VHDL16 DWSG 291000 COR
Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung
Baden-Württemberg
am Freitag, 29.05.2026, 10:35 Uhr
Heute und Samstag zum Teil heiß. Am Samstag zunächst im Norden,
später auch im übrigen Land aufkommende Gewittertätigkeit.
Wetter- und Warnlage:
Süddeutschland liegt im Bereich eines sich allmählich abschwächenden
Hochs in sehr warmer und zunächst noch trockener Luft. Zum Samstag
dringt ein erster Tiefausläufer von Norden her vor.
GEWITTER:
Bereits in der zweiten Hälfte der Nacht zum Samstag im Bereich des
Odenwaldes bis zur Tauber geringe Gewitterneigung. Aufgrund weiter
nördlich ablaufender Gewitter können dennoch im beschriebenen Gebiet
plötzlich Windböen um 60 km/h aus nordwestlicher Richtung auftreten.
Am Samstag tagsüber dann zunächst in den nördlichen Landesteilen,
später auch im Umfeld von Schwarzwald und Alb Gewitter. Dabei lokal
Starkregen bis 25 l/qm in einer Stunde, Hagel um 2 cm und stürmische
Böen oder Sturmböen um 80 km/h. Heftiger Starkregen mit Mengen um 30
l/qm in kurzer Zeit lokal wahrscheinlich. In der Nacht zum Sonntag
abnehmendes Gewitterrisiko.
Detaillierter Wetterablauf:
Heute sonnig, nur über dem Schwarzwald ein paar harmlose Quellwolken.
Sehr warm bis heiß mit 29 bis 33 Grad, im höheren Bergland um 27
Grad. Schwacher Wind aus Nord bis Nordost.
In der Nacht zum Samstag von Norden zunehmend wolkig, ab zirka
Mitternacht Richtung Main-Tauber auch erste Schauer oder Gewitter.
Auch abseits von Schauern/Gewittern stürmischen Böen aus
nordwestlicher Richtung möglich. Tiefstwerte zwischen 17 und 13, auf
der Baar und im Allgäu um 10 Grad.
Am Samstag Sonne, zeitweise aber auch ausgedehnte Wolkenfelder. Vor
allem in den nördlichen Landesteilen, vereinzelt aber auch im Umfeld
von Schwarzwald und Alb Schauer und zum Teil kräftige Gewitter.
Schwülwarm mit 27 bis 32, am südlichen Oberrhein bis 34 Grad. Mäßiger
Nordwestwind, bei Gewittern starke bis stürmische Böen oder
Sturmböen.
In der Nacht zum Sonntag unterschiedlich bewölkt, vereinzelt noch
Schauer, abnehmendes Gewitterrisiko. Lokal Nebel. Tiefstwerte
zwischen 18 und 11 Grad.
Am Sonntag in den Früh- und Vormittagsstunden oft noch freundlich mit
Sonnenschein. Bald aber von Nordwesten dichte Wolken und spätestens
ab Mittag wiederholt Schauer und zum Teil kräftige Gewitter mit Hagel
und heftigem Starkregen. Höchsttemperatur 24 bis 31 Grad. Mäßiger, im
Tagesverlauf zunehmend frischer und in Böen starker Wind aus West.
Bei Gewittern auch stürmische Böen und lokal (schwere) Sturmböen.
In der Nacht zum Montag zunächst noch verbreitet schauerartiger und
von Gewittern begleiteter Regen, nach Mitternacht von Westen
zunehmend trocken. 17 bis 11 Grad.
Am Montag anfangs überwiegend stark bewölkt, im Tagesverlauf mehr
Sonne. Meist trocken. Mit 22 bis 26 Grad kühler, auf der Alb und im
Schwarzwald um 20 Grad. Mäßiger, zuweilen frischer Wind aus West bis
Nordwest.
In der Nacht zum Dienstag erst gering, später von Westen wieder
zunehmend stark bewölkt und gebietsweise Regen. Tiefstwerte 15 bis
11, stellenweise bis 8 Grad.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Freitag, den 29.05.2026, 10:15 Uhr -
"Die Wetterlage stellt sich grundlegend um. Das ruhige
Hochdruckwetter geht am heutigen Freitag zu Ende. Stattdessen
übernehmen wieder Tiefdruckgebiete die Regie, die die erste
Hitzewelle dieses Jahres beenden. Diese Wetterumstellung geht nicht
geräuschlos vorüber. Es stehen uns die ersten größeren Gewittertage
ins Haus, an denen auch unwetterartige Gewitter mit von der Partie
sein werden.
Los geht es bereits am heutigen Nachmittag und Abend im Westen und
Nordwesten. In der immer feuchter werdenden Luft entstehen dort
zunehmend kräftige Gewitter. Zum Teil können diese unwetterartig
ausfallen mit größerem Hagel um 3 cm Durchmesser, Starkregen und zum
Teil schwere Sturmböen. Die genannten Begleiterscheinungen treten
zwar nicht verbreitet auf, aber man muss etwa vom Emsland bis nach
Südniedersachsen und NRW damit rechnen. Bei schweren Sturmböen können
größere Äste von Bäumen fallen, teils auch Bäume umstürzen und
Gegenständen umherfliegen. Im Laufe der Nacht kommen die Gewitter in
die Landesmitte und den Osten voran, schwächen sich dabei aber
allmählich ab.
Am morgigen Samstag gibt es eine gewisse Wetterdreiteilung in
Deutschland. In einem Streifen von der Eifel über Hessen,
Südthüringen bis zu den Ostbayerischen Mittelgebirgen bilden sich im
Tagesverlauf Schauer und teils kräftige Gewitter. Die Sturmgefahr ist
hier nicht so groß wie am heutigen Abend im Westen, dafür kann es
punktuell heftigen Starkregen geben mit der der Gefahr lokaler
Überschwemmungen und vollgelaufener Keller. Weiter im Süden ist es
noch freundlicher mit nur vereinzelten Hitzegewittern am Nachmittag.
Dort wird es mit 28 bis 33 Grad auch am wärmsten. Im Norden ist
hingegen die kühlere und trockenere Luft schon eingeflossen. Dort
scheint neben einigen Quellwolken häufiger die Sonne, mit 20 bis 25
Grad ist es dort weniger wärm. Schauer dürften im Norden auch die
Ausnahme bleiben.
Am Sonntag steht uns der nächste Gewittertag ins Haus. Bereits am
Morgen kommen im Westen erste Schauer und Gewitter auf. Sie breiten
sich im Tagesverlauf auf den gesamten Süden und die Mitte des Landes
aus. In der schwülwarmen Luft kann es bei den Gewittern heftig
schütten, mit der Gefahr lokaler Überschwemmungen und vollgelaufener
Keller. Die Gewitter können zudem auch mit Hagel und Sturmböen
begleitet sein. Am Nachmittag und Abend beruhigt sich das Wetter im
Westen dann wieder. In der schwülwarmen Luft werden vor den Gewittern
nochmals 25 bis 30 Grad erreicht. Ruhiger und weniger warm gestaltet
sich das Wetter erneut im Norden mit mehr Sonnenschein und
Temperaturen zwischen 19 und 25 Grad.
In der Nacht zum Montag ziehen dann die Gewitter unter Abschwächung
nach Osten und Südosten und am Montag tagsüber nach Polen, Tschechien
und Österreich ab. Schwacher Zwischenhocheinfluss sorgt in den
übrigen Landesteilen für eine Wetterberuhigung. Sonne und Wolken
wechseln sich ab und es gibt nur einzelne Schauer bei angenehmeren 19
bis 26 Grad. Die Ruhe währt aber nur kurz. Am Dienstag drohen dann
schon die nächsten Schauer und teils kräftigen Gewitter.
"
Das erklärt Dr. rer. nat. Markus Übel von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am
Samstag, 30.05.2026, 10:35.
Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes
informieren.
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Mit freundlichen Grüßen
DWD Kundenservice
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