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VHDL16 DWSG 081000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Freitag, 08.10.2021, 11:30 Uhr

Starke bis stürmische Böen im Schwarzwald.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag sowie im Tagesverlauf am Oberrhein zeitweise heiter, 
ansonsten oftmals stark bewölkt. Trocken. Höchstwerte 10 Grad im 
Bergland bis 18 Grad am Rhein. Schwacher bis mäßiger Nordostwind mit 
frischen bis starken, in Schwarzwaldhochlagen auch stürmischen Böen 
oder Sturmböen.

In der Nacht zum Samstag überwiegend gering bewölkt, örtlich 
Hochnebel oder Nebel. Trocken. Vereinzelt Nebel. Tiefstwerte zwischen
7 und 2 Grad. Auf Schwarzwaldgipfeln stürmische Böen oder Sturmböen 
aus Ost. 

Am Samstag nach Hochnebelauflösung verbreitet heiter. Maxima bei 9 
Grad im Bergland und 17 Grad in den Niederungen bei längerem 
Sonnenschein. Schwacher bis mäßiger Nordostwind mit teils starken, im
Hochschwarzwald stürmischen Böen, vereinzelt auch Sturmböen.

In der Nacht zum Sonntag meist klar, nachfolgend örtlich 
Nebelbildung. Niederschlagsfrei. Tiefstwerte zwischen 5 und 1 Grad. 
In Bodennähe verbreitet Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt. In
Schwarzwaldhochlagen starke bis stürmische Böen aus Ost.

Am Sonntag viel Sonne bei Maximal 9 Grad im höheren Bergland und 16 
Grad in der Kurpfalz. Dazu meist schwacher östlicher Wind mit 
frischen Böen.

In der Nacht zum Montag gering bewölkt, lokal Nebelbildung. 
Tiefstwerte von +4 Grad bei Mannheim bis -1 Grad in einigen Tälern. 
Verbreitet Frost in Bodennähe. 

Am Montag von Nordwesten Wolkenverdichtung und nachfolgend etwas 
Regen. Im Süden nach Nebelauflösung noch freundlich, später auch hier
wolkig. Maxima bei 10 Grad im höheren Bergland und 16 Grad am 
südlichen Oberrhein. Schwacher Westwind.

In der Nacht zum Dienstag meist stark bewölkt mit Schauern. Minima 
bei 7 bis 3 Grad.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Freitag, den 08.10.2021, 11:30 Uhr -
"Ein vielleicht nicht überall goldenes, aber zumindest klassisches 
Hochdruck-Oktoberwochenende liegt vor uns in Deutschland! Möglich 
macht's Hoch LIOBA über dem nahen Osteuropa, das uns auch am heutigen
Freitag bereits ruhiges Wetter beschert. Ruhiges Hochdruckwetter im 
Herbst ist oftmals aber auch gleichbedeutend mit Nebel- und 
Hochnebelfeldern, die sich in den Nächten ausbilden und tagsüber zum 
Teil nur zögerlich wieder auflösen. 

So wird es auch in den kommenden Nächten sein, wobei LIOBA mit einer 
östlichen bis nordöstlichen Strömung recht trockene Luft nach 
Deutschland transportiert, sodass die Nebelneigung allmählich 
geringer wird und sich bevorzugt auf einige Flusstäler im zentralen, 
westlichen und südwestlichen Mittelgebirgsraum beschränken dürfte. 

Bleiben wir doch gleich bei den Nächten, denn diese werden ziemlich 
frisch. In der kommenden Nacht zum Samstag rutscht die Temperatur im 
Osten örtlich auch schon mal unter die 0-Grad-Grenze, in der 
darauffolgenden Nacht zum Sonntag pendelt sie dann sogar deutlich 
verbreiteter um 0 Grad. Mit Frost in Bodennähe ist ohnehin vielerorts
zu rechnen. Frostempfindliche Pflanzen sollten also entsprechend 
geschützt werden.

Tagsüber zeigt sich das Wochenende - zumindest abseits anfänglicher 
Nebelgebiete - von seiner sonnigen Seite, wenngleich sich am Sonntag 
auch mal ein paar harmlose Wolken zeigen werden. Die Temperatur 
klettert dabei überwiegend auf Werte zwischen 13 und 18 Grad.

Zum Wochenstart geht Hoch LIOBA etwas die Kraft aus, was prompt von 
einem Tiefdruckkomplex über dem Europäischen Nordmeer und 
Skandinavien ausgenutzt wird. Dieser Komplex steuert ab Montag seine 
Ausläufer nach Deutschland, die viele Wolken und vor allem am 
Dienstag auch verbreitet Regen mit sich bringen. Dazu gelangt wieder 
deutlich kühlere Luft ins Land, sodass die Höchstwerte in der ersten 
Wochenhälfte nur noch etwa zwischen 8 und 14 Grad liegen dürften. 
Konsequenterweise sinkt in den Alpen auch die Schneefallgrenze - am 
Dienstag auf etwa 1500 m, am Mittwoch dann sogar auf 1000 m. Dort 
dürfte nach jetzigem Stand also mit einer zumindest dünnen 
Neuschneedecke, in den Hochlagen sogar mit 15 bis 30 cm Neuschnee 
gerechnet werden.

Wie es dann in der zweiten Wochenhälfte weitergeht, ist noch 
unsicher. Zwar steht mit OLDENBURGIA über Westeuropa das nächste 
Hochdruckgebiet bereit, inwieweit es sich aber gegen den tiefen 
Luftdruck, der sich von Skandinavien bis ins Mittelmeer erstreckt, 
durchsetzen kann, ist derzeit noch fraglich.    "

Das erklärt Dipl. Met. Tobias Reinartz von der 
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in 
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Hinweis:
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