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VHDL16 DWSG 151000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Samstag, 15.01.2022, 11:30 Uhr

Vormittags Frost, gebietsweise Nebel und Reifglätte. Im Rheintal auch
nachmittags neblig trüb, sonst sonnig. Nachts leichter bis mäßiger
Frost, gebietsweise Nebel und örtlich Reifglätte.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag teils klar, teils Nebel oder Hochnebel. Im Norden zum
Teil noch längere Zeit Nebel und Hochnebel, im Rheintal gebietsweise
ganztags trüb. Abseits davon viel Sonne und trocken. Höchstwerte
zwischen 1 Grad im Dauergrau und 7 Grad lokal im Bergland. Schwacher
Wind ohne vorherrschende Windrichtung.

In der Nacht zum Sonntag rasche Ausbreitung von Nebel und Hochnebel,
im Bergland oftmals sternenklar. Bei Tiefstwerten zwischen 0 und -6
Grad örtlich Reifglätte.

Am Sonntag nach Auflösung von zunächst verbreitet Nebel- und
Hochnebel im Tagesverlauf von Nordwesten Bewölkungsaufzug aber auch
im Nordwesten dabei noch meist trocken. Maxima von 0 Grad im Bereich
der Donau bis 5 Grad im Breisgau. Schwacher bis mäßiger Südwestwind,
in Böen frisch bis stark, auf Schwarzwaldgipfeln stürmisch.

In der Nacht zum Montag stark bewölkt und von Norden gebietsweise
Sprühregen, im Süden zum Teil auch gefrierend mit Glatteisgefahr, im
Bergland lokal Schneegriesel. Allenfalls im Süden vereinzelt Nebel.
Minima +2 bis -3 Grad.

Am Montag stark bewölkt und zeitweilig etwas Regen, im Bergland
vereinzelt leichter Schneefall. Höchstwerte von 1 Grad im Bergland
bis 7 Grad in der Kurpfalz. Schwacher, zum Teil auch mäßiger Südwest-
bis Westwind, in Böen vor allem im Norden und im Bergland auch stark.

In der Nacht zum Dienstag im Süden und Westen mehr und mehr
aufgelockert und örtlich Nebelbildung. Im Osten und Nordosten stark
bewölkt, aber nur sporadisch etwas Sprühregen. Tiefstwerte +3 bis -4
Grad.

Am Dienstag im Bergland am meisten Sonne, entlang des Rheins zum Teil
nur zögerliche Auflösung des Nebels, im Osten allmählich abziehende
Bewölkung. Trocken. Maxima von 1 Grad an der Donau bis 7 Grad im
Norden des Landes. Schwacher, variabler Wind.

In der Nacht zum Mittwoch gering bewölkt, in den Niederungen
Nebelbildung. Verbreitet leichter Frost von -1 bis -6 Grad sowie
Reifglätte.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Samstag, den 15.01.2022, 11:30 Uhr –
„Hoch CARLOS, seit Tagen Chef im Ring in Sachen Wetter in
Deutschland, tritt nun den Rückzug nach Südosteuropa an, bevor er
dort von der Bildfläche verschwindet. Damit wird der Weg frei für
Tiefausläufer, die ab Sonntagnachmittag von Norden und Nordwesten her
das Land überqueren.

Zuvor sorgt Hoch CARLOS bis Sonntagmittag noch für die seit Tagen
anhaltende Mischung aus Nebel, Hochnebel und gebietsweise gering
bewölkten Gebieten. Diese wird am Sonntagnachmittag mit der
aufziehenden Bewölkung der Kaltfront des Tiefs GERHILDE und
nachfolgenden leichten Niederschlägen bei auffrischenden Winden
jedoch abgeräumt. Die Kaltfront kann das Temperaturniveau allerdings
nur geringfügig senken, womit in den Niederungen meist Regen fällt
und nur im Bergland Schneeflocken vom Himmel rieseln.

Am Montag folgt ein weiteres Frontensystem mit dichter Bewölkung und
Niederschlägen in einem breiten Streifen vom Nordwesten bis in den
Südosten. Schnee fällt bei Höchstwerten von 2 bis 9 Grad weiterhin
nur im höheren Bergland. Darüber hinaus weht in der Nordosthälfte ein
ziemlich ruppiger Wind, was unter der Ägide von Hoch CARLOS bei nur
sehr schwachen Luftbewegungen überhaupt kein Thema war.

Am Dienstag und Mittwoch baut sich ein neues Hochdruckgebiet über
Mitteleuropa auf, was uns quasi wieder zum „CARLOS-Wetter“
zurückbringt. Das neue Hoch hält bei uns allerdings nicht lange
durch, weil ab Mittwochnachmittag schon wieder neue Fronten von
Norden und Nordwesten aufziehen. Eine nachhaltige Abkühlung scheint
damit ebenfalls nicht verbunden zu sein. So müssen die
„Flachlandtiroler“ in einigen bisher schneevernachlässigten Regionen
vor allem im Nordwesten Deutschlands (siehe Thema des Tages vom
heutigen Samstag unter
https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2022/1/15.html) wohl
weiter auf einen Wintereinbruch warten.

Das erklärt Dipl.-Met. Simon Trippler von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

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Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

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