DWD -> Regionenwetter – Baden-Württemberg –

VHDL16 DWSG 041000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Montag, 04.02.2019, 11:30 Uhr

Heute heiter, trocken. Nachts verbreitet leichter bis mäßiger Frost, örtlich Nebel und Reifglätte.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und am Nachmittag meist heiter, niederschlagsfrei. Maxima zwischen -2 Grad im Bergland und +5 Grad im Kraichgau. Schwacher südöstlicher Wind.

In der Nacht zum Dienstag einige Wolkenfelder, aber trocken. Örtlich Nebel. Tiefstwerte -2 bis -10 Grad. Örtlich Reifglätte.

Am Dienstag wolkig, trocken. Höchstwerte 1 bis 6 Grad. Schwacher Südwestwind.

In der Nacht zum Mittwoch häufig klar, in Flusstälern Nebelbildung. Tiefstwerte -3 bis -11 Grad. Örtlich Glätte durch Reif.

Am Mittwoch nach Auflösung von Nebel- und Hochnebelfeldern viel Sonne, kaum Wolken. Maxima zwischen 1 Grad in Oberschwaben und 7 Grad in höheren Berglagen. Schwacher, variabler Wind.

In der Nacht zum Donnerstag überwiegend klar. Minima -3 bis -10 Grad. Örtlich Nebel und Reifglätte.

Am Donnerstag am Vormittag noch örtlich neblig trüb, sonst von Westen dichtere Wolken, nachmittags gebietsweise etwas Regen, im höheren Bergland auch Schnee mit Glätte. Höchstwerte 3 bis 8 Grad. Schwacher Südwestwind.

In der Nacht zum Freitag stark bewölkt. Leichter Regen, im höheren Bergland Schnee, im Südosten örtliche Glatteisbildung nicht ausgeschlossen. Tiefstwerte von +3 Grad im Nordwesten bis -5 Grad im Südosten.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Montag, den 04.02.2019, 11:30 Uhr –
„Nachdem Hoch „Chloe“ das Tief „Pirmin und dessen Ausläufer nach Osten bzw. Nordosten abgedrängt hat und es sich nun über Deutschland gemütlich macht, kann sich vorübergehend ruhiges und mäßiger kaltes Winterwetter einstellen.

Noch am gestrigen Sonntag sorgten die Ausläufer von „Pirmin“ für anhaltende Schneefälle vom südlichen Brandenburg bis zu den Alpen. Dabei fielen dort über 24 Stunden hinweg verbreitet 10 bis 30 cm, regional auch bis 40 cm Neuschnee. Auf der Zugspitze erhöhte sich die Schneehöhe bsp. von 415 cm auf 460 cm. Aber auch in deutlichen tieferen Lagen wurden am heutigen Morgen ordentliche Höhen gemessen. So wuchs in Teunz-Wildstein (BY) die Schneedecke um 40 cm auf insgesamt 73 cm. In Regensburg, wo am gestrigen Morgen noch kein Schnee vermeldend wurde, stapelt er sich nun auf 29 cm. Auch in Zell/Oberpfalz (BY) sind zu den bereits liegenden 10 cm nochmals 30 cm hinzugekommen. Bemerkenswert sind aber auch die Neuschneemengen in Sachsen und dort speziell an der Elbe. In Dresden-Klotsche mussten seit dem gestrigen Morgen über 20 cm Schnee geräumt werden, am heutigen Morgen türmt er sich dort auf 24 cm auf. In
Rosenthal-Bielatal fielen sogar 30 cm Neuschnee.

Doch nun ist Tief „Pirmin“ Geschichte und Hoch „Chloe“ kann vorübergehend über Deutschland herrschen, allerdings mit einer Schwachstelle im Nordwesten des Landes. Dort schwächelt das Hoch, sodass die Ausläufer von Tief „Rainer“ mit Kern über der Nordsee das Land streifen. Die Folge sind dichte Wolkenfelder und etwas Niederschlag, der überwiegend als Regen fallen sollte und erst mit Übergreifen auf den Nordosten sowie den nördlichen
Mittelgebirgsregionen auch die feste oder gefrierende Phase haben kann. Im Schlepptau hat „Rainer“ aber auch mildere Luft, sodass die Temperaturen im Westen und Nordwesten tagsüber auf 5 bis 11 Grad steigen und nachts im frostfreien Bereich verbleiben. Zudem lebt der Wind stark böig auf. Im Südosten, auf der Südflanke von Hoch „Chloe“, sieht es ganz anders aus. Dort ist weiter eine bodennahe östliche Strömung vorhanden, sodass die Temperaturen dort häufig auch tagsüber im frostigen Bereich liegen und nur mit Sonnenunterstützung auch mal über den Gefrierpunkt

steigen können. Nachts muss bei Aufklaren über Schnee dann mit strengem Frost bis -15 Grad gerechnet werden.

Auch in den Folgetagen bleibt diese Witterungsverteilung zunächst bestehen. In der Nordwesthälfte tummeln sich nahezu durchgehend dichtere Wolkenfelder am Himmel, die zeit- und gebietsweise Regen bringen. Nach Osten und Süden zu bleibt es unter Hochdruckeinfluss meist trocken, aber auch teils frostig. Erst zum Donnerstag könnten die atlantischen Tiefausläufer dem Hoch so weit zusetzen, dass es Richtung Osten abzieht. Nachfolgend wären für das ganze Land Niederschläge im Programm. Gleichzeitig soll die Milderung auch in den südöstlichen Regionen des Landes vordringen. Am Sonntag deuten die Modelle mit den bekannten Unsicherheiten Höchstwerte zwischen 4 und 14 Grad an. Ein Hauch von Frühling im Wintermonat Februar!“

Das erklärt Dipl.-Met. Lars Kirchhübel von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis:
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