VHDL16 DWSG 091000
Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung
Baden-Württemberg
am Samstag, 09.05.2026, 10:30 Uhr
Heute vereinzelt, am Sonntagnachmittag und -abend häufiger Schauer
und Gewitter.
Wetter- und Warnlage:
Schwacher Hochdruckeinfluss und mäßig warme Luft bestimmen das Wetter
am Samstag in Süddeutschland, wobei die Luft über den Alpen sowie dem
Schwarzwald und der Schwäbischen Alb im Tagesgang instabil wird. Mit
einem vom Atlantik herannahenden Tief gelangt aus Südwesten am
Sonntag zunehmend feuchtere Luft in den Vorhersageraum.
GEWITTER:
Am Nachmittag im Schwarzwald und auf der Alb vereinzelt Gewitter mit
Starkregen um 20 l/qm in einer Stunde, starke bis stürmische Böen bis
60 km/h und kleinkörnigem Hagel. Am Sonntagnachmittag erneut
auflebende Gewittertätigkeit mit Starkregen bis 25 l/qm in kurzer
Zeit, Hagel und stürmischen Böen bis 70 km/h, im Laufe des Abends
nach Norden ausbreitend. Dabei vereinzelt unwetterartiger Starkregen
um 30 l/qm in einer Stunde nicht ausgeschlossen.
WIND/STURM:
In der Nacht zum Montag auf den Schwarzwaldgipfeln starke bis
stürmische Böen bis 60, auf dem Feldberg bis 70 km/h aus Südwest.
Detaillierter Wetterablauf:
Heute neben einige Wolkenfelder viel Sonne. Im Tagesverlauf vermehrt
Quellwolken und vor allem über dem Bergland einzelne Schauer oder
Gewitter. Mit 19 bis 25 Grad wieder wärmer. Schwacher bis mäßiger
Nordost- bis Ostwind, bei Gewittern mitunter stark böig auflebend.
In der Nacht zum Sonntag über weite Strecken nur gering bewölkt.
Ausgangs der Nacht von Südwesten vermehrt aufziehende Wolken, aber
trocken. Temperaturrückgang auf 11 bis 6 Grad.
Am Sonntag anfangs noch teilweise heiter, von Südwesten aber
zunehmende Wolkenverdichtung und ab dem Nachmittag schauerartige
Regenfälle und einzelne Gewitter. Zuvor Höchstwerte von 19 bis 26
Grad. Schwacher bis mäßiger Wind, mit dem Niederschlag auffrischend
und auf Südwest bis West drehend. Bei Gewittern stürmische Böen.
In der Nacht zum Montag viele Wolken bei von Südwest nach Nordost
durchziehendem, teils kräftigem und anfangs von Gewittern begleitetem
Regen. Tiefstwerte 13 bis 8 Grad. Auf den Schwarzwaldgipfeln starke
bis stürmische Böen aus Südwest.
Am Montag stark bewölkt bis bedeckt. Von Nordwesten erneut
aufziehender, teils kräftiger Regen. Im Vorfeld schon einzelne
Schauer, im Süden auch Gewitter. Höchstwerte zwischen 12 und 17 Grad.
Mäßiger bis frischer Wind mit gebietsweise starken bis stürmischen
Böen aus westlichen Richtungen. Exponiert im Schwarzwald Sturmböen.
In der Nacht zum Dienstag allmählich nach Süden abziehender Regen, in
hohen Lagen zum Teil in Schnee übergehend. Nachfolgend einige
Auflockerungen. Bei Frühwerten zwischen 6 und 0 Grad gebietsweise
Bodenfrost.
Am Dienstag teils Wolken, teils Sonne. Örtlich Schauer. Deutlich
kühler mit Höchstwerten zwischen 6 und 16 Grad. Schwacher bis mäßiger
Wind aus Nordwest mit frischen Böen.
In der Nacht zum Mittwoch zunächst oft klar. In der zweiten
Nachthälfte von Norden her Wolkenaufzug. Tiefstwerte zwischen 6 und 0
Grad, gebietsweise Frost in Bodennähe.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Samstag, den 09.05.2026, 10:15 Uhr -
"Nach einem frühlingshaft bis frühsommerlich anmutendem Wochenende
leitet eine markante Kaltfront eine wechselhafte und unterkühlte
Wetterwoche ein.
Am heutigen Samstag liegt Deutschland noch unter schwachem Einfluss
von Hoch XERI mit Kern über Finnland, sodass uns ein wettertechnisch
meist sehr ruhiger Tag bevorsteht. Allerdings kann sich nicht überall
die Sonne gleichermaßen gut durchsetzen. Vor allem zwischen Weser und
Oder verdeckt eine tiefhängende Wolkendecke die Sonne gebietsweise.
Über dem süddeutschen Bergland können sich im Tagesverlauf
Quellwolken bilden, die vereinzelt Schauer und Gewitter bringen. In
den meisten Regionen bleibt es aber trocken. Mit viel Sonne steigen
die Temperaturen in der Südwesthälfte auf frühlingshafte 20 bis 25
Grad, in der Nordosthälfte und unter dichten Wolken ist es etwas
kühler.
Am Sonntag schwächt sich der Hochdruckeinfluss langsam ab. Zum einen
nähert sich die Kaltfront von Nordmeertief CAROLA dem Nordwesten, zum
anderen greifen die Ausläufer von Tief DOREEN mit feucht-warmer und
zu Schauern und Gewittern neigender Luft auf den Südwesten über.
Folglich nehmen die Wolkenanteile und die Niederschlagsneigung zu.
Insbesondere im Südwesten sind ab dem Nachmittag teils kräftige
Gewitter mit Starkregen möglich. Zwischen den Wolken kann sich die
Sonne dennoch regional zeigen und erwärmt die Luft in der Südhälfte
auf frühsommerliche 21 bis 26 Grad, im Norden und Nordwesten bleibt
es kühler.
In der Nacht zum Montag formiert sich eine Luftmassengrenze quer vom
Südwesten bis in den Nordosten des Landes. Im Übergangsbereich von
polarer Kaltluft im Nordwesten und subtropischer Warmluft im Südosten
kommt es zu recht intensiven Wettererscheinungen in Form von
schauerartig verstärkten Regenfällen und eingelagerten Gewittern mit
Starkregen.
Diese Luftmassengrenze zieht als markante Kaltfront von Tief DOREEN
am Montag mit kräftigem Regen südostwärts. Zuvor kommt es im Süden
und Südosten in der Warmluft nochmal zu einzelnen Gewittern, in der
Kaltluft folgende von Nordwesten Schauer. Hinter der Kaltfront stürzt
die Temperatur um rund 10 Grad ab. Häufig werden nur noch 10 bis 15
Grad erreicht, teilweise auch weniger. Nur im Süden und Südosten geht
es nochmal auf knapp 20 Grad rauf.
In der Nacht zum Dienstag zieht die Kaltfront über die Alpen südwärts
ab, sodass ganz Deutschland von der Kaltluft geflutet wird. Sie hat
ihren Ursprung über dem Nordpolarmeer und ist für die Jahreszeit
ungewöhnlich kalt. Die gebietsweisen schauerartigen Niederschläge
gehen in den Mittelgebirgen und an den Alpen dadurch teilweise in
Schnee über. Man sollte also nicht überrascht sein, wenn sich die
Landschaft am Dienstagmorgen in den höheren Lagen leicht weiß
angezuckert präsentiert.
Der Dienstag wird dann ein sehr wechselhafter und vor allem sehr
kühler Wettertag. Zahlreiche Schauer und einzelne Graupelgewitter
ziehen über das Land, im höheren Bergland kann sich weiterhin Schnee
daruntermischen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen, mit Ausnahme
weniger Regionen am Rhein, durch die Bank unter 15 Grad, im Bergland
teils auch deutlich unter 10 Grad - und damit verbreitet 5 bis 10
Grad unter den für die Jahreszeit üblichen Werten. Durch einen stark
böigen Nordwestwind fühlt sich das sogar noch etwas kälter an.
Auch im weiteren Wochenverlauf geht es mit unbeständigem Wetter
weiter. Das Temperaturniveau erholt sich nur sehr zögerlich, es
bleibt voraussichtlich bis zum nächsten Wochenende zu kühl für die
Jahreszeit.
"
Das erklärt Dipl.-Met. Adrian Leyser Sturm von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am
Sonntag, 10.05.2026, 10:30.
Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes
informieren.
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Mit freundlichen Grüßen
DWD Kundenservice
E-Mail: kundenservice@dwd.de