VHDL16 DWSG 201000
Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg
ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung
Baden-Württemberg
am Donnerstag, 20.08.2026, 10:30 Uhr
Bis in die Nacht zum Freitag örtlich Gewittertätigkeit. Am Freitag
Richtung Allgäu auch ungewittriger Starkregen. Außerdem heute
tagsüber auf den Bergen zeitweise Windböen.
Wetter- und Warnlage:
Süddeutschland liegt im Bereich einer Luftmassengrenze, welche nur
langsam nach Süden vorankommt. Sie trennt mäßig warme Meeresluft im
Nordwesten von sommerlich warmer Luft im Südosten. Nach Abzug der
Front am Freitag kommt von Westen eine weitere Störung aufgezogen,
welche für verbreitete Labilisierung der Luftmasse sorgt.
GEWITTER/STARKREGEN:
Bis Freitagmittag liegt der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit
zunächst südlich der Donau und im Bereich der Schwäbischen Alb, sonst
gibt es nur vereinzelt Gewitter, im Westen und Norden steigt die
Wahrscheinlichkeit ab Freitagmittag deutlich an. Begleiterscheinungen
können sein: stürmische Böen oder Sturmböen um 75 km/h und meist
kleinkörniger Hagel, aber vor allem Starkregen um 20 Liter pro
Quadratmeter in einer Stunde und teils auch mehrstündig (3 bis 6
Stunden) mit Werten um 30 Liter pro Quadratmeter. Im Bereich der
Schwäbischen Alb und südlich der Donau sind UNWETTER mit um 30 Liter
in einer Stunde oder 40 Liter in 3 Stunden nicht ausgeschlossen. Das
Erreichen von Starkregenschwellen ist dort auch möglich, ohne dass
Gewitter einhergehen.
WIND:
Heute im Bergland Windböen bis 60 km/h, am Feldberg zeitweise
Sturmböen um 75 km/h aus West.
Detaillierter Wetterablauf:
Heute wolkig bis stark bewölkt und vor allem in der Südosthälfte,
teils aber auch in den anderen Regionen schauerartiger, ab und zu
gewittriger Regen. Höchstwerte 22 Grad im Bergland und 28 Grad bei
Karlsruhe. Mäßiger Wind aus West bis Südwest. Frische bis starke, auf
der Südwestalb sowie in Hochlagen des Schwarzwaldes und bei Gewittern
stürmische Böen.
In der Nacht zum Freitag stark bewölkt und sich in den Südosten
zurückziehender Regen und Gewitter. Tiefstwerte 16 bis 11 Grad.
Am Freitag südlich der Donau oft bedeckt bei länger anhaltendem und
zum Teil kräftigem Regen, teils mit eingelagerten Gewittern. Sonst
zunächst häufig trocken bei einem Mix aus Sonne und Wolken. Gegen
Nachmittag aber auch dort von Westen Schauer und Gewitter.
Temperaturanstieg auf 16 Grad südlich der Donau bis 24 Grad am
nördlichen Oberrhein. Schwacher westlicher Wind, in Böen
auffrischend.
In der Nacht zum Samstag im Südosten allmählich nachlassender Regen,
dann gebietsweise Auflockerungen. Tiefstwerte 15 bis 9 Grad.
Am Samstag bis zum Mittag örtlich Schauer oder Gewitter. Anschließend
rasches Abklingen und Aufreißen der Bewölkung. Am Abend meist sonnig
oder gering bewölkt. 18 bis 24 Grad in der Spitze. Schwacher Wind aus
wechselnden Richtungen.
In der Nacht zum Sonntag gering bewölkt. Tiefstwerte 12 bis 7 Grad.
Am Sonntag heiter. Maxima von 19 Grad auf der Zollernalb bis 26 Grad
bei Baden-Baden. Schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen.
In der Nacht zum Montag meist gering bewölkt bei morgendlichen
Temperaturen von 13 bis 7 Grad.
Deutschlandübersicht:
Offenbach, Donnerstag, den 20.08.2026, 10:15 Uhr -
"Gestern und in der vergangenen Nacht lag über der Mitte Deutschlands
in einem Streifen von West nach Ost eine Luftmassengrenze. An dieser
kam es zu schweren Gewittern, die einige Schäden verursacht haben. Am
heutigen Tag liegt Deutschland in den Einflussgebieten verschiedener
Tiefdruckgebilde. Das führt dazu, dass sich drei verschiedene
"Wetterzonen" bilden.
Im Südosten liegt noch warme und feuchte Luft, die Höchsttemperaturen
um 25 Grad zulässt. Zusammen mit den Impulsen durch Tief OLIVIA muss
dort insbesondere ab dem Nachmittag vermehrt mit Regen und kräftigen
Gewittern gerechnet werden. Dabei besteht lokal Unwetterpotenzial.
Die daran anschließende Zone reicht etwa von der Pfalz bis in den
Nordosten. Hier bleibt es zumeist trocken, und neben Wolken zeigt
sich auch öfter die Sonne. Im Nordwesten gelangt erneut feuchtere,
jedoch auch kühlere Luft nach Deutschland. Die Temperaturen liegen
bei knapp über 20 Grad, und ein weiteres Tief (NORA) führt zu
Schauern und Gewittern. Diese sind jedoch insgesamt schwächer als im
Südosten. In der Nacht nimmt die Gewitteraktivität insgesamt ab, im
Südosten regnet es aber weiterhin teils kräftig.
Am morgigen Freitag verschwimmt diese Struktur ein wenig. Im Südosten
verbleibt es jedoch regnerisch und gewittrig. Dabei muss weiterhin
mit Unwettern gerechnet werden. Die Gewitter im Nordwesten weiten
sich im Tagesverlauf auf den Westen aus und kommen in der Nacht zum
Samstag in die Mitte voran. Lediglich der (Nord-)Osten verbleibt
weitestgehend trocken und warm bei Temperaturen um 25 Grad, sonst
liegen die Maximalwerte oft um 20 Grad.
Der Samstag läutet eine Wetterberuhigung ein. Er zeigt sich jedoch
vor allem in der Mitte Deutschlands noch von seiner schauerartigen
oder gewittrigen Seite. Insgesamt nimmt die Aktivität zum Abend
deutlich ab, sodass die Nacht zum Sonntag vielerorts trocken
verläuft. Die Höchsttemperaturen liegen deutschlandweit um 20 Grad.
Gleichzeitig frischt der Wind an der See auf, sodass das Wetter dort
fast schon erste herbstliche Züge annimmt.
Zum Sonntag steigen die Temperaturen im Süden voraussichtlich wieder
einige Grad an, dabei bleibt es größtenteils sonnig. Dem Genießen im
Freien sollte also kaum etwas im Wege stehen. Nur der Norden sollte
darauf vorbereitet sein, dass es windig bleibt und die Temperaturen
nicht über 20 Grad klettern. "
Das erklärt M.Sc. Fabian Chow von der Wettervorhersagezentrale des
Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach zum Wetter der kommenden
Tage.
Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am
Freitag, 21.08.2026, 10:30.
Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes
informieren.
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Mit freundlichen Grüßen
DWD Kundenservice
E-Mail: kundenservice@dwd.de