VHDL16 DWSG 301000

Deutscher Wetterdienst
Regionen Wetter für Baden-Württemberg

ausgegeben von der Regionalen Wetterberatung Süd - Landberatung 
Baden-Württemberg
am Donnerstag, 30.07.2026, 10:30 Uhr

Heute sehr heiß. Am Nachmittag von Westen verbreitet stürmische Böen 
oder Sturmböen, zum Teil auch Schauer und Gewitter.


Wetter- und Warnlage:
Am Rande eines umfangreichen Hochs über Südosteuropa gelangt mit 
südwestlicher Strömung sehr heiße, zunächst aber noch recht trockene 
Luft subtropischen Ursprungs nach Süddeutschland. Am Nachmittag 
Durchzug einer Böenlinie von Südwesten her.  

STURM/GEWITTER:
Ab dem Nachmittag von Westen durchziehende Böenfront und einzelne 
Gewitter mit Hagel. Dabei vorübergehend und verbreitet stürmische 
Böen bis 70, örtlich Sturmböen oder einzelne schweren Sturmböen 
zwischen 80 und 100 km/h aus Richtung Nordwest. 
Am Freitag zunehmende Gewittergefahr. Im Tagesverlauf und bis in die 
Nacht zum Samstag örtlich Gewitter mit Sturmböen um 80 km/h, Hagel 
mit Korngrößen um 2 cm und Starkregen bis 25 l/qm in kurzer Zeit. 
Vereinzelt auch Unwetter mit heftigem Starkregen bis 40 l/qm 
innerhalb kurzer Zeit.   

HITZE:
Verbreitet starke Wärmebelastung.

Hinweis:
Tagsüber vor allem im Süden starke Gefährdung durch UV-Strahlung.  

Detaillierter Wetterablauf:

Heute Spitze der Hitzewelle bei 33 Grad im höheren Bergland; in 
Oberschwaben 35 Grad; am Rhein, Neckar und an der Tauber zwischen 37 
und 39 Grad. Zunächst erneut viel Sonne. Nachmittags von Westen 
zunehmend stark bewölkt, lokal mit ein paar Regentropfen, mit 
geringer Wahrscheinlichkeit auch einem kurzen Gewitter. Dabei 
vorübergehend stürmische Böen oder Sturmböen aus Nordwest, mit 
Gewittern schwere Sturmböen. Sonst tagsüber nur schwacher 
Südwestwind.

In der Nacht zum Freitag teils wolkig, teils klar. Vereinzelt 
Schauer, auch kurze Gewitter nicht auszuschließen. Tiefstwerte 21 bis
14 Grad. Exponiert im Schwarzwald erneut starke bis stürmische Böen 
aus Südwest. 

Am Freitag überwiegend freundlich. Anfangs ganz im Norden Schauer 
oder Gewitter, dann im Tagesverlauf vom Bergland ausgehend mehr 
Wolken und ansteigendes Gewitterrisiko. Noch verbreitet heiß bei 
Tagesmaxima von 29 Grad im Hochschwarzwald - an Rhein, Neckar und 
Donau zwischen 32 und 35 Grad. Mäßiger Westwind mit frischen bis 
starken Böen. Bei etwaigen Gewittern auch Sturmböen.

In der Nacht zum Samstag häufig stark bewölkt bei Schauern und 
Gewittern. Lokal nur leicht bewölkt und niederschlagsfrei. Frühwerte 
20 bis 15 Grad.

Am Samstagvormittag meist heiter bis sonnig; teils auch noch wolkig 
bei letzten Schauern aus der vorausgegangen Nacht. Im Tagesverlauf 
erneut Quellwolkenbildung mit Schauern und Gewittern. Tagesmaxima 
zwischen 27 und 31 Grad. Schwacher bis mäßiger, in Böen frischer Wind
aus Nord bis Nordost. Bei Gewittern stürmische Böen oder Sturmböen.

In der Nacht zum Sonntag zunächst noch einzelne Schauer und Gewitter,
im weiteren Verlauf abklingend. Danach Auflockerung. Minima 19 bis 15
Grad.

Am Sonntag nach einem freundlichen Start im Tagesverlauf mehr 
Quellwolken mit nachmittags einzelnen Schauern und Gewittern. 
Höchstwerten um 30 Grad im Bergland, sonst bis 35 Grad am Rhein. 
Meist schwacher, zeitweise böig auffrischender Wind; bei Gewittern 
stürmische Böen oder Sturmböen.

In der Nacht zum Montag abklingende Niederschläge, zunehmend klar. 
Tiefstwerte 20 bis 15 Grad.



Deutschlandübersicht:
Offenbach, Donnerstag, den 30.07.2026, 10:15 Uhr -
" Derzeit setzt sich das Großwetterlagenmuster fort, das den Sommer 
bislang geprägt hat. Über Spanien und Frankreich liegt weiterhin eine
ausgeprägte Hitzeglocke mit sehr heißer Luft nordafrikanischen 
Ursprungs. Nähert sich von Westen ein Tiefdruckgebiet vom Atlantik, 
wird diese heiße Luft auf dessen Vorderseite mit einer südwestlichen 
Strömung nach Deutschland geführt, was diesen Sommer schon mehrfach 
geschehen ist. Dadurch stellt sich erneut eine Hitzewelle ein, die 
erst mit dem Durchzug der zugehörigen Kaltfront beendet wird.
Auch aktuell befinden wir uns in einer solchen Wetterlage. Heute 
steigen die Temperaturen vielerorts auf 35 bis 39 Grad, örtlich sind 
erneut bis zu 40 Grad möglich.
Von Westen nähert sich allerdings Tief GUDRUN mit seiner Kaltfront. 
Diese entwickelt sich heute zu einer markanten Sturmfront und 
überquert zunächst die Westhälfte Deutschlands. Dabei muss selbst 
abseits von Schauern und Gewittern verbreitet mit stürmischen Böen 
und Sturmböen gerechnet werden. Aufgrund der Trockenheit und der voll
belaubten Bäume besteht ein erhöhtes Risiko, dass größere Äste 
abbrechen oder vereinzelt sogar Bäume umstürzen.
Zusätzlich wird sich nach derzeitigem Stand im Norden und Nordwesten 
eine Gewitterlinie ausbilden, die sich von Nordrhein-Westfalen und 
Nordhessen über Südniedersachsen bis nach Mecklenburg-Vorpommern und 
Rügen verlagert. Innerhalb dieser Linie sind schwere Sturmböen bis 
hin zu einzelnen Orkanböen möglich. Nach den neuesten 
Modellrechnungen liegt derzeit insbesondere der Raum Hannover im 
Bereich des größten Sturmrisikos.
Während die Kaltfront den Norden vorübergehend mit deutlich kühlerer 
Luft versorgt, verbleibt der Süden zunächst in der sehr heißen 
Luftmasse. Besonders entlang der Luftmassengrenze über der Mitte 
Deutschlands entwickeln sich am Freitag erneut kräftige Schauer und 
Gewitter. Dabei sind lokal heftiger Starkregen, schwere Sturmböen und
größerer Hagel möglich.
Auch am Wochenende bleibt die Zweiteilung beim Wetter zunächst 
bestehen. Im Süden wird es bei längerem Sonnenschein erneut heiß und 
stellenweise schwül. Im Norden sorgen Höchsttemperaturen zwischen 23 
und 26 Grad dagegen für deutlich angenehmere Verhältnisse. Am Samstag
können vor allem südlich der Donau einzelne kräftige Gewitter 
auftreten.
Zu Beginn der neuen Woche greift die heiße Luft voraussichtlich auch 
wieder auf den Norden Deutschlands über. Im weiteren Wochenverlauf 
deuten die aktuellen Prognosen jedoch darauf hin, dass die 
außergewöhnlich heiße Luft allmählich wieder nach Süden 
zurückgedrängt wird. 
"

Das erklärt Dipl. Met. Christian Herold  von der 
Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in 
Offenbach zum Wetter der kommenden Tage.


Dieser Bericht wird nicht korrigiert, die nächste Ausgabe erfolgt am 
Freitag, 31.07.2026, 10:30.

Hinweis:
Über die aktuelle Warnsituation können Sie sich jederzeit unter 
www.dwd.de oder in der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes 
informieren.
 
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Mit freundlichen Grüßen 
DWD Kundenservice

E-Mail: kundenservice@dwd.de