VHDL16 DWSG 211000

Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung 
Baden-Württemberg
am Freitag, 21.08.2026, 10:30 Uhr

Heute in Oberschwaben und im Allgäu gebietsweise Starkregen, teils 
unwetterartig und gewittrig verstärkt. Auch in den übrigen Regionen 
ab dem Nachmittag lokal Gewitter. 


Wetter- und Warnlage:
Eine Luftmassengrenze erstreckt sich vom Hochrhein über die 
Schwäbische Alb quer über die Mitte Bayerns hinweg und trennt 
feuchtwarme Luft subtropischen Ursprungs von kühlerer und trockenerer
Luft nordwestlich von ihr. Im Tagesverlauf entwickelt sich ein 
kleines Tief, das von den Alpen nach Niederbayern zieht. Dahinter 
stößt die kühlere Luft bis zu den Alpen vor. Am Samstag befindet sich
dann der gesamte Süden Deutschlands am Rande von Tiefdruckgebieten 
über Skandinavien im Zustrom kühler Meeresluft.

GEWITTER/STARKREGEN/WIND (UNWETTER):
Heute am späteren Vormittag in der Bodenseeregion, in Oberschwaben 
und im Allgäu aus der Schweiz heraus aufkommender, teilweise mit 
Gewittern durchsetzter Starkregen mit Mengen zwischen 20 und 35 l/qm 
in 3 bis 6 Stunden. Insbesondere im Allgäu und in Verbindung mit 
Gewittern lokal auch noch größere Mengen in kürzerer Zeit (und damit 
UNWETTER). Zudem starke bis stürmische Böen bis 70 km/h. 
Zum Abend auch von der Pfalz und vom Elsass her einzelne Gewitter mit
Starkregen (Mengen um 20 l/qm in einer Stunde), kleinem Hagel und 
starken bis stürmischen Böen, in der Nacht zum Samstag allmählich 
nach Bayern abziehend. Am Samstag tagsüber landesweit erneut einzelne
Gewitter mit ähnlichen Begleiterscheinungen, zum Abend abklingend. 

Detaillierter Wetterablauf:

Heute anfangs von der Bodenseeregion bis zur Alb und südöstlich davon
Schauer oder auch mal ein kurzes Gewitter. In weiten Teilen Badens 
dagegen gering bewölkt. Am späteren Vormittag aus der Schweiz heraus 
verbreitet Regen, in Oberschwaben und im Allgäu kräftig und mit 
eingelagerten Gewittern. Am Nachmittag von Baden her Auflockerungen, 
zum Abend aber Schauer und einzelne Gewitter. Temperaturanstieg auf 
17 Grad südlich der Donau bis 23 Grad am nördlichen Oberrhein. 
Schwacher westlicher Wind, in Böen auffrischend. In Oberschwaben und 
im Allgäu vor allem bei Gewittern starke bis stürmische Böen. 

In der Nacht zum Samstag von West nach Ost Schauer und einzelne 
Gewitter. In den Frühstunden meist trocken und vermehrt 
Auflockerungen. Tiefstwerte 14 bis 9 Grad. 

Am Samstag wechselnd bis stark bewölkt. Über Mittag und am Nachmittag
Schauer und einzelne Gewitter, am Abend abklingend. Nur 17 bis 23 
Grad in der Spitze. Mäßiger, mitunter frischer und stark böiger Wind 
aus Nordwest. Bei Gewittern starke bis stürmische Böen. 

In der Nacht zum Sonntag gering bewölkt, an der Donau örtlich 
nebelig. Tiefstwerte 11 bis 6 Grad.

Am Sonntag heiter. Maxima von 19 Grad auf der Zollernalb bis 25 Grad 
bei Baden-Baden. Schwacher Wind aus nördlichen Richtungen. 

In der Nacht zum Montag meist gering bewölkt bei morgendlichen 
Temperaturen von 11 bis 6 Grad. 

Am Montag viel Sonne, dazu einige Schleierwolken. Höchstwerte von 23 
Grad in Oberschwaben bis 28 Grad im Rheingraben, auf der Alb und im 
höheren Schwarzwald bei 21 Grad. Schwacher bis mäßiger, ab und an 
etwas auffrischender Wind aus östlicher Richtung. 

In der Nacht zum Dienstag von Südwesten dichtere Wolken, am Rhein 
auch Regen oder Schauer, vereinzelte Gewitter nicht ausgeschlossen. 
Tiefstwerte von 16 bis 11 Grad.



Deutschlandübersicht:
Offenbach, Freitag, den 21.08.2026, 10:15 Uhr -
"Derzeit ist einiges los beim Wetter und da bildet auch der heutige 
Freitag und die Nacht zum Samstag keine Ausnahme.

Grund hierfür ist ein Ausläufer von Tief NORA II (römisch zwei) über 
Nordosteuropa, der sich von dort über Süddeutschland bis nach Spanien
"schlängelt". Während südöstlich davon feuchtwarme Luft subtropischen
Ursprungs liegt, ist nordwestlich eine etwas gemäßigtere Luftmasse 
vorhanden. 

An diesem Ausläufer konnte sich ein kleinräumiges Tief bilden, das 
sich aktuell im Großraum Genua befindet und über Norditalien und der 
Schweiz bereits für mitunter kräftige und gewittrige Regenfälle 
sorgt. Die weitere Entwicklung ist sehr komplex. Vereinfacht gesagt, 
zieht dieses Tief am heutigen Freitag nordostwärts über Südostbayern 
und Tschechien nach Polen und erreicht am Samstag das Baltikum. 

In der Folge werden im heutigen Tagesverlauf auch die zum Teil 
gewittrigen Starkregenfälle über Teile des Südostens unseres Landes 
hinwegziehen, wo gebietsweise um 30 l/qm innerhalb weniger Stunden zu
erwarten sind. Der Fokus liegt nach aktuellem Stand aber auf dem 
Südosten Bayerns, also etwa vom Alpenrand bis nach Niederbayern. Dort
könnten sich vor Übergreifen der gewittrigen Regenfälle ab dem 
Nachmittag schwere Gewitter mit lokal heftigem Starkregen, schweren 
Sturm- bis Orkanböen und Hagel entwickeln. Allerdings ist diese 
Entwicklung noch sehr unsicher und hängt stark davon ab, wie schnell 
die Regenfälle auf den Südosten übergreifen. Je früher das passiert, 
desto weniger Energie wird den Gewittern zur Verfügung stehen und 
desto schwächer fallen sie aus. Hier empfiehlt es sich also 
aufmerksam die Warnlage zu verfolgen.

Aber auch im großen Rest des Landes bleibt das Wetter "aktiv" mit 
Schauern und vor allem über der Mitte auch örtlichen Gewittern. 
Besonders in der Nacht zum Samstag kann es dort gebietsweise 
ebenfalls wiederholte Regenfälle mit lokalen Mengen um 30 l/qm in 
wenigen Stunden geben. Auch wenn sich viele wahrscheinlich über den 
Regen freuen werden, besteht bei diesen Starkregenereignissen lokal 
durchaus Überflutungsgefahr.

Am Samstag beruhigt sich das Wetter dann allmählich. Vielerorts sind 
zwar nochmals Schauer, vereinzelt auch Gewitter unterwegs, die aber 
ne ganze Ecke schwächer ausfallen werden als am heutigen Tag. Der 
Sonntag bietet dann besonders in der Südhälfte bestes Ausflugswetter 
bei viel Sonnenschein und Höchstwerten zwischen 20 und 25 Grad. Im 
Norden sind dagegen mehr Wolken unterwegs, die vereinzelt auch für 
einen kurzen Schauer gut sind. Dazu wird es windig und mit maximal 18
bis 22 Grad geringfügig kühler. Einem Ausflug sollte aber auch dort 
zumindest vom Wetter her nichts im Wege stehen.  "

Das erklärt Dipl.-Met. Tobias Reinartz von der 
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in 
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am 
Samstag, 22.08.2026, 10:30.

Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter 
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes 
informieren.
 
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Mit freundlichen Grüßen 
DWD Kundenservice

E-Mail: kundenservice@dwd.de