VHDL16 DWSG 061000
Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung
Baden-Württemberg
am Donnerstag, 06.08.2026, 10:30 Uhr
Bis in die Nacht zum Freitag südlich der Donau einzelne Gewitter.
Wetter- und Warnlage:
Eine Luftmassengrenze trennt trockene Luft über den nördlichen
Regionen von Baden-Württemberg und Bayern von feuchtlabiler
Subtropikluft über den Alpen.
GEWITTER:
Bis in die Nacht zum Freitag südlich der Donau einzelne Gewitter.
Dabei örtlich Starkregen um 20 l/qm in kurzer Zeit, kleiner Hagel und
stürmische Böen um 70 km/h. Eng begrenzt heftiger Starkregen um 30
l/qm in kurzer Zeit und Hagel um 2 cm nicht ausgeschlossen.
Hinweis:
Heute nochmal starke Wärmebelastung.
Detaillierter Wetterablauf:
Heute südlich der Donau meist wolkig und im Tagesverlauf auflebende
Schauer- und Gewitteraktivität. Sonst meist heiter und
niederschlagsfrei. Maxima bei 25 bis 31 Grad. Schwacher bis mäßiger
Wind aus Nordwest. Frische bis starke, mit Gewittern stürmische Böen.
In der Nacht zum Freitag weitere Schauer und Gewitter im Süden und
Südosten, im Verlauf der Nacht abklingend. Im Norden gering bewölkt
und trocken. Tiefstwerte zwischen 14 und 10 Grad.
Am Freitag meist heiter und freundlich. Maxima von 24 Grad auf der
Zollernalb bis 30 Grad im Breisgau. Wind aus nördlichen Richtungen,
meist schwach, in Böen frisch.
In der Nacht zum Samstag gering bewölkt und Minima von 15 bis 10
Grad.
Am Samstag heiter und trocken. Höchstwerte von 28 Grad in
Oberschwaben und bis 33 Grad im Raum Karlsruhe. Schwacher Wind um
Nord.
In der Nacht zum Sonntag gering bewölkt und niederschlagsfrei.
Tiefstwerte 18 bis 12 Grad.
Am Sonntag nach freundlichem Beginn im Tagesverlauf bei
Bewölkungsaufzug von Westen aufkommende Schauer und einzelne
Gewitter. Höchstwerte von 29 Grad bis 36 Grad. Schwacher bis mäßiger
Westwind mit frischen Böen, im höheren Bergland und bei Gewittern
auch stürmischen Böen.
In der Nacht zum Montag anfangs noch örtliche Schauer und letzte
Gewitter, im weiteren Verlauf zunehmend niederschlagsfrei. Minima 19
bis 14 Grad. Bei Gewittern und auf Schwarzwaldgipfeln stürmische Böen
aus West.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Donnerstag, den 06.08.2026, 10:15 Uhr -
"Jetzt ist - zumindest vorübergehend - die Zeit zum Durchatmen
gekommen. Die Kaltfront von Tief JUSTINE hat von Nordwesten her weite
Teile Deutschlands überquert. Damit ist es deutlich abgekühlt.
JUSTINE selbst dreht sich aktuell über Skandinavien, in den kommenden
Tagen dann zieht sie weiter, ihr Reiseziel ist der Norden Russlands.
Vorerst kann ihre Kaltfront aber im Südosten Bayerns noch für
Ungemach sorgen. Dort ist die feucht-heiße Luft nämlich noch nicht
komplett ausgeräumt worden. Was einerseits bedeutet, dass im Laufe
des Tages ein Blick nach oben lohnt um zu schauen, ob sich nicht ein
Schauer oder Gewitter nähert. Was aber auch bedeutet, dass trotz
deutlich niedrigerer Temperaturen als noch an den Vortagen trotzdem
ein ausgeprägtes Schwüleempfinden vorherrschen dürfte. Entlang der
Donau zeigen sich heute zumindest regional in den Modellen Gefühlte
Temperaturen von um die 35°C, was die eine oder andere
Outdoor-Aktivität recht anstrengen gestalten dürfte.
Das ist in den übrigen Gebieten nicht der Fall. Wer immer dort im
Freien unterwegs ist kann die Sonne genießen (wenn er/sie nicht über
das weiterhin verbreitet vorhandene Niederschlagsdefizit grübelt) und
wird die Temperaturen vermutlich als angenehm erfrischend wahrnehmen.
Dies gilt zumindest vom Osten und Nordosten bis in den Westen und
Südwesten. Je näher man allerdings der Nordseeküste kommt, desto eher
passt das Wort "frisch" besser zur Beschreibung des Temperaturniveaus
als "angenehm" oder "erfrischend". Denn zwischen Tief JUSTINE und
einem Hoch über Westeuropa, das auf den Namen QUIRIAKUS hört, hat
sich über der Nordsee ein kräftig ausgeprägtes Druckgefälle aufgebaut
- und dieses sorgt insbesondere an der Nordsee für verbreitete Böen
Bft 7 (etwa 50 bis 60 km/h) und lokal auch für Sturmböen Bft 8 (um 65
km/h). Mit dem Wind sinken dann auch die Gefühlten Temperaturen, und
so können sich gemessene 21°C auf den ostfriesischen Inseln schnell
mal wie 16°C anfühlen - da freut sich, wer
ein T-Shirt zum Überziehen dabei hat - und eventuell auch eine Mütze
für die wenigen Tropfen Regen, die die Modelle vorhersagen und für
die sich das Aufspannen eines Regenschirms eigentlich nicht wirklich
lohnt.
Der morgige Freitag bringt dann keine durchgreifende Änderung. Auf
der "Haben-Seite" stehen im Süden eine etwas trockenere und damit
angenehmere Luft, an der Nordsee etwas weniger Wind und damit etwas
höhere Gefühlte Temperaturen, auch wenn sich die "klassischen"
Temperaturwerte nicht ändern. Im Nordosten wird es etwas kühler,
statt etwa 27°C heute stehen bei den Modellen dann nur noch etwa 22°C
in den Planungen, da sei es jedem/r selbst überlassen, ob die
Bewertung diesbezüglich positiv oder negativ ausfällt. Im Süden gibt
es insgesamt mehr Sonne als heute, im Norden dagegen weniger. Die im
Norden durchziehenden Wolkenfelder bringen aber keinen Regen - was
erneut unterschiedlich bewertet werden kann.
Der Blick auf das Wochenende zeigt dann wieder ansteigende
Temperaturen. Denn die nach Russland wandernde JUSTINE macht Platz
für Hoch QUIRIAKUS, und das bringt erneut viel Sonne und treibt die
Temperaturen am Sonntag deutschlandweit wieder auf über 30°C - nur an
den Küsten bleibt es etwas kühler. "
Das erklärt Dipl.-Met. Martin Jonas von der Wettervorhersagezentrale
des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der
kommenden Tage.
Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am
Freitag, 07.08.2026, 10:30.
Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes
informieren.
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Mit freundlichen Grüßen
DWD Kundenservice
E-Mail: kundenservice@dwd.de