VHDL16 DWSG 021000
Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung
Baden-Württemberg
am Dienstag, 02.06.2026, 10:30 Uhr
Mittags einzelne, am Nachmittag und Abend verbreitet Gewitter mit
Unwetterpotential. Am Mittwoch im Osten erneut Gewitter.
Wetter- und Warnlage:
Zunächst Zwischenhocheinfluss, ehe in der zweiten Tageshälfte eine
Kaltfront von West nach Ost Süddeutschland überquert.
GEWITTER(UNWETTER):
Am Mittag einzelne, ab dem Nachmittag verbreitet Gewitter. Dabei oft
starke bis stürmische Böen zwischen 50 und 70 km/h und Starkregen um
20 l/qm in einer Stunde. Vor allem im Südosten lokal Unwetter mit
heftigem Starkregen bis 30 l/qm in kurzer Zeit und Hagel um 2 cm
sowie dann auch schwere Sturmböen um 90 km/h nicht ausgeschlossen.
Am Mittwoch mittags und am Nachmittag im Osten noch einmal einzelne
Gewitter mit starken bis stürmischen Böen bis 70 km/h.
Detaillierter Wetterablauf:
Heute Mittag zunehmend stark bewölkt bis bedeckt und erste Schauer
und Gewitter ausbildend. Am Nachmittag und Abend von West nach Ost
schauerartiger Regen ausbreitend, dabei vielerorts Gewitter. Lokal
Hagel und Sturmböen - Unwettergefahr. Höchstwerte zwischen 20 Grad im
Hotzenwald und 27 Grad an Rhein und Tauber. Erst schwacher, später
auffrischender Südwestwind mit starken bis stürmischen Böen.
In der Nacht zum Mittwoch rasch ostwärts abziehender Regen,
anschließend ab und zu größere Auflockerungen. Tiefstwerte zwischen
14 und 8 Grad.
Am Mittwoch verbreitet Schauer, mittags und am Nachmittag im Osten
einzelne Gewitter. Bei wechselnder Bewölkung 16 bis 22 Grad mit den
höchsten Werten am Rhein. Mäßiger Westwind mit frischen, im Bergland
starken Böen.
In der Nacht zum Donnerstag vereinzelt Regen, dazwischen
Auflockerungen. Minima 13 bis 6 Grad.
Am Donnerstag wechselhaft, immer wieder Regen, teils schauerartig
verstärkt. Örtlich Gewitter mit stürmischen Böen. Höchstwerte 17 Grad
im Bergland bis 23 Grad in Karlsruhe. Mäßiger Südwestwind, im höheren
Bergland Sturmböen.
In der Nacht zu Freitag zunächst verbreitet Regen, in der zweiten
Nachthälfte nachfolgende Schauer, mit geringer Wahrscheinlichkeit
zwischen Odenwald und nördlichem Schwarzwald vereinzelte Gewitter.
Tiefstwerte 14 bis 8 Grad.
Am Freitag Schauer und vornehmlich nördlich der Donau einzelne
Gewitter. Abends nach Osten abziehend. Dazwischen auch mal kurzer
Sonnenschein. Maxima zwischen 15 und 20 Grad. Schwacher bis mäßiger
Wind aus West bis Nordwest, in Böen stark.
In der Nacht zum Samstag zunächst trocken, in der zweiten Nachthälfte
in den südlichen Landesteilen etwas Regen wahrscheinlich. Tiefstwerte
11 bis 6 Grad.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Dienstag, den 02.06.2026, 10:15 Uhr -
"Nach wochenlanger Trockenheit und erster Hitze im Mai schickt lässt
sich die erste Juniwoche deutlich wechselhafter an. So geben sich die
atlantischen Tiefs die Klinke in die Hand. Nach Abzug MECHTHILD's hat
nun NESRIN mit Zentrum bei Schottland das Zepter übernommen und
steuert aus Süden vorübergehend schwül-warme Luftmassen nach
Deutschland, die umgehend von einer Kaltfront aus Westen wieder
ausgeräumt werden. Das geht nicht spurlos an uns vorbei.
Bereits am Vormittag des heutigen Dienstags greifen auf die Westen
des Landes erste Schauer und Gewitter über, die sich zum Nachmittag
und Abend hin weiter intensivieren und auch bis zum Süden und zur
Landesmitte ausgreifen. Die Rahmenbedingungen sind dabei zwar nicht
vergleichbar mit einer High-End Schwergewitterlage, einzelne
kräftigere Entwicklungen mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gibt es
kleinräumig aber gleichwohl. Die Gebiete nordöstlich der Elbe bleiben
dabei bis zum Abend noch weitestgehend außen vor und können einen
Sommertag bei bis zu 28°C genießen. Im Westen und Südwesten wird es
unterdessen schwül.
Nach Abzug NESRIN's, dessen Regenfälle am Mittwoch sich zögernd auch
aus Vorpommern nordostwärts verabschieden und sich nachfolgend nur
noch einzelne Schauer oder kurze Gewitter bilden, bringt das Tief
PEGGY neue Niederschläge. Es gesellt sich nahezu an die exakt gleiche
Position unweit der schottischen Nordseeküste und führt ebenfalls
feuchte Luftmassen vom Atlantik über die Biskaya und Frankreich
hinweg nach Deutschland.
Am Donnerstag (Fronleichnam) wird es zudem sehr windig. Im Westen, in
Gewitternähe sowie im Bergland muss mit Sturmböen gerechnet werden.
Dieses wechselhafte Wetter bei Höchstwerten um oder etwas über 20°C
und wiederholten schauerartigen Regenfällen und lokalen Gewittern
zieht sich weiter bis zum Wochenende. Die Natur freut sich. Gerade
von Oberschwaben bis nach Niederbayern, aber auch in einigen Regionen
im Südwesten, Osten und Norden Deutschlands leiden die Pflanzen unter
erheblichem Trockenstress. "
Das erklärt Dipl.-Met. Robert Hausen von der Wettervorhersagezentrale
des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der
kommenden Tage.
Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am
Mittwoch, 03.06.2026, 10:30.
Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes
informieren.
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Mit freundlichen Grüßen
DWD Kundenservice
E-Mail: kundenservice@dwd.de