DWD -> Regionenwetter – Baden-Württemberg –

VHDL16 DWSG 061000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Samstag, 06.10.2018, 11:30 Uhr

Tagsüber Mix aus Sonne und Wolken, spätsommerlich warm. Kommende Nacht vereinzelt Nebel.

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Heute Mittag und im weiteren Tagesverlauf Mix aus Sonne und teils dichten Wolkenfeldern, weitgehend trocken. Im Nordwesten am freundlichsten. Anfangs am Bodensee Nebel- und Hochnebelfelder. Höchstwerte von 20 Grad am Bodensee bis 27 Grad im Breisgau. Schwacher, in Böen mäßiger bis frischer Südwind.

In der Nacht zum Sonntag teils wolkig, teils gering bewölkt. Vereinzelt Nebel. Im Laufe der zweiten Nachthälfte im Westen und Süden mehr Wolken, ab und an etwas Regen. Tiefsttemperaturen 12 bis 7 Grad.

Am Sonntag Wechsel von Sonne und Wolken, vormittags in der Südhälfte dichte Wolken und etwas Regen. Höchstwerte von 17 Grad im
Südschwarzwald bis 23 Grad an der Tauber. Schwacher Wind zunächst aus unterschiedlichen Richtungen, ab Mittag meist aus Nord bis Nordost.

In der Nacht zum Montag zunächst teils wolkig, später oft gering bewölkt. Stellenweise Nebel. Frühtemperaturen zwischen 12 und 7 Grad.

Am Montag abseits von sich am Vormittag auflösendem Nebel und Hochnebel Sonne und lockere Quellwolken im Wechsel.
Niederschlagsfrei. Höchstwerte zwischen 17 und 23 Grad. Schwacher, in Böen mäßiger bis frischer Wind aus nordöstlichen Richtungen.

In der Nacht zum Dienstag meist klar, gebietsweise Nebel.
Tiefsttemperaturen zwischen 11 und 6 Grad.

Am Dienstag Nebelauflösung am Vormittag, an Donau und Bodensee in den Mittagsstunden. Ansonsten mehr Sonne als Wolken, trocken. Höchstwerte 16 bis 23 Grad. Meist schwacher Wind aus Nordost bis Ost.

In der Nacht zum Mittwoch klar, gebietsweise Nebel. Tiefstwerte 11 bis 6 Grad.

Deutschlandübersicht:
Offenbach, Samstag, den 06.10.2018, 11:30 Uhr –
„Am heutigen Samstag schwindet der Einfluss von Hoch ULF mit dessen Verlagerung vom Schwarzmeerraum nach Zentralasien allmählich. Das macht Platz für eine sogenannte Tiefdruckrinne, die sich peu-à-peu von Nordwesten her zu uns hineinschiebt. Das geschieht aber wirklich nur sehr langsam, da die in die Rinne eingelagerte Front relativ parallel zur Höhenströmung liegt, ihr somit der Antrieb fehlt und sie noch dazu zur Wellenbildung neigt. So nimmt die Bewölkung im Nordwesten Stück für Stück zu. Aber nicht nur dort zeigen sich Wolken am Himmel: So zeigt diese der Blick nach oben auch im Süden und in Teilen der Mitte Deutschlands. Verantwortlich dafür zeigt sich ein Höhentief, das heute von Korsika nach Oberitalien zieht. Dieses schaufelt Wolken über den Alpenhauptkamm, am Nachmittag kann es dann am Alpenrand einzelne Schauer geben. Sonst scheint aber (trotz Druckfalls) vielfach die Sonne. Die Höchstwerte des heutigen Tages können sich mit 22 bis 27 (Stichwort: „Altweibersommer“), im Norden

15 bis 21 Grad für Anfang Oktober durchaus sehen lassen.

In der Nacht zum Sonntag verlagert sich die Tiefdruckrinne langsam südostwärts, die eingelagerte Front kommt bis zum Morgen in etwa bis zu einer Linie Eifel-Harz-Usedom voran. An der Front, auf deren Rückseite ein Schwall frischer subpolarer Meeresluft herangeführt wird, fällt im Norden zeitweise etwas Regen. Auch im äußersten Süden und Südosten sind noch einzelne Schauer möglich. Angesichts der anhaltenden Dürre hierzulande (siehe gestriges Thema des Tages) sind das aber Mengen in homöopathischen Dosen.

Am Sonntag liegt die Front wahrscheinlich quer über der Mitte des Landes und sorgt dort für dichte Wolken und vor allem in der ersten Tageshälfte gelegentlich für etwas Regen. Im Süden Deutschlands zeigen sich ebenfalls zunächst viele Wolken, aus denen es hier und da mal etwas tröpfelt, aber ab dem Mittag gibt es dann größere Auflockerungen. Der Norden profitiert bereits von einem Keil, der sich ausgehend von einem Hoch mit Schwerpunkt westlich der Biskaya immer weiter bis zu uns erstreckt. Das Temperaturniveau wird etwas gedämpfter sein, da in den Norden ja nun eine frischere Luftmasse eingeflossen ist und im Süden ebenfalls die Einstrahlung fehlt. Im Norden erreichen wir 13 bis 16 Grad, sonst 16 bis 23 Grad.

In der neuen Woche stellt sich landesweit ruhiges Hochdruckwetter ein. Das bedeutet für die meisten einen „Goldenen Oktober“ mit Höchstwerten um die 15/16 Grad an der See und sonst um die 20 bis 22 Grad herum (in einigen Leelagen reicht’s am Mittwoch vielleicht noch mal für die 25 Grad). Für manche heißt das aber auch „lange grau, dann gelb“, da sich Nebel und Hochnebel um diese Jahreszeit in einigen Flusstälern (z.B. Donau) und am Bodensee mitunter schon weit bis in den Tag hinein halten, bevor sich die Sonne zeigt. Somit bleibt es dort deutlich kühler als in der unmittelbaren nebelfreien Umgebung.“

Das erklärt M.Sc. Met. Stefan Bach von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.

Hinweis:
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