DWD -> WARNLAGEBERICHT für Deutschland –

VHDL30 DWOG 121800 COR
Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Donnerstag, 12.03.2020, 23:24 Uhr

Vorübergehend abnehmender Wind, ausgangs der Nacht von Nordwesten her wieder zunehmend. Dann steife bis stürmische Böen, im Norden und Osten auch Sturmböen. In Schauer- und Gewitternähe schwere Sturmböen möglich.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Freitag, 13.03.2020, 21:00 Uhr:

Die Kaltfront eines nach Nordwestrussland ziehenden Tiefs erreicht heute Nacht die Alpen. Ihr folgt ein Schwall polarer Meeresluft, die den Wetterablauf unbeständig und vor allem heute nochmals stürmisch gestaltet.

WIND/STURM:
Zunächst nur in Schauernähe und an den Küsten starke bis stürmische Böen (Bft 7 bis 8) aus Südwest. In den Kamm- und Gipfellagen der Mittelgebirge und der Alpen Sturmböen (Bft 9).
Im Laufe der zweiten Nachthälfte wieder auffrischender Wind. Morgens im Westen und Nordwesten steife, Richtung Küste stürmische Böen, an der Nordsee Sturmböen, auf den Ostfriesischen Inseln auch einzelne schwere Sturmböen (Bft 10) aus Südwest.

Tagsüber in der gesamten Nordosthälfte stürmische Böen (Bft 8), vor allem in Schauern Sturmböen (Bft 9). Ansonsten steife bis stürmische Böen, in den Niederungen Südwestdeutschlands keine warnwürdigen Böen. In den Kamm- und Gipfellagen der meisten Mittelgebirge (außer im Südwesten) und der Alpen Sturmböen (Bft 9), in den östlichen Mittelgebirgen schwere Sturmböen (Bft 10), auf dem Brocken Orkanböen (Bft 11 bis 12).
Spätnachmittags und abends von Westen her abnehmender Wind.
In der Nacht zum Samstag spätestens ab der zweiten Nachthälfte keine warnrelevanten Böen mehr.

GEWITTER:
Zunächst nur vereinzelte Schauer, ein kurzes Gewitter nicht ausgeschlossen.
Ab den Früh- und Vormittagsstunden im Norden und in der Mitte aufkommende Schauer und auch kurze Gewitter mit Graupel. Dabei stürmische Böen und Sturmböen, bevorzugt in der Norddeutschen Tiefebene schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen.

GLÄTTE/FROST:
Heute Nacht und in der Früh im Bergland oberhalb 600 m bei leichtem Frost örtlich Glätte durch überfrierende Nässe oder leichte Schneeschauer.
An den Alpen allmählich sinkende Schneefallgrenze, gegen Morgen auf etwa 800 m. Vor allem oberhalb 1000 m bis Freitagmittag einige Zentimeter Neuschnee.
In der Nacht zum Samstag vielerorts leichter Frost und vor allem im Bergland stellenweise Glätte durch Überfrieren.

Nächste Aktualisierung: spätestens Freitag, 13.03.2020, 05:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Jens Winninghoff