VHDL16 DWSG 221000
Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung
Baden-Württemberg
am Donnerstag, 22.10.2026, 10:30 Uhr
Heiter bis wolkig, später im Norden eventuell nass. Vor allem im
Bergland starke bis stürmische Böen. Freitag von Westen her Regen und
kräftig auflebender Wind.
Wetter- und Warnlage:
Nachdem heute ein Zwischenhoch für Wetterberuhigung sorgt, greifen am
Freitag von Westen die Ausläufer eines Sturmtiefs auf Süddeutschland
über.
STURM/ORKAN(UNWETTER):
Bis zum Abend im höheren Bergland starke bis stürmische Böen bis 60,
auf dem Feldberg bis 75 km/h aus Südwest. Ab Freitagmorgen
zunehmender Südwestwind. Dabei ab Mittag auch in Niederungen starke
bis stürmische Böen um 60, im Bergland um 70 km/h aus Süd bis
Südwest. Darüber hinaus in den Gipfellagen des Schwarzwaldes schwere
Sturmböen um 100, auf dem Feldberg auch Orkanböen bis 120 km/h. In
der zweiten Nachthälfte zum Samstag etwas abschwächender Wind.
SCHNEE/GLÄTTE:
In der Nacht zum Samstag oberhalb von 1000 m durch Schneeschauer
vereinzelt Glätte durch etwas Schneematsch gering wahrscheinlich.
FROST:
In der Nacht zum Freitag im Allgäu ganz vereinzelt Frost bis -1 Grad.
GEWITTER:
Am Freitagnachmittag und -abend vor allem am Schwarzwald vereinzelte
Gewitter mit Sturmböen um 85 km/h.
Detaillierter Wetterablauf:
Heute heiter bis wolkig. Ab dem Nachmittag im Norden etwas
ansteigendes Schauer- bzw. Regenrisiko. Temperaturanstieg auf 9 Grad
im Schwarzwald und 17 Grad in der Ortenau. Mäßiger, in Böen starker
Wind um Südwest. Auf den Schwarzwaldgipfeln stürmische Böen.
In der Nacht zum Freitag von Westen her zunehmend stark bewölkt.
Ausgangs der Nacht in Baden einsetzender Regen. Temperaturrückgang
auf 9 Grad im Raum Mannheim und bis -1 Grad im Allgäu. Auf und
südlich der Alb verbreitet Frost in Bodennähe.
Am Freitag stark bewölkt bis bedeckt bei sich ausbreitendem Regen.
Nachmittags Übergang in einzelne Schauer oder Gewitter mit
zwischenzeitlichen Auflockerungen. Maximal 9 bis 18 Grad. Im
Tagesverlauf zunehmend frischer Südwestwind, in Böen stark bis
stürmisch. Im Bergland und bei Gewittern Sturmböen, auf
Schwarzwaldgipfeln oder schwere Sturmböen, auf dem Feldberg
Orkanböen.
In der Nacht zum Samstag gebietsweise Schauer, am Feldberg
Schneeschauer. Tiefstwerte zwischen 9 und 2 Grad. Verbreitet starke
bis stürmische Böen aus Südwest. In hohen Lagen Sturmböen, anfangs
noch orkanartige Böen oder Orkanböen.
Am Samstag anfangs meist stark bewölkt und zeitweise etwas Regen oder
Schauer, im höchsten Bergland auch mit Schnee vermischt. Im weiteren
Tagesverlauf tendenziell immer trockener und mehr und mehr
Auflockerungen. Maxima zwischen 5 Grad im Raum Villingen-Schwenningen
und 14 Grad am Oberrhein. Mäßiger, teils frischer Südwestwind, in
Böen stark bis stürmisch, in den Hochlagen des Schwarzwaldes
Sturmböen.
In der Nacht zum Sonntag von Westen erneut dicht bewölkt bei sich
ausbreitendem, teils kräftigem Regen. Minima 9 bis 2 Grad. Zunehmend
starke bis stürmische Böen aus Südwest; in hohen Lagen Sturmböen,
exponiert bis hin zu Orkanböen.
Am Sonntag verbreitet und anhaltender Regen, im Laufe des Nachmittags
nach Südosten abziehend. Höchstwerte von 8 Grad im Bergland bis 17
Grad im Breisgau. Mäßiger bis frischer Südwestwind mit starken, im
Bergland auch stürmischen Böen. Auf Schwarzwaldgipfeln anfangs auch
schwere Sturmböen, am Feldberg Orkanböen.
In der Nacht zum Montag abklingender Regen und Auflockerungen.
Tiefstwerte 8 bis 3 Grad. Im Bergland starke bis stürmische Böen,
anfangs auf dem Feldberg noch Sturmböen aus Südwest.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Donnerstag, den 22.10.2026, 10:15 Uhr -
"Am heutigen Donnerstag kann man beim Wetter nochmal kurz
durchschnaufen, bevor es Richtung Wochenende deutlich turbulenter
zugeht. Nach Abzug des Frontensystems von Tief JELLA mit Zentrum über
der Nordsee hat sich schwacher Zwischenhocheinfluss eingestellt und
vielerorts scheint die Sonne. Lediglich im Nordwesten und Westen
greifen im Tagesverlauf Schauer und vereinzelt auch kurze Gewitter
von Benelux über, sonst bleibt es weitgehend trocken bei Temperaturen
zwischen 10 und 15, am Oberrhein bis 17 Grad. An den Temperaturen
wird sich in den nächsten Tagen auch nicht allzu viel ändern, es sind
eher die Themen Regen und Sturm, die die Schlagzeilen bestimmen.
So formiert sich über dem nahen Ostatlantik bereits das Sturmtief
LUISE, das aufgrund seiner Brisanz vom Britischen Wetterdienst
bereits international getauft wurde und den Namen AUSTEN erhalten
hat. Es landet unter weiterer Intensivierung am Freitagabend an der
Deutsch-Niederländischen Grenze an und hat an seiner Südflanke vor
allem für NRW teils schwere Sturmböen von 80 bis 100 km/h im Gepäck.
Dabei besteht erhöhte Gefahr durch herabstürzende Äste und
umherfliegende Gegenstände. In den übrigen Landesteilen kommt vom
Sturmfeld nicht mehr allzu viel an, da sich das Tief in der Folge
rasch abschwächt. Ein bisschen auffrischender Wind, das war's
vielfach. Nur auf den zentralen Mittelgebirgen ist es mitunter
stürmisch.
Nach einem im Norden oft verregneten und windigen, im Süden immerhin
weitgehend trockenem Samstag folgt am Sonntag Sturmtief MANJA nach.
Es bringt vorrangig den Küstenregionen, dem Nordwesten sowie dem
Bergland teils schweren Sturm, wohingegen zwischen Berlin und München
in ausreichender Entfernung zum Tiefkern windtechnisch nichts
Dramatisches passiert. Dort bleiben die Böen meist im Bereich
zwischen 50 und 70 km/h.
Auch Regen hat MANJA reichlich in petto, vor allem an den
Südwesträndern der Mittelgebirge sind Mengen über 30 Liter auf den
Quadratmeter binnen 12 Stunden möglich.
Die ersten Herbststürme kommen also, betreffen aber bei weitem nicht
alle Regionen Deutschlands gleich. In der kommenden Woche sieht es
nach einer deutlichen Wetterberuhigung aus. "
Das erklärt Dipl.-Met. Robert Hausen von der Wettervorhersagezentrale
des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der
kommenden Tage.
Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am
Freitag, 23.10.2026, 10:30.
Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes
informieren.
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Mit freundlichen Grüßen
DWD Kundenservice
E-Mail: kundenservice@dwd.de