VHDL16 DWSG 291000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Sonntag, 29.03.2026, 10:30 Uhr

Heute von Nordwesten freundlich, nachts aufkommender Niederschlag, in
den höheren Lagen Schnee. Am Montagnachmittag Schauer, kurze Gewitter
wahrscheinlich. 

Vorhersage für Baden-Württemberg:
Nach Abzug eines Frontensystems setzt sich in Baden-Württemberg 
kurzzeitig Zwischenhocheinfluss durch, ehe schon in der Nacht zum 
Montag erneut von Nordwesten das nächste Frontensystem übergreift. 

FROST/SCHNEE/GLÄTTE:
In der Nacht zum Montag vor allem erneut im Bergland und in der 
Südosthälfte leichter Frost bis -4 Grad, im Südosten örtlich leichte 
Glätte durch überfrierende Nässe. Dabei im Nachtverlauf von 
Nordwesten her aufkommender Niederschlag. In Lagen oberhalb 600-800 m
1-5 cm Neuschnee. Auf der Schwäbischen Alb und im Allgäu erst gegen 
Ausgang der Nacht einsetztend. Am Montag tagsüber oberhalb 800m durch
Schauer und kurze Gewitter örtlich noch einmal geringe 
Neuschneemengen, teils rasch wieder abtauend.

GEWITTER:
Am Montagnachmittag von Nordwesten her immer wieder kurze Gewitter, 
Graupel möglich, dazu starke bis stürmische Böen um 60 km/h aus 
nordwestlicher Richtung.

WIND:
Ausgangs der Nacht zum Montag auf dem Feldberg stürmische Böen bis 70
km/h aus West.


Heute vielerorts dicht bewölkt. Dabei vornehmlich trocken, nur im 
Allgäuraum letzter, im Tagesverlauf abschwächender Regen oder Schnee.
Im Tagesverlauf immer mehr Sonne. Maxima von 4 Grad im Allgäu und im 
Bergland bis 11 Grad in der Kurpfalz. Schwacher Wind aus West bis 
Nord. 

In der Nacht zum Montag von Nordwesten erneut aufkommende 
Niederschläge, oberhalb etwa 600 m Schnee und Glätte, südlich der Alb
erst in den Frühstunden geringe Niederschläge. Tiefsttemperatur 
zwischen +4 Grad im Raum Mannheim und -4 Grad in Oberschwaben. Im 
höheren Schwarzwald teils stürmische Böen aus Südwest. 

Am Montag viele Wolken und wiederholt Regen und Schauer, örtlich mit 
Graupel, im höheren Bergland Schnee. Am Nachmittag auch kurze 
Gewitter. Höchstwerte zwischen 5 und 11, im Bergland um 3 Grad. 
Frischer, in Böen starker bis stürmischer Wind um West. Im 
Hochschwarzwald auch Sturmböen. 

In der Nacht zum Dienstag weiterhin viele Wolken, aber allmählich 
nachlassende Niederschläge. Minima zwischen +3 und -2 Grad. 
Vornehmlich im Bergland Glätte. Dort auch noch starke bis stürmische 
Böen um West. 

Am Dienstag überwiegend stark bewölkt mit Regen-, im höheren Bergland
Schneeschauern. Dort Höchstwerte um 3, sonst 5 bis 11 Grad. Mäßiger 
bis frischer, in Böen mitunter starker Wind aus Nordwest. 

In der Nacht zum Mittwoch weitere Niederschläge, bis in mittlere 
Lagen als Schnee. Tiefsttemperatur zwischen +3 Grad am Rhein und -2 
Grad in den höheren Lagen von Schwarzwald und Alb sowie in 
Oberschwaben und im Allgäu. Entsprechend gebietsweise Glätte durch 
Schnee und Schneematsch. Am Feldberg starke Böen um Nord. 

Am Mittwoch viele Wolken und vor allem in den südlichen Landesteilen 
öfter etwas Regen, im Bergland Schnee. Sonst nur einzelne Schauer. 
Höchstwerte zwischen 5 und 11, im Bergland bei 4 Grad. Mäßiger bis 
frischer Wind aus Nordost. 

In der Nacht zum Donnerstag zögernd auflockernde Bewölkung. 
Temperaturrückgang auf +3 bis -2 Grad, stellenweise Glätte durch 
gefrierende Nässe.

Am Donnerstag verbreitet freundlich, im Tagesverlauf zunächst mit 
lockerer Quellbewölkung. Am Nachmittag von Nordwesten her 
Wolkenverdichtung, aber weiterhin trocken. Höchstwertezwischen 7 Grad
im Allgäu und 14 Grad im Rheingraben. Dabei schwacher bis mäßiger 
Wind aus nördlichen Richtungen. 

In der Nacht zum Freitag zunehmend dichte Bewölkung, dabei im 
Nordwesten allmählich aufkommender Regen. Abseits davon verbreitet 
weiter trocken. Tiefstwerte zwischen +2 Grad in Nordbaden und -4 Grad
in Oberschwaben.    


Deutschlandübersicht:
Offenbach, Sonntag, den 29.03.2026, 10:15 Uhr -
"Am heutigen Sonntag streckt ein Hochdruckgebiet vom Ostatlantik 
seine Fühler nach Mitteleuropa aus. Eine etwas meteorologischere 
Formulierung würde von einem Bodenkeil sprechen, der über die Biskaya
hinweg bis nach Mitteleuropa reicht. Das macht, egal ob 
meteorologisch oder umgangssprachlich formuliert, Hoffnung auf 
ruhiges Sonntagswetter mit etwas - standesgemäßer - Sonne. 

Am besten sieht es diesbezüglich von der Nordsee und 
Schleswig-Holstein bis zum Rheinland aus. Wer sich dort heute den 
obligatorischen Sonntagsspaziergang gönnt, kann den Regenschirm zu 
Hause lassen, sollte aber trotzdem an eine adäquate Jacke denken, 
denn Höchstwerte bis zu 12°C sind Ende März nicht sonderlich mild. 
Das andere Wetterextrem findet sich an den Alpen. Bei dichter 
Bewölkung kommen die Temperaturen dort heute so gar nicht in Schwung,
selbst die 5°C werden, wenn überhaupt, allenfalls vereinzelt 
erreicht. Dazu fällt nur in den Tallagen Regen, sonst Schnee, was 
möglicherweise dem ein oder anderen Schlitten nochmal zu einem 
Einsatz verhilft und den Konsum heißer Getränke ankurbeln dürfte. 
Ähnlich dürfte es vom Erzgebirge bis in die ostbayrischen 
Mittelgebirge aussehen, wobei es dort etwas wärmer wird und man für 
Schnee entsprechend etwas höher "klettern" muss. Die breite Mitte 
zwischen Nordwesten und Südosten profitiert vom Zwischenhocheinfluss 
zumindest durch längere sonnige 



Abschnitte und weitgehend trockene Bedingungen. Selbst sehr 
vorsichtige können den Schirm zu Hause lassen, bei schwachen und 
allenfalls lokal auftretenden Schauern reichen auch Mütze und Jacke. 


Aus meteorologischer Sicht ist es grundsätzlich empfehlenswert, den 
heutigen Zwischenhocheinfluss, auch wenn er nicht dem 
Hochglanz-Fotoalbum entsprungen ist, zu nutzen. Nicht weil morgen die
Arbeitswoche wieder beginnt (in vielen Bundesländern sind ja 
Osterferien), sondern weil morgen, kalendarisch leicht verfrüht, 
schmuddeliges Aprilwetter Einzug hält. An den Temperaturen merkt man 
dies eher nicht, die bewegen sich im Vergleich zum heutigen Sonntag 
nur wenig nach unten. Vielmehr wird es deutlich windiger, in den 
Hochlagen und an den Küsten können sich sogar ein paar Sturmböen in 
den auf Nordwest drehenden Wind mogeln. Wirklich sicher bezüglich 
Sturmböen ist aber auch der Rest des Landes nicht. Denn Höhenkaltluft
labilisiert die Atmosphäre und somit besteht im ganzen Land die 
Gefahr kurzer Gewitter, die eben auch mal eine Sturmböe produzieren 
können. 

Am Dienstag wird es dann besser mit dem Wetter, aber noch nicht gut. 
Die 
Gewitterwahrscheinlichkeit lässt nach (was nicht heißt, dass nicht 
gebietsweise noch kurze Gewitter unterwegs sind) und verbreitet kann 
man sich auf steigende Sonnenanteile freuen. Es bleibt aber dabei, 
dass die Luftmasse, die uns die nordatlantischen Tiefs ODILE und NGA 
bescheren, eine subpolare ist. Und entsprechend fallen die Nächte 
weiterhin recht kalt aus. Während es in der kommenden Nacht zum 
Dienstag "nur" südlich des Mains und in der darauffolgenden Nacht zum
Mittwoch "nur" südlich der Donau verbreiteter frostig wird, soll die 
Nacht zum Donnerstag wieder großflächiger, auch im Norden und Osten, 
leichten Frost bringen. Hier heißt es "Aufgepasst" bei allen Profi- 
und Hobbygärtnern. Empfindliche Pflanzen sollten in den kommenden 
Nächten geschützt werden, sonst ist für diese das Jahr schon "vorbei"
bevor der Osterhase kommt. "

Das erklärt Dipl.-Met. Martin Jonas   von der 
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in 
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


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