VHDL16 DWSG 201000

Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung 
Baden-Württemberg
am Montag, 20.07.2026, 10:30 Uhr

Bei kühlen Temperaturen ruhiges Sommerwetter. 


Wetter- und Warnlage:
Zwischen Hoch MORITZ über dem Nordatlantik und Tief CERRY über dem 
Baltikum strömt von Norden relativ kühle Meeresluft nach 
Süddeutschland. 

Bis mindestens Mittwochmorgen werden keine warnwürdigen 
Wettererscheinungen erwartet.


Detaillierter Wetterablauf:

Heute viel Sonnenschein mit lockerer Quellbewölkung. Höchstwerte 21 
Grad im Bergland bis 26 Grad im Breisgau. Schwacher bis mäßiger Wind 
aus nördlichen Richtungen, frische Böen. 

In der Nacht zum Dienstag aufgelockert bis gering bewölkt. 
Tiefstwerte 12 bis 6 Grad. 

Am Dienstag Mischung aus Sonne und Quellwolken. Meist trocken: 
nachmittags vereinzelt ein paar Tropfen möglich. Maximal 20 Grad im 
Allgäu bis 26 Grad im Oberrheingraben. Schwacher bis mäßiger, 
zeitweise auffrischender Wind aus nördlichen Richtungen.

In der Nacht zum Mittwoch gering bewölkt, zeitweise klar. Abkühlung 
auf 12 bis 6 Grad. 

Am Mittwoch viel Sonne, in der zweiten Tageshälfte von Norden her 
zunehmend stark bewölkt. Trocken bei Höchstwerten von 22 Grad im 
Hochschwarzwald bis 28 Grad im Markgräflerland. Schwacher bis mäßiger
Wind aus West bis Nordwest, in Böen auffrischend.

In der Nacht zum Donnerstag durchziehende Wolkenfelder, jedoch meist 
trocken. Tiefstwerte 14 bis 10 Grad.


Am Donnerstag zunächst noch Wolkenfelder, aber trocken. Im weiteren 
Tagesverlauf zunehmend sonnig. Im höheren Bergland um 20 Grad, sonst 
21 bis 27 Grad. Wind schwach bis mäßig aus Nordwest, zeitweilig böig 
auffrischend.

In der Nacht zum Freitag meist klar. Tiefsttemperaturen 13 bis 7 
Grad.




Deutschlandübersicht:
Offenbach, Montag, den 20.07.2026, 10:15 Uhr -
"Aktuell liegt Deutschland zwischen hohem Luftdruck über dem 
Nordatlantik, wofür das Hoch MORITZ verantwortlich zeigt, und tiefem 
Luftdruck über Nord- und Nordosteuropa, der wiederum vom Tief CERRY 
geprägt wird. 

Dabei ist es eigentlich nicht korrekt, von nur einem Hoch und nur 
einem Tief zu sprechen. Denn das Hochdruckgebiet MORITZ hat gleich 
mehrere Ableger, die sich wie an einer Perlenkette aufgereiht von 
Nordwestdeutschland / Benelux bis nach Südosteuropa positionieren. 
Auch Tief CERRY wirft gleich mehrere Kerne in die Wetter-Waagschale. 
Dass sich beide Protagonisten insbesondere im Norden Stirn an Stirn 
gegenüberstehen und damit ihre Kräfte messen zeigt sich auch und 
speziell am böigen Wind, der uns dort in den kommenden Tagen doch 
recht konsequent begleitet. Erfreulich ist dies z. B. für Segler und 
(Kite)Surfer, weniger erfreulich hingegen für alle, die sich nach 
einem Sonnenbad sehnen. Denn die knapp 20°C, die wir bis in die 
zweite Wochenhälfte hinein an den Küsten erwarten, fühlen sich dann 
nur wie etwa 15°C an - da kann man schon mal ein T-Shirt überwerfen, 
damit man nicht fröstelt. 

Zwar bietet auch der heutige Montag an der Nordseeküste - aber im 
Norden eben nur dort - sonnige Stunden, der freundlichste Tag 
nördlich der Mittelgebirgsschwelle wird aber der morgige Dienstag. 
Dann hat nämlich MORITZ zusammen mit seinen Ablegern wettertechnisch 
auch dort Oberwasser, wenn auch nur vorübergehend. Das verspricht 
nicht nur viel Sonne, sondern auch trockenes Wetter. Radfahrer, 
Wanderer und alle anderen Outdoor-Fans wird es wohl nach draußen 
ziehen, so sie es sich denn zeitlich einrichten können. Ab der Nacht 
zum Mittwoch ist es im Norden dann aber schon wieder vorbei mit den 
vielen Sonnenstunden. Das Tief, das dann über den Süden Skandinaviens
zieht, wird wohl nicht als weiterer Ableger von CERRY geführt werden,
sondern den Namen DEBORAH bekommen. Darüber muss letztendlich die FU 
Berlin als Namensgeberin entscheiden, so oder so bekommt CERRY aber 
Verstärkung. In der Folge wird der hohe Luftdruck wieder in den Süden
Deutschlands abgedrängt. Für den Norden heißt das mehr 
Wolken und auch wieder Regen, im Nordosten eventuell auch wieder 
einzelne Gewitter. Kurz zusammengefasst lässt sich also sagen, dass 
der Dienstag im Norden sowas wie ein "Kurzzeit-Sommer" ist, zumal der
Wind nachlässt und die Temperaturen sich dann auch wirklich nach 20°C
anfühlen. 

Der Blick in den Südwesten und Süden verspricht über die kommenden 
Tage hinweg eindeutig ein sommerlicheres Flair, weil MORITZ dort noch
das Zepter schwingt. Wenige Wolken und entsprechend viel Sonne, kein 
Regen und Höchstwerte um 25°C, am Oberrhein teilweise sogar bis knapp
an die 30°C, so stellt man sich den Sommer vor. Was auch dort die 
Freiluft-Sportler freut, macht im Kleinen den Gärtnern, im Großen 
dann auch den Hydrologen aber durchaus Sorgen. Denn die Trockenheit 
in den genannten Gebieten hält weiter an, und nennenswerte Regenfälle
sind bis zum kommenden Wochenende nicht zu erwarten. Chancen auf 
etwas Niederschlag ergeben sich über der Südhälfte nach jetzigem 
Modellstand nur von den Alpen bis nach Sachsen hinein - und viel wird
auch das nicht werden. 

Letztendlich kann der Sommer somit in der kommenden Woche nicht 
vollends überzeugen: In den sonnigen Ecken wünscht man sich etwas 
mehr Regen, andernorts dagegen eben etwas mehr Sonne. "

Das erklärt Dipl.-Met. Martin Jonas  von der Wettervorhersagezentrale
des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der 
kommenden Tage.


Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am 
Dienstag, 21.07.2026, 10:30.

Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter 
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes 
informieren.
 
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Mit freundlichen Grüßen 
DWD Kundenservice

E-Mail: kundenservice@dwd.de