VHDL16 DWSG 051000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Donnerstag, 05.02.2026, 10:30 Uhr
Bis zum Vormittag verbreitet Frost, örtlich Glätte und Nebel - in der
Nacht zum Freitag erneut.
Vorhersage für Baden-Württemberg:
Vorerst ist ein Zwischenhoch für Baden-Württemberg wetterbestimmend.
Ausgangs der Nacht zum Freitag greift trifft eine Okklusion im
Südwesten ein.
FROST:
Heute bis in den Vormittag hinein, abgesehen vom Rheintal und vom
Norden, verbreitet leichter Frost. In der Nacht zum Freitag erneut
großräumig leicht negative Tiefstwerte.
GLÄTTE/GLATTEIS:
Gleichzeitig örtlich Glätte durch Reif. Ausgangs der Nacht zum
Freitag im Südwesten mit geringer Wahrscheinlichkeit örtlich Glatteis
durch gefrierenden Regen.
NEBEL:
Heute bis in die Vormittagsstunden sowie in der Nacht zum Freitag
lokal Nebel mit Sichtweiten unter 150 m.
Heute an Rhein und Donau längere Zeit trüb durch Hochnebel. Im
Tagesverlauf aus Südwesten mehr und mehr Sonne. Maxima meist von 3
Grad auf der Ostalb bis 8 Grad am Neckar und bei Karlsruhe. Sehr mild
bei um 12 Grad am südlichen Oberrhein. Schwacher Wind aus Ost.
In der Nacht zum Freitag von Westen ausbreitend stark bewölkt. Zuvor
bei klarem oder gering bewölktem Himmel an Rhein, Donau und Neckar
Nebel. Im Südwesten in den Frühstunden einsetzender Regen, mit
geringer Wahrscheinlichkeit örtlich Glatteis. Tiefstwerte im Umfeld
des Rheins +2 Grad, sonst 0 bis -4 Grad.
Am Freitag stark bewölkt bis bedeckt. Von Südwest nach Nordost
zeitweise leichter Regen bei Höchstwerten von 2 Grad im Taubergrund
bis 12 Grad im Breisgau. Schwacher bis mäßiger Wind aus Südwest mit
frischen, in hohen Lagen des Schwarzwaldes starken bis stürmischen
Böen.
In der Nacht zum Samstag allmählich abziehender Regen, aber weiterhin
stark bewölkt. Tiefstwerte +6 bis 0 Grad. Exponiert im Schwarzwald
starke bis stürmische Böen aus Südwest.
Am Samstag Wolkenauflockerungen im Tagesverlauf und kaum mehr Regen.
Temperaturanstieg auf 6 Grad an der Donau und 14 Grad am Rhein.
Schwacher östlicher Wind.
In der Nacht zum Sonntag Bildung und Ausbreitung von Nebel und
Hochnebel, zuvor oftmals klar. Tiefstwerte +2 Grad bei Mannheim und
-3 Grad von der Südwestalb bis zum Südschwarzwald.
Am Sonntag zum Teil zähe Nebelfelder, im Bergland viel Sonne.
Temperatur im längeren grau bei 3 Grad, sonst Anstieg auf bis zu 10
Grad. Schwacher östlicher Wind.
In der Nacht zum Montag rasch ausbreitender Nebel und Hochnebel.
Minima +2 bis -3 Grad.
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Deutschlandübersicht:
Offenbach, Donnerstag, den 05.02.2026, 10:15 Uhr -
"Hoch DANIEL scheint sich in Fennoskandien weiterhin sehr
wohlzufühlen und erschwert damit das Vorankommen atlantischer
Tiefausläufer. Diese versuchen von Süden her immer wieder gegen
dieses "Kältebollwerk" anzukommen.
In den Westen und Süden Deutschlands werden dabei milde Luftmassen
gelenkt, während in den Norden und Osten mit einer östlichen Strömung
kalte Festlandsluft einfließt. Dadurch ergeben sich starke
Temperaturgegensätze in Deutschland. So verharrt der Norden am
heutigen Donnerstag bei Höchstwerten zwischen -3 und 0 Grad im
Dauerfrost, im Breisgau werden hingegen bis zu 11 Grad erreicht.
Insbesondere an den Küsten fühlen sich die Temperaturen deutlich
kälter an, denn dort weht ein strammer Ostwind, der zeitweise
stürmisch aufleben kann.
Im Übergangsbereich der verschiedenen Luftmassen kommt es am heutigen
Donnerstag und in der Nacht zum Freitag zu zeitweiligen
Niederschlägen. Die Bestimmung der Niederschlagsphase stellt dabei
nicht nur uns MeteorologInnen vor Herausforderungen. Teils kommen die
Niederschläge als leichte bis mäßige Schneefälle daher, teils ist
aber erneut gefrierender Regen ein Thema. Gebietsweise kommt es dann
zu erheblicher Glätte durch Glatteis (teilweise Unwetter). Beim
Verlassen des Hauses ist dann entsprechende Vorsicht geboten. Egal ob
per Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß sollte man sich den örtlichen
Begebenheiten dementsprechend anpassen.
Am morgigen Freitag kommen von Südwesten neue Niederschläge auf, die
bei Höchsttemperaturen zwischen 5 und 10 Grad meist als Regen fallen.
Im Nordosten ziehen die nächtlichen Niederschläge Richtung Ostsee ab.
Dauerfrost ist dort dann zwar kein Thema mehr, dennoch liegen die
Höchsttemperaturen nur im niedrigen einstelligen Bereich. Die Sonne
sucht man allerdings meist vergeblich am Himmel. Allenfalls an den
Nordrändern der Mittelgebirge und an den Alpen gibt es vorübergehend
Auflockerungen.
Im Laufe der Nacht zum Samstag kommen die Niederschläge von Südwesten
und Westen bis zur Elbe und Ostbayern voran. In der Mitte und im
Südosten ist nach aktuellem Stand der Modelle dann erneut mit
gefrierendem Regen und damit Glatteis zu rechnen. Hierzu muss aber
noch der ein oder andere Modelllauf abgewartet werden.
Das Wochenende präsentiert sich insbesondere im Südwesten und Westen
schon fast von seiner vorfrühlingshaften Seite. Entlang des Rheins
liegen die prognostizierten Höchsttemperaturen um 10 Grad, am Samstag
sind im Breisgau bis zu 14 Grad möglich. Dazu zeigt sich auch längere
Zeit die Sonne. Einem Nachmittagsspaziergang oder einem kleinen
Ausflug sollte also eigentlich nichts im Wege stehen. Anders sieht es
hingegen im Nordosten aus. Bei einer dichten Bewölkung, zeitweiligen
Niederschlägen (teils als Regen, teils als Schnee) und
Höchsttemperaturen im niedrigen einstelligen Bereich macht man es
sich doch lieber daheim gemütlich. "
Das erklärt M.Sc. Tanja Egerer von der Wettervorhersagezentrale des
Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden
Tage.
Hinweis:
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