VHDL16 DWSG 161000
Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung
Baden-Württemberg
am Donnerstag, 16.07.2026, 10:30 Uhr
Vom Nachmittag an erneut Gewitter und örtlich Unwettergefahr. Dabei
Potential für Orkanböen, großem Hagel und heftigem Starkregen.
Wetter- und Warnlage:
Mit südwestlicher Strömung gelangt nochmals sehr warme bis heiße und
zugleich feuchtlabile Luft nach Süddeutschland.
GEWITTER (UNWETTER):
Heute einzelne Gewitter, in der Nacht zum Freitag erneut von
Südwesten her. Dabei Starkregen um 20 l/qm in kurzer Zeit, kleiner
Hagel und Sturmböen um 80 km/h. Lokal auch UNWETTER durch heftigen
Starkregen bis 40 l/qm und Hagel um 4 cm sowie schwere Sturmböen um
100 km/h wahrscheinlich. Kleinräumig sind extrem heftiger Starkregen
bis 50 l/qm in kurzer Zeit und Orkanböen bis 100 km/h nicht
ausgeschlossen.
Am Freitag bis in die Nacht zum Samstag hinein erneute Gewitter mit
ähnlichen Begleiterscheinungen. Dann zudem auch mehrstündige
Starkregensummen von 60 Litern gering wahrscheinlich.
HITZE:
Heute im Westen unterhalb etwa 400 m oft starke Wärmebelastung.
WIND/STURM:
Ab der Nacht zum Freitag bis Freitagabend auf Schwarzwaldgipfeln
starke bis stürmische Böen bis 60 km/h aus Südwest.
Detaillierter Wetterablauf:
Heute Mittag erst mehr Sonne, im weiteren Tagesverlauf zunehmend
bewölkt bei vermehrter Schauer- und Gewitteraktivität. Dabei örtlich
Unwetter mit heftigem Starkregen, Hagel und schweren Sturm-,
vereinzelt Orkanböen. Zuvor nochmals sehr warm bis heiß mit 27 Grad
im Bergland und 33 Grad in der Kurpfalz. Meist mäßiger Wind aus
zunehmend südwestlicher Richtung.
In der Nacht zum Freitag anfangs noch häufig Schauer und Gewitter, im
Laufe der Nacht seltener werdend. Minima 20 bis 15 Grad. Auf den
Schwarzwaldgipfeln starke bis stürmische Böen aus Südwest.
Am Freitag wechselnd bis stark bewölkt. Im Tagesverlauf vermehrt und
wiederholt auftretende Schauer und kräftige Gewitter. Hierbei
gebietsweise auch mehrstündiger Starkniederschlag wahrscheinlich.
Tagesmaxima 22 Grad in hohen Lagen, sonst zwischen 24 und 28 Grad.
Mäßiger Westwind mit frischen bis starken Böen. Exponiert im
Schwarzwald stürmische Böen, bei Gewittern auch Sturmböen.
In der Nacht zum Samstag weiterhin Schauer und Gewitter, im Laufe der
Nacht allmählich von Norden her nachlassend. Dann Auflockerungen.
Minima von 17 bis 13 Grad.
Am Samstag im Bergland und im Südosten noch schauerartiger Regen und
einzelne Gewitter. Sonst meist trocken und im Tagesverlauf zunehmende
Sonnenanteile. Mit 21 bis 27 Grad etwas weniger warm bzw. heiß als
zuletzt. Mäßiger, zum Teil stark böiger Wind aus westlichen
Richtungen.
In der Nacht zum Sonntag im Südosten letzte Schauer. Sonst teils
wolkig, teils klar. Frühwerte 15 bis 11 Grad.
Am Sonntag im Norden viel Sonne, im Süden Sonne und Wolken und in
Oberschwaben einzelne Schauer und Gewitter im Tagesverlauf.
Höchstwerte im Bergland um 20, am Rhein bis 26 Grad. Mäßiger Westwind
mit starken, bei Gewittern stürmischen Böen.
In der Nacht zum Montag gering bewölkt und trocken. Tiefstwerte 12
bis 8 Grad.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Donnerstag, den 16.07.2026, 10:15 Uhr -
"Wie schon am gestrigen Mittwoch beeinflusst uns auch am heutigen
Donnerstag ein sogenanntes Höhentief, also ein Tief, das vor allem in
höheren Luftschichten ausgeprägt ist. So bilden sich im heutigen
Tagesverlauf bei viel Sonne zunächst vereinzelte Gewitter, die im
Nachmittags- und Abendverlauf örtlich auch Unwetterpotenzial
entwickeln. Dabei lassen sich zwei Schwerpunkte ausmachen: Über dem
Norden und Nordosten besteht dann vor allem die Gefahr von Starkregen
mit Mengen bis 25 l/qm in kurzer Zeit, örtlich eng begrenzt auch um
30 l/qm. Daneben sind vereinzelt stürmische Böen und Hagel bis 2 cm
möglich.
Ein weiterer Schwerpunkt findet sich in der Südhälfte. Zunächst
werden voraussichtlich vom südlichen Rheinland-Pfalz bis zum
Schwarzwald erste teils kräftige Gewitter auftreten, die sich am
Abend und eingangs der Nacht auf ganz Baden-Württemberg und bis nach
Bayern ausweiten und schließlich in der zweiten Nachthälfte ostwärts
abziehen. Neben lokal eng begrenztem Starkregen bis 40 l/qm in kurzer
Zeit besteht vor allem die Gefahr von großem Hagel mit Korngrößen um
3 cm oder größere Hagelansammlungen, im Südwesten kann auch großer
Hagel um 5 cm nicht völlig ausgeschlossen werden. Mit stärkeren
Gewittern erhöht sich zudem die Gefahr von (schweren) Sturmböen (75
bis 100 km/h), örtlich sind auch einzelne Orkanböen um 120 km/h nicht
gänzlich ausgeschlossen.
Die Höchstwerte liegen im Norden bei 26 bis 29, in der Mitte und im
Süden bei 29 bis örtlich 33 Grad. Im Südwesten muss heute noch einmal
mit einer starken Wärmebelastung gerechnet werden.
Am Freitag zieht das oben genannte Höhentief in die Nordsee. Die
schwül-warme und gewitterträchtige Luft kommt so bis in den Nordosten
voran. Entsprechend bilden sich im Tagesverlauf in vielen
Landesteilen teils kräftige Gewitter. Neben Hagel und Sturmböen liegt
der Fokus dann besonders auf dem Starkregen. Dieser kann örtlich
unwetterartig ausfallen mit Mengen von 25 bis 40 l/qm in kurzer Zeit,
vereinzelt sind auch extreme Unwetter mit Mengen um 50 l/qm möglich -
insbesondere bei wiederholter Gewitteraktivität. Aufgrund der
geringeren Sonneneinstrahlung erreichen die Temperaturen nur noch bis
zu 30 Grad, die Schwüle wird dennoch spürbar sein. Einzig im
Nordwesten wird die Gewittergefahr geringer sein. Dort fließt bereits
mit einer nordwestlichen Strömung etwas kühlere Atlantikluft ein.
Am Wochenende bleibt die schwül-warme Luft im Süden erhalten,
wenngleich sie nicht mehr die Energie der Vortage aufweist. Dort
zieht zeitweise schauerartiger, teils auch noch gewittriger Regen
durch. Die Unwettergefahr ist jedoch geringer als an den Vortagen.
Ansonsten fließt trockenere und kühlere Luft ein, sodass die
Temperaturen auf 20 bis 25 Grad zurückgehen. Im Norden mutet das
Wochenendwetter sogar teils frühherbstlich an. Bei dichten Wolken ist
es recht windig, an der Küste zeitweise auch stürmisch. Am Sonntag
ziehen zudem einzelne Schauer und kurze Graupelgewitter durch und die
Höchstwerte liegen nur noch bei 17 bis 21 Grad.
Zum Start in die neue Woche liegt Deutschland in einer nordwestlichen
Strömung mit der weiterhin recht kühle Atlantikluft zu uns geführt
wird. Die Höchstwerte liegen dabei meist zwischen 20 und 25 Grad,
wobei die höchsten Werte im Südwesten erwartet werden. Dort sorgt die
Nähe zu einem Hoch über dem Atlantik meist für trockenes und teils
sonniges Hochdruckwetter. Nach Nordosten zu macht sich hingegen
tiefer Luftdruck über Nordosteuropa bemerkbar, der das Wetter
wechselhafter gestaltet. "
Das erklärt MSc.-Met. Sebastian Schappert von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am
Freitag, 17.07.2026, 10:30.
Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes
informieren.
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Mit freundlichen Grüßen
DWD Kundenservice
E-Mail: kundenservice@dwd.de