DWD -> Regionenwetter – Berlin/Brandenburg –

VHDL16 DWPG 231000
Regionalwetter-aktuell
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Potsdam 
am Samstag, 23.05.2020, 11:30 Uhr

Ab heute Mittag bis in die Nacht örtlich Gewitter mit kleinkörnigem 
Hagel sowie Wind- und Sturmböen. Starkregen dabei nicht 
ausgeschlossen. Am Sonntag Wind- und einzelne Sturmböen, erneut kurze
Gewitter.

Vorhersage für Brandenburg und Berlin:
Heute Mittag stark bewölkt, im Süden Brandenburgs lokal Schauer, 
später auch in den anderen Regionen etwas Regen. Einzelne Gewitter 
mit kleinkörnigem Hagel sowie Windböen und Sturmböen zwischen 55 km/h
(Bft 7) und 75 km/h (Bft 9) wahrscheinlich. Dabei Starkregen bis 20 
l/qm in kurzer Zeit nicht ausgeschlossen. Höchsttemperatur 17 bis 20 
Grad. Schwacher bis mäßiger Südwest- bis Westwind.
In der Nacht zum Sonntag zunächst noch bei wechselnder Bewölkung 
letzte Schauer und Gewitter. Nachfolgend gering bewölkt und 
niederschlagsfrei. Gegen Morgen von Westen erneuter Bewölkungsaufzug.
Abkühlung auf 9 bis 6 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus West, 
später Südwest.

Am Sonntag wechselnd bis stark bewölkt. Zeitweise schauerartige 
Regenfälle und kurze Gewitter mit Windböen und stürmischen Böen. 
Höchstwerte 16 bis 19 Grad. Mäßiger bis frischer Westwind, auch 
abseits möglicher Gewitter Windböen und vor allem in Schauernähe 
einzelne stürmische Böen bis 70 km/h (Bft 8).
In der Nacht zum Montag viele Wolken und zeitweise Regen. 
Temperaturrückgang auf rund 8 Grad. Schwacher bis mäßiger Westwind.

Am Montag stark bewölkt und etwas Regen. Gegen Abend von Norden 
größere Wolkenauflockerungen und meist trocken. Höchsttemperatur 
zwischen 15 und 18 Grad. Mäßiger bis frischer Nordwestwind, 
vereinzelt mit Windböen.
In der Nacht zum Dienstag zunächst deutlicher Bewölkungsrückgang, 
teils nur noch gering bewölkt. Niederschlagsfrei. Bei Aufklaren 
Bildung flacher Nebelfelder. Tiefsttemperatur zwischen 8 und 5 Grad. 
Schwacher Wind aus Nordwest.

Am Dienstag überwiegend heiter bis wolkig, geringe Schauerneigung. 
Temperaturanstieg auf 19 bis 21 Grad. Schwacher Wind aus Nordwest bis
Nord.
In der Nacht zum Mittwoch durchziehende Wolkenfelder, 
niederschlagsfrei. Tiefstwerte zwischen 10 und 6 Grad. Schwacher Wind
aus unterschiedlichen Richtungen.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Samstag, den 23.05.2020, 11:30 Uhr -
"Nachdem die vergangene Woche recht sommerlich endete, sorgt Tief 
GUDRUN nun für einen Temperatursturz und recht unbeständiges Wetter.

Die Kaltfront von Tief GUDRUN mit Kern über dem Nordmeer liegt am 
heutigen Samstag zunächst schleifend über der Mitte Deutschlands, 
bekommt bis zum späten Abend aber ordentlich Schwung nach Süden. An 
ihr regnet es über der Südhälfte schauerartig. In der davor noch 
wirksamen feuchten Warmluft sind vor Einsetzen der Regenfälle im 
Südosten Bayerns starke Gewitter mit Unwetterpotenzial möglich. 
Starkregen, schwere Sturmböen und Hagel können durchaus hohes 
Schadenspotenzial entfalten. In der Nordhälfte führt ein böiger 
Westwind rückseitig der Kaltfront deutlich kühlere Meeresluft heran, 
in der nur einzelne Schauer und kurze, nicht allzu kräftige Gewitter 
auftreten. 

Am Sonntag zieht GUDRUN nach Skandinavien und versorgt uns weiterhin 
mit feucht-kühlen Luftmassen aus Nordwesten. Windiges und kühles 
Schauerwetter, das eher an April als an Mai erinnert, ist die Folge. 
Nur der Südwesten profitiert bereits von Hoch STEFFEN über 
Südengland, der seine Fühler in Form eines Hochkeils in die 
südwestlichen Landesteile austreckt. Dort bleibt es meist trocken bei
zeitweiligem Sonnenschein, der die Luft zumindest auf Werte um die 20
Grad erwärmen kann. 

Zu Beginn der kommenden Woche zieht sich GUDRUN nach Osteuropa zurück
und verliert ihren Einfluss auf Deutschland. Hoch STEFFEN ziert sich 
aber noch und kommt uns nur langsam und auf leisen Sohlen näher. Am 
Rande von STEFFEN bleibt der Weg daher frei für feuchte, wolkenreiche
Nordseeluft, in der es vor allem am Montag noch gebietsweise schauert
oder regnet. Am Dienstag und Mittwoch, wenn sich der 
Hochdruckeinfluss von Westen langsam verstärkt, werden die 
Niederschläge immer seltener und es bleibt schließlich überwiegend 
trocken. Zwar halten sich in der feuchten Luft vor allem in der 
Ost-/Nordosthälfte noch einige Wolken, nach Südwesten werden die 
Sonnenanteile aber immer größer. Dadurch erwärmt sich die Luft peu à 
peu. Große Sprünge nach oben sind aber erst mal nicht zu erwarten.
"

Das erklärt Dipl.-Met. Adrian Leyser  von der 
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in 
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
www.wettergefahren.de

Aktuelle Wetter- und Klimainformationen finden Sie unter:
www.dwd.de

Die Vorhersage- und Beratungszentrale des DWD ist rund um die Uhr 
telefonisch erreichbar unter Tel.:
069/8062-3333

Copyright © Deutscher Wetterdienst