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VHDL16 DWSG 091000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Dienstag, 09.11.2021, 11:30 Uhr

In der Nacht zum Mittwoch verbreitet Nebel und Frost.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und Nachmittag verbreitet sonnig. Maxima 2 Grad im
Hotzenwald, bis 10 Grad in der Kurpfalz. Schwacher, im Bergland
mäßiger Ostwind, in den Kammlagen des Schwarzwaldes starke bis
stürmische Böen.

In der Nacht zum Mittwoch zunächst verbreitet klar. Im weiteren
Verlauf ausbreitender Nebel und Hochnebel. Minima zwischen +2 und -4
Grad. Vereinzelt Glätte durch gefrierende Nebelnässe oder
Reifablagerungen.

Am Mittwoch vor allem in den Tälern längere Zeit Nebel und Hochnebel.
Sonst viel Sonne und hohe Schleierwolken. Höchstwerte bei 6 Grad im
Nebel und um 12 Grad im Südschwarzwald sowie auf der Zollernalb.
Schwacher, variabler Wind.

In der Nacht zum Donnerstag gering bis stark bewölkt mit Ausbreitung
von Nebel und Hochnebel. Tiefstwerte +5 Grad in höheren Lagen, sonst
um 0 Grad.

Am Donnerstag vielfach nebelig-trüber Start in den Tag. Vor allem am
Rhein und im Norden gebietsweise auch tagsüber trüb, abseits davon –
vor allem in höheren Lagen – heiter bis sonnig. Niederschlagsfrei.
Maxima verbreitet 5 bis 10 Grad, im höheren Bergland bis 13 Grad.
Schwacher östlicher Wind.

In der Nacht zum Freitag im Bergland sternenklar, sonst Ausbreitung
von Nebel und Hochnebel. Lokales Nebelnässen. +5 bis -1 Grad.

Am Freitag in tiefen Lagen lange nebelig, vereinzelt auch ganztags
trüb. In mittleren und höheren Lagen viel Sonne.
Sonnenscheindauerentsprechende Höchstwerte von 5 bis 12 Grad. Wind
aus zunächst unterschiedlichen, später südwestlichen Richtungen.

In der Nacht zum Samstag häufig Ausbreitung von (Hoch-)Nebel. Von
Nordwesten dichte Wolken aufkommend, in der zweiten Nachthälfte
gefolgt von Regen. Tiefstwerte 5 bis 1 Grad. In höchsten Lagen des
Schwarzwaldes starke bis stürmische Böen aus Südwest.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Dienstag, den 09.11.2021, 11:30 Uhr –
“ Das Wetter präsentiert sich derzeit überwiegend ruhig und warnarm.
Verantwortlich für das typische Novemberwetter ist das Hoch SILVI,
welches mit seiner Familie sowie dem Hoch Tilda über Ostpolen eine
großrä8umige Hochdruckzone aufspannt. Diese reicht vom Atlantik bis
nach Russland und dominiert so auch das Wetter hierzulande
nachhaltig. Vor allem SILVIs Familie zeigt sich sehr standhaft,
sodass sie bis einschließlich Donnerstag Tiefausläufer weitgehend
blockiert und somit Deutschland mit ruhigem Novemberwetter versorgt.
Einzig das Küstenumfeld sowie der Nordwesten werden wiederholt von
den Ausläufern atlantischer Tiefs gestreift. Entsprechende
Hebungsprozesse lassen daher vom Emsland bis zur Ostsee häufig
dichtere Wolken entstehen oder vorüberziehen, die aber nur wenig
Regen bringen. Neben den Wolken lebt aber mitunter auch der Wind auf
und kommt vor allem an der Nordsee in Böen auch mit starken bis
steifen Böen (Bft 6-7) daher. Ansonsten beschränken sich die
Wetterwarnungen
überwiegend auf die nächtlichen Phänomene im Herbst wie Nebel und
Frost. Die eingeflossene Meeresluft und kaum Wind sorgen vor allem in
der Südhälfte verbreitet für dichten Nebel, der sich teilweise auch
am Tage hält.

Auch in den nächsten Tagen ändert sich an dieser Konstellation
nichts. Im Norden und Nordwesten dichte Wolken und an der Nordsee
windig, sonst teils sonniges, teils neblig trüber Herbstwetter.

Erst ab Freitag wird es aus Wettersicht etwas spannender. Denn dann
schwächelt das Hoch über Mitteleuropa und verschiebt seine
Schwerpunkte nach West- und Osteuropa. Die Lücke soll nach aktuellen
Berechnungen ein Tief nutzen, das von den Britischen Inseln bis nach
Polen zieht. Einhergehend würde wieder etwas mehr Schwung in die
untere Atmosphäre kommen. Vertikale Umlagerungen generieren demnach
ab Samstagnacht regional Regen oder Regenschauer.

Deutlich mehr Wetteraktivität gibt es über dem westlichen
Mittelmeerraum. Dort zieht weiterhin das Tief (int.) BLAS seine
Kreise. Das Tief verliert zwar zunehmend an Kraft, kann aber
weiterhin in Algerien und Tunesien sowie auf den Balearen, Sardinien
und Sizilien für kräftige, länger anhaltende Regenfälle sorgen.
Akkumuliert sind bis Samstag regional 50 bis 150, punktuell auch bis
250 l/m² zu erwarten, wobei die größten Mengen innerhalb von 24
Stunden fallen. Neben dem Regen peitscht auch ein starker Wind. Vor
allem rund um Korsika, Sardinien und den Balearen sind demnach
Sturmböen oder schwere Sturmböen möglich, anfangs können im Umfeld
der Balearen auch orkanartige Böen auftreten. „

Das erklärt Dipl.-Met. Lars Kirchhübel von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

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Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
telefonisch erreichbar unter Tel.: 069/8062-3333

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