#DWD -> #VHDL16 #DWSG 161000 #Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

VHDL16 DWSG 161000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Dienstag, 16.11.2021, 11:30 Uhr

Trüb, teils Sprühregen, im Bergland gebietsweise Nebel.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und am Nachmittag vielfach trüb durch Hochnebel, im
Bergland örtlich auch Nebel. Daraus gebietsweise etwas Sprühregen.
Nur in den höchsten Schwarzwaldlagen zeitweilig Sonne. Höchstwerte 3
Grad in höheren Lagen bis 8 Grad am Oberrhein. Schwacher Wind, im
Tagesverlauf zunehmend aus Südwest.

In der Nacht zum Mittwoch weiterhin verbreitet Hochnebel, bevorzugt
im Bergland gebietsweise Nebel. Hie und da etwas Regen oder
Sprühregen. Tiefstwerte 5 bis 0 Grad. Vereinzelt Bodenfrost.

Am Mittwoch vielfach bedeckt durch Hochnebel und Nebel, gebietsweise
auch mit Sprühregen. Sonne nur vorübergehend im höheren Bergland.
Maxima 3 Grad im Bergland bis 10 Grad am nördlichen Oberrhein. Wind
schwach aus Südwest.

In der Nacht zum Donnerstag weiterhin stark bewölkt bis bedeckt,
gebietsweise Nebel und Sprühregen. Minima 5 bis 0 Grad. Örtlich Frost
in Bodennähe.

Am Donnerstagvormittag überwiegend wolkig, örtlich Sprühregen. Ab dem
Mittag in der Südhälfte zögerliche Auflockerung. Temperaturanstieg
auf 6 Grad auf den Höhen bis 11 Grad im Oberrheingraben. Schwacher
Südwestwind, lokal in Böen auffrischend.

In der Nacht zum Freitag gering bis stark bewölkt. Örtlich Nebel. Bei
Tiefstwerten zwischen 5 und -1 Grad gebietsweise Bodenfrost.

Am Freitag stark bewölkt bis bedeckt und im Norden örtlich etwas
Regen. Im Süden etwas Sonne möglich. Maximal 6 Grad im Bergland bis
11 Grad in Mittelbaden. Schwacher, in Böen vereinzelt frischer West-
bis Südwestwind.

In der Nacht zum Samstag überwiegend bedeckt. Vereinzelt Sprühregen.
Minima von 7 bis 1 Grad. Vereinzelt bodennaher Frost.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Dienstag, den 16.11.2021, 11:30 Uhr –
„Aktuell (Dienstagmittag) liegen wir in Deutschland noch unter einer
sogenannten Hochdruckbrücke. Darunter versteht man eine Verbindung
zweier Hochdruckgebiete, wobei sich in unserem Fall das eine über dem
Ostatlantik (VALENTINA) und das andere über Osteuropa (UTA) befindet.
Die Folge: Ein vielerorts grauer Himmel… Auflockerungen muss man
förmlich suchen, wird dann aber zum Beispiel in Sachsen oder direkt
an den Alpen fündig.

Mit Blick auf den morgigen Mittwoch muss man aber feststellen, dass
diese Hochdruckbrücke akut einsturzgefährdet ist. Die Kaltfront eines
Tiefs über dem Europäischen Nordmeer überquert Deutschland am
Mittwoch nämlich von West nach Ost. Das ändert vielerorts jedoch kaum
etwas an der (grauen) Himmelsfarbe, vielerorts kommt jetzt sogar noch
etwas Regen oder Sprühregen dazu. Im Nordwesten dagegen darf man sich
zum Nachmittag hin über ein paar Sonnenstrahlen freuen.

Das war’s dann zwar mit der Hochdruckbrücke, allerdings verlagert
sich Hoch VALENTINA bzw. – um im Brückensprech zu bleiben – der
westliche Brückenpfeiler am Donnerstag zur Bretagne und festigt somit
zumindest in Süddeutschland seine Vormachtstellung beim Wetter. Damit
verbunden kommt man zwischen Schwarzwald und Alpen wohl auch mal
abseits der Berge in den Genuss von ein paar Auflockerungen.

An der Nordflanke von VALENTINA rutschen die Tiefs bzw. vielmehr ihre
Ausläufer dem Hoch „den Buckel runter“ und versorgen den Norden und
die Mitte mit viel Gewölk, hin und wieder etwas Regen und Wind.
Letzterer bläst ab Donnerstag an den Küsten und auf so manchem Gipfel
stürmisch.

An dieser Wetterverteilung ändert sich auch am Wochenende kaum etwas,
wenngleich VALENTINA allmählich die Luft ausgeht. Zwar hat sich dann
über dem Ostatlantik schon das nächste kräftige Hoch positioniert,
über Nordost- und Nordeuropa formiert sich aber ein großräumiger
Tiefdruckkomplex. Bedenkt man nun, dass sich ein Hoch auf der
Nordhalbkugel mit und ein Tief gegen den Uhrzeigersinn dreht, kann
man leicht nachvollziehen, dass die Modellwelt im Laufe des Sonntags
eine nördliche bis nordwestliche Strömung simuliert. In der Folge
strömt polare Meeresluft nach Deutschland – was sich allerdings
„schlimmer“ anhört, als es tatsächlich ist. Zwar hat die Luft ihren
Ursprung in polaren Breiten, auf ihrem Weg über die Nordsee wird sie
aber noch einigermaßen gut erwärmt.

Das bedeutet für die kommende Woche trotz alledem einen merklichen
Temperaturrückgang. Werden am Freitag und Samstag für die Nordhälfte
noch verbreitet 10 bis 14 Grad erwartet (im Süden „nur“ um 10 Grad),
sind zweitstellige Höchstwerte ab Montag erst einmal vom Tisch. Nach
jetzigem Stand sind die Höchstwerte zumeist nur noch in einem Bereich
zwischen 4 und 8 Grad anzutreffen. Dazu gesellen sich wieder vermehrt
Nachtfröste und stellenweise Glätte auf den Straßen.

Wie es dann ab Mitte nächster Woche weitergeht ist noch sehr
unsicher.“

Das erklärt Dipl.-Met. Tobias Reinartz von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst