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VHDL16 DWSG 191000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Freitag, 19.08.2022, 11:30 Uhr

Im Süden/Südosten teils Gewitter oder gewittriger 
Starkregen/Dauerregen. 

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und im weiteren Tagesverlauf im Nordwesten überwiegend 
stark bewölkt, aber meist trocken. Sonst bedeckt und zeitweise 
schauerartig verstärkter, teils von Gewittern begleiteter Regen. 
Lokal Unwetter. Maxima von 18 Grad im Allgäu und bis 28 Grad im 
nördlichen Oberrheingraben. Überwiegend schwacher Westwind, bei 
Gewittern stark böig auffrischend. 

In der Nacht zum Samstag nach Osten abziehender Regen, dann 
vorübergehende Regenpause, später im Westen erneut Regenschauer und 
vereinzelte Gewitter. Tiefstwerte von 18 bis 13 Grad.

Am Samstag wechselnd bewölkt und von West nach Ost Schauer- und 
Gewitteraktivität. Höchstwerte von 19 Grad im Bergland bis 27 Grad am
Rhein. Schwacher bis mäßiger Westwind, frische bis starke Böen, bei 
Gewittern stürmische Böen.

In der Nacht zum Sonntag Rück- und später Abzug der Schauer/Gewitter 
nach Südosten. Rückseitig Auflockern, teils Aufklaren. Tiefstwerte 16
bis 11 Grad.

Am Sonntag wolkig, aber Schauer nur noch wenig wahrscheinlich. Maxima
von 21 Grad im Bergland bis 28 Grad im Kraichgau. Schwacher bis 
mäßiger nordwestlicher Wind mit frischen, im Norden vereinzelt auch 
starken Böen.  

In der Nacht zum Montag gering bewölkt und trocken. Minima 15 bis 9 
Grad.  

Am Montag Durchzug von Wolkenfeldern. Daraus lokal etwas Regen. Sonst
heiter. Temperaturanstieg auf 21 Grad im Schwarzwald und 28 Grad im 
Nordosten. Schwacher, in Böen gelegentlich frischer Wind aus 
westlicher Richtung.

In der Nacht zum Sonntag meist trocken und nur wenige Wolken. 
Tiefstwerte 17 bis 10 Grad. 

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Freitag, den 19.08.2022, 10:15 Uhr -
"Zwischen dem Azorenhoch (PIET I und III) und dem Hoch über Russland 
(PIET II) verläuft eine Zone mit niedrigerem Luftdruck, die sich von 
Island mit dem Tief LAVINIA über Mitteleuropa (Tief KARIN) bis nach 
Italien (Tief int. DIANA) erstreckt. Für das Wetter in Deutschland am
heutigen Freitag sind Tief KARIN mit Kern über Westpolen und Tief 
DIANA bei Italien verantwortlich.
 
Beide Tiefs, die zwischen den Hochs eingeklemmt sind, sorgen für 
ergiebige Niederschläge im Süden und Osten Deutschlands. Bereits am 
gestrigen Tag bzw. in der vergangenen Nacht sind teils über 50 Liter 
pro Quadratmeter gefallen. Bis Samstagvormittag werden im Südosten 50
bis 80, an den Alpen teils über 100 Liter pro Quadratmeter erwartet. 
Diese Mengen könnten dann durchaus die Donau sowie die Flüsse südlich
dieser anschwellen lassen und regional Überflutungen herbeiführen. 
Entsprechende Unwetterwarnungen sind aktiv. Auch im Osten gibt es 
gebietsweise schauerartige, teils gewittrige Niederschläge, die 
stellenweise um 35 Liter pro Quadratmeter in mehreren Stunden bringen
können.

Von Nordwesten greift der Ausläufer des Tiefs LAVINIA auf Deutschland
über, er bringt am Abend und in der Nacht zum Samstag im Westen 
einige Schauer und Gewitter, die nur lokal für Starkregen sorgen 
kann. Diese sind auch am Samstag tagsüber unterwegs, jedoch macht 
sich von Westen her das Hoch PIET III bemerkbar, sodass am Sonntag 
für viele, abgesehen vom äußersten Norden und Südosten, ein trockener
und meist freundlicher Tag wird.
 
Der lang ersehnte Regen bringt nur regional eine Entspannung bei der 
Trockenheit. Einige Regionen wie im Westen und Teile der Mitte gehen 
abgesehen von lokalen Schauern weiter nahezu leer aus und müssen 
weiter den Regentanz bemühen. Auch in der nächsten Woche ist kaum 
Regen in Sicht, der Hochdruckeinfluss überwiegt. 

Temperaturmäßig liegen wir nach der Hitze der vergangenen Tage wieder
im "Normalbereich" mit Temperaturen zwischen 23 und 28 Grad. Zur 
Wochenmitte wird dann gebietsweise die 30-Grad-Marke überschritten."

Das erklärt Dipl.-Met. Marco Manitta  von der 
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in 
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Hinweis:
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Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

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