VHDL16 DWSG 151000
Regionenwetter-aktuell für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart
am Donnerstag, 15.01.2026, 10:30 Uhr
Abziehender Regen, danach freundlicher und sehr mild. Kommende Nacht
gebietsweise frostig. Am Freitag überwiegend heiter.
Vorhersage für Baden-Württemberg:
Am Rande eines Tiefdrucksystems mit Zentren zwischen Island und den
Britischen Inseln gelangt mit südwestlicher Strömung feuchtmilde Luft
nach Baden-Württemberg.
FROST/GLÄTTE:
In der Nacht zum Freitag vor allem in Württemberg öfter leichter
Frost, aber nur vereinzelt Glätte durch Reif oder Überfrieren.
NEBEL:
Heute anfangs im Bodenseeraum örtlich Nebel mit Sichtweite unter 150
m. In der Nacht zum Freitag erneut dort, aber auch entlang der Donau
zum Teil dichter Nebel.
Heute bei den letzten Regentropfen zunächst stark bewölkt. Zum Mittag
hin überall trocken und vermehrt Sonnenschein. Maxima zwischen 7 Grad
an der Donau und 15 Grad am Kaiserstuhl. Meist schwachwindig. Auf dem
Feldberg aber starke bis stürmische Böen aus Südwest.
In der Nacht zum Freitag gering bewölkt, gebietsweise Nebelbildung.
Minima zwischen +3 Grad in der Kurpfalz und -5 Grad im Allgäu.
Vereinzelt Glätte. Auf dem Feldberg aber starke bis stürmische Böen
aus Südwest.
Am Freitag neben durchziehende Wolkenfelder auch oft sonnig.
Höchstwerte zwischen 4 Grad in Ulm und 14 Grad am südlichen
Oberrhein. Meist schwacher Wind aus östlicher Richtung. Am Feldberg
letzte starke bis stürmische Böen aus Südwest.
In der Nacht zum Samstag anfangs gering bis stark bewölkt. Im Laufe
der Nacht von Osten ausbreitender Nebel und Hochnebel. Tiefstwerte
+3 bis -5 Grad.
Am Samstag häufig trüb durch Nebel und Hochnebel. Mehr Sonne vor
allem in höheren Lagen von Schwarzwald und Alb. Niederschlagsfrei bei
Höchstwerten von 0 Grad an der Donau bis 10 Grad im Markgräflerland.
Schwacher östlicher Wind.
In der Nacht zum Sonntag ausbreitender Hochnebel, örtlich auch Nebel.
Tiefstwerte am Rhein +1, sonst meist leichter Frost bis -4 Grad.
Stellenweise Glätte.
Am Sonntag in hohen Lagen viel Sonne, dagegen im Tiefland weiterhin
Dauergrau. Höchstwerte von knapp über 0 Grad an der Donau bis 6 Grad
am Hochrhein. Wind schwach aus Ost, im Bergland zeitweise böig
auffrischend.
In der Nacht zum Montag neblig oder hochneblig trüb. Nur in hohen
Lagen teils gering bewölkt. Tiefstwerte im Hochschwarzwald um +1
Grad, sonst zwischen -1 und -4 Grad.
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Deutschlandübersicht:
Offenbach, Donnerstag, den 15.01.2026, 10:15 Uhr -
"Nach den Wetterkapriolen der vergangenen Tage stellt sich nun wieder
ruhigeres Wetter in Deutschland ein. Zwischen hohem Luftdruck über
Westrussland respektive Osteuropa und tiefem Luftdruck auf dem
Nordostatlantik liegt Deutschland in einer südwestlichen Strömung,
mit der derzeit milde, teils sehr milde Luft zu uns gelangt. In diese
Strömung eingebettet ist das Randtief "Iuliia", das heute über den
Ärmelkanal hinweg zieht und morgen die Nordsee erreicht.
Insbesondere in der Nordwesthälfte ziehen am heutigen Donnerstag
sowie am morgigen Freitag entsprechend dichtere Wolken durch, hier
und da fällt etwas Regen. Zudem frischt der Wind in höheren Lagen
sowie am Nordrand der Mittelgebirge stark bis stürmisch auf. Sonst
zeigt sich zeitweise die Sonne und es bleibt trocken.
In der deutlich milderen Luft werden auch die letzten Schneereste in
tieferen Lagen abtauen. Die Schneedecke zieht sich somit weiter ins
Bergland zurück. Vielerorts werden 6 bis 12 Grad erreicht, am
Oberrhein kann die Temperatur heute mit Sonnenunterstützung sogar auf
14 Grad ansteigen. Leichter Frost spielt in der kommenden Nacht
lediglich im Süden eine Rolle, in der Nacht zum Samstag breitet er
sich wieder in der gesamten Osthälfte aus. Die Glättesituation ist
meist ebenfalls entspannt. Nur örtlich kann etwas Restnässe
überfrieren, bei längeren klaren Verhältnissen kann auch Reifbildung
möglich.
Über das Wochenende hinweg nimmt der Hochdruckeinfluss von Osten her
zu. Dabei dreht die Strömung mehr und mehr auf Süd bis Südost. So
gelangt dann über die Balkanhalbinsel und das Mittelmeer etwas
trockenere und mäßig-kalte Kontinentalluft aus Osteuropa zu uns.
Entsprechend stellt sich in Deutschland ruhiges, teils trübes
Wettergeschehen ein. Gebietsweise hält sich für längere Zeit
hochnebelartige Bewölkung, in einigen Tallagen kann es auch wieder
tagsüber weitgehend neblig-trüb bleiben. Am ehesten wird sich die
Sonne in Hochlagen sowie am Nord- bis Nordwestrand der Mittelgebirge
zeigen, wenngleich ein gewisser Eintrag an Saharastaub in höheren
Luftschichten auch dort den Sonnenschein eintrüben kann. Dabei bleibt
es weitgehend trocken, nur vereinzelt fällt etwas Sprühregen.
Die Temperatur geht allmählich zurück auf niedrige einstellige Werte,
einzig am Niederrhein bleibt es noch etwas milder. In den Nächten
muss dann wieder verbreitet mit leichtem bis mäßigem Frost gerechnet
werden.
Durchaus erwähnenswert ist auch der in den östlichen Mittelgebirgen
auffrischende Wind. Im Laufe des Wochenendes frischt in Ostsachsen
der Böhmische Wind auf, der spätestens ab Montag auch mit stürmischen
Böen oder sogar Sturmböen ins Vorland wehen kann.
"
Das erklärt MSc.-Met. Sebastian Schappert von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Hinweis:
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