VHDL16 DWSG 141000

Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung 
Baden-Württemberg
am Donnerstag, 14.05.2026, 10:30 Uhr

In Schauer- und Gewitternähe sowie im Bergland zeitweise Windböen. In
den Nächten in ungünstigen Lagen vereinzelt leichter Frost. 


Wetter- und Warnlage:
Am Rande eines steuernden Tiefdruckkomplexes mit Zentrum über 
Südnorwegen gelangt kühle und labil geschichtete Meeresluft von 
Westen nach Baden-Württemberg und Bayern. 

WIND/STURM:
Heute bis zum Abend in Verbindung mit Schauern sowie generell im 
Bergland Windböen bis 60 km/h aus Südwest bis West. Auf dem Feldberg 
bis zum Nachmittag auch Sturmböen bis 75 km/h.

GEWITTER:
Bis zum Abend vereinzelt Gewitter mit stürmischen Böen bis 70 km/h 
aus West und kleinkörnigem Hagel. Am Freitag ab dem Mittag örtlich 
Gewitter mit Starkregen um 15 l/qm in kurzer Zeit, Böen bis 60 km/h 
und kleinem Hagel.

FROST:
In den Nächten zum Freitag und Samstag in ungünstigen Lagen 
vereinzelt leichter Frost nicht ausgeschlossen. 

Detaillierter Wetterablauf:

Heute wechselnd bis stark bewölkt mit zahlreichen Schauern und 
vereinzelten Gewittern. Dabei neben kleinkörnigem Hagel auch 
stürmische Böen. Abseits davon bei mäßigem bis frischem Wind, starke 
und im Hochschwarzwald bis zum Nachmittag stürmische Böen. 
Höchstwerte zwischen 8 Grad im Bergland und 14 Grad am Oberrhein und 
Neckar. 

In der Nacht zum Freitag etwas abnehmende Schauertätigkeit und einige
Wolkenlücken. Minima von 7 bis 0 Grad, vereinzelt Frost in Bodennähe.


Am Freitag stark bewölkt mit Schauern, ab dem Nachmittag auch kurzen 
Gewittern mit vereinzelt Starkregen, Windböen und kleinem Hagel. Mit 
Höchstwerten zwischen 7 Grad auf den Hochlagen der Alb und im 
Schwarzwald und 14 Grad im Mannheimer Raum weiterhin kühl. Schwacher 
bis mäßiger Wind aus westlichen Richtungen. 

In der Nacht zum Samstag abklingende Schauer. Temperaturrückgang auf 
7 bis 0 Grad, lokal Frost in Bodennähe. 

Am Samstag weiterhin unbeständig mit Regen und Regenschauern, in den 
höchsten Lagen eventuell auch Schnee. Wenig Temperaturänderung: 
Maximal 8 Grad im Bergland, bis 16 Grad in der Kurpfalz. Mäßiger, 
mitunter frischer Wind aus West bis Nordwest. 

In der Nacht zum Sonntag abziehende Niederschläge und Auflockerungen.
Frühwerte +6 bis -1 Grad, gebietsweise bodennah Frost.

Am Sonntag zunächst locker bewölkt mit Sonne, am Nachmittag und Abend
zeitweise auch dichtere Quellwolken und einzelne Schauer bei Maxima 
von 12 Grad im Hotzenwald bis 19 Grad bei Karlsruhe. 

In der Nacht zum Montag Wolkenauflösung und trocken. Tiefstwerte von 
8 bis 1 Grad. 



Deutschlandübersicht:
Offenbach, Donnerstag, den 14.05.2026, 10:15 Uhr -
"Tief "Doreen" liegt aktuell über dem Süden Norwegens. Mit einer 
meist nördlichen Strömung fließt dabei kühle Luft aus polaren Breiten
zu uns, die auf ihrem Weg über das Meer Feuchtigkeit aufnehmen kann. 
Wird diese Luftmasse nun über Land von der Sonne im Tagesverlauf 
erwärmt, entsteht ein Temperaturgefälle zwischen der Luft am Boden 
und der ebenfalls recht kalten Luft in höheren Atmosphärenschichten 
über Deutschland. Dabei spricht man unter Meteorologen von einer 
Labilisierung der Atmosphäre. Diese hat zur Folge, dass sich 
insbesondere tagsüber zahlreiche Schauer und Graupelgewitter 
ausbilden können. Zwischen den Schauern und Gewittern kommt aber 
immer wieder auch die Sonne zum Vorschein. Mit der einen oder anderen
starken bis stürmischen Böe muss ebenfalls in Schauer- und 
Gewitternähe gerechnet werden.  

Da die Luft auch in höheren Luftschichten vergleichsweise kühl 
ausfällt, sinkt die Schneefallgrenze auf 1000 bis 15000 m ab, sodass 
die höchsten Mittelgebirgsgipfel, aber vor allem die Alpen etwas 
Neuschnee sehen. Für Outdoor-Fans ist in diesen Regionen also 
passende Kleidung mitunter lebensnotwendig. 

Wenn die Schauer und Gewitter nachts dann etwas nachlassen (meist 
aber nicht ganz abklingen), kann die Bewölkung etwas auflockern. 
Dadurch kühlt die bodennahe Luft rasch aus, sodass gebietsweise 
leichter Frost in Bodennähe auftritt. Insbesondere in höher gelegenen
Tallagen der Mittelgebirge sowie der Alpen ist auch leichter 
Luftfrost möglich. Örtlich bildet sich zudem in den frühen 
Morgenstunden Nebel. 

Am heutigen Vatertag (Christi Himmelfahrt) betrifft dieses 
"Aprilwetter" in der Tat nahezu ganz Deutschland. Packen Sie also 
besser mal eine Regenjacke in den Bollerwagen. Am morgigen Freitag 
ist zumindest der östliche Teil der Norddeutschen Tiefebene meist 
trocken. Dort zeigt sich dann sogar längere Zeit wieder die Sonne.  

Am Wochenende kann sich die eingeflossene kühle Polarluft etwas 
erwärmen. Gleichzeitig lässt die Schauertätigkeit im Laufe des 
Wochenendes etwas nach und die Sonne zeigt sich wieder häufiger. Nur 
an den Alpen fällt bei dichter Bewölkung längere Zeit Regen, der ab 
etwa 1500 m in Schnee übergeht. 

Zum Start in die neue Woche schwächt sich "Doreen" ab und ein 
Atlantiktief übernimmt die Wetterregie. Dadurch gelangt Deutschland 
in eine südwestliche Strömung, mit der zunehmend mildere Luftmassen 
zu uns gelangen. Entsprechend steigen die Höchstwerte im Laufe der 
nächsten Woche allmählich wieder an. Auch die Sonnenanteile nehmen 
etwas zu, wenngleich sonniges Hochdruckwetter erst einmal kein Thema 
ist. Am Montag sorgt ein Tiefausläufer in der Westhälfte für Schauer 
und Gewitter. Und auch in den Folgetagen bleibt es leicht wechselhaft
- nur eben auf höherem Temperaturniveau. "

Das erklärt MSc.-Met. Sebastian Schappert  von der 
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in 
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am 
Freitag, 15.05.2026, 10:30.

Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter 
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes 
informieren.
 
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Mit freundlichen Grüßen 
DWD Kundenservice

E-Mail: kundenservice@dwd.de