann

SXEU31 DWAV SYNOPTISCHE UEBERSICHT KURZFRIST

SXEU31 DWAV 240800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T ausgegeben am Montag, den 24.06.2019 um 08 UTC

GWL und markante Wettererscheinungen:
S a

Rasch zunehmende Hitze, Höhepunkt der Hitzewelle zur Wochenmitte. Auch über dem
Bergland kaum Gewitter.

Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 24 UTC

Montag… liegen wir unter einem Höhenrücken, der sich infolge kräftiger Warmluftadvektion vor einem Trog westlich des Kontinents aufwölbt. Er kräftigt
sich noch etwas und bildet eine weitere, in die nördliche Nordsee gerichtete
Keilachse. Dies stützt eine Hochdruckzone am Boden über dem
Nordostatlantik und
Nordeuropa.
Dabei gelangt mit einer östlichen bis südöstlichen bodennahen Strömung trockene
und meist stabil geschichtete Luft zu uns. Nur im Westen und Südwesten ist die
Schichtung labiler, durch den Rücken und die WLA aber auch stark gedeckelt, so
dass konvektiv, auch mit Hilfe der Orografie, nichts zu erwarten ist. Die WLA
verursacht höchstens nach Westen und Norden hohe Bewölkung.
Die Erwärmung, advektiv und durch Absinken, macht weitere Fortschritte. Bei nahezu ungehinderter Einstrahlung sind 28 bis 34, in Küstennähe und im höheren
Bergland 22 bis 27 Grad zu erwarten.

In der Nacht zum Dienstag ändert sich die Lage der Rücken und Tröge nur marginal. Am Boden entsteht über Frankreich ein Tief, womit die niedertroposphärische Strömung meist auf Südwest bis Süd dreht und verstärkt
Luft aus Südeuropa und Nordafrika in das Vorhersagegebiet geführt wird. Schon
die Nacht wird wahrscheinlich in Teilen West- und Südwestdeutschlands sehr warm
und die Temperatur dürfte dort kaum unter 20 Grad zurückgehen.

Dienstag… wird der Keil durch weitere Warmluftadvektion an dessen Westflanke
gestützt. Einer weiteren Ausdehnung nach Norden sind durch die Frontalzone über
Nordeuropa Grenzen gesetzt, die von der Irmingersee über
Mittelskandinavien und
Karelien zum Ural verläuft. Zwischen dem Bodenhoch, das nunmehr einen zu den
Karpaten gerichteten Keil aufweist und dem Tief, das sich über Ostfrankreich und
den Benelux-Staaten zur Nordsee ausweitet, gelangt mit einer bodennahen südöstlichen Strömung trockene und heiße, aber zusehends labiler geschichtete
Luft nach Deutschland. Die Labilität (ML Cape nach ICON bis über 3000 J/kg im
Süden) weist aber auch einen starken Deckel auf und selbst mit Hilfe der Orografie sollten konvektive Umlagerungen nicht in Gang kommen. Falls doch, was
aber sehr unwahrscheinlich ist, wären rasch schwere Gewitter möglich. Die Temperaturen liegen im 850 hPa Niveau im Norden und Nordosten zwischen 15
und 19 Grad, sonst zwischen 19 und 24 Grad, womit dann deutschlandweit Höchsttemperaturen zwischen 32 und 38 Grad zu erwarten sind; verbunden mit großer Wärmebelastung. Unmittelbar an der See sowie im höheren Bergland wird es
mit 26 bis 31 Grad nicht ganz so heiß. Abzuwarten bleibt, ob die über dem Westen
und Norden hinweg ziehenden hohen Wolken, vielleicht doch die Temperaturentwicklung etwas dämpfen und ob sich nicht schon Saharastaub im Westen bemerkbar macht.

In der Nacht zum Mittwoch wird ein in der Frontalzone eingelagerter schwacher
Trog in die Nordsee gesteuert, was die Achse des Keils ein wenig abhobelt und im
Norden nach Osten drückt. Durch diesen Trog setzt auch über der Nordsee Druckfall ein, so dass sich die Hochbrücke aufspaltet und sich ein Tief vor der
dänischen Nordseeküste bildet.
Dabei verbleibt ein Hoch über Osteuropa mit einem Keil bis in den Alpenraum. Ein
kräftigeres Hoch entwickelt sich dagegen südwestlich von Island. Insgesamt ist
aber das Wettergeschehen antizyklonal geprägt. Auch wenn Absinken den Himmel aufklaren lässt, geht die Temperatur häufiger nicht unter die 20 Grad-Marke zurück.

Mittwoch… zieht der Trog langsam nach Osten, bleibt aber noch über der Nordsee
und greift später auf Dänemark über. Der Höhenrücken wird etwas nach Süden abgedrängt, bildet aber wieder einen nach GB gerichteten Keil aus. Über Deutschland ergibt sich meist eine antizyklonale westliche Strömung. Der Süden
verbleibt im direkten Einflussbereich
des kräftigen Rückens.
Das mit dem Trog verbundene Bodentief verlagert sich bis zum Abend nach Südschweden und rückseitig sorgt
niedertroposphärische Kaltluftadvektion für kräftigen Druckanstieg über dem Westen der Britischen Inseln und der Nordsee. Mit der auf Nordwest drehenden
Bodenströmung gelangt weniger heiße, bzw. warme Nordseeluft in den Nordwesten
und Norden des Landes. Vor allem im Nordseeumfeld können sich an einer niedrig
liegenden Inversion eventuell auch ausgedehntere SC-Felder entwickeln. In 850 hPa macht sich die Abkühlung nur bedingt bemerkbar, dort sinkt die Temperatur auf etwa 15 Grad im Nordseeumfeld. Mit auffrischendem Nordwestwind,
der mit dem sich verschärfenden Gradienten zunächst über der Nordsee, abends
auch im Ostseeumfeld Warnrelevanz (Bft 7) erreichen kann, überschreitet die Temperatur direkt an der Küste eventuell kaum mehr die 20 Grad-Marke.

In der Mitte und im Süden dominieren dagegen weiterhin der Einfluss des Höhenrückens und Absinken. In der Grundschicht kommt es zu einer weiteren Feuchteanreicherung und die Luftmasse ist oberhalb des Deckels hochreichend labil geschichtet (ML Cape über dem Süden bis 5000 J/kg im ICON), dennoch dürfte
es wohl nach wie vor kaum zur Auslöse reichen. Die Temperaturen in 850 hPa bewegen sich weiterhin zwischen 20 Grad in der nördlichen Mitte und 25 Grad im
Südwesten.

Bewölkung – auch hohe – sollte kaum noch vorhanden sein. Stellt sich die Frage,
ob Saharastaub die Einstrahlung etwas hemmt. Wenn nicht, stehen vielerorts neue
Junirekorde ins Haus, Höchstwerte zwischen 33 und 38 Grad, eventuell sogar 39
Grad (die den neuen Deutschland-Junirekord bedeuten würden) sind dann zu erwarten, ob irgendwo tatsächlich die 40 Grad „geknackt“ werden, die z.B. vom
MOSMIX simuliert, steht in den Sternen.

In der Nacht zu Donnerstag zieht sich der Rücken retrograd nach Westen bis Südwesten zurück. Das Bodentief verstärkt sich noch etwas und zieht zum Baltikum
mit der rückseitigen nordwestlichen Strömung breitet sich die weniger warme Luft
noch etwas nach Süden aus. Beim Durchzug einiger flacher Wolkenfelder gehen die
Temperaturen im Norden auf 18 bis 12 Grad zurück und der Wind frischt vor allem
an der See zeitweise stark auf mit Bft 7 bis 8 aus West bis Nordwest. Im Süden
und der Mitte werden gebietsweise die 20 Grad nicht unterschritten.

Modellvergleich und -einschätzung

Die Modelle zeigen keine prognose- und warnrelevatnte Unterschiede. GFS simuliert am Mittwoch Niederschläge, aber wieder wegen des Feuchtebias in der
Grundschicht. Unsicherheiten bezüglich der Temperatur wurden im Text erwähnt.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Bernd Zeuschner

DWD -> WARNLAGEBERICHT für Deutschland –

VHDL30 DWOG 240800 COR
Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Montag, 24.06.2019, 14:19 Uhr

Zunehmend starke Wärmebelastung.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Dienstag, 25.06.2019, 11:00 Uhr:

Am Südrand einer Hochdruckzone, die sich vom Seegebiet südlich Islands bis nach Osteuropa erstreckt, werden zunehmend heiße Luftmassen aus Südeuropa und Nordafrika nach Deutschland geführt.

HITZE:
Heute im Westen und Südwesten zunehmend große Wärmebelastung. Am Dienstag außer im Norden sehr hohe Wärmebelastung.

UV-STRAHLUNG:
Im Südwesten ungewöhnlich hohe UV-Strahlungswerte.

Aktuelle Informationen zur Unwetterlage und zu den herausgegebenen Hitzewarnungen präsentiert Dipl.-Met. Lars Kirchhübel in
einem Video aus dem DWD TV-Studio (Stand: 23.06.2019 13:30 Uhr) https://youtu.be/3jz1h1zRL0U
Nächste Aktualisierung: spätestens Montag, 24.06.2019, 16:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Rolf Ullrich

DWD -> Regionenwetter – Baden-Württemberg –

VHDL16 DWSG 241000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Montag, 24.06.2019, 11:30 Uhr

Eine sonnige und heiße Wetterwoche steht bevor.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag sowie im weiteren Tagesverlauf sonnig, lediglich über dem Bergland lockere Quellwolken, trocken. Temperaturanstieg auf 27 bis 34 Grad. Schwacher bis mäßiger, in Böen frischer östlicher Wind. Vom Odenwald bis zur Ostalb teils starke Böen.

In der Nacht zum Dienstag sternenklar bei Tiefstwerten zwischen 19 und 12 Grad.

Am Dienstag sonnig. Maxima zwischen 30 und 37 Grad. Schwacher, in Böen mäßiger, im Norden auch frischer Ostwind.

In der Nacht zum Mittwoch klar. Minima 23 bis 14 Grad.

Am Mittwoch sonnig und verbreitet sehr heiß mit Höchstwerten von 33 Grad im Bergland bis 40 Grad an Rhein, Neckar und Tauber. Meist schwacher östlicher Wind.

In der Nacht zum Donnerstag klar. Tiefstwerte zwischen 23 und 16 Grad.

Am Donnerstag weiterhin sonnig und verbreitet sehr heiß mit Maxima von 34 Grad im Bergland bis 39 Grad am Oberrhein. Schwacher, im Tagesverlauf in Böen teils mäßiger bis frischer Wind aus nördlichen Richtungen.

In der Nacht zum Freitag klar. Minima 22 bis 16 Grad.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Montag, den 24.06.2019, 11:30 Uhr –
„Das hochreichende Tief „Nasir“ mit Kern über dem Ostatlantik zapft auf seiner Südwestflanke die heiße afrikanische Luft an und transportiert diese nach West- und Mitteleuropa, wo die Luftmasse von Hoch „Ulla“ über Mittel- und Nordeuropa und Schwerpunkt über Dänemark veredelt wird. Nur durch das optimale Zusammenspiel der
Luftdruckverteilungen am Boden sowie in größeren Höhen können derartig heiße Temperaturen zur Wochenmitte erreicht werden.

Im Normalfall treten die maximal möglichen Temperaturen für die mittleren und nördlichen Breiten, vom Sommeranfang zeitlich nach hinten verschoben, in den typischen Hochsommermonaten Juli und August auf. Verantwortlich dafür ist zusätzlich zur Sonneneinstrahlung auch die Speicherung und den Transport von Wärmeenergie. Die Atmosphäre und erst recht die Ozeane sind grundsätzlich träge Medien, bei denen alle thermodynamischen Vorgänge etwas langsamer ablaufen. Ab Frühlingsbeginn, wenn sich die senkrechte Achse der Sonne über den Äquator hinweg nach Norden bewegt, erwärmen sich die Ozeane und Landflächen auf der Nordhalbkugel indem sie die einstrahlende Sonnenenergie aufnehmen bzw. speichern. Da in nördlichen Breiten (>60°N) durch die Kugelform der Erde der Energieeintrag trotz höherem Sonnenstandes sehr gering bleibt, muss Wärme von Süden nach Norden transportiert werden. Dies übernehmen bis ca. 30° N hauptsächlich die Ozeane und deren Strömungen (z. B. Golfstrom). Nördlich von 30° N sind

unsere wohlbekannten Tiefdruckgebiete für den Wärmetransport größtenteils verantwortlich. Bis also die maximale Energie bzw. Wärmemenge in den mittleren bzw. nördlichen Breiten erreicht wird, vergeht etwas Zeit.

Wie dem auch sei. In dieser Woche braucht die Atmosphäre nicht den von der Sonne schon deutlich erwärmten Ozean und somit den
entsprechenden Wärmetransport. Durch die Hitzeautobahn von
Nordwestafrika bis nach Mitteleuropa und der starken
Sonneneinstrahlung nahe an der Sommersonnenwende (vgl. Thema des Tages vom 17.06.2019) können auch zum Sommerstart schon Höchstwerte bis an die 40 Grad auftreten.

Vor allem die Südhälfte muss nun bis zur kommenden Woche schwitzen. Zwar gehen die Temperaturen nach dem ersten Hitzehöhepunkt am Mittwoch leicht zurück, bleiben aber vom Niederrhein bis nach Oberfranken sowie südlich davon oberhalb der 30-Grad-Marke. Im Norden macht sich dagegen eine nicht wetteraktive Kaltfront ab Donnerstag bemerkbar, die in der Nordhälfte zumindest vorübergehend mit dichteren Wolken eine deutliche Abkühlung bringt. Am Freitag liegen demnach die Höchstwerte vom Ems- und Münsterland bis zur Oder und Neiße „nur noch“ zwischen 24 und 29 Grad. An den Küsten ist es bei auflandigem Wind sogar noch etwas kühler.

Aufgrund der recht stabilen atmosphärischen Verhältnisse sind zunächst keine, ab Mittwoch nach derzeitigem Stand auch nur lokal begrenzt bevorzugt im Süden einzelne Schauer und Gewitter möglich. “

Das erklärt Dipl. Met. Lars Kirchhübel von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter: www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

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