VHDL16 DWSG 081000
Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung
Baden-Württemberg
am Dienstag, 08.09.2026, 10:30 Uhr
Heute Abend bis Mittwochvormittag lokal Gewitter, anfangs in der
Südhälfte auch heftig. Zudem heute nochmal örtlich starke
Wärmebelastung sowie abseits der Gewitter Windböen.
Wetter- und Warnlage:
Mit südwestlicher Strömung gelangt heute sehr warme, aber auch
feuchte und damit schwüle Luft nach Süddeutschland. In der Nacht zum
Mittwoch folgt eine Kaltfront, welche die Luftmasse labilisiert und
insbesondere südlich der Donau für kräftige Gewitter sorgen wird.
Nachfolgend setzt sich kühlere Meeresluft durch, welche zum
Donnerstag unter Hochdruckeinfluss gerät.
GEWITTER UNWETTER:
In der ersten Nachthälfte zum Mittwoch von Südwesten aufziehende
starke Gewitter mit Sturmböen oder schweren Sturmböen bis 90 km/h aus
West bis Südwest und kleinem Hagel. Lokal auch Starkregen um 20 l/qm
in kurzer Zeit. Am Bodensee und in Oberschwaben eng begrenzt auch
orkanartige Böen um 110 km/h (UNWETTER) wahrscheinlich. Nachfolgend
vor allem südlich der Schwäbischen Alb bis Mittwochvormittag noch
einzelne Gewitter. Dann aber wohl lediglich noch Windböen um 55 km/h
und im Allgäu mehrstündiger Starkregen um 20 l/qm möglich.
WIND/STURM:
Ab dem Nachmittag bis in den Mittwoch hinein auf den
Schwarzwaldgipfeln Windböen bis 60, auf dem Feldberg Sturmböen bis 75
km/h aus Südwest bis West. In der Nacht zum Mittwoch auch abseits von
Gewittern bis ins Flachland herab vorübergehend Windböen nicht
ausgeschlossen.
Detaillierter Wetterablauf:
Heute meist heiter mit nur wenigen Quellwolken. Tagesmaxima zwischen
27 Grad im Hochschwarzwald und 33 Grad entlang des Rheins. Mäßiger
Südwestwind mit frischen bis starken Böen.
In der Nacht zum Mittwoch von Südwesten schauerartiger Regen und
starke Gewitter, lokal mit (schweren) Sturmböen, Richtung
Bodensee/Oberschwaben wahrscheinlich auch einzelnen orkanartigen
Böen. Tiefsttemperaturen von 18 bis 13 Grad. Im Hochschwarzwald
vereinzelt Sturmböen aus Südwest. Auch sonst vorübergehend
auffrischender Wind mit starken bis stürmischen Böen.
Am Mittwoch entlang und südlich der Alb teils von Gewittern
begleiteter Regen. Sonst von Nordwesten her nachlassender
Niederschlag und Auflockerungen. Deutlich kühler bei Maxima zwischen
15 Grad auf der Alb sowie im Allgäu und 22 Grad in der Kurpfalz.
Mäßiger Westwind mit frischen bis starken, exponiert im Schwarzwald
anfangs noch stürmischen Böen.
In der Nacht zum Donnerstag im Allgäu letzte Regentropfen und noch
stärker bewölkt, sonst meist klar und trocken. Örtlich Nebel. Minima
10 bis 6 Grad.
Am Donnerstag Mix aus Sonne und Wolken. Meist trocken. Höchstwerte
von 17 Grad im Bergland bis 23 Grad am Rhein. Schwacher Nordostwind.
In der Nacht zum Freitag gering bewölkt, niederschlagsfrei. Lokal
Nebel. Tiefstwerte 10 bis 4 Grad.
Am Freitag bei teils kompakteren Wolkenfeldern überwiegend heiter.
Trocken bei Höchsttemperaturen zwischen 18 und 24 Grad. Schwacher und
variabler Wind.
In der Nacht zum Samstag unterschiedlich bewölkt, trocken. Lokal
Nebel. Temperaturrückgang auf 11 bis 6 Grad.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Dienstag, den 08.09.2026, 10:15 Uhr -
"Das umfangreiche Hoch ULRICH hat sich schon nach Rumänien
verabschiedet, ist jedoch heute noch in der Südosthälfte Deutschlands
letztmals wetterbestimmend und sorgt dort für viel Sonnenschein.
Sonst dominiert das Sturmtief WEGA bei Schottland. Seine Ausläufer
haben bereits auf den Nordwesten übergegriffen und sorgen dort bei
starker Bewölkung für schauerartigen Regen. Dieses
Niederschlagsgebiet weitet sich südostwärts aus, heute Abend ist auch
die Westhälfte davon betroffen. Auf seiner Vorderseite können sich im
Tagesverlauf im Nordosten Schauer und später kurze Gewitter
entwickeln, später trifft das auch für den Südwesten zu. Mit einer
südwestlichen Anströmung gelangt nochmals sehr warme, in der
Südosthälfte heiße Luft nach Deutschland mit Höchstwerten im Süden
bis 33°C. Im Nordwesten dagegen bleibt es mit 19 bis 24 Grad deutlich
kühler. In der Nacht schiebt sich das Niederschlagsband weiter
südöstlich voran.
Am morgigen Mittwoch dominiert in einem breiten Streifen vom
Südwesten in den Nordosten starke Bewölkung mit schauerartigem Regen.
Bis zum Mittag verlagert sich dieses Wettergeschehen in die
Südosthälfte und von der Lausitz bis in den Südosten Bayerns dauert
der Regen bis zum Abend an. Besonders im Alpenvorland als auch in den
Alpen selbst kommen dabei größere Niederschlagsmengen zusammen. Auf
der Rückseite, also nordwestlich des angesprochenen
Niederschlagsgebietes ist es wechselnd bewölkt. Von der Nordsee
greifen Schauer und kurze Gewitter auf den Norden und Nordwesten
über. Dort frischt auch der Wind, aus westlichen Richtungen kommend,
vorübergehend deutlich auf. Mit 17 bis 23 Grad erreichen die
Höchstwerte nicht mehr das Niveau der Tage zuvor.
Am Donnerstag wechseln sich Sonne und Quellwolken ab, wobei in der
Südhälfte größere Anteile am Sonnenschein und in der Nordhälfte die
Wolken wetterbestimmend sind. Der Grund hierfür ist, dass ein neues
Hoch, VUKADIN genannt, von der Biskaya nach Süddeutschland ausgreift.
In Norddeutschland und auch direkt an den Alpen besteht ein kleines
Schauerrisiko. Die Tageshöchstwerte liegen meist knapp oberhalb der
20-Grad-Marke.
Am Freitag ist es bei einem Sonne-Wolken-Mix vielfach freundlich.
Lediglich im äußersten Südosten gibt es mehr Wolken und auch den ein
oder anderen Tropfen Regen. Eine neue Störung wird im Tagesverlauf
von der Nordsee auf den Norden und Nordwesten übergreifen und dort
bei dann stark bewölktem Himmel Schauer und Regen bringen. Für die
Nacht zum Samstag deutet sich allerdings eine
Niederschlagsabschwächung an. Die Höchstwerte liegen um 22 Grad.
Am Wochenende ist es im Süden spätsommerlich sonnenscheinreich,
während im Norden mehr Wolken unterwegs sind. Am Sonntag erreicht
eine neue Störung mit Regen den Nordwesten. Während im Norden
weiterhin etwa 22 Grad erreicht werden, wird im Südwesten die
25-Grad-Marke wieder überschritten. "
Das erklärt Dipl.-Met. Markus Eifried von der
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.
Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am
Mittwoch, 09.09.2026, 10:30.
Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes
informieren.
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Mit freundlichen Grüßen
DWD Kundenservice
E-Mail: kundenservice@dwd.de