VHDL16 DWSG 111000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Montag, 11.11.2019, 11:30 Uhr

Bis zum Mittag örtlich Frost und Nebel. Ab dem Abend im hohen 
Bergland Frost und Schneeglätte, zweite Nachthälfte dort Gefahr 
überfrierender Nässe, weiter unten örtlich Nebel. Im Hochschwarzwald 
stürmische Böen. 

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag vor allem von der Hohenlohe bis ins Korngäu und in Lagen
oberhalb 700 m oft sonnig, sonst zum Teil ganztags neblig-trüb. 
Nachmittags überall zunehmend stark bewölkt, am Abend örtlich 
leichter Regen, oberhalb 800 m Schnee. Maxima 2 bis 8 Grad. Schwacher
Wind aus süd- bis südwestlichen Richtungen. Auf den Gipfeln des 
Hochschwarzwaldes ab dem Abend zeitweise stürmische Böen.

In der Nacht zum Dienstag stark bewölkt, zunächst verbreitet leichter
Regen, oberhalb 700 m etwas Schnee und Glätte. Nach Mitternacht 
hauptsächlich noch im Südosten Niederschlag. Von Nordwesten 
Wolkenauflockerungen, im Bergland vereinzelt überfrierende Nässe, v. 
a. in Tal- und Muldenlagen örtlich Nebel. Auf Schwarzwaldgipfeln 
starke bis stürmische Böen aus Südwest. Minima +5 bis -1 Grad. 

Am Dienstag nach Nebelauflösung erst heiter bis wolkig, bald schon 
stark bewölkt und ab dem Nachmittag im Westen und Norden gelegentlich
etwas Regen. Höchstwerte 3 Grad auf der Alb und im Südschwarzwald bis
11 Grad am Westrand des Schwarzwaldes. Schwacher, in Böen frischer 
Südwestwind. Im höheren Schwarzwald auch starke bis stürmische Böen.

In der Nacht zum Mittwoch meist stark bewölkt, vor allem im Südosten 
Regen oder Schneeregen, oberhalb 600 m Schneefall und Glätte. Sonst 
überwiegend trocken. Tiefstwerte +3 bis -3 Grad. 

Am Mittwoch bis zum Mittag stark bewölkt und insbesondere im Südosten
Regen oder Schneeregen, im Bergland Schnee. Ab dem Mittag häufig 
Wolkenauflockerung und trocken. Höchstwerte zwischen 1 und 8 Grad. 
Schwacher Wind aus süd- bis südwestlichen Richtungen, einzelne 
frische Böen.

In der Nacht zum Donnerstag wechselnd bewölkt, trocken. In 
Flussniederungen Nebel. Bei Temperaturen zwischen +1 und -5 Grad 
Glättegefahr durch Reif. 

Am Donnerstag nach teils zäher Nebelauflösung wolkig, trocken. Maxima
1 bis 8 Grad. Schwacher Nordostwind, auf Anhöhen frische Böen. 

In der Nacht zum Freitag Bewölkungsverdichtung aber meist noch 
trocken. +2 bis -3 Grad. Auf Schwarzwaldgipfeln starke bis stürmische
Böen aus Ost. 

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Montag, den 11.11.2019, 11:30 Uhr -
"...zumindest auf der Wetterkarte. Während der "King of Rock 'n Roll"
ordentlich Schwung in den Hüften hatte und mit seinen ausgesprochen 
körperbetonten Auftritten in den 60iger und 70iger Jahren Geschichte 
schrieb, kommt Tief "ELVIS" deutlich weniger beeindruckend vom 
Atlantik daher. 
Aktuell befindet sich das Tief über dem Nordatlantik und weist zwei 
Tiefdruckzentren auf. Einer davon liegt zwischen Island und Grönland 
und trägt den Namen "ELVIS I", "ELVIS II" findet sich über Schottland
auf der Wetterkarte wieder. Die davon ausgehende Luftmassengrenze 
liegt heute Mittag noch über Benelux und Frankreich, drängt aber das 
zunächst noch bei uns wetterwirksame Hoch "PALOMA" immer weiter in 
Richtung Schwarzes Meer zurück und übernimmt von Westen her das 
Wetterzepter. So ziehen am Nachmittag bereits dichte Wolken im Westen
und Nordwesten auf und es setzt Regen ein. Dazu frischt der Wind 
teils stark böig auf, an der Nordsee auch mitunter stürmisch. Sonst 
hält sich noch längere Zeit der Hochnebel, nur an den Nordrändern der
Mittelgebirge kann sich dieser auflösen und es zeigt sich öfter die 
Sonne. Dabei liegen die Temperaturen meist im Bereich des 
klimatologischen Mittels bei 5 bis 9 Grad, nur bei Nebel und im 
Bergland kann es tagsüber kälter sein. 
In der Nacht zum Dienstag kommen die Niederschläge dann weiter nach 
Osten und Südosten voran, im Norden und Nordosten bleibt es dagegen 
trocken. Dabei verhindern dichte Wolken die Ausstrahlung, so liegen 
die Tiefstwerte meist im niedrigen positiven Bereich. Nur im Osten, 
wo es noch längere Zeit gering bewölkt ist sowie in höheren Bergland 
kommt es zu leichtem Frost. Allerdings sinkt die Schneefallgrenze im 
Laufe der Nacht auf 600 bis 800 Meter ab. Entsprechend gehen die 
leichten Niederschläge in höheren Lagen in Schnee über und es muss 
mit Glätte gerechnet werden. 
Am Dienstag zieht "ELVIS" weiter bis in die Nordsee, sein Ausläufer 
verlagert sich weiter nach Südosten und verlässt somit Deutschland. 
Von den Alpen bis zu Lausitz kann es jedoch noch längere Zeit regnen,
ab etwa 700 Metern fällt Schnee. Auch im Westen und Nordwesten ziehen
bei wechselnder bis starker Bewölkung einzelne Regenschauer durch, 
die im Bergland ebenfalls in Schnee übergehen. Dazwischen bleibt es 
in einem breiten Streifen vom Südwesten bis zur Ostsee weitgehend 
trocken, zeitweise kommt auch mal die Sonne zum Vorschein. An den 
Temperaturen ändert sich nur wenig. Tagsüber werden 4 bis 9 Grad 
erreicht, in der Nacht zum Mittwoch bleibt es meist frostfrei. Nur im
Bergland sowie im Süden muss mit leichtem Frost gerechnet werden, 
dabei besteht auch die Gefahr von Glätte durch Schnee oder Reif.
Der Mittwoch gestaltet sich noch teils wechselhaft, die Niederschläge
lassen aber deutschlandweit immer weiter nach. Dennoch zeigt sich die
Sonne nur selten. In der Nacht zum Donnerstag lockern die Wolken dann
aber zunehmend auf, was die Temperatur "in den Keller treibt". Mit 
Ausnahme des Nordens sollte sich verbreitet leichter, in einigen 
Alpentälern auch mäßiger Frost einstellen, stellenweise bildet sich 
auch Nebel aus. 
Am Donnerstag bleibt es dann weitgehend trocken. Nach Nebelauflösung 
zeigt sich die Sonne hier und da wieder öfters, teils bleibt es aber 
auch längere Zeit neblig-trüb. Dazu frischt der Wind im Tagesverlauf 
besonders im Bergland auf, an den Alpen sowie im Erzgebirge setzt 
voraussichtlich Föhn ein. 
Nach einem meist noch trockenen Freitag sieht das Wochenende aus 
heutiger Sicht wieder etwas wechselhafter aus. Die Temperaturen 
sollten weiterhin dem Monat November entsprechen. Dazu gehört 
selbstverständlich auch der leichte Frost in den Nächten.  "

Das erklärt MSc.-Met. Sebastian Schappert  von der 
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in 
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


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