DWD -> Regionenwetter – Nordrhein-Westfalen –

VHDL16 DWEH 081000
Deutscher Wetterdienst
Regionenwetter-aktuell
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Essen
am Sonntag, 08.03.20, 11:30 Uhr

Nachmittags aufkommender Regen. Dabei windig, teils stürmisch, zum 
Abend hin abschwächend. 

Vorhersage für Nordrhein-Westfalen:

Heute Mittag überwiegend stark bewölkt und niederschlagsfrei. Von 
Westen her Regen, der zum Abend auch die Weser erreicht. Erwärmung 
auf 10 bis 13, in Hochlagen auf 7 Grad. Mäßiger bis frischer 
Südwestwind mit starken bis stürmischen Böen. Ab dem Nachmittag 
abschwächender Wind. 
In der Nacht zum Montag allmählicher Abzug des Regens nach Osten, 
aber weiterhin meist stark bewölkt und örtlich Schauer. Abkühlung auf
6 bis 3, in Hochlagen auf 3 bis 1 Grad.

Am Montag Wechsel zwischen starker und aufgelockerter Bewölkung. 
Neben längeren niederschlagsfreien Abschnitten bis in den Nachmittag 
hinein auch örtlich Schauer. Höchsttemperatur 9 bis 11, im höheren 
Bergland 5 bis 8 Grad. Mäßiger Wind aus Südwest bis West mit 
einzelnen starken Böen. 
In der Nacht zum Dienstag anfangs noch teils Auflockerungen, später 
von Westen stark bewölkt und Regen. Tiefstwerte 7 bis 4, in Hochlagen
3 bis 0 Grad. In der zweiten Nachthälfte mit dem Regen Milderung. 
Mäßiger bis frischer Wind aus Süd bis Südwest mit örtlich starken 
Böen. 

Am Dienstag bedeckt und teils länger anhaltender Regen, am Nachmittag
und Abend im Westen vorübergehend kaum Regen. Temperaturanstieg auf 
12 bis 15, in Hochlagen auf 9 Grad. Frischer Südwestwind mit starken,
vereinzelt stürmischen Böen. 
In der Nacht zum Mittwoch weiterhin bedeckt und regnerisch. 
Temperaturrückgang auf 10 bis 7, in Hochlagen auf 5 Grad. Weiterhin 
frischer Südwestwind mit starken bis stürmischen Böen, in exponierten
Lagen Sturmböen. 

Am Mittwoch stark bewölkt. Immer wieder Regen oder Schauer, 
dazwischen zeitweise niederschlagsfrei. Sehr mild mit Höchstwerten 
zwischen 13 und 16, im Bergland um 11 Grad. Mäßiger bis frischer 
Westwind mit starken bis stürmischen Böen, in exponierten Lagen 
Sturmböen. Zum Abend nachlassender Wind.
In der Nacht zum Donnerstag meist stark bewölkt. Gebietsweise Regen. 
Tiefstwerte 8 bis 6, im Bergland 4 Grad. Teilweise weiterhin starke 
bis stürmische Böen. 

Deutschlandübersicht:

Offenbach, Sonntag, den 08.03.2020, 11:30 Uhr -
"Bis zum Beginn des Frühlings sind es noch 12 Tage. Und der Winter 
scheint sich stürmisch verabschieden zu wollen.

Der Hochdruckeinfluss aus dem Südwesten Europas schwächelt heute 
schon wieder, denn Tief FLORA, mit Zentrum über dem Nordmeer, lenkt 
mit ihren Fronten dichte Wolken und zunehmend auch Regen zu uns. Im 
Westen und Nordwesten frischt dabei auch der Wind auf und erreicht 
teils stürmische Böen, im Bergland und an der Küste auch Sturmböen. 

FLORA hat nicht nur Wind, sondern auch Regen im Gepäck. Dieser 
verwandelt sich aber erst ab einer Höhe von etwa 1000 Meter in 
Schnee, da aus Süden sehr milde Luft nach Deutschland geflossen ist. 
Zusammengefasst wird es vor allem am Montag also wechselhaft, aber 
für den Großteil der Bevölkerung ohne winterliche Erscheinungen.

Auf Tief FLORA, die am Montag und Dienstag langsam über 
Nordskandinavien abzieht, folgt Tief GISELA. Es liegt aktuell noch 
mitten auf dem Atlantik, macht sich aber allmählich auf in Richtung 
Europa, wo es voraussichtlich am Dienstag ankommt. Das Hoch über 
Südwesteuropa bleibt dort auch in den kommenden Tagen liegen und so 
erhöht sich zwischen den beiden Druckgebilden langsam der 
Luftdruckgradient. Daraus resultiert eine Zunahme des südwestlichen 
Windes, was sich in Deutschland am Dienstag und Mittwoch in den 
Niederungen in Böen der Stärke 8 und an den Küsten der Stärke 9 auf 
der Beaufortskala bemerkbar macht. Im Bergland treten zeitweise Böen 
der Stärke 10 oder 11 auf, nur auf den exponiertesten Gipfeln sind 
Orkanböen möglich.

Doch nicht nur der Wind ist in der nächsten Woche ein Thema. Auch 
Regen gibt es wieder reichlich und verbreitet. Dabei kann es vor 
allem in den Weststaulagen der Mittelgebirge zu erheblichen 
Regenmengen kommen. Da die Böden langsam gesättigt sind und die 
Flüsse gut gefüllt, ist mit einem Anstieg der Überschwemmungsgefahr 
zu rechnen.

Nach derzeitigem Stand spaltet sich GISELA in mehrere Teiltiefs auf. 
Wenn das erste Tief am Mittwoch also langsam über den Bottnischen 
Meerbusen abzieht, könnte uns ein weiteres Tief mit neuerlich 
auffrischendem Wind und weiteren Regenfällen ab Donnerstag treffen.

Fazit: Statt Winterjacke und Schal greift man in dieser Woche besser 
auf Gummistiefel und Friesennerz zurück. Der Schirm wäre zwar auch 
ein praktischer Begleiter, bei den erwartetet Windverhältnissen 
könnte dessen Lebensdauer jedoch begrenzt sein."

Das erklärt Dipl.-Met. Jacqueline Kernn  von der 
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in 
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Hinweis:
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