VHDL16 DWSG 241000

Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung 
Baden-Württemberg
am Samstag, 24.10.2026, 10:30 Uhr

Mit Schwerpunkt von heute Abend bis Sonntagabend Wind-, Sturm-, im 
höchsten Schwarzwald Orkanböen. Dazu gebietsweise Dauerregen, im 
Schwarzwald auch ergiebig.


Wetter- und Warnlage:
Süddeutschland liegt im Einflussbereich mehrerer Sturm- und 
Orkantiefs, welche Nordeuropa überqueren. In der Nacht zum Sonntag 
erreicht uns mit lebhafter Westströmung das nächste Frontensystem mit
viel feuchter Luft.  

ORKAN/STURM/WIND:
Heute tagsüber hauptsächlich im Bergland Windböen bis 60, am Feldberg
bis 75 km/h aus Südwest. In der Nacht zum Sonntag deutliche 
Windzunahme. Dann, am Sonntag, verbreitet Windböen um 60, im Bergland
Sturmböen um 85, im höheren Schwarzwald schwere Sturmböen, exponiert 
Orkanböen (UNWETTER) um 125 km/h aus Südwest. Ab dem Abend landesweit
nachlassender Wind.

DAUERREGEN:
Ab der Nacht zum Sonntag bis Sonntagabend gebietsweise Dauerregen. 
Dabei vom Odenwald bis zur Ostalb sowie im Allgäu lokal zwischen 30 
und 40 l/qm innerhalb ca. 18 Stunden. Im Schwarzwald verbreitet 30 
bis 50, in Staulagen um 80 l/qm (UNWETTER). 

Detaillierter Wetterablauf:

Heute wechselnd bis stark bewölkt und längere Zeit trocken. Im Süden 
allerdings wiederholt Schauer, im höchsten Bergland als Schnee. Zum 
Nachmittag nachlassende Schauertätigkeit und mitunter auch Phasen mit
Sonne. Maxima zwischen 6 Grad im Bergland und bis 14 Grad im 
Rheingraben. Frischer Südwestwind, in Böen vor allem im Bergland 
stark bis stürmisch, in den Hochlagen des Schwarzwaldes zeitweise 
Sturmböen.

In der Nacht zum Sonntag zunehmend bedeckt und von Westen her teils 
kräftiger, anhaltender Regen. Minima 11 bis 3 Grad. Zunehmend starke 
bis stürmische Böen aus Südwest; in hohen Lagen Sturmböen, exponiert 
bis hin zu Orkanböen. 

Am Sonntag verbreitet und anhaltender, teils ergiebiger Regen. Im 
Laufe des Nachmittags/Abends nach Südosten abziehend. Nachfolgend 
Auflockerungen. Höchstwerte von 9 Grad im Bergland bis 17 Grad im 
Breisgau. Mäßiger bis frischer Südwestwind mit starken, im Bergland 
auch stürmischen Böen. Auf Schwarzwaldgipfeln anfangs auch schwere 
Sturmböen, am Feldberg Orkanböen.

In der Nacht zum Montag abklingender Regen und Auflockerungen. 
Tiefstwerte 8 bis 3 Grad. Im Bergland starke bis stürmische Böen, 
anfangs auf dem Feldberg noch Sturmböen aus Südwest.  

Am Montag zunächst vor allem im Osten aufgelockert und zum Teil auch 
freundlich. Zum Abend von Westen Bewölkungsverdichtung und örtlich 
etwas Regen. Maxima von 10 Grad an der Donau bis 17 Grad in der 
Ortenau. Schwacher bis mäßiger Südwestwind, in Böen frisch, im 
Bergland zum Teil auch stark. Auf Schwarzwaldgipfeln zeitweilig 
stürmische Böen.

In der Nacht zum Dienstag zunächst stark bewölkt, lokal ein paar 
Regentropfen. Im weiteren Verlauf Auflockerung. Minima 9 bis 4 Grad. 
Auf Schwarzwaldgipfeln zeitweilig stürmische Böen aus Südwest. 

Am Dienstag heiter bis sonnig, trocken. Höchstwerte 16 bis 21 Grad. 
Meist schwacher Süd- bis Südwestwind; im Bergland frische, auf 
Schwarzwaldgipfeln starke bis stürmische Böen.  

In der Nacht zum Mittwoch von Nordwest nach Südost Durchzug eines 
Wolken- und Regenbandes. Tiefstwerte 10 bis 5 Grad. Im exponierten 
Schwarzwald weiterhin starke bis stürmische Böen aus Südwest. 



Deutschlandübersicht:
Offenbach, Samstag, den 24.10.2026, 10:15 Uhr -
" Kaum ist das erste Sturmtief LUISE, das international ja auf den 
Namen AUSTEN getauft wurde, nach Dänemark abgezogen und ist am 
heutigen Samstagmorgen dabei sich ebendort aufzulösen, kommt schon 
die Nachfolgerin um die Ecke (bzw. vom Nordatlantik herangerauscht). 
Tief MANJA, international BOLEO, kann mit einem Kerndruck, der heute 
Nachmittag und bis in die Nacht zum Sonntag hinein nur knapp über 945
hPa (Hektopascal) liegt, durchaus als Orkantief bezeichnet werden. 
Damit legt der Wind in der kommenden Nacht - nach einer Abschwächung 
am heutigen Nachmittag - von Westen her wieder deutlich zu. Die 
Bandbreite der erwarteten Böen ist dabei mit denen von LUISE / AUSTEN
vergleichbar. Im Binnenland bis in tiefere Lagen verbreitet steife 
Böen und stürmische Böen (50 bis 75 km/h), in den Hochlagen und an 
den Küsten Sturmböen und schwere Sturmböen (75 bis 100 km/h), und 
ganz vorne mit dabei sind die exponierten Gipfel und die 
Nordseeküste, speziell in Schleswig-Holstein, die es auch auf 
orkanartige Böen oder Orkanböen bringen (100 bis 130 km/h). Dabei ist
das Windmaximum an der Nordsee erst am morgigen Nachmittag zu 
erwarten. 

Dass MANJA / BOLEO uns nicht noch kräftiger durchpustet, hat vor 
allem mit der Zugbahn zu tun. Diese verläuft vom Seegebiet westlich 
von Schottland über die Nordspitze Schottlands und die Orkney-Inseln 
hinweg bis vor die Südwestküste Norwegens. Somit hält das Tief einen 
gewissen Respektsabstand zu uns, was sich eben auch in einer noch 
erträglichen Sturmlage zeigt. Anders gesagt: "Es hätte auch schlimmer
kommen können". Das ändert aber nichts daran, dass unser Wochenende 
als "durchgepustet" bezeichnet werden kann. In vielen Regionen wird 
das Festhalten des Regenschirms zur echten Herausforderung, und es 
erklärt einmal mehr, warum der Friesennetz im Norden so populär ist. 


Stichwort Regenschutz: Wer gehofft hat, ohne einen solchen durch das 
Wochenende zu kommen, der muss an dieser Stelle leider enttäuscht 
werden. Das Gegenteil ist der Fall. Mit dem heutigen Abend greifen 
auf den Westen kräftige Regenfälle über, die schon morgen früh auch 
den Süden und Osten erreichen. Dabei kommt die Nordosthälfte relativ 
gesehen glimpflich davon - dort regnet es einfach nur kräftig. In der
Südwesthälfte dagegen schüttet es teils "wie aus Eimern", was einige 
Dauerregenwarnungen zur Folge haben dürfte. Diese warnwürdigen Ecken 
werden wohl vor allem in den West- und Nordweststaulagen der 
Mittelgebirge zu finden sein. Dabei dürfte sich wohl der Schwarzwald 
besonderes hervortun. 

Tröstlich ist, dass die Gemengelage auch ihr Gutes hat. Denn der 
kräftige Wind treibt die Regenwolken so zackig übers Land, dass es am
Sonntag von Nordwesten her schon wieder freundlicher wird. Klar, der 
Wind ist immer noch da, und ein paar Schauer, eventuell auch ein 
kurzes Gewitter sind auch noch unterwegs, aber immerhin bietet sich 
im Laufe des Sonntags von Nordwesten her in immer größeren Gebieten 
die Chance, die allmählich größer werdenden Wolkenlücken zu genießen 
- immer mit Blick auf eventuelle Schauer und Gewitter. Die Hoffnung 
auf sonnige Abschnitte sollte aber nicht dazu verleiten, sich nicht 
auch ausreichend warm anzuziehen. Denn 10 bis 15°C sind insgesamt für
die Temperatur eine gute Hausnummer, am Samstag mag es hier und da 
noch etwas kühler sein, am Sonntag dafür am Oberrhein auch etwas 
milder. Neben dem Blick auf die erwarteten prognostizierten 
2-Meter-Temparaturen hilft bei der Erwartungshaltung aber auch ein 
Blick auf die gefühlten Temperaturen: Am Samstag sollen es 
gefühlt 4 bis 10°C, am Sonntag 6 bis 12°C sein - das ist dann schon 
ein wirkliches Herbstfeeling.  "

Das erklärt Dipl.-Met. Martin Jonas  von der Wettervorhersagezentrale
des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der 
kommenden Tage.


Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am 
Sonntag, 25.10.2026, 09:30.

Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter 
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes 
informieren.
 
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Mit freundlichen Grüßen 
DWD Kundenservice

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