VHDL16 DWSG 171000
Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung
Baden-Württemberg
am Freitag, 17.07.2026, 10:30 Uhr
In den nächsten zwei Tagen wiederholt starke Gewitterschauer, dabei
örtlich auch Unwetter durch heftigen Starkregen und Hagel.
Wetter- und Warnlage:
Heute bestimmt eine sehr warme, feuchte und labil geschichtete
Luftmasse das Wettergeschehen in Süddeutschland. Mit zunehmend auf
Nordwest drehender Strömung gelangt am Samstag eine nur noch mäßig
warme Luftmasse heran. Zeitgleich entsteht ein neues Tief über
Südnorwegen. In der Nacht zum Sonntag zieht ausgehend von diesem Tief
eine Kaltfront von Nordwesten her nach Süddeutschland.
UNWETTER durch SCHWERE GEWITTER:
In den kommenden zwei Tagen vor allem zwischen Mittag und Abend
Unwetter durch schwere Gewitter mit heftigem Starkregen zwischen 30
und lokal eng begrenzt bis 80 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde,
Hagel bis 3 cm und orkanartigen Böen bis 110 km/h.
Die meisten Gewitter, auch außerhalb der genannten Tageszeiten, gehen
allerdings lediglich mit Starkregen bis 20 L/qm in einer Stunde,
Wind- oder Sturmböen zwischen 60 und 80 km/h und allenfalls
kleinkörnigem Hagel einher.
Detaillierter Wetterablauf:
Heute Mittag einzelne, am Nachmittag und Abend verbreitet auftretende
Gewitter, stellenweise dabei auch Unwetter durch heftigen Starkregen,
Hagel und örtlich orkanartigen Böen. Zwischendurch Auflockerungen.
Auf der Alb mäßig warm mit 24, entlang des Rheins und am Odenwald
schwülwarme 29 Grad. Mäßiger, zeitweise frischer Wind um West.
In der Nacht zum Samstag oft Auflockerungen, stellenweise aber auch
Regen- oder kurze Gewitterschauer. Tiefstwerte 18 Grad in der
Rheinebene und bis 13 Grad auf der Albhochfläche.
Am Samstag wechselhaft mit häufigen Regen- und Gewitterschauern.
Örtlich erneut Unwetter durch heftigen Starkregen. Lediglich vom
Kraichgau bis zum Odenwald freundlich und trocken. Mäßig warm mit 22
Grad auf der Alb und bis 28 Grad im Oberrheingraben. Schwacher,
zeitweise mäßig auffrischender Westwind.
In der Nacht zum Sonntag nach kurzen Auflockerungen von Nordwesten
her aufkommende Regenschauer oder starke Gewitter. Tiefstwerte von 17
Grad am Schwarzwald und bis 12 Grad im Allgäu.
Am Sonntag von Nordwesten her Regenschauer und verbreitet starke
Gewitter. Nachmittags von Nordwesten her, etwa vom Nordschwarzwald
bis nach Franken, Rückseitenwetter mit Sonnenschein und fluffiger
Quellbewölkung. Am Bodensee und im Allgäu hingegen erst abends
freundlich. Vergleichsweise kühl bei 18 Grad auf der Alb und bis 24
Grad im Kraichgau. Mäßig auffrischender Nordwestwind.
In der Nacht zum Montag gering bewölkt, überwiegend sternenklar.
Abkühlung auf 12 bis 9, im ländlichen Raum örtlich bis 6 Grad.
Am Montag viel Sonnenschein mit fluffiger Quellbewölkung. Trocken.
Gemäßigte Temperaturen mit 21 bis 25 Grad, auf dem Feldberg im
Schwarzwald kühle 13 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus Nordwest
bis Nord.
In der Nacht zum Dienstag durchziehende Wolkenfelder, zeitweise
Auflockerungen. Tiefstwerte 13 bis 8 Grad.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Freitag, den 17.07.2026, 10:15 Uhr -
"CERRY lässt es knallen und vertreibt die Hitze! Das gleichnamige
Tief zieht am heutigen Freitag mit seinen Ausläufern über Deutschland
hinweg, nachfolgend dreht die Strömung auf Nord und kühlere
Meeresluft kann sich bei uns breitmachen.
Der Wechsel wird wie häufig bei solchen Wetterlagen mit Krach und
Getöse vollzogen. Gemeint sind kräftige Schauer und Gewitter, die
sich heute über viele Landesteile mit Sturmböen, Hagel und Starkregen
austoben und lokal das Potenzial für Unwetter haben. Etwas
ausgenommen davon ist der Nordwesten, dort bleibt es mehrheitlich
trocken. Mit 23 bis 30 Grad wird es vergleichsweise noch einmal warm.
Am Samstag zieht es CERRY bereits in die östliche Ostsee, während es
Schauer und Gewitter in den Süden zieht. Dort kann es stellenweise
wieder kräftig zur Sache gehen. In den anderen Landesteilen macht
sich ein Gemisch aus Sonne und Wolken breit, hier und da ist geringer
Regen möglich. Die Temperaturen liegen bei 20 bis 29 Grad,
insbesondere im Norden wird der Luftmassenwechsel bereits spürbar.
Am Sonntag gilt dies auch für die anderen Landesteile. Bei 17 bis 25
Grad wird vielerorts nicht einmal mehr ein Sommertag (25 Grad oder
mehr) erreicht, sodass Häuser und Wohnungen endlich auf
Normaltemperatur heruntergekühlt werden können. Der durchaus üppige
Wind erleichtert dieses Vorhaben sicherlich. Ergänzend sei erwähnt,
dass es im Norden und Südosten zeitweise regnet, vor allem im Süden
lokal auch mit elektronisch-schallender Untermalung.
Die neue Woche wird leicht wechselhaft bei ähnlichen Temperaturen und
teils frischen Nächten mit Tiefstwerten zum Teil sogar unter 10 Grad.
Dringend benötiger, mehrtägiger "Landregen" steht allerdings nicht in
Aussicht, sodass die vielerorts vorherrschende Trockenheit höchstens
vorübergehend etwas gemindert wird. "
Das erklärt Dipl. Met Simon Trippler von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am
Samstag, 18.07.2026, 10:30.
Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes
informieren.
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
Mit freundlichen Grüßen
DWD Kundenservice
E-Mail: kundenservice@dwd.de