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VHDL16 DWSG 271000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Samstag, 27.08.2022, 11:30 Uhr

Gebietsweise schauerartiger Regen, zunächst einzelne, am Nachmittag 
vermehrt Gewitter, Unwetterpotential durch Starkregen.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Vormittag gebietsweise schauerartiger Regen. Dabei zunächst nur
einzelnen, am Nachmittag wieder vermehrt Gewitter, dabei 
unwetterartiger Starkregen wahrscheinlich. Am Abend im Nordwesten 
meist trocken. Höchstwerte von 20 Grad im Südschwarzwald und 27 Grad 
in Mannheim und an der Tauber. Meist schwacher Wind aus Nordwest, 
zeitweise aber auch frische Böen, mit Gewittern starke bis stürmische
Böen. 

In der Nacht zum Sonntag vor allem noch im Osten stark bewölkt und 
Schauer oder Gewitter mit starken Böen. Von Westen Auflockern und 
örtlich Nebel. Tiefstwerte 16 bis 11 Grad. 

Am Sonntag Wechsel aus Sonne und Wolken und zunächst meist trocken, 
im Tagesverlauf örtlich Schauer und auch einzelne Gewitter. 
Höchstwerte von 20 Grad im Bergland und bis 27 Grad im Rheintal. 
Schwacher Wind um Nord, bei Gewittern stürmische Böen.

In der Nacht zum Montag Aufklaren. Niederschlagsfrei, vereinzelt 
Nebel, Tiefstwerte 15 bis 9 Grad.

Am Montag zunächst heiter, im Tagesverlauf gebietsweise 
Quellbewölkung meist aber trocken. Maxima von 22 Grad im Bergland bis
28 Grad in der Kurpfalz. Schwacher Wind aus nördlichen Richtungen.

In der Nacht zum Dienstag Aufklaren. Minima 16 bis 10 Grad. 

Am Dienstag zunächst viel Sonne, im Tagesverlauf zunehmend hohe 
Bewölkung und im Süden einzelne Schauer. Höchsttemperaturen von 23 
Grad im Bergland bis 28 Grad im Rheintal. Schwacher Wind aus Nord bis
Ost.

In der Nacht zum Mittwoch gering bewölkt und meist trocken. 
Tiefstwerte 16 bis 11 Grad. 

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Samstag, den 27.08.2022, 10:15 Uhr -
"Auch heute stehen wieder Schauer und Gewitter auf dem 
Wetterprogramm. In der weiterhin feuchten und energiereichen Luft in 
der Südosthälfte bilden sich im Tagesverlauf im Bereich einer 
Tiefdruckrinne mit dem darin eingebetteten Tief "Ornella" von der 
Ostsee über das Erzgebirge bis in den Süden Deutschlands erneut teils
kräftige Gewitter. Insbesondere im Osten und Nordosten können diese 
örtlich auch unwetterartig ausfallen. Im Süden besteht ebenfalls 
Unwettergefahr, diese ist aber im Vergleich zum Osten und Nordosten 
(für diese Regionen wurde eine Vorabinformation ausgegeben) etwas 
geringer. Dann sind in kurzer Zeit Starkregenmengen von 25 bis 40 
l/qm in kurzer Zeit möglich. Über wenige Stunden hinweg können sich 
die Niederschlagsmengen auch auf bis zu 60 l/qm akkumulieren. 
Insgesamt ist die Wahrscheinlichkeit für extreme Mengen (40 bis 60 
l/qm in kurzer Zeit) aber geringer als am Vortag. Darüber hinaus sind
auch stürmische Böen um 70 km/h sowie Hagel oder Hagelansammlungen 
möglich. 
Die Unwetter treffen bei Weitem nicht jeden in den genannten 
Regionen. Dennoch muss dort, wo die kräftigen Gewitter auftreten, 
auch heute lokal eng begrenzt mit Überflutungen und voll gelaufenen 
Kellern gerechnet werden.
Quer über Deutschland liegt außerdem eine Kaltfront, die die feuchte 
und schwül-warme Luft in der Südosthälfte Deutschlands von etwas 
kühlerer und vor allem trockenerer Luft im Westen und Nordwesten 
trennt. Dort macht sich bereits der Einfluss von Hoch "Quintin II" 
bemerkbar, das mit seinem Schwerpunkt über den Britischen Inseln 
liegt. So kommt es im Tagesverlauf vermehrt zu Auflockerungen und es 
bleibt weitgehend trocken. Die Tageshöchstwerte gehen insgesamt 
zurück und laden zum Durchlüften der eigenen vier Wände ein. 

Am Sonntag und Montag zieht Tief "Ornella" in die Ostsee und sorgt 
insbesondere im Norden und Nordosten für dichtere Wolken und einzelne
Schauer, vereinzelt können auch kurze Gewitter nicht ganz 
ausgeschlossen werden. An den Höchstwerten ändert sich dort nur 
wenig: Meist liegen diese zwischen 20 und 25 Grad. Die oben 
angesprochene Kaltfront legt sich quer über südliche Mitte, wodurch 
dem Süden die feuchtere und etwas wärmere Luft erhalten bleibt. So 
bilden sich dort am Sonntag erneut Schauer und Gewitter, die 
Unwettergefahr geht aber deutlich zurück. Am Montag sind dann Schauer
und Gewitter nur noch selten. Ansonsten sorgt Hoch "Quintin II" 
weiterhin für meist trockenes und zum Teil auch sonniges Wetter. Mit 
Sonnenunterstützung können die Höchstwerte am Montag im Südwesten 
sogar wieder auf bis zu 29 Grad steigen. 

Am Dienstag ändert sich an der allgemeinen Wettersituation sowie an 
der Temperaturverteilung erst einmal recht wenig. Während im Norden 
noch teils dichtere Wolken vorherrschen, zeigt sich zum Start in den 
Tag vielerorts die Sonne. Im Tagesverlauf nehmen die Unsicherheiten 
in den Modellen dann allerdings etwas zu. Antriebe in höheren 
Luftschichten sorgen möglicherweise für Hebungsantriebe über dem 
Süden Deutschlands. In der dort weiterhin vorhandenen, mittlerweile 
sicherlich gealterten schwül-warmen Luft entwickeln sich 
voraussichtlich zum Abend und in der Nacht zum Mittwoch vermehrt 
Schauer und Gewitter, die gebietsweise in schauerartigen Regen 
übergehen. Der genaue zeitliche Ablauf und die räumliche Verteilung 
der Niederschläge sind aber zum aktuellen Zeitpunkt noch unsicher. 
"

Das erklärt MSc.-Met. Sebastian Schappert  von der 
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in 
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Hinweis:
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Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr
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