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VHDL16 DWSG 251000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Montag, 25.07.2022, 11:30 Uhr

Heute im Tagesverlauf Schauer und Gewitter, nachts noch in
Oberschwaben.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag heiter und trocken. Am Nachmittag von Westen
Wolkenaufzug und nachfolgend Schauer und Gewitter. Höchstwerte von 28
Grad im Bergland bis 35 Grad an der Tauber. Mäßiger Westwind mit
starken bis stürmischen Böen. Bei Gewittern Sturmböen.

In der Nacht zum Dienstag stark bewölkt, vor allem in Oberschwaben
häufig Schauer und einzelne Gewitter. Dabei lokal Sturmböen, sonst
starke, vereinzelt auch stürmische Böen. Tiefstwerte 19 bis 14 Grad.

Am Dienstag Mix aus Sonne und Wolken. In Oberschwaben geringes Risiko
für einzelne Schauer und kurzen Gewittern, sonst trocken. Maxima von
22 Grad im Bergland bis 28 Grad im Oberrheingraben. Wind schwach bis
mäßig aus West mit frischen bis starken, bei Gewittern stürmischen
Böen.

In der Nacht zum Mittwoch gering bis im Südosten örtlich stark
bewölkt. Niederschlagsfrei. Minima 16 bis 10 Grad.

Am Mittwoch lockere Wolkenfelder und sonst viel Sonne.
Niederschlagsfrei bei Höchstwerten von 22 Grad im Bergland und 28
Grad am Rhein. Schwacher Wind aus meist nördlicher Richtung,
zeitweilig böig auffrischend.

In der Nacht zu Donnerstag gering bewölkt, zeitweise auch klar.
Trocken, Tiefstwerte zwischen 15 Grad am Rhein und 11 Grad an der
Donau.

Am Donnerstag zunächst heiter, freundlich und trocken. Am Nachmittag
vor allem über dem Bergland Quellbewölkung. Gegen Abend einzelne
Schauer und Gewitter. Höchsttemperaturen von 23 Grad im Bergland bis
30 Grad in der Kurpfalz. Meist schwacher Wind aus nördlichen
Richtungen. Vor allem im Norden frische Böen, bei abendlichen
Gewittern auch Sturmböen.

In der Nacht zu Freitag bewölkt und zunehmende Schauer. Örtlich
Gewitter mit Sturmböen. Tiefsttemperaturen von 17 bis 13 Grad.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Montag, den 25.07.2022, 10:15 Uhr –
„Immer wieder ist Hitze ein Thema in Deutschland. Nach Werten, die
zuletzt stellenweise in Rekordhöhe lagen, erwartet uns auch heute
zunächst wieder ein sehr heißer Tag. Die höchsten Temperaturen werden
voraussichtlich im Osten erreicht mit Werten von bis zu 36,
stellenweise vielleicht sogar 37 Grad. Bereits die vergangene Nacht
war erneut sehr warm, vielerorts – insbesondere in den Ballungsräumen

  • gab es erneut sogenannte „tropische Nächte“, bei denen die
    Tiefstwerte die 20-Grad-Marke nicht unterschritten haben.

Dieser Hitze-„Peak“ ist aber nur von kurzer Dauer, und das liegt an
Tief DANIELA mit Kurs von Schottland Richtung Norwegen. Dabei führt
dieses Tief deutlich kühlere Meeresluft heran, die uns heute in der
zweiten Tageshälfte erreicht und die Hitze zunehmend passé sein
lässt. So ein Luftmassenwechsel läuft in der Regel nicht geräuschlos
ab. Auch heute ist diesbezüglich mit deutlichen Turbulenzen zu
rechnen. Mit der kalten Luft bilden sich von Westen kommend Schauer
und Gewitter, die voraussichtlich in Form einer Linie bis heute Abend
und in die Nacht hinein von West nach Ost durchzieht. Während dabei
Starkregen diesmal nur eine untergeordnete Rolle spielt, geht es
entlang dieser Schauer- und Gewitterfront ausgesprochen windig, wenn
nicht gar stürmisch zur Sache. An einzelnen Abschnitten treten
Sturmböen von 70 bis 80 km/h auf, in ungünstigen Lagen können es auch
bis 90 km/h werden. Und sollten sich bereits vor Eintreffen der
kühleren Luft einzelne Gewitter entwickeln, können sogar
örtlich einzelne orkanartige Böen jenseits der 100 km/h auftreten.
Dies ist insofern problematisch, weil viele Bäume angesichts der
anhaltenden Dürre ohnehin unter Trockenstress leiden und dazu auch
noch voll belaubt sind. Die Gefahr, dass große Zweige, Äste, oder
selbst einzelne Bäume unter der Windlast abbrechen können, ist
diesmal höher als gewöhnlich, selbst wenn keine unwetterartigen
Windgeschwindigkeiten erreicht werden. Nichtsdestotrotz besteht diese
Gefahr nur dort, wo tatsächlich die Wind- und Sturmböen auch
auftreten. Das wird nicht überall der Fall sein und lässt sich für
diese spezielle Wetterlage diesmal auch kaum vorher vernünftig
eingrenzen.

So schnell wie DANIELA aber kommt, so schnell verschwindet sie auch
wieder. Die einzige Ausnahme bildet der Alpenrand und das südöstliche
Bayern, wo es längeranhaltend teils kräftig regnen kann. Den Rest des
Landes erwartet morgen dagegen ein Sonne-Wolken-Mix mit einzelnen
Schauern bei deutlich gemäßigteren Temperaturen bei 18 bis 23 Grad im
Nordwesten und sonst 24 bis 29 Grad. Die nächsten Gewitter erwarten
uns dann voraussichtlich erst am Donnerstag südlich der Donau.

Das erklärt M.Sc. Felix Dietzsch von der Wettervorhersagezentrale
des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der
kommenden Tage.

Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
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Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

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