VHDL16 DWSG 241000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Dienstag, 24.03.2026, 10:30 Uhr
Heute Schleierwolken und Sonnenschein. Am Mittwoch dann kälteres und
stürmisches Schauerwetter. Abends teils bis in tiefe Lagen Schnee.
Vorhersage für Baden-Württemberg:
Der Einfluss des Hochdruckgebietes über dem östlichen Atlantik
schwächt sich ab. Am Mittwoch zieht von Nordwesten her eine Kaltfront
über Süddeutschland hinweg. Dahinter strömt polare Luft nach
Baden-Württemberg.
WIND/STURM:
Ab der Nacht zum Mittwoch in den Kammlagen des Schwarzwaldes
zunehmend stürmisch, auf höchsten Gipfeln Sturmböen bis 85 km/h aus
Südwest. Am frühen Mittwochvormittag zunehmender Wind. Verbreitet
stürmische Böen bis 70 km/h aus West, südlich der Donau am späteren
Vormittag auch Böen bis 85 km/h wahrscheinlich. In Lagen oberhalb 700
m Sturmböen dann allgemein Böen um 95 km/h, in Hochlagen des
Schwarzwaldes orkanartige Böen um 110 km/h, auf dem Feldberg um 120
km/h. Am Mittwochnachmittag Windabschwächung. In Lagen oberhalb 700 m
stürmische Böen um 75, in exponierten Lagen des Schwarzwaldes
Sturmböen bis 85 km/h aus Nordwest.
GEWITTER:
Am Mittwochnachmittag bis zum Abend, vor allem nördlich der Donau,
einzelne starke Gewitter mit Sturmböen und Graupel.
DAUERREGEN:
Am Mittwochvormittag und bis zum Abend anhaltender Regen, teils
schaurig- oder gewittrig durchsetzt. In Weststaulagen des
Schwarzwaldes bis 25 l/qm in 12 Stunden wahrscheinlich.
SCHNEE/GLÄTTE:
Ab dem Mittwochnachmittag kontinuierlich absinkende Schneefallgrenze.
Dadurch am Abend in Lagen oberhalb 800 bis 1000 m um 5 cm Neuschnee.
Abseits davon Glätte durch geringe Neuschneemengen.
Heute neben einigen Schleierwolken, wenigen Quellwolken über dem
Bergland oft Sonne. Höchsttemperatur zwischen 13 Grad im Allgäu und
19 Grad im Rheingraben. Schwacher bis mäßiger, am Nachmittag am
Odenwald und im Bauland auffrischender Wind, vorwiegend um Südwest.
In der Nacht zum Mittwoch von Nordwesten Durchzug zeitweise dichter
Wolkenfelder, aber trocken. Tiefstwerte zwischen 9 Grad am Rhein und
1 Grad im Allgäu. In den Kammlagen des Schwarzwaldes und auf der
Albhochfläche teils stürmische Böen aus Südwest, auf dem Feldberg
auch Sturmböen.
Am Mittwoch rasche Bewölkungsverdichtung und von Nordwesten Regen.
Nachfolgend am Nachmittag zunehmend Übergang zu Schauern, bis ins
höhere Flachland mit Schnee. Vereinzelt auch Gewitter. Höchstwerte
zwischen 8 und 14 Grad, ab dem Nachmittag deutlich kälter. Frischer,
in Böen stürmischer Wind um West. Im Bergland teils schwere
Sturmböen, im Hochschwarzwald zeitweise orkanartige Böen.
In der Nacht zum Donnerstag meist starke Bewölkung und einzelne
Schauer, bis in tiefere Lagen als Schneeregen oder Schnee. Bei
Tiefstwerten zwischen +2 und -3 Grad vor allem im Bergland Glätte.
Dort auch weiterhin starke bis stürmische Böen um West.
Am Donnerstag zumeist stark bewölkt, dabei im Tagesverlauf verbreitet
Schauer, zum Teil bis in die tieferen Lagen mit Schnee. Höchstwerte
zwischen 1 Grad im Bergland und 9 Grad im nördlichen Rheingraben.
Mäßiger, in Böen auch starker Wind aus Nordwest.
In der Nacht zum Freitag vorübergehend etwas auflockernde Bewölkung
und abklingende Schauertätigkeit. Bei Tiefstwerten zwischen 0 und -6
Grad teils Glätte.
Am Freitag neben zumeist flacher Quellbewölkung zeitweise Sonne und
vorherrschend niederschlagsfrei. Dabei Tagesmaxima zwischen 3 und 10
Grad, die höchsten Werte im nördlichen Baden. Mäßiger, bisweilen
frischer Wind aus nördlichen Richtungen.
In der Nacht zum Samstag gebietsweise aufklarender Himmel. Ausgangs
der Nacht von Nordwesten her erneute Wolkenverdichtung, aber noch
trocken. Tiefstwerte zwischen 0 und -6 Grad.
Am Samstag im Laufe des Vormittags von Nordwesten her Regen, bis zum
Abend Oberschwaben erreichend. Im Bergland Schnee. Höchstwerte 5 bis
10 Grad. Mäßiger in Böen zeitweise frischer west bis Nordwestwind.
In der Nacht zum Sonntag verbreitet Regen, Schnee obe5rhalb etwa 500
m. Tiefstwerte zwischen 2 Grad im nördlichen Baden und -4 Grad in der
Schwäbischen Alb. Im Bergland und südlich der Donau Glätte durch
Schnee und Matsch.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Dienstag, den 24.03.2026, 10:15 Uhr -
"In den vergangenen Tagen sorgte Hochdruckeinfluss für ruhiges,
sonniges und mildes Frühlingswetter. Das ändert sich nun, denn
Tiefdruckgebiet LIVIA steht auf dem Nordatlantik bereit. Es zieht
heute von den Färöer Inseln ostwärts Richtung Skandinavien. Dabei
streift ihre Warmfront den Norden Deutschlands mit dichten Wolken und
vereinzelt etwas Regen, während sich an einer Welle über dem Atlantik
ein weiteres Tief bildet: MARLIS.
Der Wetterwechsel folgt am Mittwoch. Dann liegt LIVIA über dem
Nordmeer kurz vor Norwegen und MARLIS mit dem Zentrum über
Südskandinavien. Zusammen lenken sie aus Nordwesten kalte Luft
subpolaren Ursprungs zu uns.
Details zum Wetter am Mittwoch:
Zunächst verlagert sich an einer Kaltfront ein Streifen
schauerartigen Regens von Nordwesten her in den Osten und Süden.
Dahinter folgen verbreitet Schauer und auch Gewitter. Dabei ist
Graupel möglich. Auch die Schneefallgrenze sinkt deutlich ab: im
Westen tagsüber bis auf 600 m, im Osten und Süden bis auf 900 m.
Mit der Annäherung des Tiefdruckgebietes MARLIS frischt der Wind im
Nordwesten bereits in der zweiten Nachthälfte zum Mittwoch deutlich
auf. Tagsüber treten verbreitet stürmische Böen zwischen 60 und 70
km/h auf. In der Nähe von Gewittern sind stärkere Böen möglich. Im
Bergland sowie an den Küsten muss mit Sturmböen und schweren
Sturmböen zwischen 80 und 100 km/h gerechnet werden. Auf einigen
Gipfeln der Mittelgebirge sind Böen zwischen 100 und 120 km/h zu
erwarten.
Am Abend und in der Nacht zum Donnerstag lässt die Schauerneigung
nach. Nur im Süden treten noch längere Zeit Niederschläge auf. Dabei
fällt Schnee teils bis in tiefe Lagen. In den höheren Lagen der
südlichen Mittelgebirge sowie in den Alpen summieren sich die
Neuschneemengen bis Donnerstag voraussichtlich auf 10 bis 20
Zentimeter.
Der Temperatursturz ist auch in den Folgetagen spürbar. Tagsüber
werden nur noch regional Höchstwerte über 10 Grad erreicht. In den
Nächten ist es oft frostig. Dazu gibt es regional immer wieder
Schauer, vereinzelt auch Gewitter. An den Alpen fällt bis weit in den
Freitag Schnee.
Fazit: Das milde Frühlingswetter ist vorbei. Wer schon empfindliche
Pflanzen nach draußen gesetzt hat, sollte diese jetzt besonders
schützen. Auch leichte Gegenstände auf Balkon oder Terrasse sollten
gesichert werden.
"
Das erklärt Dipl.-Met. Jacqueline Kernn von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Hinweis:
Die aktuellen Wetter- und Unwetterwarnungen finden Sie unter:
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