SXEU31 DWAV 111800

S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T
ausgegeben am Montag, den 11.09.2023 um 18 UTC

SCHLAGZEILE:
Ende der Hitzewelle; bereits in der kommenden Nacht im Westen/Nordwesten
einzelne kräftige Gewitter, Unwetterpotenzial aber eher gering.
Ab dem späten Dienstagnachmittag bis in die Nacht zum Mittwoch von Westen über
die Mitte ostnordostwärts ziehend erneut kräftige Gewitter mit Unwetterpotenzial
vor allem aufgrund von Starkregen.

Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 06 UTC

Aktuell … befindet sich Deutschland noch im Einflussbereich eines kräftigen
Höhenrückens, der sich mit seiner Achse vom westlichen Mittelmeerraum über das
östliche Mitteleuropa und das Baltikum bis nach Nordwestrussland erstreckt.
Diesem steht ein vom Nordmeer über Westeuropa bis nach Portugal bzw. zum
Seegebiet nordwestlich von Marokko reichender Langwellentrogkomplex gegenüber.
Dieses Geopotenzialmuster erweist sich als zunächst wenig progressiv und erst im
Laufe der Nacht greift der breit angelegte Trog mit seiner Achse auf die
Britischen Inseln über. Somit verbleibt der Vorhersagebereich auch nachts
weiterhin trogvorderseitig unterhalb einer relativ glatten südwestlichen
Höhenströmung. Auch niedertroposphärisch dominiert eine südsüdwestliche
Strömung, mit der nach wie vor eine sehr warme Luftmasse subtropischen Ursprungs
(T850 hPa aktuell zwischen 14 Grad im Nordwesten und 19 Grad in Südbaden) zu uns
gelangt. Diese ist inzwischen hochreichend mäßig labil geschichtet, allerdings
in weiten Landesteilen (mal abgesehen von der Grundschicht, die sich wegen der
aktuell gut funktionierenden Evapotranspiration durch teilweise recht hohe
Taupunkte auszeichnet) noch sehr trocken mit PPWs teils unter 20 mm im Südosten.
Lediglich im Westen und Norden hat bereits eine deutliche Anfeuchtung
stattgefunden, die Werte der spezifischen Feuchte erreichen hier gebietsweise 12
bis 14 g/kg.
Das durch den Rücken gestützte Bodenhoch befindet sich inzwischen über Russland
und bei beständigem leichten Druckfall zeichnet sich das Bodendruckfeld über
Deutschland durch einen nur sehr schwachen Gradienten aus. Bei genauerem
Hinschauen lassen sich allerdings kleinere Strukturen ausmachen: So erstreckt
sich aktuell eine flache Tiefdruckrinne vom Nordwesten bzw. Westen des Landes
südwestwärts bis nach Zentralfrankreich. Rückseitig dieser Rinne hat der
schwache Wind im Nordseeumfeld bzw. in den Niederlanden inzwischen auf
Westnordwest gedreht und drückt sie im Laufe der Nacht über Norddeutschland
allmählich nach Osten, während sie über der nördlichen Mitte nach Südwesten
zurückhängt und kaum Verlagerungstendenz aufweist. Innerhalb dieser Rinne
befindet sich eine recht gut ausgeprägte Feuchteflusskonvergenz und im
Zusammenspiel mit der dort bereits vorhandenen recht hohen Grundschichtfeuchte
konnten gebietsweise mehr als 1500 J/kg Cape generiert werden. Diese sind
aktuell aber noch stark gedeckelt, da die schwache Höhenströmung vorübergehend
sogar eine leichte antizyklonale Kontur angenommen hat. Somit verlief der Tag
dort überwiegend sonnig bis gering bewölkt.
Aktuell greifen allerdings von Benelux her vermehrt Wolkenfelder auf den
Westen/Nordwesten des Landes über. Diese sind einem aktuell nur mäßig aktiven
MCS über Nordwestfrankreich bzw. Belgien weit vorausgeeilt. Das MCS verlagert
sich in den kommenden Stunden allmählich nordostwärts und mit dessen Annäherung
wird auch der Deckel über Nordwestdeutschland nach und nach abgebaut. Eine aus
diesem System herauslaufende Outflow Boundary kann, wenn sie die flache Rinne
erreicht, als Trigger für Konvektion herhalten. Aktuell haben sich auch im
Bereich von Hohem Venn, Nordeifel und Westerwald höher reichende Quellwolken
entwickelt. SuperHD von 06 UTC simuliert tatsächlich bereits in den Abendstunden
(ab ca. 20 Uhr) ganz im Westen erste Gewitter, die im Laufe der Nacht über den
Niederrhein bzw. das Westmünsterland langsam ostnordostwärts bis ins südliche
und östliche Niedersachsen bzw. nach Ostwestfalen ziehen. ICON-D2 hat in dem
Bereich dagegen zunächst nur einzelne schwache Schauer auf der Agenda, die sich
erst im Laufe der Nacht, wenn der Deckel weiter abgebaut wird (MU-Cape ist mehr
als genügend vorhanden, teilweise über 1000 J/kg) zu teils kräftigen Gewittern
verstärken.
Die mäßige hochreichende Scherung (knapp über 15 m/s in 0 bis 6 km) lässt einen
nicht allzu hohen Organisationsgrad erwarten, somit dürfte es auf
Multizellensysteme bzw. ein oder zwei kleinere MCS hinauslaufen (wobei der 00
UTC-Lauf des SuperHD sogar ein Bow Echo über NRW auf der Agenda hatte). Somit
steht aufgrund der hohen PPWs und einer relativ geringen Zuggeschwindigkeit
(teils über 35 mm) wohl der Starkregen als Begleiterscheinung im Fokus, wobei
auch Unwetter nicht ausgeschlossen werden kann. Sollte es bereits in den
Abendstunden kräftigere Gewitter geben, können ganz vereinzelt auch größerer
Hagel (über 2 cm) und Böen bis 100 km/h auftreten. Allerdings hat ICON-D2-EPS
lediglich sehr geringe Wahrscheinlichkeiten für Bft 9, auf der Agenda und 0% für
Bft 10.
Im großen Rest des Landes verläuft die Nacht dagegen nochmals wettertechnisch
ruhig. Zwar sind die Zutaten für kräftige Gewitter auch im südwestdeutschen
Mittelgebirgsraum und an den Alpen durchaus vorhanden, für Auslöse dürfte dort
aber aufgrund des starken Deckels auch die Orographie nicht reichen. Somit lösen
sich die Quellwolken dort über den Bergen im Laufe des Abends auf und die Nacht
verläuft dann in der gesamten Südosthälfte gering bewölkt bzw. wolkenlos. In den
großen Flussniederungen bzw. in Senken und Tälern können sich Nebelfelder
ausbreiten. Während es im Westen sowie in einigen Lee-Lagen gebietsweise kaum
unter 20 Grad abkühlt, sinkt die Temperatur in einigen Mittelgebirgs- und
Alpentälern bzw. in windgeschützten Muldenlagen örtlich auf 10 Grad oder knapp
darunter. Meistens liegen die Minima aber irgendwo dazwischen.

Dienstag … greift der weiterhin nur wenig progressive Langwellentrog mit
seiner Achse immerhin auf die Nordsee über. Der Höhenrücken wird weiter nach
Osten abgedrängt, so dass die südwestliche Höhenströmung vor allem über dem
Westen und Norden Deutschlands eine zunehmend zyklonale Kontur annimmt. Ein
markanter Kurzwellentrog lässt sich dabei zunächst aber nicht ausmachen, so dass
der dynamische Hebungsantrieb großräumig eher gering bleibt und mesoskalige
Strukturen nach wie vor als Trigger herhalten müssen, was die Prognosen
entsprechend erschwert. Erst gegen Abend wird ganz im Westen, unmittelbar
trogvorderseitig, aufgrund von PVA verstärkt Hebung simuliert.
Niedertroposphärisch bleibt nach wie vor das gesamte Vorhersagegebiet zunächst
noch im Einflussbereich der sehr warmen subtropischen Luftmasse (T850 hPa um 12
UTC zwischen 11 Grad im Nordwesten und 18 Grad im Süden). Der langgestreckte und
wellende Frontenzug des mit dem Langwellentrog korrespondierenden
Tiefdruckkomplexes (HANJO) über Skandinavien kommt über der Nordsee nur langsam
südostwärts voran und erreicht erst am Abend die Deutsche Bucht. Bereits im
Vorfeld dreht der Wind ganz im Nordwesten aber auf West bzw. später Nordwest, so
dass dorthin etwas kühlere Nordseeluft einsickert, in der sich kaum mehr Schauer
entwickeln dürfte. Im Rest des Landes bleibt das Bodendruckfeld äußerst
schwachgradientig mit eingebetteten flachen Tiefdruckrinnen bzw.
Feuchteflusskonvergenzen. Dabei kann sich die feuchte und potenziell instabile
Luftmasse sukzessive nach Südosten ausbreiten, nahezu überall steigen die PPWs
bis zum Abend auf über 30 mm, in der Nordwesthälfte bis in die Mitte teilweise
auch auf über 35 mm. Mit Ausnahme des Nordwestens scheint auch nochmals
vielerorts die Sonne, so dass genügend Cape generiert werden kann, gebietsweise
über 1500 bis nahe 2000 J/kg. Feuchte und Labilität sind also genügend
vorhanden, dennoch lassen sich aktuell nur schwer die Schwerpunktsregionen
konvektiver Aktivität für morgen herausarbeiten. Eine gewichtige Rolle dürften
dabei die Schauer und Gewitter aus der Nacht heraus spielen, die in den
Frühstunden nach Lesart der Konvektion erlaubenden Modellen in etwa vom
westlichen und nördlichen NRW bis ins südliche und östliche Niedersachsen,
vielleicht auch bis in den Hamburger Raum reichen. Diese verlagern sich im
Tagesverlauf allmählich nordostwärts Richtung Vorpommern und Nordbrandenburg,
was aber nach Lesart des aktuellen ICON-D2-Laufes deutlich länger dauern soll
als in den Vorläufen, nämlich bis in die frühen Abendstunden. SuperHD simuliert
zwar eine schnellere Verlagerung, hat aber am Nachmittag und Abend im Bereich
der Norddeutschen Tiefebene erneut kräftige Gewitter auf der Agenda.
Wie auch immer sich das Ganze im Detail abspielt – als Begleiterscheinung steht
zunächst einmal der Starkregen im Fokus. ICON-D2-EPS simuliert vor allem noch
vormittags sogar gar nicht so geringe Wahrscheinlichkeiten für
Unwetter-Starkregen, während sich die konvektive Aktivität am Nachmittag eher
beruhigen soll. SuperHD hat dagegen die kräftigsten Entwicklungen in
Norddeutschland mit den neuen Gewittern am Nachmittag auf der Agenda, wobei dann
aufgrund der höheren Cape neben Sturmböen auch Hagel über 2 cm auftreten könnte.

Im Rest des Landes bleibt es zunächst einmal relativ ruhig und vor allem von der
Lausitz bis zur Pfalz bzw. südöstlich davon scheint erneut häufig die Sonne.
Dort werden in den wärmebegünstigten Regionen die 30 Grad noch einmal
überschritten, während es im bewölkten Nordwesten nur noch für 20 bis 23 Grad
reicht. Meist bleibt es trocken, eventuell entwickeln sich im Nordseeumfeld bzw.
im unmittelbar angrenzenden Binnenland im Bereich einer Art Seewindkonvergenz
ein paar Schauer oder Gewitter, die aber nicht sonderlich kräftig ausfallen.
Am späten Nachmittag und Abend dürfte es dann im südwestdeutschen Bergland,
eventuell auch an den Alpen aufgrund der höheren Feuchte und vor allem wegen des
schwächeren Deckels durchaus für einzelne kräftige Gewitter reichen. Lokal eng
begrenzt kann dann mit der geringen Zuggeschwindigkeit Unwetter-Starkregen und
bei genügend hoher Cape auch Hagel um 3 cm nicht ausgeschlossen werden.
Mit Annäherung des Troges und zunehmenden dynamischen Hebungsantrieb setzt dann
am späten Nachmittag (SuperHD) bzw. am Abend (ICON-D2) im Westen von
Nordostfrankreich bzw. Belgien her verstärkt Konvektion ein. Wie das Ganze im
Detail vonstattengeht, ist noch unklar, eventuell auch in Form eines MCS. Wie
auch immer – bei nur mäßiger Scherung (DLS 0 bis 6 km 15 m/s, meist sogar eher
weniger), aber genügend Feuchte und Cape steht vor allem der Starkregen im
Fokus, sollte es für einen oder mehrere MCS reichen, kann es aber durchaus auch
Sturm- oder gar schwere Sturmböen geben. Vor allem im Falle stärkerer
Einzelentwicklungen muss zudem mit größerem Hagel gerechnet werden.
Unwetterpotenzial ist also durchaus vorhanden, sogar Mengen von über 40 l/qm in
einer Stunde (extremes Unwetter) können nicht ganz ausgeschlossen werden.

In der Nacht zum Mittwoch greift der Trog nur sehr langsam auf das Festland
über, so dass vorderseitig vor allem über der Mitte und später über dem
Osten/Nordosten des Landes dynamischer Hebungsantrieb wirksam bleibt. Im
Bodenfeld kann der nach wie vor wellende Frontenzug als Kaltfront mit
Durchschwenken der Trogachse nun aber endlich auf den Nordwesten übergreifen.
Weiter südöstlich verstärkt sich der Druckfall und entsprechend die
Tiefdruckrinne vorübergehend und reicht morgens von einem kleinräumigen
Bodentief über dem Westen Polens über die Osthälfte Deutschlands bis in die
mittleren Landesteile. Rückseitig strömt kühlere, vor allem aber stabilere Luft
in die Nordwesthälfte und später auch in den Westen des Landes, so dass dort die
Wolken auflockern und es kaum mehr Schauer gibt.
Im Bereich der Rinne verlagern sich dagegen eine oder gar mehrere MCS bzw.
Multizellensysteme vom Westen über die Mitte Deutschlands allmählich nach Osten.
Dabei steht bei PPWs von teilweise über 35 mm und vor allem anfangs örtlich mehr
als 1000 J/kg MU-Cape nach wie vor der Starkregen als Begleiterscheinung im
Fokus, während das Potenzial für Hagel bzw. (schwere) Sturmböen im Laufe der
Nacht allmählich abebbt. ICON-D2-EPS simuliert in den aktuellen Läufen selbst in
der zweiten Nachthälfte noch recht hohe Wahrscheinlichkeiten für
Unwetter-Starkregen, teilweise auch mehrstündig. Betroffen wäre in etwa ein
Streifen vom Bereich Eifel/Hunsrück über Nord- und Mittelhessen,
Südostniedersachsen, Sachsen-Anhalt und Nordthüringen bis nach Brandenburg
(Berlin in den Frühstunden).
SuperHD ist dagegen deutlich defensiver aufgestellt und lässt die Gewitter im
Laufe der Nacht bei ihrer Nordostverlagerung rasch abschwächen.
Auch, was im Südosten des Landes passiert, ist noch unklar. Generell sind auch
dort die Zutaten für einzelne kräftige Gewitter gegeben. Alleine der dynamische
Hebungsantrieb fehlt, eventuell zündet es aber örtlich an den Outflow Boundaries
der abendlichen Gebirgskonvektion noch einmal neu. Die Konvektion erlaubenden
Modelle simulieren entsprechend nur vereinzelt Schauer und Gewitter, wobei das
Potenzial für Unwetter gering bleibt.
Allgemein verläuft die Nacht aber auch im Südosten bewölkter als die Vornacht,
so dass es dort milder bleibt. Meist liegen die Tiefstwerte zwischen 18 und 13
Grad.

Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 06 UTC

Mittwoch … gelten im Wesentlichen noch die Ausführungen in der Frühübersicht.
Der Trog schwenkt über uns hinweg ostwärts, so dass die Kaltfront nun an Fahrt
aufnehmen kann und rasch die Nordhälfte bzw. die Mitte des Landes überquert.
Abends hat sie wohl schon die Mainlinie überschritten. Dahinter steigt der Druck
deutlich an und eine von der Norwegischen See bis zur Nordsee reichende
Hochdruckzone weitet sich nach Nordwestdeutschland aus. Der Wind dreht von
Norden her auf Nordwest bis Nord und frischt vor allem im Nordseeumfeld auf, für
warnrelevante Böen reicht es aber nicht. Postfrontal folgt erwärmte Subpolarluft
mit 6 bis 9 Grad in 850 hPa, die zudem noch sehr trocken ist, so dass vor allem
im Nordwesten häufig die Sonne scheint.
Präfrontal kann es vor allem am Vormittag im Zuge des abziehenden MCS bzw.
Multizellensystems im Osten noch kräftigere Schauer bzw. Gewitter bzw.
schauerartigen Regen geben, der aber ostwärts abzieht. Mit Winddrehung auf Nord
fällt Richtung Erzgebirge und Zittauer Bergland eventuell noch längere Zeit
schauerartiger Regen.
Der Süden verbleibt dagegen noch im Einflussbereich der potenziell instabilen
und feuchten Luftmasse, wobei mangels Einstrahlung kaum mehr als 500 J/kg Cape
generiert werden kann und mit Winddrehung auf Nordwest bereits im präfrontalen
Bereich trockenere Luftmassen eingemischt werden. Dennoch reicht es für einzelne
Schauer und Gewitter, die an den Alpen und im Alpenvorland auch kräftiger
ausfallen können. Mit der geringen Zuggeschwindigkeit muss nach wie vor mit
Starkregen, teilweise auch bis in den Unwetterbereich, gerechnet werden.
Mit Höchstwerten zwischen 18 und 23 Grad bleibt es nun auch im Süden und Osten
deutlich kühler als an den Vortagen.

In der Nacht zum Donnerstag kann es an den Alpen noch längere Zeit schauerartig
regnen, Starkregen nicht ausgeschlossen. Ansonsten verstärkt sich der
Hochdruckeinfluss und vor allem nördlich des Mains klart der Himmel verbreitet
auf. Dort steht eine frische Nacht ins Haus mit Tiefstwerten von teils unter 5
Grad in windgeschützten Muldenlagen der Norddeutschen Tiefebene (z.B. Lüneburger
Heide).

Modellvergleich und -einschätzung

Die Modelle fahren im synoptischen Scale nach wie vor einen einheitlichen Kurs.
Im Detail gibt es natürlich Differenzen, insbesondere, was die konvektive
Aktivität ab der kommenden Nacht bis Mittwochvormittag angeht.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Winninghoff