VHDL16 DWSG 011000

Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung 
Baden-Württemberg
am Montag, 01.06.2026, 10:30 Uhr

Überwiegend freundlich, allenfalls einzelne Gewitterschauer. Am 
Dienstag im Laufe der Nachmittagsstunden Durchzug einer 
Gewitterlinie. 


Wetter- und Warnlage:
Die Reste einer Kaltfront verlassen Bayern in den Mittagsstunden 
südostwärts, von Baden-Württemberg breitet sich Zwischenhocheinfluss 
mit dann etwas kühlerer Luft aus. 

GEWITTER:
Heute Nachmittag von der Schwäbischen Alb südostwärts einzelne 
Gewitter mit Starkregen bis 20 l/qm in einer Stunde und stürmischen 
Böen bis 70 km/h. 
Am Dienstag in den Nachmittagsstunden von West nach Ost 
flächendeckend Gewitter mit starken bis stürmischen Böen zwischen 50 
und 70 km/h und Starkregen bis 25 l/qm in einer Stunde. Ausgehend von
der Schwäbischen Alb, südostwärts nach Oberschwaben verlagernd, 
örtliche UNWETTER mit heftigem Starkregen bis 30 l/qm in kurzer Zeit,
Hagel Sturm- bis schweren Sturmböen zwischen 70 und 90 km/h aus West.

In der Nacht zu Mittwoch anfangs noch einzelne Gewitter mit Windböen 
von 60 km/h. 

Detaillierter Wetterablauf:

Heute wolkig, zunehmend sonnige Abschnitte. Am Nachmittag südlich der
Alb einzelne Schauer oder Gewitter. Höchstwerte 20 Grad im höheren 
Bergland, bis 24 Grad im Raum Stuttgart und bis 26 Grad am Oberrhein.
Schwacher bis mäßiger, zuweilen frischer Wind aus West bis Nordwest. 
Bei Gewittern auch stürmische Böen.
In der Nacht zum Dienstag unterschiedlich bewölkt, trocken. 
Temperaturrückgang auf 14 bis 8 Grad. 

Am Dienstag stark bewölkt bis bedeckt. Bis Mittag nur einzelne 
Schauer, im Laufe des Nachmittags von Westen aber aufkommende 
Gewitter zum Teil mit Sturmböen, Starkregen und Hagel. Nachfolgend 
Regen. Höchstwerte zwischen 20 Grad auf der Zollernalb und 26 Grad an
Rhein und Tauber. Erst schwacher, später auffrischender Südwestwind 
mit starken Böen. 
In der Nacht zum Mittwoch abziehender Regen, nachfolgend noch 
einzelne Schauer oder auch kurze Gewitter. Dann meist gering bewölkt 
bei Tiefstwerten zwischen 14 und 8 Grad. 

Am Mittwoch Schauer und vor allem am Nachmittag einzelne Gewitter. 
Bei wechselnder Bewölkung 16 bis 22 Grad mit den wärmsten Werten am 
nördlichen Oberrhein. Mäßiger Westwind mit frischen, im Bergland 
starken Böen.
In der Nacht zum Donnerstag Wolkenauflösung und abtrocknend. Minima 
13 bis 6 Grad. 

Am Donnerstag wechselhaft, immer wieder Regen, teils schauerartig 
verstärkt. Örtlich Gewitter mit stürmischen Böen. Höchstwerte 17 Grad
im Bergland bis 23 Grad in Karlsruhe. Mäßiger Südwestwind, im höheren
Bergland Sturmböen.
In der Nacht zu Freitag zunächst verbreitet Regen, in der zweiten 
Nachthälfte nachfolgende Schauer. Tiefstwerte 14 bis 8 Grad.  



Deutschlandübersicht:
Offenbach, Montag, den 01.06.2026, 10:15 Uhr -
"Gestern ging es beim Wetter ja ziemlich turbulent zu. Betroffen von 
den schweren Gewittern war insbesondere ein Streifen vom südlichen 
Emsland und dem Münsterland bis nach Westsachsen, lokal gab es aber 
auch im Süden sehr hohe Regensummen. Spitzenreiter ist mit 102 mm 
(Liter pro Quadratmeter) in den 24 Stunden bis heute Morgen, 8 Uhr 
MESZ die Station Treuen in Westsachsen mit 102 mm. Damit ist dort die
durchschnittliche Regenmenge eines Monats in weniger als 24 Stunden 
zusammengekommen. Über 60 mm an 24-stündig akkumuliertem Niederschlag
wiesen im nordöstlichen NRW auch die Stationen Bad Lippspringe (82 
mm), Lippstadt-Bökenförde (64 mm) und Bad Rothenfelde (69 mm) auf, 
ebenso wie das nordhessische Trendelburg (61 mm). Der Süden konnte da
nicht ganz mithalten (was ob des Schadenspotentials ja durchaus 
erfreulich ist), aber im baden-württembergischen Bad Wildbad - 
Calmbach reichte es aber immerhin für 52 mm, im bayrischen Kastl im 
Kreis Amberg für 55 mm.

Nun folgt aber ein ruhiger Wochenauftakt, dafür sorgt Hoch CORNELIUS,
der auf der Wetterkarte aber von mehreren Damen eingekreist wird. Da 
wäre zum einem (Stand heute Mittag, 14 MESZ) Tief MECHTHILD über 
Südosteuropa (selbige war unter anderem für die heftigen Gewitter bei
uns verantwortlich), dazu ODETTE über Südnorwegen und NESRIN 
nordwestlich von Irland. Immerhin schiebt CORNELIUS die letzten 
Schauer und Gewitter heute aus dem Südosten heraus, in den übrigen 
Gebieten scheint ohnehin recht verbreitet die Sonne, sie wird 
allenfalls vorübergehend von meist harmlosen Wolken verdeckt. 
Glücklich, wer heute frei hat oder sogar schon den Urlaub genießt, 
andere werden sich ärgern, dass das "gute" Wetter natürlich mal 
wieder erst zum Beginn der Arbeitswoche kommt statt schon am 
Wochenende. Tröstlich, dass auch der Abend noch viel Sonne 
bereithält, die bei abendlichen Temperaturen um 20 Grad auch durchaus
im Freien genossen werden können.

Letzteres könnte sich im weiteren Verlauf der Woche noch als "gute" 
Entscheidung herausstellen, denn schon am morgigen Dienstag wird es 
von Westen wieder wechselhafter. Wer es zwischen Ostsee und Ostbayern
heute Abend nicht in den Biergarten schafft muss sich aber keine 
Sorgen machen, in diesen Regionen geht das auch morgen Abend noch - 
bei sogar noch ein paar Grad höheren und somit vielleicht sogar 
angenehmeren Temperaturen, dafür aber bei einem etwas lebhafteren 
Wind. Aber im übrigen Land ziehen wieder Schauer und Gewitter auf, 
erneut teils kräftig, aber mit geringerem Unwetterpotential als am 
gestrigen Sonntag - die Luftmasse hat bezüglich der Feuchte und der 
Energie dann doch deutlich weniger zu bieten als am Wochenende. Es 
ist dabei übrigens Tief NESRIN, das ihre Fühler, genauer gesagt ihr 
Frontensystem, zu uns hereinschiebt, zum morgigen Abend erreicht sie 
selbst dabei die nördliche Nordsee. 

Am Mittwoch kehren sich dann die Vorzeichen um. Der Norden und der 
Osten bekommen NESRINs Regen ab, im Westen ist es freundlicher - 
vielleicht nicht überall trocken, ein paar Schauer sind schon noch 
unterwegs, aber insgesamt doch freundlich.

Vorübergehend, denn am Donnerstag kommt von Westen das nächste 
Regengebiet herein. Das zugehörige Tief, welches am Donnerstagmorgen 
bei Schottland zu finden sein sollte, könnte auf den Namen PEGGY 
hören, die Taufe werden (wenn der Name denn gewählt wird) die 
KollegInnen der FU Berlin dann vornehmen. Wie auch immer: Stabiler 
Hochdruck ist frühestens wieder am kommenden Wochenende eine Option. 
Aber da sind die Modelle sich noch keinesfalls einig, es kann auch 
bis über das kommende Wochenende hinaus wechselhaft weitergehen. 
Alles in allem also ein wechselhafter Sommerauftakt, auch wenn der 
heutige Montag zum astronomischen Sommerbeginn in großen Teilen 
Deutschlands Lust auf mehr Sommer macht.  "

Das erklärt Dipl. Met. Martin Jonas   von der 
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in 
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am 
Dienstag, 02.06.2026, 10:30.

Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter 
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes 
informieren.
 
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Mit freundlichen Grüßen 
DWD Kundenservice

E-Mail: kundenservice@dwd.de