VHDL16 DWSG 281000
Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung
Baden-Württemberg
am Mittwoch, 28.10.2026, 10:30 Uhr
In der Nacht zum Donnerstag und zum Freitag lokal Nebel sowie
stellenweise Frost. Auf Schwarzwaldgipfeln kräftiger Ostwind.
Wetter- und Warnlage:
Die Kaltfront von Tief "Naomi" überquert Süddeutschland heute
südostwärts. Die rückseitig einfließende Atlantikluft gerät rasch
unter Hochdruckeinfluss, der sich die kommenden Tage hält.
WIND:
Auf Schwarzwaldgipfeln in der Nacht zum Donnerstag starke bis
stürmische Böen bis 60 km/h um Ost. Tagsüber und in der Nacht zum
Freitag dann Spitzen um 70 km/h.
NEBEL:
In der Nacht zum Donnerstag und zum Freitag lokal Sichtweiten unter
150 m.
FROST:
In der Nacht zum Donnerstag im Bergland sowie in ungünstigen Lagen
stellenweise leichter Frost. In der Nacht zum Freitag vor allem im
Umfeld der Ostalb örtlich leichter Frost.
Detaillierter Wetterablauf:
Heute an der Alb und in Oberschwaben zunächst etwas Regen bei dichter
Bewölkung. Von Westen her Auflockerungen und nur mehr einzelne
Schauer, am Abend nachlassend. Maxima von 9 Grad im Bergland bis 16
Grad im Oberrheingraben reichend. Schwacher bis mäßiger, vor allem in
höheren Lagen anfangs noch auffrischender Wind aus West bis Nordwest.
In der Nacht zum Donnerstag meist gering bewölkt oder klar, lokal
aber Nebel und Hochnebel. Tiefstwerte von +5 bis -1 Grad. Bodennah
vielerorts leichter Frost.
Am Donnerstag abseits anfänglicher Nebel- und Hochnebelfelder
verbreitet heiter. Eventuell länger trüb am Bodensee und in Teilen
Oberschwabens. Höchstwerte je nach Sonne zwischen 8 und 14 Grad, am
mildesten am Oberrhein. Schwacher bis mäßiger Wind aus Nordost bis
Ost, nach Süden hin zeitweise auffrischend. Auf Schwarzwaldgipfeln
starke bis stürmische Böen.
In der Nacht zum Freitag bei überwiegend klarem Himmel an manchen
Flüssen und Seen Nebelbildung, zum Teil auch Hochnebel. Minima von +5
bis -1 Grad. Oftmals Frost in Bodennähe.
Am Freitag zwischen Alb und Bodensee sowie im südlichen
Oberrheingraben längere Zeit Nebel und Hochnebel, sonst überwiegend
sonnig. Maximal im Umfeld der Donau um 8, an Rhein und Neckar bei 13
Grad. Schwacher bis mäßiger, vor allem im Bergland böig
auffrischender Wind aus Nordost bis Ost. In den Kammlagen des
Schwarzwaldes starke bis stürmische Böen.
In der Nacht zum Samstag oft gering bewölkt oder klar, aber erneut
Nebelbildung in den Niederungen und Senken. Frühwerte von +5 bis 0
Grad. Gebietsweise Frost in Bodennähe.
Am Samstag teils sonnig, teils stark bewölkt oder trüb durch Nebel
und Hochnebel. Trocken. Je nach Sonnenschein zwischen 6 und 12 Grad.
Schwacher bis mäßiger, mitunter böig auffrischender Wind aus Nord bis
Ost.
In der Nacht zum Sonntag anfangs zum Teil noch aufgelockert, von
Nordosten aber zunehmend stark bewölkt oder trüb. Vor allem nach
Osten hin stellenweise geringer Regen. Abkühlung auf 5 bis 1 Grad.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Mittwoch, den 28.10.2026, 10:15 Uhr -
"Gegenwärtig überquert uns noch die Kaltfront eines umfangreichen
Sturmtiefs nahe Island, das auf den Namen NAOMI hört, mit Regen und
vielfach kompakten Wolken. Es soll für die kommenden Tage aber der
letzte richtige frontale Gruß werden, denn von Westen bringt sich
Hoch JRUIJ in Stellung, das uns das für den Herbst bekannte
Lottospiel bescheren wird. Während Niederschläge in den kommenden
Tagen nämlich Mangelware bleiben, steigt das Risiko für teils zähen
Nebel und Hochnebel immer weiter an, womit Sonnenschein quasi zum
Hauptgewinn wird.
Der heutige Mittwoch zeichnet sich durch die abziehende Kaltfront
noch durch eine Wetterzweiteilung aus, bei der es vom Westen bis in
die Landesmitte immer wieder für Auflockerungen reicht, im Osten und
Südosten dagegen regnet es noch etwas länger. Mit Höchstwerten von 10
bis 16 grad wird es etwas kühler als noch gestern, was an der frisch
eingeflossenen Meereskaltluft liegt.
Das merken wir auch nachts, denn vor allem bei Aufklaren ist in der
Mitte und im Süden leichter Frost nicht ausgeschlossen, ansonsten
bildet sich häufig dichter Nebel, im Norden fallen noch ein paar
Tropfen.
Der Donnerstag ist vor allem in der Südhälfte von zäher
Nebelauflösung geprägt. Es ist auch möglich, dass es mancherorts
ganztags neblig-trüb und damit kühl mit maximal 7 bis 8 Grad bleibt.
Die größten Chancen auf Sonnenschein bestehen vom Saarland über
Rheinland-Pfalz bis in das südliche Rhein-Main-Gebiet und
Baden-Württemberg, womit es dort nochmal 14 bis 16 Grad warm werden
kann.
Am Freitag ändert sich nichts Wesentliches, JURIJ verlagert seinen
Schwerpunkt nach Mitteleuropa und damit geht das Nebel-Lotto so
weiter. Es zeichnet sich weiterhin ein West-Südwest/Nordost-Gefälle
ab, die Chancen auf Sonnenschein könnten aber abgesehen vom Norden
etwas höher als noch am Donnerstag sein.
Zum Wochenende gibt es im Südwesten und auf den Bergen noch
Sonnenscheinanteile, Richtung Sonntag wird es aber allgemein trüber
und auch immer kühler. Dann gibt es bei einer Nordostströmung häufig
nur noch 7 bis 10, örtlich bis 12 Grad und vor allem in der Südhälfte
häufig Boden- oder örtlich Luftfrost. Dazu kommen zumindest örtlich
schwache Niederschläge in Form von Sprühregen, kurzen Schauern oder
Schnee in höheren Lagen direkt an den Alpen.
Der weitere Trend lässt kaum Änderung erwarten, denn das Hoch gräbt
sich über Großbritannien ein und riegelt Tiefdruckvorstöße aus Westen
quasi ab. Einzig an den Alpen könnte es für merkliche Niederschläge
als Schnee und Regen reichen. Es bleibt also sonst bis auf weiteres
beim kühlen Lottospiel - mit wenig Aussicht auf den Hauptgewinn. "
Das erklärt M.Sc.-Met. Oliver Reuter von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am
Donnerstag, 29.10.2026, 10:30.
Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes
informieren.
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Mit freundlichen Grüßen
DWD Kundenservice
E-Mail: kundenservice@dwd.de