VHDL16 DWSG 061000
Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Mittwoch, 06.05.2026, 10:30 Uhr
Oft Schauer, tagsüber auch einzelne Gewitter mit Starkregen.
Wetter- und Warnlage:
Im Einflussbereich von Tiefdruck über Frankreich fließt von Südwesten
feuchtmilde und labil geschichtete Luft nach Süddeutschland ein.
GEWITTER/STARKREGEN:
Heute Nachmittag und Abend einzelne Gewitter. Dabei lokal Starkregen
um 20 l/qm in kurzer Zeit, kleinkörniger Hagel und stürmische Böen um
70 km/h. Eng begrenzt unwetterartiger Starkregen um 35 l/qm in einer
Stunde wahrscheinlich. Auch ohne Donner und Blitz lokal Starkregen
durch kräftige Schauer um 15 l/qm in kurzer Zeit.
Am Donnerstagnachmittag erneut örtliche Gewitter mit Windböen bis 60
km/h, jedoch deutlich nachlassendes Starkregenpotential.
WIND:
Heute Nachmittag im württembergischen Allgäu auch außerhalb von
Gewittern Windböen um 55 km/h möglich.
NEBEL:
In der Nacht zum Freitag örtlich Nebel mit Sichtweite unter 150 m.
Detaillierter Wetterablauf:
Heute anfangs weitgehend freundlich, im Norden gar sonnig. Im
weiteren Verlauf von Süden rasch aufziehende Wolkenfelder. Ab Mittag
ausbreitende Schauer und einige Gewitter mit Starkregen. Höchstwerte
um 11 Grad im Hochschwarzwald, 15 Grad in Oberschwaben, am Rhein und
Neckar zwischen 15 und 20 Grad. Schwacher bis mäßiger Südwestwind mit
frischen bis starken, auf dem Feldberg sowie bei Gewittern auch
stürmischen Böen.
In der Nacht zum Donnerstag viele Wolken, häufig zum Teil kräftige
Schauer. Tiefstwerte 11 bis 4 Grad.
Am Donnerstag wolkig bis stark bewölkt. Örtlich noch Regen oder
Schauer, nachmittags im Bergland und Oberschwaben vereinzelt Gewitter
wahrscheinlich. Abends zunehmend Auflockerungen. Höchstwerte um 13
Grad in hohen Lagen, in den Niederungen zwischen 16 und 18 Grad.
Schwacher Wind aus westlichen Richtungen mit frischen, bei Gewittern
evtl. starken Böen.
In der Nacht zum Freitag vielerorts trocken bei zunehmender
Wolkenauflockerung. Örtlich Nebel. Tiefstwerte 7 bis 2 Grad,
vereinzelt Bodenfrost.
Am Freitag mehr Sonne als Wolken, im späteren Tagesverlauf vor allem
im Bergland und Oberschwaben geringes Schauer- und Gewitterrisiko.
Temperaturanstieg auf 17 bis 20, am Rhein und in Nordbaden bis 22
Grad. Schwacher Wind aus Nordost, teils in Böen auffrischend.
In der Nacht zum Samstag durchziehende hohe Wolkenfelder, trocken.
Tiefstwerte 10 bis 5 Grad.
Am Samstag freundlich mit reichlich Sonne. Nachmittags
Quellwolkenbildung, im Bergland einzelne Schauer nicht
ausgeschlossen. Wärmer bei Tagesmaxima zwischen 19 Grad in hohen
Lagen und bis 26 Grad am Rhein. Schwacher Ostwind mit frischen Böen.
In der Nacht zum Sonntag meist nur gering bewölkt. Niederschlagsfrei
bei Minima von 12 bis 7 Grad.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Mittwoch, den 06.05.2026, 10:15 Uhr -
"Zwischen 50 und knapp 70 Litern hat es in der Spitze in den letzten
24 Stunden geregnet. Der größte Teil dieser Menge fiel dabei binnen
zwölf Stunden und hatte dadurch unwetterartigen Charakter. Betroffen
davon vor allem ein Streifen von Ostwestfalen über das thüringische
Eichsfeld hinweg bis in das Harzumland. So fällt die Bilanz des
gestrigen Dienstags aus, an dem es verbreitet recht tüchtig
geschüttet hat, zum Teil begleitet von Blitz und Donner. Auch abseits
der größten Mengen sind in den zentraleren Landesteilen oftmals 20
bis 30 Liter Regen gefallen. Diese waren angesichts der zuletzt
vorherrschenden Trockenheit auch bitter nötig. Die Kehrseite des
Ganzen: Die teils erheblichen Mengen sorgten auch gleich wieder für
einige Überflutungen und notwendige Feuerwehreinsätze.
Heute am Mittwoch setzt sich die Wetterlage fort. Mit von der Partie
ist dabei eine Luftmassengrenze, die warme und feuchte Luftmassen von
der nördlichen Mitte bis an die Alpen von einer trockenen und
kühleren Luftmasse ganz im Norden trennt. Dort bleibt es heute den
Tag über relativ ruhig, während sich in der warmen und feuchten Luft
erneut einige Schauer und teils kräftige Gewitter bilden können.
Besonders im Fokus steht dabei unter anderem Oberbayern, wo im
Tagesverlauf mit sehr kräftiger Gewitterentwicklung gerechnet wird,
die mit Hagel, Starkregen und Sturmböen einher gehen kann. Hier ist
das Unwetterpotential am größten. Aber auch in den restlichen
betroffenen Regionen kann man Unwetter nicht völlig ausschließen,
hier vor allem durch auftretenden Starkregen. Diese Gewitter
schließen sich im Laufe des Abends und eingangs der Nacht zu einem
größeren Regenkomplex zusammen, der sich in den Osten Deutschlands
verlagert. Hier können anschließend durchaus nochmals Mengen von 20
bis 30
Litern auf den Quadratmeter fallen, auch in Regionen, die in der
vergangenen Nacht bereits reichlich Niederschlag abbekommen haben.
Erst ab morgen, Donnerstag, lässt die Schauer- und Gewittertätigkeit
allmählich nach, kommt aber zunächst noch nicht völlig zum Erliegen.
Vor allem am Alpenrand, aber auch einigen Mittelgebirgen können sich
erneut Quellungen mit Regen, Blitz und Donner bilden. Aber im
Vergleich zu gestern und heute spielt sich das bezüglich der
Intensität auf wesentlich niedrigerem Niveau ab.
Ab Freitag übernimmt dann erst einmal wieder neuer Hochdruckeinfluss
das Zepter. Dann bleibt es weitgehend trocken, nur in den Alpen muss
man weiterhin Vorsicht walten lassen bezüglich nochmaliger
Gewitterentwicklungen. Ab dann nehmen die Tageshöchstwerte wieder zu,
erreichen am Freitag etwa 15 bis 23 Grad und klettern am kommenden
Wochenende auf sommerliche Werte von knapp über 25 Grad bei einem Mix
aus Sonne und Wolken. "
Das erklärt M.Sc. Felix Dietzsch von der Wettervorhersagezentrale
des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der
kommenden Tage.
Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am
Donnerstag, 07.05.2026, 10:30.
Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes
informieren.
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
Mit freundlichen Grüßen
DWD Kundenservice
E-Mail: kundenservice@dwd.de