DWD -> WARNLAGEBERICHT für Deutschland –

VHDL30 DWOG 191800
Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Donnerstag, 19.09.2019, 21:00 Uhr

Nachts und morgens stellenweise Nebel, in der Mitte und im Süden örtlich leichter Frost.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Freitag, 20.09.2019, 21:00 Uhr:

Ein Hoch über der südlichen Nordsee verlagert seinen Schwerpunkt nach Mitteleuropa. Dabei kann sich die eingeflossene maritime Polarluft am Freitag und in den nächsten Tagen allmählich erwärmen.

FROST:
In der Nacht zum Freitag im Süden, Westen und in der Mitte recht verbreitet Bodenfrost, in einigen Senken, Mulden und Tälern auch Luftfrost bis -3 Grad.
Auch in der Nacht zum Samstag vor allem im Südosten lokal leichter Frost.

NEBEL:
In der Nacht zum Freitag örtlich Nebel, lokal mit Sichtweiten unter 150 m, am ehesten im Westen/Nordwesten sowie im Südosten.
In der Nacht zum Samstag erneut örtlich Nebel, teils mit Sichtweiten unter 150 m.

WIND:
In der Nacht zum Freitag und in den Frühstunden des Freitags in Gipfel- und Kuppenlagen des Schwarzwaldes und der Schwäbischen Alb einzelne stürmische Böen (Bft 8) nicht ausgeschlossen. Vormittags wieder abnehmender Wind.

Nächste Aktualisierung: spätestens Freitag, 20.09.2019, 05:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / M.Sc. Met. Stefan Bach

DWD -> Wochenvorhersage WETTERGEFAHREN Deutschland –

Wochenvorhersage WETTERGEFAHREN Deutschland

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Donnerstag, 19.09.2019, 21:00 Uhr

Zunehmend wechselhafter mit zeitweiligen Regenfällen.

Entwicklung der WETTER- und GEFAHRENLAGE
bis Samstag, 21.09.2019, 24:00 Uhr

Am Freitag und Samstag meist keine markanten Wettergefahren.

Weitere Entwicklung der WETTER- und GEFAHRENLAGE
bis Montag, 23.09.2019

Am Sonntag im Westen geringe Wahrscheinlichkeit für lokalen Starkregen bzw. sehr geringe Wahrscheinlichkeit für Gewitter mit Starkregen.

Am Montag geringe Wahrscheinlichkeit für Dauerregen am Alpenrand. Geringe Wahrscheinlichkeit für Gewitter mit Starkregen.

Ausblick bis Mittwoch, 25.09.2019

Wechselhaft, immer wieder Regen, dabei nur geringes
Starkregenpotenzial.

Nächste Aktualisierung: spätestens Freitag, 20.09.2019, 05:00 Uhr

DWD/VBZ Offenbach

DWD -> WARNLAGEBERICHT für Brandenburg und Berlin –

VHDL30 DWPG 191800
WARNLAGEBERICHT für
Brandenburg und Berlin

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Donnerstag, 19.09.19, 20:30 Uhr

In der Nacht zunächst nur dünne Wolkenfelder. Am Freitag starke Bewölkung, aber nur lokal etwas Regen.

Entwicklung der WETTER- und WARNLAGE:
Mitteleuropa gelangt zunehmend unter Hochdruckeinfluss. Damit kann sich die eingeflossene Meereskaltluft in den nächsten Tagen etwas erwärmen. Am Freitag streift eine Warmfront den Norden Deutschlands.

Keine warnrelevanten Wetterereignisse.

Nächste Aktualisierung: spätestens Freitag, 20.09.19, 04:30 Uhr

Deutscher Wetterdienst, RWB Potsdam, No

DWD -> WARNLAGEBERICHT für Baden-Württemberg –

VHDL30 DWSG 191800
WARNLAGEBERICHT
für Baden-Württemberg

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Donnerstag, 19.09.2019, 20:30 Uhr

Nachts oft klar, im Bergland und Muldenlagen leichter Frost. Am Freitag sonnig und trocken.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage:

Ein Hochdruckgebiet über der Nordsee breitet sich weiter nach Deutschland aus.

FROST:
In der Nacht zum Freitag im Bergland und in den Muldenlagen leichter Luftfrost bis -1 Grad, bodennah bis -3 Grad.

WIND:
Vom südlichen Oberrhein bis zum Bodensee einzelne starke bis stürmische Böen bis 60 km/h aus Nordost. Auf dem Feldbergplateau ab und an stürmische Böen um 70 km/h. Abends und im Verlauf der Nacht Windabschwächung.

Nächste Aktualisierung: spätestens Freitag, 20.09.2019, 04:30 Uhr

Deutscher Wetterdienst, Regionale Wetterberatung Stuttgart, Clemens Steiner

SYNOPTISCHE UEBERSICHT MITTELFRIST

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T M I T T E L F R I S T
ausgegeben am Donnerstag, den 19.09.2019 um 10.30 UTC

Wechselhafte Trogvorderseite mit Zustrom warmer Atlantikluft.

Synoptische Entwicklung bis zum Donnerstag, den 26.09.2019

Am Sonntag liegt über dem Atlantik ein ausgeprägter Langwellentrog, der sich an
den Vortagen durch das Einbinden von Ex-Hurrikan „Humberto“ amplifiziert hat.
Ein weiterer Teiltrog stößt Richtung Biskaya bis zur Iberischen Halbinsel vor.
Trogvorderseitig hat sich ein blockierender Keil aufgebaut, dessen Achse von
Mitteleuropa über das Nordmeer bis nach Grönland negativ geneigt ist. Über
Mitteleuropa wird für die Jahreszeit ungewöhnlich warme Luft mit Ursprung in
Spanien advehiert, die aber nur sehr schwach labil geschichtet ist. Dadurch
reicht die 15 °C- isotherme bis Süddeutschland. In einer „Schliere“ der wärmsten
Luft hat sich eine Konvergenz gebildet, die am Nachmittag gepaart mit einem
schwachen Kurzwellentrog auf den Westen Deutschlands mit schauerartigem Regen
übergreift. Gewitter sind jedoch selten und höchstens eingelagert. Der Rest von
Deutschland wird noch antizyklonal beeinflusst.

Am Montag bildet der von der Biskaya kommende Kurzwellentrog einen Cut-Off in
den Golf von Genua. Dadurch greift auf den Süden etwas kräftigerer Regen
übergreift. Des Weiteren liegt immer noch die Konvergenz über dem Westen
Deutschlands, in der es ebenfalls zu schauerartigem Regen kommt. Sonst dominiert
noch leicht antizyklonaler Einfluss in der alternden spanischen Luftmasse.

Am Dienstag zieht der atlantische Langwellentrog weiter Richtung Großbritannien.
Deutschland gelangt vorderseitig in eine südwestliche Strömung, in der feuchte
Meeresluft herangeführt wird. Der Höhenkeil richtet seine Achse auf und wird
über Skandinavien zwischen einem Osteuropatrog und dem nachfolgenden
Langwellentrog zusammengedrückt, sodass die Höhenströmung über Deutschland
zunehmend zyklonal wird. Eine schwache Kaltfront überquert Deutschland ostwärts,
räumt die spanische Warmluft aus und ersetzt diese durch eine feuchte, etwas
weniger warme Atlantikluftmasse. Im Tagesverlauf greift bereits ein weiteres
okkludiertes Frontensystem auf den Westen über.

Von Mittwoch bis Freitag bildet der Höhenkeil über Skandinavien ein Omega. Der
atlantische Langwellentrog, der durch ein nachfolgendes Atlantiktief wieder
regeneriert wird, gewinnt dadurch nach Osten hin kaum noch an Raum und setzt
sich westlich der Britischen Inseln fest. Deutschland verbleibt auf der
Trogvorderseite in einer südwestlichen Strömung in der warme, aber auch feuchte
Meeresluft herangeführt werden. Vom Langwellentrog ausgehend überqueren immer
wieder schwache Kurzwellentröge teilweise mit Frontresten vor allem den Westen
Deutschlands, sodass sich ein ziemlich zyklonal geprägter, wechselhafter
Witterungscharakter einstellt.

Zum Wochenende hin kommt es dann zum Zusammenbruch des skandinavischen
Höhenkeils, wodurch sich eine recht aktive Südwestlage ergibt.

Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs

Was die Großwetterlage betrifft, so gibt es keine wesentlichen Unterschiede zu
den Vorläufen. Große Unterschiede gibt es jedoch bezüglich der Abfolge der
Kurzwellentröge, die Deutschland im Laufe der Woche beeinflussen. Dies beginnt
bereits am Montag. Der Abtropfprozess wurde nicht von allen Vorläufen
unterstützt. Eine genaue Niederschlagsprognose bleibt also schwierig.

Vergleich mit anderen globalen Modellen

Hier gilt dasselbe, wie bei er Modellkonsistenz. Alle Modelle mit ähnlicher
Großwetterlage, jedoch großen Unterschieden bezüglich der Abfolge der
Kurzwellentröge. GFS rechnet am Montag keinen Cut-Off nach Oberitalien, der Trog
soll hier abgeschwächt über Deutschland ziehen. In ICON ist das Cut-Off-Tief
noch intensiver als im ECMWF. Zum Ende der Woche rechnet GFS mit einer
High-Over-Low-Lage mit einem Skandnavienhoch und schwachen Kaltlufttropfen über
Deutschland.

Bewertung der Ensemblevorhersagen

Die ECMWF-ENS zeigen alle einheitlich einen allgemeinen Temperaturrückgang der
850-hPa-Temperatur auf ein nur noch leichter überdurchschnittliches Nivea ab
Beginn der neuen Woche. Größere Streuung im Geopotenzial und in den
Niederschlägen zeugen von der Unsicherheit bezüglich des Durchgangs von
Kurzwellentrögen. Die GFS-ENS sehen ähnlich aus. Auch die Clusteranalysen
bringen diesbezüglich keinen Hinweisen, da die Lösungen zusammengefasst werden.
Die GFS-ENS sehen ähnlich aus.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass die Großwetterlage ziemlich sicher ist. Es
ist von einer wechselhaften Trogvorderseite auszugehen. Dabei fließt eine warm
und feuchte Atlantikluftmasse ein, wodurch die Temperatur in einem mindestens
leicht überdurchschnittlichen Niveau verharrt. Besonders die Nächte werden warm.
Der genaue Ablauf, und genaue Aussagen wann es wo wieviel regnet bleibt jedoch
sehr unsicher.

Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen

Die Lage birgt ein geringes bis mäßiges Potenzial einzelner Gewitter mit
Starkregen. Eine markante Dauerregenlage am Montag am Alpenrand ist möglich,
erscheint derzeit aber eher unwahrscheinlich.

Basis für Mittelfristvorhersage
ECMWF, ab Dienstag ECMWF-ENS

VBZ Offenbach / Dipl. Met. Christian Herold