VHDL16 DWSG 111000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Mittwoch, 11.02.2026, 10:30 Uhr
Im Odenwald u. Schwarzwald Dauerregen, im Südschwarzwald starkes
Tauwetter. Starke bis stürmische Böen, lokal schwere Sturmböen oder
orkanartige Böen.
Vorhersage für Baden-Württemberg:
Baden-Württemberg ist im Einflussbereich von Tief TAMARA, das mit
einer kräftigen Westströmung feuchtmilde Meeresluft heranführt.
WIND/STURM/ORKAN:
Heute zunehmender Südwestwind, Höhepunkt in den meisten Landesteilen
am Nachmittag. Dabei verbreitet starke bis stürmische Böen um 60 km/h
aus Südwest, oberhalb etwa 600 m um 70 km/h. Im Hochschwarzwald
oberhalb 1000 m um 90, auf exponierten Gipfeln um 100 km/h. Auf dem
Feldberg orkanartige Böen um 110 km/h nicht ausgeschlossen. Am späten
Abend vorübergehend nachlassender Wind. Zum Donnerstag noch einmal
Böen ähnlicher Stärke, dabei teils Drehung auf West bis Nordwest. Auf
dem Feldberg und auf der Hornisgrinde dann organartige Böen
wahrscheinlich.
STARKES TAUWETTER(UNWETTER)/DAUERREGEN:
Bis Freitagfrüh anhaltender Regen. Dabei im Odenwald insgesamt 40 bis
50 Liter pro Quadratmeter.
Im Schwarzwald Niederschlagsmengen zwischen 60 und 90 Liter pro
Quadratmeter (markante Warnung Dauerregen Stufe 2 von 4), in
Verbindung mit Schneeschmelze vor allem im Südschwarzwald
Niederschlagsdargebot bis 120 Liter pro Quadratmeter (Unwetterwarnung
starkes Tauwetter Stufe 3 von 4). Lokal Abflussmengen bis 140 l/qm
nicht ausgeschlossen. Im Hochrheingebiet teils bis 60 l/qm Regen.
Heute stark bewölkt bis bedeckt, wiederholt Regen. Im Odenwald,
Schwarzwald und teils im Hochrheingebiet Dauerregen, in höheren Lagen
zusätzlich starkes Tauwetter (Unwetter). Höchstwerte 6 Grad im
Südschwarzwald und 13 Grad am südlichen Oberrhein. Mäßiger, im
Verlauf frischer Wind aus Südwest, in Böen stark bis stürmisch. Im
Bergland Sturmböen, im Hochschwarzwald schwere Sturmböen, auf dem
Feldberg orkanartige Böen nicht ausgeschlossen.
In der Nacht zum Donnerstag zunächst Richtung Nordosten abziehender
Regen, jedoch kaum Auflockerungen. Später erneut Regen, teils
schauerartig verstärkt. Weiter Tauwetter. Tiefstwerte 9 bis 2 Grad
bei weiter stark böigem, im Bergland stürmischen Südwestwind. In
Hochlagen schwere Sturmböen. Auf dem Feldberg orkanartige Böen nicht
ausgeschlossen.
Am Donnerstag viele Wolken. Am Vormittag erst nachlassender, dann im
weiteren Verlauf wieder verbreitet und teils kräftiger Regen. Im
Hochschwarzwald weiter starkes Tauwetter. Tagesmaxima 7 Grad auf der
Alb, um 9 Grad an der Donau, am Rhein zwischen 11 und 13 Grad.
Mäßiger bis frischer Westwind mit starken bis stürmischen Böen. In
hohen Lagen (schwere) Sturmböen, auf dem Feldberg und auf der
Hornisgrinde orkanartige Böen.
In der Nacht zum Freitag regnerisch und stark bewölkt. Im
Hochschwarzwald etwas Schnee oder Schneeregen. Minima von 8 bis 2
Grad. Gebietsweise weiter starke bis stürmische Böen aus West bis
Südwest. Im Bergland Sturmböen, im Schwarzwald örtlich schwere
Sturmböen.
Am Freitag stark bis wechselnd bewölkt. Teils noch weiter Regen oder
Schauer, häufig aber bereits nachlassend, oberhalb von 1000 m etwas
Schnee oder Schneeregen. Höchstwerte von 5 Grad im Hochschwarzwald
bis 12 Grad am Rhein. Mäßiger Südwestwind mit frischen bis starken
Böen, in hohen Lagen einzelne Sturmböen.
In der Nacht zum Samstag viele Wolken. Im Südosten noch trocken.
Sonst aufkommender, teils kräftiger Schneefall, in tiefen Lagen
zuerst noch Regen. Zum Morgen paar Zentimeter Neuschnee. Tiefstwerte
zwischen +3 und -2 Grad. Im Hochschwarzwald noch starke bis
stürmische Böen aus Nord.
Am Samstag bedeckt und von Nordwest nach Südost ausbreitender
Schneefall, der häufig bis in tiefe Lagen fällt. In den hohen Lagen
Dauerfrost bei Werten um -1 Grad, sonst Höchstwerte zwischen 0 Grad
an der Donau und 4 Grad am Rhein. Schwacher bis mäßiger Nordwest- bis
Nordwind mit frischen bis starken Böen.
In der Nacht zum Sonntag abziehender Schneefall. Rückseitig Aufklaren
und Ausbildung markanter Glätte. Tiefstwerte -2 bis -7 Grad. Auf dem
Feldberg frische bis starke Böen aus Nord.
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Deutschlandübersicht:
Offenbach, Mittwoch, den 11.02.2026, 10:15 Uhr -
"Nach einer in manchen Regionen längeren, winterlichen Episode hat
sich die Großwetterlage erstmal grundlegend umgestellt und Platz
gemacht für tiefen Luftdruck, der von den beiden Tiefs TAMARA und
ULRIKE angeführt wird. Damit einhergehend haben sich auch neue
Regenfälle auf Deutschland ausgebreitet, die teilweise ein starkes
Tauwetter, insbesondere im Schwarzwald und Bayerwald sowie den
angrenzenden Regionen, hervorrufen. Lokal sind vor allem im Stau der
südlichen Mittelgebirge noch größere Regensummen zu erwarten.
Ansonsten muss man weit in den Norden fahren, um den Winter zu
finden, aber ihn gibt es noch immer: Über dem äußersten Norden und
Nordosten lauert die Kaltluft weiterhin und wartet nur darauf, wieder
gen Süden vorzustoßen. Damit bleibt das große Temperaturgefälle
bestehen, und so sind am heutigen Mittwoch ganz im Norden und
Nordosten nur +1 bis +2 Grad, im Südwesten dagegen bis +14 Grad zu
erwarten.
Mit dem Ausgreifen der Niederschläge in nördliche Richtungen am
morgigen Donnerstag startet der Winter im Norden dann in die nächste
Staffel: Vor allem im Norden Schleswig-Holsteins bis zur dänischen
Grenze, aber auch im Nordosten schneit es wieder länger anhaltend,
sodass hier einige Zentimeter Neuschnee zusammenkommen können. Dabei
zeichnet sich eine relativ scharfe Grenze zwischen Weiß und Grün ab.
Weiter südlich nämlich regnet es immer wieder von vorne los, sodass
es in einigen Staulagen der (südlichen) Mittelgebirge weiterhin zu
Dauerregen kommt. Und auch der Wind spielt unentwegt eine Rolle mit
und pfeift vornehmlich in höheren Lagen stürmisch um West/Südwest.
Zum Freitag tut sich dann aber was bei der bis dahin eher
gleichbleibenden Witterung: Ein Tief aus dem Tiefdruckkomplex zieht
unter Abschwächung nach Osten und damit dreht auf dessen Rückseite
die Strömung auf eine immer nördlichere Komponente. Daher kann die
Kaltluft wieder ordentlich Boden nach Süden gut machen und erreicht
am Freitagabend bereits die Mitte, sodass die abklingenden
Niederschläge hier wieder mehr und mehr in Schnee übergehen werden.
Diese Kaltluft bestimmt dann auch das Wettergeschehen am Wochenende,
sodass etwaige Niederschläge, die jedoch vorerst nicht mehr allzu
verbreitet simuliert werden, überall als Schnee fallen können. Auch
nachts gehen die Temperaturen wieder ordentlich in den Keller und
liegen bei teils -5 bis -10 Grad.
Was den Karneval betrifft, so bestehen noch gewisse Unsicherheiten in
der Prognose. Es deutet sich aber für ab Sonntagabend ein neues Tief
mit Niederschlägen an, das verbreitet erst Schnee, später eher
(vielleicht gefrierenden) Regen bringt. Ob die Rosenmontagsumzüge
daher zur Rutschpartie werden, muss noch abgewartet werden.
Aber der Grundfahrplan bis dahin steht: Nach viel Regen kommt wieder
das Schneefegen!
"
Das erklärt M.Sc.-Met. Oliver Reuter von der Wettervorhersagezentrale
des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der
kommenden Tage.
Hinweis:
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