VHDL16 DWSG 181000
Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung
Baden-Württemberg
am Donnerstag, 18.06.2026, 10:30 Uhr
Heute und Freitag sonnig und heiß. Freitag und in der Nacht zum
Samstag vor allem über dem Bergland auch kräftige Gewitter.
Wetter- und Warnlage:
Süddeutschland gelangt unter Hochdruckeinfluss, mit auf Südwest
drehender Strömung wird heiße Subtropikluft herangeführt. Im
Nachmittagsverlauf des Freitags wird die Wetterlage zunehmend labil
und schwül-heiß und somit örtlich auch gewittrig.
GEWITTER (UNWETTER):
Im weiteren Tagesverlauf des Freitags vor allem im Umfeld von
Schwarzwald und Alb örtliche Gewitter mit Starkregen bis 25 l/qm in
einer Stunde, Sturmböen um 80 km/h und kleinem Hagel. Vereinzelt auch
unwetterartig heftiger oder extrem heftiger Starkregen mit 30 bis 50
Litern und Hagel mit 2-3cm Korngröße.
In der Nacht zu Samstag abklingende Gewitter.
HITZE:
Am Donnerstag und Freitag tagsüber landesweit starke Wärmebelastung.
Detaillierter Wetterablauf:
Heute viel Sonne, über dem Bergland im Tagesverlauf Quellwolken,
jedoch kaum Schauer. Beginn einer Hitzewelle bei Tagesmaxima um 31
Grad im Bergland und Allgäu; sonst zwischen 33 und 35, im
Oberrheingraben bis 37 Grad. Schwacher Nordostwind.
In der Nacht zum Freitag oft klar bei Tiefstwerten von 19 bis 13
Grad.
Am Freitag zunächst verbreitet sonnig. In der zweiten Tageshälfte vom
Bergland ausgehend Quellwolken mit Schauern und Gewittern. Heiß bei
32 Grad im Bergland und Allgäu, sonst zwischen 33 und 37, am Rhein
bis lokal 38 Grad. Schwacher, variabler Wind. Bei Gewittern Gefahr
von Sturmböen.
In der Nacht zum Samstag weiterhin örtlich Schauer, Gewitter oder
gewittriger Regen. Teilweise auch gering bewölkt und trocken. In
manchen Städten wahrscheinlich eine Tropennacht (Abkühlung nicht
unter 20 Grad), sonst verbreitet Tiefstwerte zwischen 19 und 15 Grad.
Auf exponierten Schwarzwaldgipfeln vereinzelt starke bis stürmische
Böen aus Südwest.
Am Samstag zum Tagesbeginn noch örtliche Schauer, im weiteren
Tagesverlauf vor allem im Bergland erneut auflebend. Dann auch
Gewitter mit Starkregen wahrscheinlich. Zwischendurch auch mehr
Sonne. Hochsommerliche Tagesmaxima um 32 Grad im Bergland und Allgäu,
sonst zwischen 33 und 37, im Oberrheingraben bis 38 Grad. Schwacher
Wind aus unterschiedlichen Richtungen, in Böen frisch, bei Gewittern
auch stürmisch.
In der Nacht zum Sonntag nach den letzten Schauern und Gewittern
überwiegend klar. Lokal Tropennacht bei Frühwerten um 20 Grad; sonst
bis zu 14 Grad Abkühlung.
Am Sonntag anfangs viel Sonne. Im weiteren Verlauf erneut Entwicklung
von Schauern und Gewitter mit Starkregenpotential. Andauernde Hitze
bei Maxima zwischen 30 Grad im Bergland und Allgäu, sonst zwischen 32
und 35, im Breisgau bis 37 Grad. Schwacher Nordostwind, in Böen
frisch und bei Gewittern auch stürmisch.
In der Nacht zum Montag abklingende Schauer und Gewitter, danach
Aufklarung. Lokal Tropennacht bei Minima um 20 Grad; sonst
Tiefstwerte bis zu 14 Grad.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Donnerstag, den 18.06.2026, 10:15 Uhr -
"Aktuell erstreckt sich Hoch "Falk" mit mehreren Hochzentren vom
zentralen Mittelmeer bis nach Osteuropa. Auf dem nahen
Nordostatlantik findet man hingegen ein umfangreiches
Tiefdruckgebiet, dessen Kerne mit "Tara I" und "Tara II" bezeichnet
werden. An dessen Südflanke befindet sich ein sogenanntes Randtief,
das auf den Namen "Ursa" getauft wurde. Zwischen den beiden
Druckgebilden stellt sich eine südwestliche Strömung ein, mit der
warme bis heiße Subtropikluft zu uns gelangt.
Bereits am heutigen Donnerstag tritt im Südwesten eine starke
Wärmebelastung auf. Am Freitag und Samstag muss dann verbreitet in
Deutschland mit einer starken Wärmebelastung gerechnet werden,
möglicherweise werden regional auch Warnungen vor einer extremen
Wärmebelastung nötig. Am Sonntag fließt dann etwas kühlere Luft in
den Norden ein, sodass dort Durchlüften angesagt sein wird. In der
Mitte und im Süden kann die Hitze wahrscheinlich noch bis in die neue
Woche anhalten.
Hitzebelastung ist eine ernstzunehmende Gefahr für die menschliche
Gesundheit. Einfache Anpassungen im Verhalten können dazu beitragen,
die körperliche Belastung durch Hitze zu reduzieren. Meiden Sie die
Hitze so gut es möglich ist, halten Sie Ihren Körper sowie Ihre
Wohnung kühl und achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeits- und
Elektrolytzufuhr.
Die einfließende Subtropikluft ist zudem hinreichend feucht und
durchziehende kleinere Störungen sorgen dafür, dass sich in den
kommenden Tagen teils kräftige Gewitter entladen können. Insbesondere
bezüglich Starkregen und Hagel besteht dann eine erhöhte
Unwettergefahr. Innerhalb von kurzer Zeit kann dann eine halbe
Monatssumme oder mehr an Niederschlag vom Himmel fallen. Zudem können
lokal eng begrenzt auch auftretende Sturmböen oder schwere Sturmböen
größere Äste abbrechen oder sogar einzelne Bäume umwerfen.
Bereits in der kommenden Nacht zum Freitag ziehen erste Gewitter über
den Norden Deutschlands hinweg. Dabei ist die Unwettergefahr zunächst
nur gering. Ab Freitagnachmittag bilden sich dann zunächst an den
Alpen, im Schwarzwald sowie in den westlichen Mittelgebirgen erste,
teils schwere Gewitter, in der Nacht zum Samstag ziehen dann teils
schwere Gewitter über den Nordwesten hinweg. Am Samstag breitet sich
die Gewittergefahr dann landesweit aus, nur im Südwesten scheint es
etwas an Feuchte für kräftige Gewitter zu mangeln. Am Sonntag lässt
die Schauer- und Gewittergefahr in der im Norden einfließenden
kühleren Nordseeluft dann nach. In der Mitte und im Süden muss aber
weiterhin mit teils kräftigen Hitzegewittern gerechnet werden.
Wie so häufig bei sommerlichen Gewitterlagen gilt, dass nicht jeder
Ort in Deutschland getroffen wird. Dort, wo die kräftigsten
Entwicklungen jedoch auftreten, muss mit lokalen Überschwemmungen,
Hagelschlag, lokalen Sturmschäden sowie Behinderungen auf
Verkehrswegen gerechnet werden. Stets aktuelle Informationen finden
Sie unter www.dwd.de oder in der WarnWetter-App. "
Das erklärt M.Sc.-Met. Sebastian Schappert von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am
Freitag, 19.06.2026, 10:30.
Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes
informieren.
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Mit freundlichen Grüßen
DWD Kundenservice
E-Mail: kundenservice@dwd.de