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VHDL16 DWSG 141000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Samstag, 14.08.2021, 11:30 Uhr

Übers Wochenende teils hohe Wärmebelastung. Dazu heute im Bergland 
einzelne Gewitter, ab Sonntagnachmittag erhöhtes Unwetterpotenzial. 

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und im weiteren Tagesverlauf im Norden viel Sonne und 
meist niederschlagsfrei. Im Süden Quellwolken und am Nachmittag und 
Abend einzelne Schauer oder Gewitter denkbar. Temperaturanstieg auf 
26 Grad im höheren Bergland bis 32 Grad an Rhein, Neckar und Tauber. 
Nordwestlicher schwacher Mittelwind, in Böen auffrischend. Bei 
Gewittern Sturmböen möglich.

In der Nacht zum Sonntag gering bewölkt und überwiegend trocken. 
Tiefstwerte zwischen 18 und 12 Grad. 

Am Sonntag im Norden zunächst noch viel Sonnenschein. Im Süden 
bereits wolkig und einzelne Schauer, erste Gewitter nicht 
ausgeschlossen. Ab dem Mittag auch im Norden vermehrt Quellwolken. 
Dann überall Gefahr vor örtlichen Gewittern mit erhöhtem 
Unwetterpotenzial. Höchstwerte 26 Grad in den höchsten Lagen und 31 
Grad am Rhein. Meist schwacher Westwind, in Böen frisch bis stark. 
Bei Gewittern schwere Sturmböen. 

In der Nacht zum Montag wechselnd bewölkt. Dabei Schauer und 
Gewitter. Vor allem anfangs noch mit Unwetterpotenzial und lokal 
schweren Sturmböen. Tiefstwerte 19 bis 14 Grad. Neben den 
Gewitterböen im Bergland aufkommende steife Böen aus West. 

Am Montag bei starker Quellbewölkung örtlich Schauer und vereinzelt 
Gewitter. Höchstwerte bei 20 Grad im Bergland bis 26 Grad in den 
Niederungen. Mäßiger Westwind mit starken bis stürmischen Böen, in 
exponierten Schwarzwaldlagen auch Sturmböen.

In der Nacht zum Dienstag überwiegend stark bewölkt und zeitweise 
schauerartig verstärkter Regen. Tiefstwerte von 15 bis 8 Grad. In 
höchsten Berglagen starke bis stürmische Böen aus West, am Feldberg 
Sturmböen.  

Am Dienstag stark bewölkt oder wolkig dazu zeitweise Regen oder 
Schauer, dazwischen auch länger trocken. Höchstwerte zwischen 16 Grad
im Bergland bis 22 Grad am Oberrhein. Schwacher bis mäßiger Westwind 
mit frischen, im Norden starken Böen.

In der Nacht zum Mittwoch stark bewölkt und meist trocken. 
Tiefstwerte zwischen 14 und 8 Grad. 

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Samstag, den 14.08.2021, 11:30 Uhr -
" Schon am heutigen Samstag kann Hoch ELFI dem Tiefdruckeinfluss 
nicht standhalten und lässt sich nach Osten abdrängen. Somit liegt 
Deutschland zwischen den Stühlen. Tiefer Luftdruck über Skandinavien 
und Nordwesteuropa steht dabei dem hohen Luftdruck über dem 
westlichen und zentralen Mittelmeerraum gegenüber. Mit der 
resultierenden westlichen Grundströmung wurde zunächst der Ausläufer 
von Tief KURT über Nordschweden liegend ostwärts geführt. Dieser 
unterstützt mittlerweile ziemlich schwach ausgeprägt allenfalls im 
Süden noch Quellungen, die ausgehend vom Bergland einzelne Schauer 
und Gewitter bringen. Im Norden schiebt die Westströmung dagegen 
schon die ersten Ausläufer von LUCIANO, der westlich von Irland 
liegt, über das Land. 
Entsprechend stellt sich am heutigen Samstag eine Wetter-Dreiteilung 
an. Der Norden kommt leicht unbeständig und windig daher, der Süden 
schaurig, teils gewittrig und heiß und die Mitte freundlich und 
sommerlich. 

Am morgigen Sonntag nähert sich dann Tief LUCIANO weiter an und liegt
schon über England. Auf der Vorderseite transportiert er dabei 
nochmals sehr warme bis heiße und feucht Luft nordwärts. Dabei kommt 
die Atmosphäre regional ordentlich in Wallung, sodass meist viele 
Quellwolken den freundlichen Charakter zunichtemachen. Zudem kann es 
südlich von Mosel und Main richtig krachen. Kräftige Gewitter mit 
Starkregen und Hagel können auftreten. Zudem bleibt auch der Norden 
bei kaum sommerlichen Werten weiter unbeständig mit Schauern und 
einzelnen Gewittern. Nur über der Mitte kann sich ein Streifen 
ausbilden, wo es noch weitgehend trocken bleibt.   

In der Nacht zum Montag verlagert sich Tief LUCIANO über die Nordsee 
und schiebt seine Ausläufer nun mit Macht von Nordwesten ins Land. Im
Umfeld der Kaltfront sowie auch im Vorfeld dieser kommt es zu 
kräftigen vertikalen Umlagerungen, die zahlreiche Schauer und 
Gewitter als Folge haben. Rückseitig flutet schließlich kühle 
Atlantikluft das Land. Damit beendet LUCIANO dann auch die sommerlich
warme, teils heiße Witterungsperiode und bringt einen Vorgeschmack 
auf den Herbst. 

Ab Montag gehören sommerliche Werte über 25 Grad zunehmend landesweit
der Vergangenheit an. Zwischen LUCIANO über Dänemark und einem Hoch 
über dem Ostatlantik ist die Zufuhr kühler Luft polaren Ursprungs 
nämlich zunächst ungebrochen. Voraussichtlich sollen sich die 
Höchstwerte über die gesamte Woche hinweg auf etwa 17 bis 25 Grad 
einpendeln. Da das Tief LUCIANO für die Jahreszeit auch ordentlich 
Kraft hat, frischt der Wind stark auf. Je nach Modell könnte Tief 
LUCIANO auch als erster Herbststurm in die Jahresstatistik eingehen. 
Vor allem im Norden und Osten soll es in Böen steif bis stürmisch 
werden, gebietsweise sind Sturmböen möglich. Damit aber nicht genug, 
auch der Regennachschub bleibt dem Land erhalten und prägt 
schließlich den unbeständigen und windigen, herbstlich anmutenden 
Wettercharakter.   "

Das erklärt Dipl.-Met. Lars Kirchhübel  von der 
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in 
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Hinweis:
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